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Sportunterricht im Förderschwerpunkt Lernen

Entwicklung, Funktion und innerdeutscher Vergleich

Titel: Sportunterricht im Förderschwerpunkt Lernen

Examensarbeit , 2017 , 57 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Philipp Seidler (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Primäres Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es vorhandene Daten und Informationen sinnvoll zu vernetzen, um für das Oberthema „Sportunterricht im Förderschwerpunkt Lernen“ einen pädagogischen Entwicklungsprozess aufzeigen zu können und gleichzeitig die aktuellen Fragen der Funktion des Sportunterrichts zu beantworten sowie den thematischen Umgang innerhalb zweier deutscher Bundesländer zu beleuchten. Aufgrund der relativ kurzen Bearbeitungszeit dieser wissenschaftlichen Abschlussarbeit wird auf einen empirischen Forschungsteil verzichtet. Die aufgeführten Zusammenhänge und Vorhersagen werden mittels theoretischer, nachvollziehbarer Überlegungen, die auf bereits vorhandenem Forschungsstand bzw. Wissen basieren, dargestellt.

Es kann wohl ohne Übertreibung behauptet werden, dass der Themenbereich des Sports und des Sportunterrichts mittlerweile eine große Fülle von Publikationen hervorgebracht hat. Dabei muss festgestellt werden, dass sich der überwiegende Teil dieser Literatur am „normal leistungsfähigen“ Schülern bzw. Sporttreibenden orientiert. Dem Sportunterricht in Sonderbereichen hat sich die Sportwissenschaft bzw. Sportdidaktik zögernd zugewandt, und wenn, dann wiederum größtenteils im Hinblick auf SchülerInnen mit geistiger Behinderung und/oder körperlich-motorischen Beeinträchtigungen. Seit den Beschlüssen der UN-BRK erleben die Themengebiete sonderpädagogischer Förderung, auch im Sportunterricht, eine stärke Beachtung. Eine spezifische Auseinandersetzung von Sportunterricht mit SchülerInnen des Förderschwerpunktes Lernen erfolgte im Vergleich zu anderen Förderschwerpunkten zeitlich später, unstetig und hat in den letzten 20 Jahren nur vereinzelte Publikationen hervorgebracht.

Die zunehmende Inklusionsdebatte mit ansteigenden schulischen Integrationsanteilen innerhalb der Bundesländer veranlasste in den letzten Jahren eine weitere Welle von Veröffentlichungen, welche zwar sonderpädagogisch differenziert, jedoch schulfachunabhängigeren Charakter besitzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.2 Problem- und Fragestellung

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Förderschwerpunkt Lernen

2.1 Faktorengruppen für die Entstehung von Lernbeeinträchtigungen

2.2 Einfluss von Bewegung und Motorik auf schulische Lernprozesse

2.3 Die Motorik bei lernbeeinträchtigten SchülerInnen

2.4 Psychomotorische Förderung

3. Sportunterricht in einer Schule zur Lernförderung

3.1 Sportdidaktische Entwicklungen

3.1.1 Tendenzen der Nachkriegszeit bis in die 90er Jahre

3.1.2 Neuzeitliche Modelle hin zu inklusiven Gedanken

3.2 Unterrichtskonzeptionen im Hinblick inklusiver Unterrichtung

3.2.1 Kooperatives Lernen

3.2.2 Direkter Unterricht

3.2.3 Offener Unterricht

3.3 Welche Aufgaben und Anforderungen werden an heutige Lehrkräfte gestellt?

4. Bundesdeutscher Vergleich zwischen dem Freistaat Sachsen und Baden-Württemberg

4.1 Bildungsplan versus Lehrplan

4.2 Analyse Lehrplan/Bildungsplan nach Inhaltsbereichen und Lernzielen

5. Beantwortung der Fragestellungen und Interpretation

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Rolle und Funktion des Sportunterrichts für Schülerinnen und Schüler im Förderschwerpunkt Lernen auseinander. Das primäre Ziel ist es, den pädagogischen Entwicklungsprozess dieses Faches darzustellen, aktuelle didaktische Diskussionen im Kontext der Inklusion zu beleuchten und einen vergleichenden Blick auf die Umsetzung in den Bundesländern Sachsen und Baden-Württemberg zu werfen.

  • Bedeutung von Bewegung und Motorik für kognitive Lernprozesse
  • Sportdidaktische Entwicklungen und Konzepte für den Förderschwerpunkt Lernen
  • Implementierung inklusiver Unterrichtssettings im Schulsport
  • Vergleichende Analyse von Lehr- und Bildungsplänen
  • Anforderungen und Kompetenzprofile an moderne Sportlehrkräfte

Auszug aus dem Buch

2.1 Faktorengruppen für die Entstehung von Lernbeeinträchtigungen

LernerInnen mit Lernschwierigkeiten sind weniger effektiv in der Informationsverarbeitung, arbeiten meist weniger systematisch und sind oft über eine gewisse Passivität gegenüber komplexen Aufgaben gekennzeichnet (Wember in Heimlich & Wember S. 165). Um die Entstehung dieser Lernbeeinträchtigung bzw. Lernbehinderung zu verstehen, bedient sich G. Kanter dem „bio- sozialen Modell der Interaktion und Kumulation“ (Schröder, 2005, S. 183 ff.). Biologisch - organische Bedingungen stehen dabei von Beginn an in enger Interaktion und prägen in ihrer Kumulation innerhalb zahlreicher Lernprozesse die Entwicklung der Person.

Kumulation bedeutet dabei vor allem das „´gehäufte Wirken von Faktoren in negativer, beeinträchtigender Richtung’ “ (Kanter zitiert nach Schröder 2005, S.81). Diese Belastungsmomente agieren dann im Prozess ihrer Kumulierung nicht isoliert voneinander, sondern in einer sich verstärkenden Wechselwirkung, in Interaktion (vgl. ebd., S. 183).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Thema Sportunterricht im Förderschwerpunkt Lernen vor und formuliert die zentralen Fragestellungen sowie den Aufbau der Arbeit.

2. Förderschwerpunkt Lernen: Analysiert die theoretischen Grundlagen von Lernbeeinträchtigungen, den Einfluss von Motorik auf kognitive Prozesse und stellt psychomotorische Förderansätze vor.

3. Sportunterricht in einer Schule zur Lernförderung: Untersucht sportdidaktische Entwicklungen, moderne Unterrichtskonzeptionen für Inklusion und die Anforderungsprofile an heutige Lehrkräfte.

4. Bundesdeutscher Vergleich zwischen dem Freistaat Sachsen und Baden-Württemberg: Führt einen vergleichenden Analyse der Lehr- und Bildungspläne beider Bundesländer hinsichtlich ihrer didaktischen Ausrichtung und Inhaltsbereiche durch.

5. Beantwortung der Fragestellungen und Interpretation: Synthetisiert die Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel, um die eingangs formulierten Forschungsfragen fundiert zu beantworten.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert mögliche zukünftige Forschungsbedarfe im Bereich inklusiver Sportangebote.

Schlüsselwörter

Förderschwerpunkt Lernen, Sportunterricht, Inklusion, Psychomotorik, Sonderpädagogik, Motorische Entwicklung, Lehrplanvergleich, Handlungskompetenz, Förderschule, Bewegungsbildung, Kognitive Lernprozesse, Schulsport, Didaktische Konzepte, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Sportlehrerausbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Entwicklung des Sportunterrichts für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den motorischen Grundlagen, sportdidaktischen Konzepten, der Inklusionsdebatte und dem Vergleich bildungspolitischer Rahmenbedingungen in Sachsen und Baden-Württemberg.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Daten und Informationen zu vernetzen, um den pädagogischen Entwicklungsprozess des Sports im Förderschwerpunkt Lernen abzubilden und die aktuellen Anforderungen an Lehrkräfte sowie regionale Unterschiede zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturrecherche und einer vergleichenden Datenanalyse von Lehr- und Bildungsplänen, da auf einen eigenen empirischen Forschungsteil verzichtet wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Lernbeeinträchtigung, die Darstellung fachdidaktischer Modelle sowie den konkreten Bundesländervergleich zwischen Sachsen und Baden-Württemberg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe sind Förderschwerpunkt Lernen, Inklusion, Sportunterricht, Psychomotorik und Kompetenzorientierung.

Wie unterscheidet sich die sportdidaktische Ausrichtung in Sachsen und Baden-Württemberg laut der Arbeit?

Sachsen orientiert sich eher an einem sportarten- und bewegungsfeldorientierten Ansatz, während Baden-Württemberg stärker fächerverbundübergreifend arbeitet und den Fokus auf übergeordnete Kompetenzen legt.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei der Umsetzung von Inklusion im Sport?

Die Lehrkraft ist laut der Arbeit der entscheidende Faktor, der durch eine positive Einstellung, fachdidaktische Expertise und die Anwendung adaptiver Unterrichtsmodelle (wie das 6+1 Modell) das Gelingen inklusiver Settings erst ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sportunterricht im Förderschwerpunkt Lernen
Untertitel
Entwicklung, Funktion und innerdeutscher Vergleich
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Förderpädagogik)
Note
2,5
Autor
Philipp Seidler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
57
Katalognummer
V925921
ISBN (eBook)
9783346260260
ISBN (Buch)
9783346260277
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sportunterricht Förderschwerpunkt Lernbeeinträchtigung Sonderpädagogik Inklusion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Seidler (Autor:in), 2017, Sportunterricht im Förderschwerpunkt Lernen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925921
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Leseprobe aus  57  Seiten
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