Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Business Modell Canvas nach Alexander Osterwalder und Yves Pigneur. Zu Veranschaulichung des Canvas Modells werden die jeweiligen Bestandteile an einem Radiosender beispielhaft analysiert. Zunächst wird ein kurzer Einblick in das Unternehmen gegeben. Anschließend wird das Business Modell allgemein definiert und alle Bestandteile im Grundsatz beschreiben. Danach werden diese im Einzelnen näher betrachtet. Abschließend wird eine Zukunftsausrichtung der Funkbranche, bezogen den analysierten Radiosender, gegeben.
Durch die zunehmende Digitalisierung und Technologisierung verändert sich die Welt zunehmend und die ökonomischen Grundsätze wandeln sich. Aufgrund dieser Ansicht entwickelten Osterwalder und Pigneur das Business Modell Canvas. Alle Ansätze wurden in ihrem Buch "Business Modell Generation" veröffentlicht und bieten die Möglichkeit einer visuellen Unternehmensdarstellung.
Aufgeteilt wird das Modell in neun elementare Kernbereiche. Den Anfang bilden die Schlüsselpartner, Schlüsselaktivitäten und die Schlüsselressourcen, gefolgt von Kostenstruktur, den Einnahmequellen und den Kanälen. Die letzten drei Bereiche beschäftigen sich mit dem Wertangebot, den Kundensegmenten des Unternehmens und den Kundenbeziehungen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Medienunternehmen XX
3 Analyse anhand der Business Model Canvas
3.1 Schlüsselpartner
3.2 Schlüsselressourcen
3.3 Schlüsselaktivitäten
3.4 Kostenstruktur
3.5 Einnahmequellen
3.6 Kanäle
3.7 Wertangebote
3.8 Kundensegmente des Unternehmens
3.9 Kundenbeziehungen
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Geschäftsmodell eines privaten Radiosenders mithilfe des Business Model Canvas von Osterwalder und Pigneur zu analysieren und dessen Praxisanwendung zu demonstrieren. Dabei soll untersucht werden, wie die einzelnen Kernbereiche des Modells – von den Schlüsselaktivitäten bis hin zu den Einnahmequellen – auf das konkrete Beispiel eines Radiosenders übertragen werden können.
- Strukturierung von Geschäftsmodellen mittels Business Model Canvas
- Analyse von Schlüsselressourcen und Schlüsselaktivitäten in der Funkbranche
- Untersuchung von Kostenstrukturen und Einnahmequellen privater Radiosender
- Betrachtung von Kundenbeziehungen und Wertangeboten im Radio-Kontext
- Zukunftsaussichten und technologische Herausforderungen der Medienbranche
Auszug aus dem Buch
3.1 Schlüsselpartner
„Der Baustein Schlüsselpartnerschaften beschreibt das Netzwerk von Lieferanten und Partnern, die zum Gelingen des Geschäftsmodells beitragen.“ Es gibt diverse Gründe, weshalb Unternehmen Partnerschaften eingehen. Dazu gehören in erster Linie das Optimieren ihres Geschäftsmodelles, das Risikopotential zu verringern oder bestehende Ressourcen zu akquirieren. Unterschieden werden vier Varianten von Partnerschaften. Einerseits gehören Kooperationen dazu, welche strategisch zwischen Wettbewerbern eingegangen werden und andererseits Joints Ventures, die besonders zu der Entwicklung neuer Geschäfte dienen. Hinzu kommen Käufer-Anbieter-Beziehungen, die eine konstante Versorgung sicherstellen sollen. Die letzte Variante befasst sich mit strategischen Allianzen zwischen Nicht-Wettbewerbern. Bezogen auf XX können fünf solcher Schlüsselpartner definiert werden. Eine Allianz zwischen Nicht-Wettbewerbern besteht zwischen Radio XX und der XX Marketing Organisation und Radioentwicklungs GmbH & Co. KG. Die Beteiligung der Gesellschaft am Sender beträgt glatte 84 %. Im Fokus dieses Zusammenschlusses steht besonders die Vermarktung, sowie der technische Support des Senders. Potentielle Werbekunden haben so auch die Möglichkeit einen direkten Kontakt zu der Agentur aufzubauen, um mögliche Spots zu schalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Business Model Canvas für moderne Unternehmen und stellt das Vorgehen der Hausarbeit bei der Untersuchung des Radiosenders dar.
2 Medienunternehmen XX: Hier wird der untersuchte Radiosender vorgestellt, inklusive seiner Gründung, Reichweite, Zielgruppenausrichtung und Marktpositionierung in Hamburg.
3 Analyse anhand der Business Model Canvas: Dieser Hauptteil gliedert das Geschäftsmodell des Senders in die neun Kernbereiche von Osterwalder und Pigneur und analysiert diese detailliert.
4 Fazit: Das Kapitel reflektiert die Erkenntnisse der Analyse und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen der Radiobranche, insbesondere durch Digitalisierung und DAB+.
Schlüsselwörter
Business Model Canvas, Radio, Medienmanagement, Vermarktung, Schlüsselressourcen, Kundenbeziehungen, Werbeeinnahmen, Hamburg, UKW, DAB+, Digitalisierung, Strategische Allianzen, Zielgruppenanalyse, Mediennutzung, Marktführer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Geschäftsmodell eines privaten Hamburger Radiosenders unter Anwendung des theoretischen Frameworks „Business Model Canvas“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die unternehmerische Strukturierung von Medienhäusern, die Optimierung von Wertschöpfungsketten, Vermarktungsstrategien und die Kundenbindung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Praxistauglichkeit des Business Model Canvas zu demonstrieren, indem die einzelnen Bausteine des Modells auf das konkrete Beispiel eines Radiosenders angewandt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive Analyse auf Basis des Modells von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur durchgeführt, ergänzt durch interne Daten und Studien des Senders.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Bereiche Schlüsselpartner, Ressourcen, Aktivitäten, Kosten, Einnahmen, Kanäle, Wertangebote, Kundensegmente und Kundenbeziehungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Business Model Canvas, Medienmanagement, Vermarktung und Kundenbindung beschreiben.
Welche Rolle spielt die GEMA bei der Kostenstruktur des Senders?
Die GEMA/GVL stellt einen erheblichen variablen Kostenfaktor dar, da die Lizenzgebühren für die musikalische Verwertung direkt vom erzielten Umsatz des Senders abhängig sind.
Wie wichtig ist der Hamburg-Bezug für das Wertangebot von Radio XX?
Der Hamburg-Bezug ist ein zentrales Alleinstellungsmerkmal, das sich in der Berichterstattung, dem Service und speziellen Programmaktionen widerspiegelt und die Bindung zur Zielgruppe stärkt.
Warum ist die Umstellung von UKW auf DAB+ für den Sender eine Herausforderung?
Die Umstellung ist mit immensen Investitionskosten verbunden, obwohl sie langfristig Vorteile in der Lizenzkontrolle und der Sendequalität bietet.
- Arbeit zitieren
- Annika L. (Autor:in), 2017, Unternehmensanalyse eines Radiosenders anhand des Business Model Canvas. Schlüsselaktivitäten, Kostenstruktur und Kundenbeziehungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/926127