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Das Königtum und Ephorat Sparta. Das machtpolitische Verhältnis und die Vereinbarkeit der beiden Institutionen

Titel: Das Königtum und Ephorat Sparta. Das machtpolitische Verhältnis und die Vereinbarkeit der beiden Institutionen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 28 Seiten , Note: 6

Autor:in: Nicolas Silvani (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zentrum dieser Arbeit steht der Einfluss der beiden Könige und des Ephorats auf die Wirtschaft, Politik und Religion in Sparta. Die Fragestellung der Arbeit lautet: In welchem machtpolitischen Verhältnis standen die Könige und Ephoren zueinander. Inwieweit gingen ihre Meinungen einher und wie schwerwiegend waren allfällige Uneinigkeiten?

Die Arbeit wird sich einführend mit der Religion, Politik und der Wirtschaft Spartas beschäftigen. Diese drei Gebiete bilden den Grundstein der Verfassung Spartas und, mit dieser in Verbindung gebracht, den Erfolg der Lakedaimonier. Die Religion gehörte unmittelbar zur Politik Spartas. Baltrusch schreibt dazu folgendes: „Die Religion war gleichsam die Seele der antiken Stadt. Sie bestimmte das gesamte politische, gesellschaftliche und private Leben.“
Der Hauptteil der Arbeit beschäftigt sich mit Überlieferungen von antiken Geschichtsschreibern in Bezug auf das Doppelkönigtum und das Ephorat Spartas. Es muss dabei immer bedacht werden, dass diese Überlieferungen nicht der ganzen Wahrheit entsprechen müssen. Überlieferungen müssen teilweise interpretiert werden, was wiederum bedeutet, dass wir uns auf der spekulativen Seite befinden. Nur durch diese Überlieferungen kennen wir Sparta, andere Quellen gibt es kaum. Somit wird unser kollektives Gedächtnis geformt von Geschichtsschreibern aus Sparta selbst (wie etwa Tyrtaios), jedoch auch durch Männer aus Griechenland (beispielsweise Herodot, Platon, Thukydides, Xenophon, Aristoteles, Plutarch, Diodor und Pausanias) oder auch römischen Geschichtsschreibern. Doch gerade dieser Vergleich von Freunden und Feinden der lakedaimonischen Staatsverfassung, bezüglich ihrer Meinung derer, soll dieser Arbeit ein reichhaltiges Kollektiv verschaffen.

Spartas „große Zeit“ währte von circa 550-371 v. Chr. und dennoch scheint Xenophon recht behalten zu haben. Selbst rund zweieinhalb Jahrtausende soll Sparta, in all seinen Fassetten, noch ein Bestandteil der Geschichtslehre der Antike sein.
Doch wie konnte sich Sparta so erfolgreich durchsetzen und als – verhältnismäßig, im Vergleich zu seinen Rivalen – sehr kleiner Staat eine solch große Bedeutung in der Geschichte annehmen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SPARTA

2.1 FORSCHUNGSKONTEXT

2.2 POLITISCHE UND GESELLSCHAFTLICHE ORDNUNG SPARTAS NACH LYKURG

2.3 ENTSTEHUNG UND BEDEUTUNG DES KÖNIGTUMS UND DES EPHORATS IN SPARTA

2.4 ENTWICKLUNG DER FRAGESTELLUNG

3 QUELLENANALYSE

3.1 DIE DREI STAATSTRAGENDEN BEREICHE RELIGION, POLITIK UND WIRTSCHAFT

3.1.1 RELIGION

3.1.2 POLITIK

3.1.3 WIRTSCHAFT

3.2 DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN KÖNIGTUM UND EPHORAT IN ÜBERLIEFERUNGEN

3.2.1 HERODOT

3.2.2 THUKYDIDES

3.2.3 ARISTOTELES

3.2.4 DIODOR

3.2.5 PAUSANIAS

4 KONKLUSION

5 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe machtpolitische Verhältnis zwischen den beiden spartanischen Institutionen des Königtums und des Ephorats. Ziel ist es, anhand einer kritischen Analyse antiker Quellen herauszuarbeiten, inwieweit diese Institutionen in den Bereichen Religion, Politik und Wirtschaft kooperierten oder in Konkurrenz zueinander standen und welche Auswirkungen allfällige Uneinigkeiten auf die Stabilität Spartas hatten.

  • Analyse der spartanischen Verfassung nach Lykurg
  • Untersuchung der Einflussbereiche von Königtum und Ephorat
  • Kritische Quellenarbeit (u.a. Herodot, Thukydides, Aristoteles)
  • Bewertung von Machtkonflikten und deren Folgen für den Staat
  • Reflexion über die Individualität der Amtsinhaber vs. institutionelle Macht

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Politik

Eine Biarchie konnte nur dann funktionieren, wenn die Könige sich untereinander nicht als Konkurrenten betrachten. Herodot jedoch schreibt, dass eben diese (in Kapitel 2.3) erwähnten Königssöhne, welche man nicht unterscheiden konnte, ihr ganzes Leben verfeindet waren und diese Verfeindung hielt über Generationen an.45

Plutarch hält fest, dass die Macht der Könige, sollten sie sich einig sein, unantastbar gewesen sei. Er schreibt das Folgende: „Wenn aber beide Könige sich für dasselbe entschieden, sei ihre Machtbefugnis unantastbar, und wider das Gesetz würden dann die Ephoren gegen die Könige ankämpfen, deren Streit sie nur zu schlichten und beizulegen befugt seien, nicht sich einzumischen, wenn sie einhellig seien.“46

Während Plutarch also von einer Biarchie spricht, gehen andere Geschichtsschreiber von der ausgeglichenen Macht zwischen Königen, Ephoren und Gerusia aus. Doch die gegenseitigen Einflüsse zwischen Königen und Ephoren scheint bei anderen Geschichtsschreibern anders funktioniert zu haben. Xenophon berichtet das folgende:

„And they exchange oaths monthly, the Ephors on behalf of the state, the King for himself. And this is the King's oath: “I will reign according to the established laws of the state.” And this the oath of the state: “While you abide by your oath, we will keep the kingship unshaken.”47

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die spartanische Geschichte und Darlegung der Fragestellung zur Rolle von Königtum und Ephorat.

2 SPARTA: Überblick über den Forschungskontext, die politische Ordnung nach Lykurg und die Entstehung der Machtinstitutionen.

3 QUELLENANALYSE: Untersuchung der Bereiche Religion, Politik und Wirtschaft durch den Vergleich diverser antiker Geschichtsschreiber.

4 KONKLUSION: Synthese der Ergebnisse zur Machtverteilung und Bewertung des Verhältnisses zwischen den Institutionen.

5 AUSBLICK: Reflexion über weitere Forschungsmöglichkeiten, etwa zu anderen sozialen Gruppen oder moderner medialer Rezeption.

Schlüsselwörter

Sparta, Königtum, Ephorat, Biarchie, Lykurg, Grosse Rhetra, Verfassungsgeschichte, Antike Quellen, Machtverhältnis, Politik, Wirtschaft, Religion, Gerusia, Herrschaft, Institutionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das machtpolitische Spannungsfeld zwischen dem spartanischen Doppelkönigtum und dem Ephorat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Kernbereiche der Untersuchung sind die Religion, die Politik und die Wirtschaft in Sparta sowie deren Beeinflussung durch die beiden Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis antiker Überlieferungen zu klären, wie Könige und Ephoren zueinander standen und ob ihre Meinungsverschiedenheiten eine Gefahr für den Staat darstellten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse antiker Autoren wie Herodot, Thukydides, Aristoteles und Plutarch durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der drei Machtbereiche und eine Untersuchung konkreter Fallbeispiele in der spartanischen Geschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sparta, Königtum, Ephorat, Biarchie, Verfassungsgeschichte und quellenkritische Analyse.

Welche Bedeutung hatte die Religion in diesem Gefüge?

Die Religion galt als Fundament der spartanischen Ordnung und schränkte den Spielraum der Könige durch sakrale Pflichten stark ein.

Führten Konflikte zwischen Königen und Ephoren zwingend zum Untergang?

Nein, die Autorin kommt zu dem Schluss, dass es sich meist um ein funktionierendes System handelte und die institutionellen Kämpfe nicht der alleinige Grund für den späteren Untergang waren.

Welche Rolle spielt die Individualität bei der Machtausübung?

Laut verschiedenen Forschern hing die Machtentfaltung stark von der Persönlichkeit und den Ambitionen der jeweiligen Amtsinhaber ab, nicht nur von den Ämtern an sich.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Königtum und Ephorat Sparta. Das machtpolitische Verhältnis und die Vereinbarkeit der beiden Institutionen
Hochschule
Universität Basel
Note
6
Autor
Nicolas Silvani (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
28
Katalognummer
V925890
ISBN (eBook)
9783346260444
ISBN (Buch)
9783346260451
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sparta Ephorat Königtum Lykurg Lykurgus Xenophon Aristoteles Cicero Plutarch Diodor Thermopylen Doppelkönigtum Rhetra
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicolas Silvani (Autor:in), 2020, Das Königtum und Ephorat Sparta. Das machtpolitische Verhältnis und die Vereinbarkeit der beiden Institutionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925890
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Leseprobe aus  28  Seiten
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