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Motive der Legende in "Wilhalm von Wenden" von Ulrich von Etzenbach

Ein Vergleich mit der Legende von Eustachius

Titel: Motive der Legende in "Wilhalm von Wenden" von Ulrich von Etzenbach

Hausarbeit , 2019 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Helen Bouras (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Inwiefern lassen sich in Ulrich von Etzenbachs Werk "Wilhalm von Wenden" Motive des legendenhaften Modells wiederfinden? Um die Frage zu beantworten, soll ein Vergleich zwischen diesem Werk und der Legende von Eustachius gezogen werden, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie die Merkmale beider Erzählungen besser herausstellen zu können.

In einem ersten Schritt geht es zunächst darum, die Merkmale und Struktur einer klassischen Legende aufzuzeigen, um diese dann auf beide Erzählungen anwenden zu können. Am Schluss soll schließlich ein Fazit gezogen und geklärt werden, ob beide Erzählungen den Ansprüchen des legendenhaften Modells gerecht werden und ob sie sich schließlich zurecht Legende nennen dürfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Legende als literarische Gattung

3. Der legendenhafte Charakter in ausgewählten Werken

3.1. Die Eustachius-Legende

3.2. Wilhalm von Wenden

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht kritisch, inwiefern Ulrich von Etzenbachs Werk „Wilhalm von Wenden“ tatsächlich als Legende klassifiziert werden kann. Durch einen systematischen Vergleich mit der Eustachius-Legende wird analysiert, ob das Werk die typischen Merkmale wie Glaubensbekenntnis, Wunder und hagiographische Struktur aufweist oder ob primär andere literarische Gattungen vorliegen.

  • Strukturelle Analyse der Gattung Legende
  • Vergleich der Motive von Glauben und Bekehrung
  • Untersuchung der hagiographischen Phasen in beiden Werken
  • Gegenüberstellung von feudaler Herrschaftsrepräsentation und asketischem Ideal
  • Kritische Einordnung des „Wilhalm von Wenden“ in das legendenhafte Modell

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Eustachius-Legende

Eustachius trug zuvor den Namen Placidus und war ein Kriegsoberster des Kaisers Trajan. Er besaß zudem eine Frau und zwei Kinder, die alle als tugendhaft und barmherzig bezeichnet wurden. Als er an einem Tag auf die Jagd ging, sah er einen großen Hirsch, den er bis auf die Bergspitze folgte. Dort erblickte er zwischen seinen Hörnern „die Gestalt des heiligen Kreuzes“12 und somit das Bild Christi. Dieser sprach zu ihm und bat ihn, sich Taufen zu lassen. Placidus willigt ein und berichtete dies seiner Frau. Auch ihr erschien am selben Tag Christus, woraufhin sie beide fest entschlossen waren, sich taufen zu lassen. Bei seiner Taufe erhielt Placidus den Namen Eustachius. Am nächsten Tag kehrte dieser wieder zurück zur Bergspitze und sprach zum Herrn. Dieser prophezeite ihm nun, dass sein Glaube geprüft werden müsse, er jedoch nach dieser Prüfung wie ein zweiter Hiob erhöht werden würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk „Wilhalm von Wenden“ ein und definiert die Forschungsfrage, ob das Werk den Gattungskriterien einer Legende entspricht.

2. Die Legende als literarische Gattung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Legende, insbesondere die Bedeutung von Glaube, Wundern und hagiographischen Phasen als Gattungsmerkmale.

3. Der legendenhafte Charakter in ausgewählten Werken: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der beiden Erzählungen anhand der zuvor definierten Kriterien.

3.1. Die Eustachius-Legende: Dieses Kapitel untersucht die klassische Legende um Eustachius und zeigt auf, wie sie die geforderten Merkmale wie göttliche Vorbestimmung und Askese erfüllt.

3.2. Wilhalm von Wenden: Das Kapitel analysiert das Werk von Ulrich von Etzenbach und hinterfragt dessen Legendencharakter angesichts starker weltlicher und herrschaftsrepräsentativer Motive.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der „Wilhalm von Wenden“ eher dem höfischen Herrschaftsroman zuzuordnen ist als der literarischen Gattung der Legende.

Schlüsselwörter

Wilhalm von Wenden, Eustachius-Legende, Gattung, Legende, Glaube, Bekehrung, hagiographische Erzählung, Ulrich von Etzenbach, Feudalgesellschaft, Herrschaftsrepräsentation, Askese, Vorbestimmtheit, Konversion, Literaturwissenschaft, Mittelalter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Einordnung des Werkes „Wilhalm von Wenden“ und prüft, ob es zu Recht als Legende bezeichnet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Gattungstheorie der mittelalterlichen Legende, der Vergleich religiöser Motive und die Analyse von Machtstrukturen im höfischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern sich die Motive und Strukturen des legendenhaften Modells im „Wilhalm von Wenden“ wiederfinden lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der „Wilhalm von Wenden“ anhand der Strukturmerkmale der Eustachius-Legende auf seinen Gattungscharakter hin untersucht wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst die theoretischen Merkmale einer Legende, um diese anschließend systematisch auf die Eustachius-Legende und den Wilhalm-Stoff anzuwenden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Legende, Glaube, Konversion, Askese, hagiographische Struktur und feudale Herrschaftsrepräsentation.

Warum unterscheidet sich Wilhalms Reise von der des Eustachius?

Während Eustachius durch göttliche Vorbestimmung und unverschuldetes Leid zur Reise gezwungen wird, entscheidet sich Wilhalm als bewusster Akteur für eine Reise, die eher den Charakter einer Bildungsreise trägt.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Gattungszugehörigkeit von Wilhalm von Wenden?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Werk aufgrund des starken Fokus auf feudale Ordnung und der fehlenden radikalen Askese eher als höfischer Herrschaftsroman und nicht als klassische Legende einzustufen ist.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Motive der Legende in "Wilhalm von Wenden" von Ulrich von Etzenbach
Untertitel
Ein Vergleich mit der Legende von Eustachius
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,3
Autor
Helen Bouras (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
20
Katalognummer
V925707
ISBN (eBook)
9783346253484
ISBN (Buch)
9783346253491
Sprache
Deutsch
Schlagworte
motive legende wilhalm wenden ulrich etzenbach vergleich eustachius
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helen Bouras (Autor:in), 2019, Motive der Legende in "Wilhalm von Wenden" von Ulrich von Etzenbach, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925707
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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