Digitale Schrift und E-Book. Der Wandel von der gedruckten zur digitalen Schrift


Bachelorarbeit, 2020

66 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Wandel von der gedruckten zur digitalen Schrift
2.1 Was ist digitale Schrift?
2.2 Digitale Kommunikationsformen neuer Medien
2.3 Unterschiede zwischen der gedruckten und der digitalisierten Schrift

3. Was ist ein E-Book?
3.1 Definition und Geschichte des E-Books
3.2 Möglichkeiten von E-Books
3.3 Unterschiede zwischen dem E-Book und dem gedruckten Buch

4. E-Books im Schulunterricht
4.1 Digitale Schulbücher und ihre Vorteile
4.2 Einsatzpotenziale und Beispiele digitaler Schulbücher

5.Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert“1, sagte einst die amerikanische Politikerin Carly Fiorina. Es gibt nicht viele Themen in der Gesellschaft, die in den letzten Jahren ähnlich hohe Wellen schlagen, wie die Digitalisierung. Das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate ist ein ständiger Prozess, der heutzutage nicht mehr wegzudenken ist. So ist es nicht verwunderlich, dass in den letzten Jahrzehnten auch eines unserer wichtigsten Kulturgüter digitalisiert wurde – die Schrift. Mit der Erfindung von Computern wurde es möglich, Schrift zu digitalisieren. Dies bedeutete, wie in dieser Arbeit erklärt werden soll, den größten Wandel der Schrift seit der Erfindung des Buchdrucks von Johann von Gutenberg um das Jahr 1440 herum. Ein Alltag ohne digitalisierte Schrift ist gar nicht mehr vorstellbar. Millionen von Mails gehen täglich über die verschiedensten Server, sekündlich werden Textnachrichten mit dem Handy verschickt und immer wieder werden auf elektronischen Geräten die neuesten Nachrichten im Internet beobachtet. Somit ist es nicht verwunderlich, dass bereits in der Schule auf eine vernünftige Medienausbildung der Schüler gesetzt wird, um sie auf das spätere Leben in einer digitalisierten Gesellschaft vorzubereiten.

In dieser Arbeit möchte ich den Wandel von der gedruckten zur digitalen Schrift verdeutlichen. Dabei spezialisiere ich mich mit dem E-Book auf ein bestimmtes Medium, welches mit digitaler Schrift ausgestattet ist. Anhand des E-Books und des gedruckten Buches lassen sich die Unterschiede zwischen der gedruckten und der digitalen Schrift gut verdeutlichen. Dabei soll in dieser Arbeit vor allen Dingen der Blick auf verschiedene Möglichkeiten von E-Books und digitaler Schrift im Allgemeinen gelegt werden. Der Unternehmer Peter Bartels meint: „Die Digitalisierung ersetzt den Menschen nicht, sie erweitert vielmehr seine Möglichkeiten.“2 So ist es auch bei der digitalen Schrift, was in dieser Arbeit herausgestellt werden soll.

Zu Beginn meiner Arbeit möchte ich erst einmal erklären und definieren, was es überhaupt mit der digitalen Schrift auf sich hat. Um zu verdeutlichen, wie weit die digitale Schrift in unserer Gesellschaft verbreitet ist, möchte ich zudem einige Kommunikationsmedien vorstellen. Anschließend beschäftigt sich diese Arbeit mit dem E-Book als digitalem Medium. Wie bereits erwähnt, wird anhand dessen ein Vergleich zur gedruckten Schrift gezogen und es werden die Unterschiede aufgezeigt. Bereits vorher wird die digitale Schrift mit der gedruckten Schrift im Allgemeinen verglichen. In meiner Arbeit werden immer wieder Statistiken und Zahlen zu den verschiedenen Themen auftauchen. Damit möchte ich dem Leser einen Anhaltspunkt geben und die Situation verdeutlichen. Außerdem werden unterschiedliche Beispiele genannt, um meine Aussagen zu unterstreichen. Bevor das E-Book mit dem gedruckten Buch verglichen wird, möchte ich dieses noch samt seiner Möglichkeiten, stellvertretend für Medien die mit digitaler Schrift ausgestattet sind, vorstellen. Dabei wird der Fokus auf die Potenziale digitaler Schrift gelegt. Diese spielen auch im letzten Kapitel dieser Arbeit eine große Rolle. Verwendeten Schüler vor vierzig Jahren lederne Schulranzen, ausgestattet mit Kreide und Tafel, so verfügen die des 21. Jahrhunderts vereinzelt bereits über eine sogenannte digitale Schultasche, gefüllt mit Notebook oder Tablet.3 Bevor die Arbeit mit dem Fazit geschlossen wird, möchte ich aufzeigen, welche Potenziale digitale Schrift und E-Books im Schulbereich haben. Diesen Bereich habe ich gewählt, da die Schulen in den nächsten Jahren digitalisiert werden sollen und dafür bereits erste digitale Schulbücher entwickelt wurden. Um die Potenziale klarzumachen, halte ich es für sinnvoll, sich mit der Schule auf einen bestimmten Bereich der Gesellschaft zu spezialisieren. Dabei soll gezeigt werden, warum digitale Schulbücher vorteilhaft für die Lernenden sind.

Wegen der enormen Vielfältigkeit der Digitalisierung und der digitalen Schrift, kann ich bei dieser Arbeit, aufgrund des vorgegebenen Rahmens, nicht immer ins Detail gehen. Außerdem möchte ich in dieser Arbeit nicht diskutieren, ob das Ende der gedruckten Schrift oder des Buchdrucks bevorsteht. Diese Arbeit soll lediglich den Wandel hin zur digitalen Schrift aufzeigen, sowie verschiedene Potenziale herausheben. Dafür werden viele Beispiele eingebracht, die die jeweiligen Situationen verdeutlichen sollen.

2. Der Wandel von der gedruckten zur digitalen Schrift

Bevor ich mich mit dem E-Book auf ein digitales Medium spezialisiere, soll zunächst einmal der Wandel der Schrift im Allgemeinen beschrieben werden. Dabei wird zuerst kurz erklärt, was es überhaupt mir der digitalen Schrift auf sich hat und was sie bewirkt, bevor Kommunikationsformen der neuen Medien ausgeführt werden und gezeigt wird, in wie fern sich die digitale Schrift von der gedruckten, beziehungsweise der händischen Schrift unterscheidet.

2.1 Was ist digitale Schrift?

Die Digitalisierung unseres Alltags ist nicht mehr aufzuhalten und der Prozess wohl auch nicht mehr umkehrbar. Auch wenn es sich dabei um einen technischen Prozess handelt, steht im Folgenden nicht die Technik an sich im Mittelpunkt, sondern der Umgang damit und auch die Auswirkungen auf unser Kommunikationsverhalten. Was eigentlich immer noch zum Staunen ist, scheint den meisten Menschen im Alltag heute selbstverständlich: Die Mobilität hat sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt, wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte.4 Im Laufe der Zeit wurden viele Dinge entmaterialisiert und in virtuelle Formen umgewandelt. Das heißt, dass anstelle der Dinge selbst, lediglich noch mit ihren digitalen Schatten und Beschreibungen umgegangen wird. Diese bestehen aus elektromagnetischen Teilen und werden in Lichtgeschwindigkeit transportiert und bearbeitet.5 Natürlich hat dieser Wandel auch deutliche Spuren in einer der wichtigsten Bausteine unserer Kultur hinterlassen: der Schrift. Die Kulturtechnik der Schrift prägt seit Jahrtausenden die menschliche Kultur.

Mit der Digitalisierung werden Texte nicht mehr in sichtbaren Schriftzeichen verfasst, sondern in Binärcode. Beim Digitalcomputer ist dies der ASCII: Der American Standart Code for Information Interchange stellt den Gesamthaushalt aller über die Tastatur des Computers erzeugbaren Zeichen dar.6 Im Späteren werde ich kurz aufzeigen, wie digitale Schrift funktioniert. Das heißt, wie kommt ein Zeichen auf einen Bildschirm, nachdem ich eine Taste auf der Tastatur betätigt habe. Auf andere typographische Vorgänge, die innerhalb eines Mediums ablaufen, um digitale Schrift zu realisieren, möchte ich in dieser Arbeit nicht eingehen. Viel mehr will ich, anstatt komplizierte technische Codes und Bits zu erklären, kurz darstellen, was digitale Schrift überhaupt ausmacht.

Mit der Entwicklung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert hat Gutenberg der Menschheit eine neue Galaxis erschlossen, die „Gutenberg-Galaxis“.7 Der britische Mathematiker Alan Turing war ein begnadeter Entwickler und Mathematiker, der Ideengeber für die Computerentwicklung war. Turings Ideen waren eigentlich dafür gedacht, um das damalige Problem der prinzipiellen Berechenbarkeit mathematischer Funktionen zu lösen. Seine Entwicklungen flossen allerdings auch in die Architektur des Computers mit ein.8 1936 hat er die sogenannte Turing-Maschine entwickelt, das Konzept einer Maschine, mit der programmgesteuert beliebige Berechnungen durchgeführt werden können. Für viele gilt die Erfindung des Computers und somit auch des digitalen Schreibens, als der größte Umbruch der Schriftkultur seit Einführung des Buchdrucks. Somit hat Turing eine „Turing-Galaxis“ geschaffen, sowie Gutenberg mit seiner Erfindung die „Gutenberg-Galaxis“ erfunden hat. Anschließend wurden in den vierziger Jahren in Deutschland, Großbritannien und den USA die ersten digitalen Datenverarbeitungssysteme technisch realisiert. Dies geschah mit dem von Konrad Zuse erfundenem Zuse Z3.9 Schließlich setzte sich die sogenannte Von-Neumann-Architektur durch, die bis heute im Wesentlichen Anwendung findet. Ein entscheidendes Merkmal dieser Architektur ist die Vorhaltung sämtlicher Daten. Dabei werden Programme oder andere Datenarten in einem zentralen Arbeitsspeicher gesichert. Ein Von-Neumann-Rechner, also zum Beispiel ein gewöhnlicher Computer am Arbeitsplatz, ein Tablet oder unser Handy, kann mit einfachen Verarbeitungsroutinen diese Daten verwenden und neue Daten berechnen, welche dann wiederum in digitaler Form im gleichen Speicher abgelegt werden.10 Natürlich ist die Geschichte des Computers eine viel ausführlichere, als sie hier dargestellt ist, allerdings ist diese nicht unser Thema und würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.

Der Computer ist eine universale Maschine. In der Zeit der Turing-Galaxis sind wir in den Besitz dieser mächtigen Maschine gelangt und digitales Schreiben ist zur vorrangigen Form schriftlicher Kommunikation unserer Zeit geworden. Innerhalb einer Generation sind viele Textformen, die bisher lediglich auf dem Papier existierten, weitgehend in das elektronische Medium übertragen worden.11 Dies wird in den noch folgenden Punkten zur digitalen Kommunikation und zu den Unterschieden zwischen digitaler und gedruckter Schrift noch einmal besonders hervorgehoben.

Um digitale Texte zu schreiben, brauchen wir einen Computer, da wir mit den digitalen Daten selbst nicht umgehen können. Mit der Tastatur, der Maus und einem Bildschirm, sind alle Geräte beisammen, die mit dem Computer interagieren und digitale Schrift verfassen können. Touchscreen und Gegensteuerung per Finder sind sehr viel neuere Varianten, um Daten in das Innere des Computers zu bringen.12 Mit dem iPhone von Apple und anderen Geräten kam ab 2007 das Smartphone auf den Markt. Auch Smartphones und Tablets sind veritable Computer.13 Das digitale Schreiben mit der Tastatur ist immer ein Auswählen von Zeichen und kein Produzieren, so wie es beispielsweise bei der Handschrift der Fall ist. Das heißt, dass die Zeichen nicht vom Schreibenden gestaltet werden, sondern vom Computer.14 Jay David Bolter bezeichnet den Computer gar als „die Zukunft der Schrift“.15 Es ist ein Universalmedium, welches digitale Technik nutzt, um Einschreibungen aller anderen bisherigen Medien zu speichern und zu bearbeiten - sowohl bildliche Medien, wie die Fotografie, als auch das alphabetische System von Druck- und Handschrift.16 Es gibt viele Gründe, warum digitale Schrift als die Zukunft der Schrift bezeichnet wird.

Nachdem bereits die Anfänge und die grobe Entwicklung des Computers dargestellt wurden, möchte ich mich nun explizit auf die Anfänge der digitalen Schrift beziehen und kurz aufzeigen, wie diese zustande kam. Den Prototyp für die Textverarbeitung mit dem Computer schuf Douglas Engelbart in den 1960er Jahren. Er hatte als erster erkannt, dass ein Computer mehr sein kann als ein Automat, der lediglich Berechnungen schnell durchführen kann.17 Computer sollten eine Hilfe für den Menschen darstellen und ständig verfügbar sein. Zuvor wurden Daten und Programme noch in Lochkarten gestanzt und vom Betriebspersonal eingelesen, bevor Stunden später die Ergebnisse der Berechnungen als Papierausdruck abgeholt werden konnten.18 Durch Engelbarts Erfindungen war der Benutzer kontinuierlich mit dem Computer verbunden. Er war der Erste der erkannte, dass der Computer viel mehr im Umgang mit Texten kann, als lediglich als Schreibmaschine genutzt zu werden.19 Durch seine Erfindungen neuer Betriebssysteme, neuer Hardware und vor allen Dingen der Computermaus, machte er es 1968 möglich, dass sich digitale Texte kontinuierlich verändern konnten. Das Ergänzen, Umstellen, Verknüpfen, Verschieben, Markieren und Löschen von Textpassagen waren ganz neue Möglichkeiten der Schrift, die in dieser Form mit der Schreibmaschine oder einem Stift nicht möglich waren. Firmen, wie Apple, orientierten sich an diesen Erfindungen und somit setzte sich ab Mitte der 1980er Jahre die grafische Benutzerschnittstelle inklusive Maus als ein Standard für die Computerbedienung nach und nach durch.20 Die Repräsentation von Zeichen auf dem Bildschirm, sowie die durch binäre Codes und elektrische Impulse generierte und elektromagnetisch gespeicherte Text- und Bildinformation, ist flüchtig und somit jederzeit veränderbar. Mithilfe von Texteditoren wirkt sich die Veränderung eines digitalen Textes direkt auf den Bildschirm aus. Kein anderes Medium bietet gleichzeitig derart vielfältige Chancen einer multimedialen Präsentation oder einer Textanalyse. Dies sind die Anfänge digital gestalteter Texte mit dem Computer. Im Laufe der Jahre haben diese aufgrund des Internets und verschiedener Kommunikationsformen neuer Medien eine enorme Entwicklung genommen. Bevor ich die erwähnten Kommunikationsformen neuer Medien etwas genauer beleuchte, möchte ich aufzeigen, warum digitale Schrift als die Zukunft der Schrift bezeichnet wird. Zuvor möchte ich allerdings deutlich machen, was eigentlich beim Vorgang der digitalen Schrift genau passiert. Auch wenn ich mich von Erklärungen zur technischen Ausführung digitaler Schrift in dieser Arbeit fernhalten möchte, erscheint es mir als wichtig, um zu verstehen wie digitale Schrift funktioniert, zumindest einmal grob darzustellen, was in einem System vorgeht, sobald eine Taste auf der Tastatur betätigt wird:

„Eine Taste wird gedrückt. Eine unter der Taste befindliche Karbonpille kommt auf zwei aneinander grenzenden Bahnen einer Leiterplatte zu liegen. Die Karbonpille schließt den Kontakt zwischen den Leiterbahnen und Strom beginnt zu fließen. Der Tastaturcontroller ermittelt aus Zeile und Spalte der aktivierten Leiterbahnen die Position der gedrückten Taste. Die Position der gedrückten Taste wird in den Scancode übersetzt und an die zentrale Recheneinheit des Computers geschickt. Betriebssystem und laufende Programme werten den Scancode aus und veranlassen die Anzeige des dem Scancode und der Tastaturbelegung entsprechenden Zeichens. In einigen Dutzend Segmenten des Bildschirms wird die elektrische Spannung erhöht. Die in den Segmenten erhaltenen Flüssigkeitskristalle ändern mit der Spannung ihre Ausrichtung und damit die Bahn des sie durchquerenden Lichts. Die Lichtstrahlen können einen hinter den Segmenten liegenden Polarisationsfilter nicht mehr passieren. Die dunkel bleibenden Segmente bilden zusammen eine gerasterte Figur. Auf dem Bildschirm erscheint das durch den Tastendruck eingegebene Schriftzeichen.“21

Es gibt viele Gründe, warum digitale Schrift als die Zukunft der Schrift bezeichnet wird. Mit dem Schreiben ist es wie mit dem Autofahren: In beiden Angelegenheiten handelt es sich um menschliche Tätigkeiten, die bestimmte technische Voraussetzungen besitzen. Sowohl beim Schreiben, als auch beim Autofahren haben in den letzten Jahren Hilfssysteme Einzug erhalten, die diese Tätigkeiten unterstützen. Die Vorteile beim Autofahren sind beispielsweise Spurhalte- oder Einparkassistenten. Für den Autor ist die digitale Schrift, aufgrund ihrer vielen Möglichkeiten, ebenfalls eine Vereinfachung bei der Erstellung seiner Texte. Mit der Verbreitung des PCs gegen Ende des 20. Jahrhunderts hat die Geste des Tastendrückens die Sphäre des Schreibens nach und nach kolonisiert und die Geste des Stiftschreibens immer weiter verdrängt. Wer heute in den entwickelten Ländern regelmäßig und viel schreibt, ist an die Tastatur gewohnt und wird in der Regel auch nicht auf sie verzichten können.22 Beispielhaft dafür möchte ich nun ein paar dieser Vorteile aufzeigen, um klarzumachen, was digitale Schrift unter anderem ausmacht.

Jeder, der bereits mit Textverarbeitungsprogrammen, wie beispielsweise dem bekannten Microsoft Word, gearbeitet hat weiß, dass die Gestaltung eines digitalen Textes variabel ist. Das heißt, dass Textteile neu entstehen oder verschwinden können. An einer beliebigen Stelle des Textes können neue Textteile eingefügt werden, ohne das vorhandener Text verschoben wird, oder es können Textteile von einer Position im Text zur nächsten verschoben werden. Einfügen und Verschieben gelten dabei zu den beiden Grundmethoden der Textmanipulation.23 Textverarbeitungsprogramme sind enorm vielfältig und bieten dem Schreiber viele Vereinfachungen beim Erstellen seines Textes. So kann man als Verfasser nicht nur seine Schrift formatieren, sondern auch größeren Einheiten des Textes. Aufgrund der vielen Möglichkeiten, die die digitale Schrift bietet, ist die Schreibkompetenz im digitalen Medium mehr, als einen Satz nach dem Anderen formulieren zu können. Es geht auch darum, Absätze, Abschnitte oder den Text als Ganzes mit Festlegungen bezüglich Rändern, Zeilen- und Absatzbeständen, Einrückungen, Aufzählungen und Nummerierungen zu versehen. Außerdem besteht die Möglichkeit zwischen verschiedenen Schriftarten auszuwählen. Die unterschiedlichen Schriftarten führen dazu, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Schrift jeder, neben seiner eigenen Handschrift, in ganz anderen Schriftarten schreiben kann.24 Ohne die passenden Federn, Pinsel, Tinten und Papierbögen, können Texte am Computer mühelos und in Sekundenschnelle in neuen Schriften ausgeführt werden.

Neben der digitalen Schrift selbst, ist auch ihre Speicherung trivial und Vorteilhaft für Jedermann. Die Speicherung digitaler Daten ist auf kleinstem Raum möglich. Informationen müssen dabei nicht mehr auf Zetteln als physische Güter behandelt werden, sondern, beispielsweise in Form von USB-Sticks, als weitgehend immaterielle Gebilde. Auch Vorteile, wie die Autokorrektur, machen digitales Schreiben interessant: Bestimmte Fehler werden automatisch angezeigt und korrigiert. Dafür nutzen die Programme Korrekturlisten, die man zum Teil auch selber bearbeiten kann.25 Außerdem lässt sich mit der digitalen Schrift multimediales Schreiben vereinfachen. Beim Erstellen einer Präsentation springt man zwischen der Formulierung von Textstücken und der Erstellung von Grafiken hin und her. Auch dafür bieten Programme, wie PowerPoint von Microsoft, starke Vereinfachungen. Hier werden beispielsweise konfigurierte Folienelemente angeboten, die für Visualisierungen genutzt werden können.26 Verschiedenen Grafiken und Muster für die Präsentation können ausgewählt werden und spezielle Effekte können zur Veranschaulichung ebenfalls mit hineingebracht werden.

„Die Möglichkeiten digitaler Schrift sind enorm vielseitig und haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Es gibt unzählig viele Vorteile und Programme, die das Schreiben erleichtern. Seitdem Schrift digitalisiert wird, ist kulturhistorisch zwischen primärer Schriftlichkeit – die seit über 7000 Jahren in einem permanent wachsenden Teil der Bevölkerung den Schriftbesitz fördert – und sekundärer Schriftlichkeit zu unterscheiden, die seit der Entwicklung von Schreibcomputern zu einem elitären Instrument einer schriftbesitzenden Klasse mit gehobenem Lebensstandard wurde. (…) Bisherige Erfahrungen mit sekundärer Schriftlichkeit – wie zum Beispiel Textproduktion am Computer, SMS, E-Mail oder Internet – zeigen, dass sich der Schriftgebrauch um ein Vielfaches erhöht hat. Allein aufgrund der Masse digitaler Informationen, die über das traditionelle Medium Schrift im Kommunikationsprozess zwischen Mensch und Maschine verfügbar sind, wurde die primäre Schriftlichkeit längst von der sekundären überholt.“27

Nicht nur der Mensch ist es, der liest und schreibt, auch der Computer. Digitale Schrift besteht nicht nur aus Schrift, sondern auch aus Grafiken, Bildern und Videos. Dabei liest man nicht alleine, sondern mit anderen. Somit ist das digitale Schreiben also hybrid, multimedial und sozial und unterscheidet sich damit grundlegend vom Schreiben, wie es bis dahin in der Schriftkultur gewesen ist.28 „Wir schreiben und lesen anders, wenn es digital geschieht – was wir lesen nehmen wir anders auf, was wir schreiben sieht anders aus und ist anders aufgebaut.“29 Mit der digitalen Schrift verändert sich nicht nur die Schriftkultur, sondern es gibt auch Veränderungen in jedem Einzelnen von uns. Unsere Gehirne passen sich dem digitalen Schreiben an, Informationen werden kognitiv anders verarbeitet und gespeichert. So wie das Denken früher durch das Buch mit seiner gedruckten Schrift kolonisiert war, erfährt unser Denken eine Kolonisierung durch den Computer samt seiner digitalen Schrift.30

2.2 Digitale Kommunikationsformen neuer Medien

Digitale Kommunikationsformen prägen uns heutzutage und umgeben unser Leben. Wir nutzen sie, um Freundschaften zu pflegen, um Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen, um Arbeitsprozesse zu organisieren, oder um uns an gesellschaftlichen Diskurs- und Meinungsbildungsprozessen zu beteiligen.31 Sie vereinfachen das soziale Schreiben um ein Vielfaches. Durch die ständigen Veränderungen der technischen Möglichkeiten und einer immer weitergehenden Beschleunigung und Verdichtung unseres kommunikativen Miteinanders, kam es in der Geschichte immer wieder zu Modernisierungen der gesellschaftlichen Kommunikation.32

Viele Jahrhunderte lang war der Brief nahezu konkurrenzlos das einzige Medium, mit dem schriftlicher Kontakt über eine weitere Distanz aufgenommen werden konnte. Bereits in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts warb die Deutsche Bundespost mit ihrem Werbeslogan –schreib mal wieder! – darum, eine, wegen der aufkommenden Digitalisierung vor dem Aussterben bedrohte und Jahrhunderte alte Kommunikationsform, zu retten.33 Der Sprachwissenschaftler Jörg Meier sieht mit dem Einsetzen digitaler Kommunikation einen grundlegenden Wandel in der Gesellschaft: „Der Medienwechsel brachte einen grundsätzlichen kulturellen Wandel mit sich, weil das kollektive Gedächtnis unserer Gesellschaft, das bisher durch Prinzipien der Schriftlichkeit charakterisiert wurde, zunehmend nach elektronischen Regeln arbeitet.34 Digitale Kommunikation ist computer-vermittelte Kommunikation und der Austausch von Nachrichten über Computernetze. Dafür grundlegend ist die Rezeption von Nachrichten über digitale Endgeräte, wie zum Beispiel den Computer, den Tabletcomputer oder das Handy.35

Auch die digitalen Kommunikationsformen der neuen Medien sind ein großes Thema in der heutigen Wissenschaft. Hierzu gehören auch die sozialen Netzwerke, über die ebenfalls kommuniziert werden kann. Wissenschaftler analysieren dabei unter anderem Veränderungen im Sprachgebrauch oder beachten die Schreibfreudigkeit Jugendlicher. Texte, die digital verfasst wurden, weisen in vielerlei Hinsicht erhebliche Abweichungen von Texten der geschriebenen Standardsprache auf. Ich möchte in diesem Punkt lediglich einige auserwählte der prominenten Formen digitaler Kommunikation darstellen. Die bekanntesten Formen digitaler Kommunikation sind Chats, E-Mails, SMS (WhatsApp), Online Foren, oder der Schriftverkehr in den sozialen Netzwerken.36 Dies mache ich, da die Kommunikationsformen der neuen Medien ohne digitale Schrift nicht möglich wären. Digitale Schrift hat den Grundstein für die Kommunikation über den Computer gelegt, was, wie bereits erwähnt, als ein großer kollektiver Wandel der Gesellschaft angesehen wird. Noch nie wurde tagtäglich von so vielen Menschen geschrieben, wie mit dem Aufkommen des World Wide Web und der digitalen Kommunikation. Um dies zu verdeutlichen möchte ich zunächst ein paar Statistiken zur Kommunikation über digitale Geräte aufzeigen.

“Das Internet ist ein Informations- und Kommunikationsmedium, das in den letzten Jahren die modernen Industriegesellschaften verändert hat und noch weiterhin radikal verändern wird. War das Internet ursprünglich ein Netz der Forscher, beschränkt auf einzelne Interaktionszusammenhänge und genutzt von einer funktionalen Elite, so ist das Netz heute ein transnationales Kommunikationsnetz, das seit Mitte der 90er Jahre einer zunehmenden Kommerzialisierung unterliegt.“37

Laut einer Studie der ARD und des ZDF, nutzten im Jahr 2019 63 Millionen Menschen in Deutschland das Internet.38 Berücksichtigt werden dabei Menschen ab 14 Jahren. Dies macht einen Anteil von 84% der Bevölkerung. Davon machen 77% sogar täglich vom Internet Gebrauch. Im Vergleich dazu nutzten im Jahr 1997 lediglich 4,1 Millionen Deutsche das Internet.39 Interessant zu sehen ist, dass die Entwicklung der Internetnutzung im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2010 am höchsten ist. Im Vergleich zu 2009 waren 2010 13% mehr Leute im Internet unterwegs. Möglich ist ein Zusammenhang mit dem Online Messenger WhatsApp, der im Jahr 2009 gegründet wurde und kostenloses Chatten über das Smartphone möglich machte. Im Gegensatz zur SMS braucht man bei Messengern dieser Art einen Zugang zum Internet, der sich allerdings lohnt, da die Nachrichten, Videos und Bilder - anders als bei der SMS - kostenlos verschickt werden können. Wie populär diese App ist, zeigt eine Studie des Unternehmens. Mit weitem Abstand ist WhatsApp die meistgenutzte App auf dem weltweiten Markt und auch in Deutschland. Hierzulande nutzen die Applikation 33,4 Millionen Menschen.40 97% der Menschen im Alter von 18-29 Jahren haben die App auf ihrem Smartphone installiert und auch bei den 50-69-Jährigen sind 79% Nutzer dieser Anwendung.

Zahlen wie diese zeigen, dass die Anzahl der Menschen, die digitale Schrift nutzen, unwahrscheinlich hoch ist. Nahezu jeder Mensch nutzt digitale Schrift in seinem Alltag. Es ist vermessen von einem Rückgang der Schrift zu sprechen, denn nie wurde mehr geschrieben als mit dem Eintritt der digitalen Schrift und der gleichbedeutenden digitalen Kommunikation.41 Allerdings muss dazu auch gesagt werden, dass Nachrichten, die über Messenger wie WhatsApp geschrieben werden, oftmals eine andere Sprache aufweisen, als eigentlich üblich. Da die Kommunikation in Chats wie WhatsApp oftmals als virtuelles Gespräch wahrgenommen wird, sind Grammatik, Rechtschreibung und Form oftmals falsch. Häufig ist in Publikationen zur Netzkommunikation von gekritzelten Telefonaten, elektronischen Kaffeekränzchen oder virtuellen Gesprächen die Rede.42 Vor allen Dingen die Sprache über Messenger wird als verschriftete Mündlichkeit bezeichnet. Klar ist, dass dort umgangssprachlicher geschrieben wird, da vor allen Dingen der Kontakt mit Bekannten und Freunden besteht. Dies möchte ich gleich noch einmal thematisieren, wenn ich auf die Kommunikation in Chats eingehe. Schreiben in der digitalen Kommunikation dient meist anderen Zwecken als das Schreiben ausgearbeiteter Texte. Diese sind „für nachträgliche Lektüre konzipiert und nicht für die Weiterentwicklung eines aktuellen, dialogischen Kommunikationsgeschehens.“43

Zunächst möchte ich mich aber mit der traditionellsten Form digitaler Kommunikation beschäftigen – der E-Mail. Diese wird, anders als Chats, meistens zur formellen und sachlichen Kommunikation über das Netz eingesetzt. Laut einer Umfrage im Jahr 2017 nutzen satte 98% der Internetuser das Netz zum Versenden oder Empfangen von E-Mails.44 Damit steht diese Aktivität auf Platz eins der häufigsten Anwendungen im Internet und besiegt sogar das Nutzen von Suchmaschinen, wie zum Beispiel Google (97%). 84% der Deutschen brauchen E-Mail-Programme dabei täglich. Doch was macht die E-Mail eigentlich aus? Häufig wird sie als die Ablösung des Briefes gehandelt. Klar ist, dass die Erfindung der E-Mail einen Rückgang des Briefverkehrs mit sich gebracht hat. Jedoch wurden im Jahr 2018 immer noch knapp 18 Milliarden Briefe durch Postdienstleister in der Bundesrepublik verschickt.45 Das macht gute 49 Millionen Briefe pro Tag. Die Kommunikation per Brief gibt es also immer noch in einem hohen Maß und, so ist man sich in der Wissenschaft sicher, diese stirbt auch nicht aus. Elektronische Post ersetzt die Schriftliche nicht – sie intensiviert sie nur.46

E-Mails sind zu einem weit verbreiteten Universalmedium alltäglicher Kommunikation geworden. In Deutschland wurde die erste E-Mail am 3. August 1984 empfangen und sie gilt heute, noch vor dem World Wide Web, als wichtigster und am häufigsten genutzter Dienst des Internets.47 E-Mails haben viele Vorteile vorzuweisen. Sie können in Sekundenschnelle übermittelt und vom Empfänger gelesen werden. Außerdem kann eine E-Mail an mehrere Empfänger gleichzeitig versendet werden, was den Vorteil der geringen Kosten umso särker in den Vordergrund schiebt. Mails können weitergeleitet werden und es können Anhänge erstellt werden.48

Die E-Mail ist, anders als andere digitale Kommunikationsmedien, ein asynchrones Kommunikationsmedium. Das heißt, dass eine Nachricht auch gesendet werden kann, wenn sie vom Empfänger nicht zum gleichen Zeitpunkt entgegengenommen wird. Neben der Zeitunabhängigkeit und der geringen Kosten ist auch die Ortsunabhängigkeit ein entscheidender Vorteil.49 Wie bereits erwähnt, dient die E-Mail eher den formellen Konversationen im Netz. Wer sich mit einer E-Mail auf eine Stelle bewirbt, mit Kunden oder Vorgesetzten kommuniziert, orientiert sich an den Textmustern des traditionellen Briefverkehrs. Selten wird die E-Mail als Alternative zum Chat oder zum Telefon gewählt. Hier nutzt man dann einen stark an der konzeptionellen Mündlichkeit50 orientierten Formulierungsstil.

Der konzeptionell mündliche Stil ist in privaten E-Mails zu finden. Wie bereits erwähnt dient die Kommunikation per E-Mail heutzutage aber eher der formellen Kommunikation. Für die Kommunikation im privaten, konzeptionellen Bereich, sind Chats der Vorreiter.

Nahezu jeder Mensch chattet, was ich bereits mit den Zahlen zur WhatsApp Nutzung versucht habe zu verdeutlichen. Eines der auffälligsten Merkmale bei der Sprachverwendung in privaten Chat-, Facebook-, SMS- oder WhatsApp-Nachrichten ist die Orientierung an der Sprache informeller, mündlicher Gespräche.51 Dabei fällt auf, dass die Toleranz gegenüber orthographischen und grammatischen Fehlern sehr hoch ist.52 Chat-Sprache weist häufig alltags- und umgangssprachliche, sowie jugendsprachliche und dialektale Elemente auf, die mit nachlässigen Schreibkonventionen verbunden sind.53 Nachrichten, die in Chats, per SMS, oder WhatsApp ausgetauscht werden, sind von ihren Verfassern schnell, ökonomisch und interaktiv konzipiert. Dabei werden beispielsweise Meinungen über ein Thema ausgetauscht, eine Verabredung getroffen, oder einfach nur der neueste Klatsch diskutiert.54 Getippte Dialoge im Internet, oder per Handy, verhalten sich ähnlich wie ein mündliches Gespräch, da die Gesprächspartner mit ihren Beiträgen an die Beiträge des jeweils anderen anknüpfen und das Kommunikationsgeschehen weiterentwickeln.55 Dafür wird, neben der sich von formellen Texten unterscheidenden Sprache, oft auch auf das Einsetzen von Smileys oder Emojis gesetzt. Diese sollen schnellstmöglich Gefühle und Emotionen vermitteln und sind ein weiteres Beispiel für die Ähnlichkeit der geschriebenen Sprache im Chat und der gesprochenen Sprache in der face-to-face Kommunikation.56 Um Zeit zu sparen, wurden zudem viele Akronyme im Laufe der Zeit in die Chat-Kommunikation installiert. Des Weiteren sind Formen, wie die konsequente Kleinschreibung und das Formulieren unvollständiger Sätze, typische Schreibweisen, die in Chats immer wieder auftauchen.

„In der Chat-Kommunikation wird von der kodifizierten Norm abgewichen, um umgangssprachliche oder auch dialektale Lautungen zu markieren wie auch prosodische Eigenschaften. Charakteristisch ist „eine Kombination typischer lexikalischer, syntaktischer und morphologischer Merkmale gesprochener Sprache und insbesondere Emulation dialektaler Merkmale.“57

Je unverbindlicher eine Unterhaltung ist, desto häufiger kommen diese Chat-typischen Schreibformen zum Einsatz.58 In der Literatur wird oft unterschieden zwischen Chat-Kommunikation und SMS-Kommunikation. Jedoch denke ich, dass ich diese beiden Arten der digitalen Kommunikation in meiner Arbeit zusammen behandeln kann, da sich die SMS-Kommunikation durch das Eintreten von Messenger, wie WhatsApp, noch einmal gewandelt hat und ebenfalls eine Art Chat geworden ist. Auch die bereits erwähnten Auffälligkeiten gelten sowohl für die Chat- als auch für die SMS-Kommunikation. Es ist die populärste Form der Online-Kommunikation, die im Vergleich zur E-Mail nahezu synchron erfolgt.59 Dies ist ähnlich wie beim Telefonat, wobei der Schreibende seinen Text erst noch in die Tastatur, beziehungsweise in sein Smartphone eingeben muss. Somit erfolgt die Interaktion quasi synchron und wechselseitig.60

In der Wissenschaft gibt es viele Werke zu den Kommunikationsformen neuer Medien. Dabei werden kleinste Details und Unterschiede analysiert. Die aufgezeigten Ergebnisse dienen lediglich als Einblick in die E-Mail-, Chat-, bzw. SMS-Kommunikation. Sie zeigen, dass die Schrift, die in der digitalen Kommunikation genutzt wird, nah an der gesprochenen Sprache orientiert ist. Allerdings sind dabei auch zwischen den verschiedenen Medien Unterschiede festzustellen. Im Folgenden soll gezeigt werden, welche Unterschiede es im Allgemeinen zwischen der geschriebenen, bzw. gedruckten Schrift und der digitalisierten Schrift gibt.

2.3 Unterschiede zwischen der gedruckten und der digitalisierten Schrift

Mit dem Erklären der digitalen Schrift und dem Aufzeigen ihrer Möglichkeiten, beispielsweise in Form von neuen Kommunikationsmöglichkeiten, wurden im Prinzip bereits die größten Unterschiede zur gedruckten Schrift dargestellt. Bei all diesen Formen der digitalen Schrift kann die gedruckte Schrift nicht mithalten. Im Folgenden möchte ich noch einmal genauer zeigen, wo genau sich die Unterschiede zwischen den Schriften befinden und was diese ausmachen.

Das mediale System der Schrift war vor dem Buchdruck ausschließlich durch unmittelbare Handarbeit gekennzeichnet. Die Texte wurden per Hand geschrieben und Fehler konnten, wenn überhaupt, nur mit Mühe korrigiert werden. In Skriptorien war man in der Antike und im Mittelalter darum bemüht, Texte handschriftlich zu duplizieren.61 Die Speicherung wurde, wie auch später beim gedruckten Buch, physisch erledigt. In Bibliotheken wurden Manuskripte archiviert und über die Handelswege distribuiert. Durch den Buchdruck wurde die Produktion des Textes durch den Autor von der Herstellung des Buches als ein Produkt abgetrennt.62 Die Erfindung des Buchdrucks führte dazu, dass schriftliche Texte nun mehr in einem handwerklichen, später industriellen Produktionsprozess hergestellt und vervielfältigt werden konnten und nicht mehr per Hand kopiert werden mussten.63 Die Kosten und der zeitliche Aufwand sanken mit der Zeit. Von der Manuskriptvorlage ging es, dank Gutenberg, zum gedruckten Buch. Dieser hat eine Maschine gebaut, die es möglich machte von einem Text ungleich schneller Ausgaben herzustellen, als es den menschlichen Kopisten möglich gewesen war.64 Wie bereits erwähnt, war sowohl die gedruckte Schrift, als auch die Erfindung der digitalisierten Schrift ein einschneidendes Ereignis in der Kultur.

Die Tasten des Computers und die Geste des Schreibens darauf – zehn Finger, die einzelne Buchstaben anschlagen - ähneln zwar denen der Schreibmaschine, jedoch steht das Geschriebene in einem ganz anderen Verhältnis zum Schreibinstrument und zum Körper des Schreibenden als bisher.65 Statt einer Spur der Bewegung des von Hand geführten Stifts oder des niedergedrückten Hebels der Schreibmaschinentaste auf dem Papier, ist die Schrift in der digitalisierten Form eine Datei im Speicher des Computers.66 Das graphische Interface und das intuitive Bedienungswerkzeug der digitalisierten Schrift unterscheidet diese von der handschriftlichen und der gedruckten Schrift. Wie in Kapitel 2.1 gezeigt, verfügt die digitale Schrift über viele Werkzeuge, die für Schriften anderer Art nicht denkbar sind. Dazu zählt beispielsweise die graphische Gestaltung oder das Auswählen vorangefertigter Textvorlagen.

Friedrich Kittler ist ein Kritiker der digitalen Schrift. Auch wenn die Schrift weiterhin schwarz auf weiß erscheint, hat sich deren ontologischer Status verschoben. Die Benutzeroberfläche von Textverarbeitungsprogrammen simuliert auf immer detailliertere Art und Weise das scheinbar konkrete Vorhandensein des Textes auf dem Bildschirm.67 Kittler sagt: „Schriften und Texte existieren mithin nicht mehr in wahrnehmbaren Zeiten und Räumen, sondern in den Transistorzellen von Computern.“68 Auch wenn digitale Schrift seit mehr als zwei Jahrzehnten die vorherrschende Praxis im wissenschaftlichen Bereich ist, sagt Kittler, dass der Schreibakt mit der Miniaturisierung aller Zeichen auf molekulare Maße verschwunden ist.69 Ausschlaggebend für die Bevorzugung gedruckter und von Hand geschriebener Schrift ist für Kittler allerdings die ausbleibende körperliche Tätigkeit während des Schreibakts. Das Schreiben meint für ihn nur noch Textproduktion. Die Handlungen des Schreibenden erzeugen nur noch scheinbar direkte Schrift. „Nur scheinbar hinterlässt das Niederdrücken einer Taste auf der Tastatur einen schwarzen Abdruck auf der simulierten weißen Seite im Textverarbeitungsprogramm.“70 Die Schreibgeste verschwindet und wird durch eine nur scheinbare Interaktion mit Schreibwerkzeugen ersetzt.

Der Text, der mit der Hand geschrieben wird und der Text, der mit technischer Hilfe gesetzt und gedruckt werden muss, bedarf nur des menschlichen Auges, um gelesen zu werden. Diese sind in unmittelbar lesbaren Schriftzeichen verfasst.71 Dies hat sich mit der Digitalisierung geändert. Wie in Kapitel 2.1 beschrieben, werden Texte beim digitalen Schreiben nicht in sichtbaren Schriftzeichen verfasst, sondern im Binärcode. Um in diesem Text lesen zu können, brauchen wir den Computer als Lesegerät. Erst wenn Folgen von Nullen und Einsen in Buchstaben übersetzt wurden und umfangreiche Berechnungen durchgeführt worden sind, kann man den Text auf dem Computerbildschirm lesen.72 Schrift, ob per Hand geschrieben oder gedruckt, ist in der Schriftkultur direkt sichtbar und nicht kodiert, was sich mit der Digitalisierung von Schrift geändert hat. Würden von einem auf den anderen Tag alle Computer, Smartphones, Laptops, Tablets und E-Books ausfallen, würde nicht nur die öffentliche Infrastruktur zusammenbrechen, sondern es könnten auch große Teile des Menschheitswissens nicht mehr genutzt werden.73 Es ist zu erkennen, dass die Speicherung von Texten im Binärcode, anders als bei der physischen Speicherung geschriebener und gedruckter Werke in Bibliotheken und Archiven, sehr risikoreich ist. Die Schrift unterscheidet sich somit nicht nur in ihrer Wiedergabe, sondern auch in ihrer Speicherung.

„Paradoxerweise wird trotz der enormen Ausweitung digitaler Informationstechnologie die Beständigkeit der Datenspeicher immer problematischer. Dateien auf Computerdisketten entleeren sich unter Umständen schon nach wenigen Monaten (…), weil die Benutzerprogramme der Computer in atemberaubenden Tempo durch immer neue ersetzt werden. Informationen, die wir für die Wiederverwendung speichern wollen, müssen wir in regelmäßigen Intervallen von alten auf neue Speicher übertragen, Sicherheitskopien anfertigen und die Speicherkarte ständig kontrollieren. (…) Im Katastrophenfall bleiben uns vielleicht nur die Informationen auf traditionellen Schriftträgern.“74

Die in Kapitel 2.1 aufgezählten Fähigkeiten digitaler Schrift sind Unterschiede und Vorteile gegenüber der geschriebenen und gedruckten Schrift. Egal ob Auswahl der Schriftgröße oder Schriftart, das Löschen, Umstellen und Verknüpfen von Textpassagen, oder die zahlreichen Funktionen von Textverarbeitungsprogrammen wie Word – all dies sind Möglichkeiten, die das Schreiben und auch die Gestaltung der Schrift vereinfachen. Die großen Unterschiede sind die Vereinfachung und die vielfältigen Möglichkeiten für den Schreibenden. Kein Werkzeug der Handschrift kann die Vorzüge einer Tastatur - zum Beispiel in Zusammenhang mit der Geschwindigkeit und der Genauigkeit der Eingabe der Zeichen - erreichen oder gar übertreffen.75 Die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek äußerte sich in einem Interview 2014 über die Vorteile digitaler Schrift für ihren Beruf:

„Es ist fast so, als wäre der Computer für meine Arbeitsweise erfunden, denn ich schreibe ja sehr schnell, aufgrund einer inneren Unruhe, die kaum duldet, dass ich beim Schreiben auch nur kurz unterbreche. Da schreibe ich dann auch oft sinnloses Zeug, das ich später wieder lösche. (…) Man kann etwas spurlos verschwinden lassen und etwas Anderes an dessen Stelle setzen. Man fühlt sich dabei wie ein Gott, der etwas erschaffen kann und es wieder wegräumt, im selben Arbeitsgang.“76

[...]


1 Zitate zur digitalen Transformation: https://digitaleneuordnung.de/blog/zitate-innovation-unternehmen-startups/

2 Zitate zum Umgang mit dem digitalen Wandel: https://murmann-magazin.de/innovation/2019/06/ digitalisierung-zitate-zum-umgang-mit-dem-digitalen/

3 Vgl. Baier, Rainer: E-Books im Schulbereich. In: Greimel-Fuhrmann, Bettina; Fortmüller, Richard (Hrsg.): Facetten der Entrepreneurship Education. Festschrift für Josef Aff anlässlich seiner Emeritierung, Wien 2016, S.240

4 Vgl. Meinel, Christoph; Sack, Harald: Digitale Kommunikation – Vernetzen, Multimedia, Sicherheit, Berlin 2009, S.2

5 Vgl. ebd.

6 Vgl. Pranz, Sebastian: Theatralität digitaler Medien - Eine wissenssoziologische Betrachtung medialisierten Alltagshandelns, Wiesbaden 2009, S.56

7 Vgl. Lobin, Henning: Engelbarts Traum – Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt, Frankfurt 2014, S.84

8 Vgl. Lobin, Henning: Die Digitalisierung von Lesen und Schreiben und deren kulturellen Auswirkungen. In: Zeitschrift des Verbandes Polnischer Germanisten, Zeszyt 2, 2012, S.195

9 Vgl. ebd. S.196

10 Vgl. ebd.

11 Vgl. Bolter, Jay David: Digitale Schrift. In: Grube, Gernot; Kogge, Werner; Krämer Sybille (Hrsg.): Schrift – Kulturtechnik zwischen Auge, Hand und Maschine, München 2005, S.453

12 Vgl. Lobin, Henning: Engelbarts Traum – Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt, S.100

13 Vgl. ebd.

14 Vgl. ebd. S.129

15 Bolter, Jay David: Digitale Schrift, S.455

16 Vgl. ebd. S.465

17 Vgl. Lobin, Henning: Engelbarts Traum – Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt, S.15

18 Vgl. ebd. S.16

19 Vgl. ebd. S.87

20 Vgl. ebd.

21 Heilmann, Till A.: Textverarbeitung. Eine Mediengeschichte des Computers als Schreibmaschine, Bielefeld 2012, S.1

22 Vgl. Heilmann, Till A.: Handschrift im digitalen Umfeld In: Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie (OBST) (85), Duisburg 2014, S.188

23 Vgl. Lobin, Henning: Engelbarts Traum – Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt, S.130

24 Vgl. Heilmann, Till A.: Handschrift im digitalen Umfeld, S.186

25 Vgl. Lobin, Henning: Engelbarts Traum – Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt, S.131

26 Vgl. ebd. S.145

27 Meier, Jörg: www.buch.ade? – Schrift- und Lesekultur in Zeiten des Internet. In: Meier, Jörg; Ziegler, Arne (Hrsg.): Edition und Internet, Berlin 2004, S.17

28 Vgl. Lobin, Henning: Engelbarts Traum – Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt, S.17

29 ebd. S.20

30 Vgl. ebd.

31 Vgl. Beißwenger, Michael: Sprache und Medien: Digitale Kommunikation. In: Studikurs Sprach- und Textverständnis. E-Learning Angebot der öffentlich - rechtlichen Universitäten und Fachhochschulen und des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) des Landes Nordrhein-Westfalen, Essen 2015, S.3

32 Vgl. Meier, Jörg: www.buch.ade? – Schrift- und Lesekultur in Zeiten des Internet, S.12

33 Vgl. Meier, Jörg: Kommunikationsformen im Wandel: Brief, E-Mail, SMS. In: Werkstatt Geschichte 60, 2012, S.58

34 ebd.

35 Vgl. Beißwenger, Michael: Sprache und Medien: Digitale Kommunikation, S.5

36 Vgl. ebd. S.3

37 Schlobinski, Peter: Mündlichkeit/Schriftlichkeit in den neuen Medien. In: Eichinger, Ludwig M.; Kallmeyer, Werner (Hrsg.): Standardvariation. Wie viel Variation verträgt die deutsche Sprache? Berlin/New York 2005, S.56

38 Vgl. Key Facts der ARD/ZDF Onlinestudie (Erhoben von ARD und ZDF 2019): http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/ardzdf-onlinestudie-2019/infografik/

39 Vgl. Frees, Beate; Koch, Wolfgang: ARD/ZDF-Onlinestudie 2018: Zuwachs bei medialer Internetnutzung und Kommunikation. In: Media Perspektiven 9, 2018, S.398

40 Vgl. Beliebteste mobile Apps nach der Anzahl der Nutzer in Deutschland 2018 (Erhoben von Nielsen Mobile Panel 2019): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/872047/umfrage/beliebteste-mobile-apps-nach-der-anzahl-der-nutzer-in-deutschland/

41 Vgl. Meier, Jörg: Kommunikationsformen im Wandel: Brief, E-Mail, SMS, S.3

42 Vgl. Storrer, Angelika: Schriftverkehr auf der Datenautobahn: Besonderheiten der schriftlichen Kommunikation im Internet. In: Voß, Gerd Günter; Holly, Werner; Boehnke Klaus (Hrsg.): Neue Medien im Alltag. Begriffsbestimmungen eines interdisziplinären Forschungsfeldes, Opladen 2000, S.151

43 Vgl. Beißwenger, Michael: Sprache und Medien: Digitale Kommunikation, S.3

44 Vgl. Umfrage zur Ausübung von Internetaktivitäten in Deutschland 2017 (Erhoben von DCORE 2017): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4187/umfrage/nutzung-von-internetaktivitaeten-in-deutschland-oesterreich-und-der-schweiz/

45 Vgl. Anzahl der beförderten Briefe durch die Deutsche Post von 2016 bis 2018 (Erhoben von der deutschen Post 2019): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38996/umfrage/anzahl-der-befoerderten-briefe-durch-die-deutsche-post/

46 Vgl. Meier, Jörg: www.buch.ade? – Schrift- und Lesekultur in Zeiten des Internet, S.13

47 Vgl. Meier, Jörg: Kommunikationsformen im Wandel: Brief, E-Mail, SMS, S.64

48 Vgl. ebd.

49 Vgl. ebd. S.64

50 Oftmals wird in diesem Zusammenhang in der Forschungsliteratur das Modell von Koch & Oesterreicher aufgegriffen. Diese meinen mit der konzeptionellen Mündlichkeit bzw. Schriftlichkeit den Duktus, die Modalität der Äußerungen. Wichtig dafür ist die raumzeitliche Nähe, aber auch die emotionale und soziale Nähe, die Bekanntheit und Vertrautheit der Gesprächspartner miteinander. Das Konzept der Schriftlichkeit ist dagegen geprägt durch raumzeitliche, soziale und emotionale Distanz. Die Unterscheidung zwischen konzeptioneller Mündlichkeit und Schriftlichkeit ist demnach eine graduelle: Nähe und Distanz bilden zwei entgegengesetzte Endpunkte eines Kontinuums auf dem sowohl medial mündliche Kommunikationsformen als auch medial schriftliche Textsorten angeordnet werden können. Wenn von einer Vermündlichung der Schriftsprache die Rede ist, ist also immer die konzeptionelle Ebene gemeint. Orientierung an der Mündlichkeit bedeutet dann, dass die medial schriftlich fixierten Äußerungen aufweisen, die als typisch für die konzeptionelle Mündlichkeit gelten. Folgende Charakteristika konzeptioneller Mündlichkeit sind für die Internetkommunikation relevant: Es gibt eine Präferenz für einfache und kurze Wörter, umgangssprachlich markierte und dialektale Ausdrücke, Interjektionen und häufige Verwendung von Floskeln und sprachlichen Versatzstücken. Typisch für den Textbau sind wenig durchkomponierte Sätze mit Satzbaufehlern, unklare Ganzsatzgrenzen, oder eine freie assoziative Themenentwicklung. Die Schrift orientiert sich an einem alltäglichen Gespräch von Angesicht zu Angesicht miteinander vertrauten Gesprächspartnern. Dabei werden die Äußerungen meist spontan gebildet. Diese Ausführungen sollen lediglich grob einen Teil des Modells von Koch und Oesterreicher darstellen und zeigen, warum konzeptionelle Mündlichkeit wichtig für die Internetkommunikation ist. Sie basieren auf Angelika Storrers Beitrag Schriftverkehr auf der Datenautobahn: Besonderheiten der schriftlichen Kommunikation im Internet.

51 Vgl. Beißwenger, Michael: Sprache und Medien: Digitale Kommunikation, S.22

52 Vgl. Marterer, Julia Johanna: Sprache und neue Medien – Analyse des Sprachgebrauchs in den Kommunikationsformen E-Mail und Chat, Gießen 2006, S.197

53 Vgl. ebd. S.218

54 Vgl. Beißwenger, Michael: Sprache und Medien: Digitale Kommunikation, S.6

55 Vgl. ebd. S.7

56 Vgl. Marterer, Julia Johanna: Sprache und neue Medien – Analyse des Sprachgebrauchs in den Kommunikationsformen E-Mail und Chat, S.204

57 Bittner, Johannes: Digitalität, Sprache, Kommunikation. Eine Untersuchung zur Medialität von digitalen Kommunikationsformen und Textsorten und deren varietätenlinguistischer Modellierung, Berlin 2003, S.180

58 Vgl. ebd.

59 Vgl. Schlobinski, Peter: Mündlichkeit/Schriftlichkeit in den neuen Medien, S.128

60 Vgl. ebd.

61 Vgl. Lobin, Henning: Die Digitalisierung von Lesen und Schreiben und deren kulturellen Auswirkungen, S.194

62 Vgl. ebd.

63 Vgl. ebd.

64 Vgl. Müller, Tamara: Digitalisierung von Schrift und wissenschaftliche Kommunikation, Wien 2007, S.39

65 Vgl. Millutat, Marie: Es „schreibt kein Mensch mehr“ – digitalisierte Schreibpraxis und ihre Werkzeuge. In: Müller-Tamm, Jutta; Schubert, Caroline; Werner, Klaus Ulrich (Hrsg.): Schreiben als Ereignis – Künste und Kulturen der Schrift, Paderborn 2018, S.308

66 Vgl. ebd.

67 Vgl. ebd.

68 Kittler, Friedrich: Es gibt keine Software. In: Kittler, Friedrich (Hrsg.): Draculas Vermächtnis, Leipzig 1993, S.225

69 Vgl. ebd. S.226

70 ebd. S.228

71 Vgl. Lobin, Henning: Engelbarts Traum – Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt, S.17

72 Vgl. ebd. S.18

73 Vgl. ebd.

74 Haarmann, Harald: Geschichte der Schrift, 4., durchgesehene Auflage, München 2011, S.70

75 Vgl. Heilmann, Till A.: Handschrift und Algorithmus. In: Büttner, Urs; Gotterbarm, Mario; Schneeweiss, Frederik; Seidel, Stefanie; Seiffarth, Marc (Hrsg.): Diesseits des Virtuellen – Handschrift im 20. Und 21. Jahrhundert, Paderborn 2015, S.51

76 Millutat, Marie: Es „schreibt kein Mensch mehr“ – digitalisierte Schreibpraxis und ihre Werkzeuge, S.314

Ende der Leseprobe aus 66 Seiten

Details

Titel
Digitale Schrift und E-Book. Der Wandel von der gedruckten zur digitalen Schrift
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Institut für Germanistik)
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
66
Katalognummer
V925596
ISBN (eBook)
9783346253101
ISBN (Buch)
9783346253118
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitalisierung, E-Book, Schule, Unterricht, Bücher, Zukunft, Wandel
Arbeit zitieren
Julian Bente (Autor), 2020, Digitale Schrift und E-Book. Der Wandel von der gedruckten zur digitalen Schrift, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925596

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