Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Interviewbericht "Der Beichtbericht" des chinesischen Autors Feng Jicai, der das Interview zu Beginn der chinesischen "Kulturrevolution" führte. Die chinesische "Kulturrevolution" war eine politisch-ideologische Kampagne zwischen 1966 und 1976, die von Mao Zedong eingeleitet wurde.
Der "Beichtbericht" entstammt seinem Werk "Hundert Einzelschicksale aus jenen zehn Jahren", das repräsentativ für die damalige Reportagenliteratur ist und deren erster Teil 1991 veröffentlicht wurde. Der Analyse des Gesprächsprotokolls wird zunächst ein Einblick in die Vorphase der "Kulturrevolution" bis zu ihrem Beginn im Jahre 1966 vorausgehen, da hauptsächlich in diesen Zeitraum die kindheitsprägende Erfahrung der Protagonistin des "Beichtberichtes" fällt. Dabei bildet die "Hundert Blumen Bewegung" den geschichtlichen Ausgangspunkt der Arbeit.
Wie die Ausführungen zum "Beichtbericht" in den Charakteranalysen und einer Interpretation aufzeigen werden, geht es Feng Jicai um das Aufzeigen eines Einzelschicksals eines gewöhnlichen Menschen. In diesem Zusammenhang wird das von Feng Jicai intendierte Verhältnis zwischen Gegenwart und Vergangenheit erklärt. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, warum sich Geschichte auf derart schicksalhafte Weise entwickeln kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung.
- Biographischer und Historischer Hintergrund.
- Feng Jicai – Biographischer Hintergrund
- Historischer Hintergrund – Vorphase und Beginn der „Kulturrevolution“.
- Die „Hundert-Blumen-Bewegung“
- „Der große Sprung nach vorn“.
- Beginn der „Kulturrevolution“.
- Inhalt..
- Charaktere..
- Protagonistin..
- Analyse des individuellen Charakters..
- Opfer oder Täter?
- Vater...
- Analyse des individuellen Charakters.
- Opfer oder Täter?
- Klassenlehrer
- Analyse des individuellen Charakters.....
- Opfer oder Täter?
- Interpretation.......
- Schluss..
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert den Interviewbericht „Der Beichtbericht“ (chanhuilu-) des chinesischen Autors Feng Jicai, der im Rahmen seiner Arbeit an „Hundert Einzelschicksale aus jenen zehn Jahren“ (Yi bai ge ren de shi nian—^ITE ; fortan: Hundert Einzelschicksale) entstand. Die Arbeit beleuchtet die Vorphase der „Kulturrevolution“ und untersucht die Erfahrungen der Protagonistin des „Beichtberichtes“ während dieser Zeit. Dabei werden sowohl der biographische Hintergrund von Feng Jicai als auch der geschichtliche Hintergrund der „Kulturrevolution“ beleuchtet.
- Die Bedeutung des „Beichtberichtes“ im Kontext der „Kulturrevolution“
- Die individuelle Erfahrung der Protagonistin in der „Kulturrevolution“
- Die Rolle von Geschichte und Erinnerung in der Literatur Feng Jicais
- Das Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart im „Beichtbericht“
- Die Frage, warum sich Geschichte auf derart schicksalhafte Weise entwickeln kann.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und beschreibt den historischen und biographischen Hintergrund des „Beichtberichtes“. Anschließend wird der biographische Hintergrund von Feng Jicai beleuchtet, wobei insbesondere seine Erfahrungen während der „Kulturrevolution“ im Vordergrund stehen. Der historische Kontext der „Kulturrevolution“ wird in Kapitel 2.2 näher beleuchtet, mit Fokus auf die „Hundert-Blumen-Bewegung“ und den Beginn der „Kulturrevolution“.
Schlüsselwörter
Kulturrevolution, Feng Jicai, „Der Beichtbericht“, „Hundert Einzelschicksale“, Interviewbericht, Reportageliteratur, Geschichte, Erinnerung, Vergangenheit, Gegenwart, individuelle Erfahrung, Opfer, Täter, China, Sozialismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Feng Jicais „Beichtbericht“?
Der „Beichtbericht“ ist ein Interviewprotokoll, das das Einzelschicksal eines gewöhnlichen Menschen während der chinesischen Kulturrevolution beleuchtet.
Was war die chinesische Kulturrevolution?
Die Kulturrevolution (1966–1976) war eine von Mao Zedong eingeleitete politisch-ideologische Kampagne, die tiefgreifende Auswirkungen auf die chinesische Gesellschaft hatte.
Welche Rolle spielt die „Hundert-Blumen-Bewegung“ im Buch?
Sie bildet den geschichtlichen Ausgangspunkt und die Vorphase, die die Kindheit der Protagonistin im „Beichtbericht“ maßgeblich prägte.
Wie geht Feng Jicai mit der Frage nach „Opfer oder Täter“ um?
In seinen Charakteranalysen (z. B. der Protagonistin oder des Klassenlehrers) untersucht er die komplexen Rollen und moralischen Dilemmata der Individuen in dieser Zeit.
Was ist das Ziel von Feng Jicais Reportagenliteratur?
Sein Ziel ist es, durch die Dokumentation von Einzelschicksalen die Erinnerung an die Vergangenheit wachzuhalten und das Verhältnis zur Gegenwart zu klären.
- Arbeit zitieren
- Maria Melanie Heinicke (Autor:in), 2006, Feng Jicai - "Der Beichtbericht" aus "Hundert Einzelschicksale aus jenen zehn Jahren", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92641