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Die Hochzeit Kaiser Karls V. mit Isabella von Portugal - Im Vergleich zur Hochzeit Friedrichs III. mit Eleonore von Portugal

Title: Die Hochzeit Kaiser Karls V. mit Isabella von Portugal - Im Vergleich zur Hochzeit Friedrichs III. mit Eleonore von Portugal

Seminar Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Carolin Kummer (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Gibt es sie wirklich, die Liebe auf den ersten Blick? Man wird diese Frage wohl nie eindeutig beantworten können. Manche Menschen schwören darauf, andere hingegen glauben nicht daran. Wieder anderen bleibt oder blieb nichts anderes übrig als zumindest darauf zu hoffen. In der Vergangenheit war es durchaus üblich, dass Menschen, die sich noch nie vorher gesehen hatten, miteinander verheiratet wurden. In einigen Kulturkreisen ist diese Vorgehensweise noch heute weit verbreitet. Wenn die Betroffenen Glück hatten, entwickelte sich wirkliche Liebe aus der erzwungenen Verbindung. Andere blieben Zeit ihres Lebens oder bis zum Tod des Partners unglücklich. Die Motive von Eltern, die ihre einander „versprochenen“ Kinder, die in vielen Fällen nicht mehr voneinander wussten als den Namen, verheirateten, divergierten stark. Für die einen waren Ansehen und ein guter Name, für die anderen Geld, Macht und Einfluss die ausschlaggebenden Kriterien. Die Wurzeln für ein solches Verhalten führen weit in die Vergangenheit zurück. Schon in der Antike wurden politische Gründe als Motive für Verehelichungen erkennbar. Ihre Blütezeit erlebte die Heiratspolitik jedoch erst im Mittelalter , denn in jener Zeit waren die Fürstenhäuser in dieser Hinsicht äußerst aktiv. In der Neuzeit ging die Ehediplomatie aufgrund der ausgebildeten Nationalstaaten zurück. Auch die Hochzeiten Friedrichs III. mit Eleonore von Portugal und Karls V. mit Isabella von Portugal fanden ohne ein vorhergehendes Treffen oder gar Kennen lernen statt. Im Folgenden soll ein Vergleich dieser beiden Hochzeiten – die eine ist dem Spätmittelalter, die andere der Frühen Neuzeit zuzuordnen – angestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A) Liebe auf den ersten Blick?

B) Die Hochzeit Kaiser Karls V. mit Isabella von Portugal – im Vergleich zur Hochzeit Friedrichs III. mit Eleonore von Portugal – und die daraus resultierenden Ehen

I. Die mittelalterliche Vorstellung von Ehe

II. Die Hochzeit Friedrichs III.

1. Gründe für die Hochzeit

2. Die Hochzeitszeremonie

3. Die Ehe

III. Die Hochzeit Karls V.

1. Karls Beweggründe für eine Heirat mit Isabella von Portugal

2. Die Hochzeit

3. Das Eheleben

IV. Vergleich

1. Gründe

2. Hochzeitsfeiern

3. Ehen

C) Liebe lässt sich nicht erzwingen.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die dynastischen Eheschließungen von Kaiser Friedrich III. und Kaiser Karl V. mit ihren jeweiligen portugiesischen Gemahlinnen, um die Rolle von Liebe, Politik und dynastischen Interessen im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit zu analysieren.

  • Vergleich spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Ehediplomatie
  • Analyse der Beweggründe für dynastische Hochzeiten
  • Untersuchung des Ehelebens und der persönlichen Beziehungen
  • Gegenüberstellung von Hochzeitszeremonien und Ritualen
  • Reflektion über das Spannungsfeld von Vernunftehe und emotionaler Bindung

Auszug aus dem Buch

Die mittelalterliche Vorstellung von Ehe

Wenn man in der heutigen Zeit von arrangierten und erzwungenen Verheiratungen hört, schüttelt man den Kopf und wertet dies als einen Rückschritt ins Mittelalter. Es ist wahr, im Mittelalter war es insbesondere bei dynastischen Ehen üblich, dass sich die Ehepartner erst bei der Vermählung zum ersten Mal sahen. Die Herrscherhäuser verfolgten eine zielstrebige Heiratspolitik, in der dynastische und politische Aspekte Vorrang hatten. Wenn die aus der Heiratspolitik resultierende Ehe sich als kinderlos erwies, erfolgte daraufhin eine Annullierung dieser Ehe. Der Vollzug der Ehe und die Erfüllung der ehelichen Pflichten zum Zweck der Kinderzeugung spielte im Mittelalter eine sehr große Rolle. Verheiratet zu sein ohne sexuelle Annäherung kam sozusagen einem Ehebruch gleich.

Jedoch waren die Auffassungen im Christentum und im Islam unterschiedlich. Das Christentum duldete den Beischlaf nur als Mittel zur Fortpflanzung, während der Islam den Trieb zum ehelichen Geschlechtsakt höher stellte als den zur Erzeugung von Nachkommen bestimmten. Die Hochzeit an sich setzte sich aus drei essentiellen Bestandteilen, im Einzelnen Festmahl, Hochzeitsnacht und Heimführung, zusammen. Die Hochzeitsnacht, in der die Ehe vollzogen wurde, stellte dabei wohl das wichtigste Ereignis der Hochzeitsfeier dar und fand zumindest teilweise im Beisein der Öffentlichkeit statt. Vor Publikum ließ sich der Bräutigam im Brautbett nieder, zu welchem die Braut von Verwandten geleitet wurde. Ab diesem Zeitpunkt jedoch spielte sich das Geschehen unter Ausschluss der Allgemeinheit ab und der Bräutigam verschloss die Tür. Neben der Öffentlichkeit der Hochzeitsnacht soll es auch Mütter gegeben haben, die ihre Kinder vor Publikum - beispielsweise auf dem Marktplatz – gebaren, um nicht der Kindesunterschiebung beschuldigt werden zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Liebe auf den ersten Blick?: Die Einleitung hinterfragt, ob in historischen dynastischen Ehen Platz für Liebe war, und führt in das Spannungsfeld der politischen Heiratspolitik ein.

B) Die Hochzeit Kaiser Karls V. mit Isabella von Portugal – im Vergleich zur Hochzeit Friedrichs III. mit Eleonore von Portugal – und die daraus resultierenden Ehen: Dieser Abschnitt dient als Hauptteil, in dem die Heiratsmotive, Zeremonien und das Eheleben beider Kaiserpaare detailliert beleuchtet und gegenübergestellt werden.

I. Die mittelalterliche Vorstellung von Ehe: Hier werden die gesellschaftlichen und religiösen Rahmenbedingungen für Eheschließungen im Mittelalter, insbesondere der Fokus auf Fortpflanzung und dynastische Legitimation, analysiert.

II. Die Hochzeit Friedrichs III.: Das Kapitel widmet sich der Eheschließung Friedrichs III. mit Eleonore von Portugal, wobei insbesondere die Rolle von Astrologie und persönlicher Distanz thematisiert wird.

III. Die Hochzeit Karls V.: Hier wird die Heirat Karls V. mit Isabella von Portugal untersucht, wobei insbesondere finanzielle Aspekte und die harmonische Beziehung des Paares hervorgehoben werden.

IV. Vergleich: In diesem zusammenfassenden Kapitel werden die Motive, Hochzeitsfeiern und die Qualität der Ehen zwischen den beiden Kaiserpaaren direkt gegenübergestellt.

C) Liebe lässt sich nicht erzwingen.: Das Fazit resümiert, dass Liebe in dynastischen Verbindungen zwar möglich, aber historisch keinesfalls die Regel war, und vergleicht dies mit literarischen Motiven bei Shakespeare.

Schlüsselwörter

Heiratspolitik, Dynastie, Friedrich III., Karl V., Isabella von Portugal, Eleonore von Portugal, Ehediplomatie, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Mitgift, Vernunftehe, Erbfolge, Hochzeitszeremonie, Hofleben, Liebesbeziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die dynastischen Ehen zweier bedeutender Habsburger-Kaiser, Friedrich III. und Karl V., im Hinblick auf ihre politischen Motive und den persönlichen Charakter ihrer Beziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Heiratspolitik des Adels, die Bedeutung von dynastischen Allianzen, die Rolle der Ehefrau als Regentin und der Wandel von den rein strategischen Ehen des Mittelalters zur harmonischeren Ehe in der Frühen Neuzeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Eheschließungen im Wandel der Zeit veränderten und ob das Ideal der Liebe in den streng durch Politik dominierten Verbindungen der Herrscherhäuser überhaupt eine Rolle spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode (Vergleichsanalyse), wobei primärquellenbasierte historische Untersuchungen sowie die Auswertung zeitgenössischer Dokumente und Chroniken im Zentrum stehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert die Vorbereitungen der Hochzeiten, die spezifischen Heiratsgründe, den Ablauf der Zeremonien und die Entwicklung des täglichen Ehelebens der beiden Kaiserpaare.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch die Begriffe Heiratspolitik, Dynastie, Ehediplomatie, politische Legitimation und den Vergleich zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit beschreiben.

Warum spielt die Astrologie bei Friedrich III. eine Rolle?

Die Astrologie beeinflusste Friedrich III. maßgeblich in seinen Entscheidungen, was unter anderem dazu führte, dass er den Vollzug der ehelichen Beziehung mit Eleonore von Portugal aus astrologischen Gründen verzögerte.

Welchen Unterschied gab es bei der Rolle der Ehefrauen?

Während Friedrichs Gattin Eleonore Schwierigkeiten mit dem Leben am kaiserlichen Hof hatte, bewährte sich Isabella von Portugal als fähige Regentin für Spanien während der langen Abwesenheiten ihres Gemahls Karl V.

Welche Bedeutung hatte das Testament für die Beurteilung der Ehe von Karl V.?

Das Testament Karls V. dient als wichtiger Beleg für die tiefe Zuneigung und Verbundenheit zu seiner verstorbenen Frau Isabella, da er ausdrücklich verfügte, neben ihr die letzte Ruhe zu finden.

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Details

Title
Die Hochzeit Kaiser Karls V. mit Isabella von Portugal - Im Vergleich zur Hochzeit Friedrichs III. mit Eleonore von Portugal
College
University of Regensburg  (Institut für Geschichte)
Course
"Wie der Kaiser unter die Haube kommt"
Grade
1
Author
Carolin Kummer (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V92562
ISBN (eBook)
9783638064743
Language
German
Tags
Hochzeit Kaiser Karls Isabella Portugal Vergleich Hochzeit Friedrichs Eleonore Portugal Kaiser Haube
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Kummer (Author), 2006, Die Hochzeit Kaiser Karls V. mit Isabella von Portugal - Im Vergleich zur Hochzeit Friedrichs III. mit Eleonore von Portugal, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92562
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