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Personenbezogene soziale Dienstleistungen

Título: Personenbezogene soziale Dienstleistungen

Trabajo Escrito , 2008 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Josefine Loos (Autor)

Pedagogía - General
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Die Aussagen: „Wir leben in einer Dienstleistungsgesellschaft!“, bzw. „Wir entwickeln uns von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsgesellschaft!“, hat wohl jeder schon einmal gehört. Aber was genau bedeutet es, sich auf dem Weg zu einer Dienstleistungsgesellschaft zu befinden? Die Zahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft nimmt von Jahr zu Jahr ab und diese Tendenz der Entwicklung wird sich auf Grund der vielen Probleme in der Landwirtschaft in den kommenden Jahren eher noch verstärkt fortsetzen. Auch in der Industrie sieht es nicht viel besser aus. Hier werden die Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzt. Da ist es nicht verwunderlich, wenn die Zahl der Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich – absolut und relativ – fortlaufend steigt.1 Und da mittlerweile weit über die Hälfte aller Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor beschäftigt sind, kann man nicht nur davon sprechen, dass wir auf dem Weg in eine Dienstleistungsgesellschaft sind. Wir bereits in einer solchen leben!2 Schon seit den 1950er Jahren konstatieren verschiedene Autoren für alle kapitalistischen Länder eine quantitative Expansion der Dienstleistungsarbeit und einen damit verbundenen relativen Rückgang industrieller Arbeitsverhältnisse. Diese vollziehen „sich im Rahmen eines ökonomisch-gesellschaftlichen Übergangsprozesses von der ‚fordistischen‘ zur ‚postfordistischen‘ Gesellschaftsformation, also von einem Zusammenhang von hochgradig arbeitsteilig-tayloristischer Massenproduktion und standardi-sierter Massenkonsumtion, Reproduktions- und Lebensformen und hin zu flexiblen produktionstechnischen Systemen, einer Flexibilisierung der Arbeitsorganisation und der Arbeitskraftnutzung, und den daraus folgenden destandardisierten und diversifizierten Konsummustern und Lebensformen“. [...]
Mit dieser Arbeit habe ich versucht, die einzelnen Begriffe der personenbezogenen sozialen Dienstleistung zu klären, und somit ein klein wenig „Licht ins Dunkle“ zu bringen. Des Weiteren bin ich der Frage nachgegangen, ob es sinnvoll ist Hilfeleistungen aus dem sozialen Bereich, als personenbezogene soziale Dienstleistungen zu bezeichnen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Dienstleistung

2.1.1 Dienstleistungen in der Alltagssprache

2.1.2 Dienstleistungen in der Ökonomie

2.1.3 Juristische Definition von Dienstleistung

2.1.4 Zusammenfassung verschiedener Definitionen von Dienstleistung

2.2 Personenbezogen / personenbezogene Dienstleistung

2.2.1 Funktionstheoretischer Ansatz personenbezogener Dienstleistungen

2.2.2 Konsumtions- und interaktionstheoretische Ansatz personenbezogener Dienstleistungen

2.3 Sozial / soziale Dienstleistung

2.4 Personenbezogene soziale Dienstleistung

2.5 Soziale Dienste

3. Kritische Betrachtung des Begriffes der personenbezogenen sozialen Dienstleistung

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der begrifflichen Einordnung und Sinnhaftigkeit von „personenbezogenen sozialen Dienstleistungen“ auseinander, um das herrschende Begriffschaos im sozialen Sektor zu klären und den wissenschaftlichen Diskurs zu strukturieren.

  • Kategoriale Klärung der Begriffe „Dienstleistung“, „personenbezogen“ und „sozial“.
  • Analyse theoretischer Ansätze zur Definition von sozialen Dienstleistungen.
  • Differenzierung zwischen „sozialen Dienstleistungen“ und „sozialen Diensten“.
  • Kritische Reflexion über die Übertragung ökonomischer Begriffe auf den sozialen Bereich.
  • Diskussion zur Eignung des Dienstleistungsbegriffs für die professionelle Soziale Arbeit.

Auszug aus dem Buch

3. Kritische Betrachtung des Begriffes der personenbezogenen sozialen Dienstleistung

Trotzdem die Kategorie „Dienstleistung“ bereits auf eine längere sozialwissenschaftliche Tradition zurückgreifen kann und seit den 1980er Jahren auch in der Sozialarbeit / Sozialpädagogik thematisiert wird, ist sie gegenwärtig ein umstrittenes Konzept, was man laut Flösser, Otto und Schaarschuch zum Einen „auf die veränderten gesellschaftsstrukturellen wie gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen“ und zum Anderen aber auch „auf die politische Instrumentalisierung des Dienstleistungsbegriffes im Kontext einer kommerziellen Restrukturierung des öffentlichen Sektors“ zurückführen kann. Andererseits lassen sich „in neuerer Zeit“ jedoch auch „erste Versuche einer kategorialen Füllung des Dienstleistungsbegriffes in der Tradition sozialpädagogischer Theoriebildung verzeichnen“.

Auch wenn man „in neuerer Zeit“ versucht, den Dienstleistungsbegriff kategorial in der Tradition sozialpädagogischer Theoriebildung zu füllen, ist es jedoch fraglich, wieso man den Begriff der Dienstleistung in der Sozialarbeit / Sozialpädagogik überhaupt erst eingeführt hat, zumal er bis „in neuerer Zeit“ noch nicht kategorial in der Tradition sozialpädagogischer Theoriebildung gefüllt war. Daraus lässt sich schließen, dass der Begriff Dienstleistung aus der Ökonomie entnommen und mit dieser (in ihr vorherrschenden) Bedeutung in den sozialen Bereich „verpflanzt“ wurde. Dies bedeutet allerdings, dass man – zunächst vielleicht auch unbeabsichtigt – versuchen wollte, den sozialen Sektor nach dem Konzept der freien Marktwirtschaft umzustrukturieren. Diese Umstrukturierung hätte sicherlich (zum Teil) ein besseres Wirtschaften der Institutionen zur Folge gehabt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft und hinterfragt den Nutzen der Bezeichnung „personenbezogene soziale Dienstleistung“ im sozialen Sektor.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert durch die ökonomische und alltagssprachliche Analyse die Grundbegriffe Dienstleistung, personenbezogene Dienstleistung sowie soziale Dienstleistung.

3. Kritische Betrachtung des Begriffes der personenbezogenen sozialen Dienstleistung: Hier wird die Eignung des Dienstleistungsbegriffs für die Soziale Arbeit kritisch hinterfragt und das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz und individueller Hilfebedarfe diskutiert.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass der Begriff wissenschaftlich diskutierbar bleibt, in der direkten Klientenkommunikation jedoch durch den Begriff „Hilfe“ ersetzt werden sollte.

Schlüsselwörter

Dienstleistungsgesellschaft, Soziale Arbeit, personenbezogene soziale Dienstleistung, Sozialwirtschaft, Begriffsdefinition, Ökonomisierung, Dienstleistung, soziale Dienste, Hilfe, Klientel, Professionalität, interaktionstheoretischer Ansatz, gesellschaftlicher Wandel, Sozialgesetzbuch, Theoriebildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der begrifflichen Unschärfe und den Herausforderungen bei der Anwendung des Dienstleistungsbegriffs auf den Bereich der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Definition von Dienstleistungen, die Besonderheiten personenbezogener sozialer Dienstleistungen und die kritische Reflektion über ökonomische Konzepte im Sozialwesen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, „Licht ins Dunkle“ des Begriffschaos zu bringen und zu klären, ob die Bezeichnung „personenbezogene soziale Dienstleistung“ für Hilfeleistungen im Sozialbereich sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, um Begriffsdefinitionen aus verschiedenen Disziplinen wie der Ökonomie und der Sozialpädagogik einzuordnen und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Begriffsklärung, die Unterscheidung zwischen sozialen Dienstleistungen und sozialen Diensten sowie eine kritische theoretische Betrachtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Dienstleistungsgesellschaft, Sozialwirtschaft, Professionalität, Hilfeprozesse und die kritische Auseinandersetzung mit der Ökonomisierung des Sozialen.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen sozialen Dienstleistungen und sozialen Diensten?

Soziale Dienstleistungen werden als immaterielle Güter definiert, während soziale Dienste als Institutionen verstanden werden, die Personal beschäftigen, welches diese Dienstleistungen erbringt.

Warum hält die Autorin den Begriff „Dienstleistung“ im wissenschaftlichen Kontext für sinnvoll, aber in der Praxis für schwierig?

Wissenschaftlich hilft der Begriff, die Angebote besser zu systematisieren; in der Praxis mit Klienten kann er jedoch durch seine ökonomische Konnotation distanzierend wirken, weshalb dort eher vom Begriff „Hilfe“ gesprochen werden sollte.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Personenbezogene soziale Dienstleistungen
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1,3
Autor
Josefine Loos (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
21
No. de catálogo
V92649
ISBN (Ebook)
9783638062329
ISBN (Libro)
9783638950985
Idioma
Alemán
Etiqueta
Personenbezogene Dienstleistungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Josefine Loos (Autor), 2008, Personenbezogene soziale Dienstleistungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92649
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