Unterrichtsstunde: Wir lernen gemeinsam das Meerschweinchen kennen


Unterrichtsentwurf, 2008

12 Seiten


Leseprobe

1. Didaktische Analyse

1.1. Didaktische Stellung der Stunde innerhalb der Unterrichtseinheit

1. Stunde: Wir lernen gemeinsam den Wellensittich kennen – Teil 1
2. Stunde: Wir lernen gemeinsam den Wellensittich kennen – Teil 2
3. Stunde: Wir stellen gemeinsam ein Plakat über den Wellensittich her
4. Stunde: Was wissen war alles über die Honigbiene?
5. Stunde: Unterrichtsgang – Deutsche Honigmuseum in Weimar
6. Stunde: Wir stellen gemeinsam ein Plakat über die Honigbiene her
7. Stunde: Wir lernen gemeinsam das Meerschweinchen kennen – Teil 1
8. Stunde: Wir lernen gemeinsam das Meerschweinchen kennen – Teil 2
9. Stunde: Wir stellen gemeinsam ein Plakat über das Meerschweinchen her

1.2. Sachanalyse

Die Meerschweinchen (Caviidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Nagetiere. Sie setzten sich aus drei äußerlich stark unterschiedlichen Unterfamilien zusammen: den Eigentlichen Meerschweinchen (Caviinae) mit dem in Mitteleuropa bekannten Hausmeerschweinchen (Cavia porcellus), den Pampashasen (Dolichotinae) und den Hydrochoerinae, zu denen mit dem Capybara (Wasserschwein) das größte lebende Nagetier der Welt zählt.

Meerschweinchen sind in weiten Teilen Südamerikas verbreitet, wo sie unterschiedlichste Habitate besiedeln, von flachen Grasländern bis in Gebirgsregionen von über 4000 Metern Seehöhe. Diese Tiere erreichen je nach Art eine Kopfrumpflänge von 20 bis 130 Zentimetern und ein Gewicht von 0,1 (Zwergmeerschweinchen) bis 80 (Capybara) Kilogramm. Während die Eigentlichen Meerschweinchen und die Capybaras kompakt gebaute Tiere mit eher kurzen Gliedmaßen sind, ähneln die Pampashasen mit ihren langen Beinen und großen Ohren eher den Hasen. Die enge Verwandtschaft beider Gruppen ist vor allem an Details im Schädelbau und der Zähne erkenntlich.

Meerschweinchen sind in der Regel tagaktiv und halten, trotz widriger klimatischer Verhältnisse in den höheren Regionen ihres Verbreitungsgebietes, keinen Winterschlaf. Selbstgegrabene oder von anderen Tieren übernommene Baue dienen ihnen als Unterschlupf. Es sind in der Regel soziale Tiere, die in Paaren (zum Beispiel das Münstersche Meerscheinchen) oder Gruppen mit einem Männchen, einigen Weibchen und den Jungtieren zusammenleben. Einige Arten haben komplexe Sozialstrukturen entwickelt. (Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Meerschweinchen)

Meerschweinchen kommen aus den Wälder und Graslandschaften in Südamerika. Die spanischen Eroberer brachten sie im 16. Jahrhundert mit nach Europa, wo sie beliebte Haustiere wurden. Da sie über das Meer gebracht wurden und quiksen wie Schweine, wurde ihnen der Name Meerschweinchen gegeben, obwohl sie nicht mit den Schweinen verwandt sind.

Die Tiere sind sehr aktiv und brauchen möglichst viel Platz. Daher sollte der Käfig so groß wie möglich sein. Als Einstreu eigenen sich Holzspäne oder Strohpellets. Katzenstreu darf nicht verwendet werden. Sehr wichtig sind eine Schlafhöhle und eine möglichst erhöhte Liegefläche (zum Beispiel ein Häuschen oder ein Flachdach) sowie ein schwerer Futternapf. Wasser wird am besten in einer Nagertränke gereicht. Der Käfig sollte zusätzlich mit ein paar Rampen und verschiedenen Ebenen vergrößert werden, damit die Meerschweinchen viel Platz zum Laufen haben.

Wichtig ist auch der tägliche Freilauf im Zimmer, damit das Tier nicht dick und krank wird. Dabei sollte sehr vorsichtig vorgegangen werden, denn es darf keine Gelegenheit haben, Stromkabel, giftige Pflanzen oder andere nicht geeignete Dinge anzuknabbern.

Bei der Haltung im Freien muss das Meerschweinchen ausreichend Schutz vor Sonne und Regen haben. Für die Überwinterung im Freien gilt: Nur erwachsene und gesunde Tiere sollten im Winter draußen bleiben. Dabei muss es unbedingt in einen witterungsbeständigen Stahl untergebracht sein, der auch bei starkem Regen trocken bleibt und vor Wind geschützt ist. Es benötigt ein von allen Seiten gut isoliertes Schlafhäuschen mit genug Einstreu. Die Tiere müssen immer mindestens zu zweit gehalten werden, um sich gegenseitig zu wärmen.

Der Käfig sollte natürlich immer sauber sein, denn Kot, Urin und altes Futter riechen nicht nur für den Menschen unangenehm, sondern können die empfindliche Lunge des Tieres schädigen und die Meerschweinchen krank machen. Mit einer Ecktoilette können der täglich anfallende Kot und Urin leichter entfernt werden.

Ein gesundes Meerschweinchen erkennt man an den klaren Augen, den trockenen Nasenlöchern und seinem sauberen und glänzenden Fell. Die Krallen und Zähne sollte regelmäßig kontrolliert werden. Juckreiz (kann sich beim Meerschweinchen auch durch Bocksprünge mit Quieksen ausdrücken) sollte immer von einen Tierarzt behandelt werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Wir lernen gemeinsam das Meerschweinchen kennen
Veranstaltung
Hospitation
Autor
Jahr
2008
Seiten
12
Katalognummer
V92653
ISBN (eBook)
9783640097050
ISBN (Buch)
9783640115235
Dateigröße
444 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsstunde, Meerschweinchen, Hospitation, Haustiere, Förderzentrum, Lernbehinderung
Arbeit zitieren
Silvana Lehmann (Autor), 2008, Unterrichtsstunde: Wir lernen gemeinsam das Meerschweinchen kennen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92653

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