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Antike Militär-Logistik. Die Ernährung großer Heere während der Perserkriege und des Peloponnesischen Kriegs

Titel: Antike Militär-Logistik. Die Ernährung großer Heere während der Perserkriege und des Peloponnesischen Kriegs

Seminararbeit , 2007 , 17 Seiten

Autor:in: Egon Struck (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht in anschaulicher Form die Bedingungen und Möglichkeiten für die Verpflegung großer Heere in der Antike zur Zeit der Perserkriege und des Peloponnesischen Krieges. Fragen der strategischen und taktischen Bedeutung einer funktionierenden Verpflegungswirtschaft der Heere werden ebenso wenig ausgelassen wie die Bedeutung dieses Komplexes für die allgemeine Staatswirtschaft antiker Staaten. Besonders kritisch werden die üblicherweise tradierten Angaben über Heeresstärken und logistische Leistungen in der Antike beleuchtet.

Es geht im Kern um die Frage, wie die Soldaten in Krieg und Frieden an zweckmäßige und ausreichende Verpflegung kommen, in diesem Falle also in einer Zeit, die grosso modo fast zweieinhalb Jahrtausende vor der unsrigen liegt. Cato meinte zwar rund 200 Jahre später: „Bellum se ipsum alet.“ Dies kann natürlich wirklich nur für Kriegszeiten gelten, nicht aber wenn die Truppe in der Garnison liegt. Und überhaupt war der von Cato gemeinte Topos für größere Feldzüge ein sehr unsicherer Begleiter, auf den sich schon antike Heerführer nicht verlassen wollten. Im Gegenteil, ihnen war die eminente Bedeutung der Verpflegung der Truppe sehr wohl bewusst und ständig präsent, wobei den antiken Ernährungsgewohnheiten entsprechend meist Verpflegung mit Getreide gleichgesetzt wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung, Grundlegungen

1.1 Hinführung zum Thema

1.2 Ziel der Arbeit, Quellenlage, Methodik

2. Bedeutung der Verpflegung, vor allem des Brotes

2.1 Allgemeines

2.2 Glaube, Mystik, Philologie

2.3 Strategische und taktische Bedeutung für die Armeen

3. Bedarf und Bedarfsdeckung

3.1 Truppenstärken

3.2 Verpflegungsbedarf

3.3 Bedarfsdeckung

4. Truppenverpflegung als Wirtschaftsfaktor

5. Zusammenfassung

6. Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie antike Heerführer unter den gegebenen politischen, geografischen und logistischen Bedingungen die Verpflegung großer Armeen sicherstellen konnten und welche strategischen Konsequenzen sich daraus ergaben.

  • Die fundamentale Bedeutung von Getreide und Brot für antike Armeen
  • Methoden der Bedarfsermittlung und logistische Herausforderungen
  • Die Rolle der Verpflegungssicherung bei der militärischen Strategieplanung
  • Der Einfluss der antiken Agrarwirtschaft und Handelsstrukturen auf den Kriegserfolg
  • Fallbeispiele der Perserkriege und des Peloponnesischen Krieges

Auszug aus dem Buch

2.3 Strategische und taktische Bedeutung für die Armeen

Alles das, was bisher über die Bedeutung der Ernährung, des Brotes und seiner mythischen Konnotationen entwickelt wurde, gilt natürlich auch für den Soldaten. In diesem Bereich hat der Hoplit keine anderen Bedürfnisse und Empfindungen als der zivile Bürger. Auch der Soldat ist zuerst Mensch und in zweiter Linie Krieger. Erst in der Vielheit, im Heeresverband, entstehen andere Bedingungen und Bedarfe, die neue Fragen aufwerfen, und die besondere Lösungsansätze erfordern.

Heere benötigen zu ihrem Unterhalt – sei es im Frieden oder im Kriege – beständig einen ausreichenden Nachschub an Waffen, Gerät und Verpflegung. Für diese Aufgabe steht der Begriff Logistik. Dieses Wort wurde ursprünglich nur im Heereswesen verwandt und bedeutete anfänglich die Versorgung der Truppe in richtiger Menge zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Im Laufe der Zeit und infolge der ständigen Anpassung und Modernisierung der Armeen ist der ursprüngliche Logistikbegriff noch erweitert worden um die Aspekte Qualität und Preis.

In jedem Falle hat die Logistik einen determinierenden Einfluss auf die Strategie (und vice versa) und in deren Folge auch auf die Taktik. Dies gilt besonders für den Teilbereich der Logistik, der die Verpflegung der Truppe sicherstellt. „Mit einem größeren Heer wird die Aufgabe der Verpflegung ein immer bedeutsamerer Teil der Strategie“ stellt Delbrück zutreffend fest. Zur Klarstellung der Begrifflichkeiten sind die Bezeichnungen Strategie und Taktik zu erläutern. Strategie meint den ganz großen Entwurf der Heeresplanung über einen langen Zeitraum, sie kann schon in Friedenszeiten zur Vorbereitung auf einen möglichen Angriff potentieller Gegner, bzw. zur Vorbereitung eines eigenen Angriffs entwickelt werden. Dies ist zur Erreichung der in der Regel von der politischen Seite vorgegebenen Kriegsziele unerlässlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung, Grundlegungen: Einführung in die existenzielle Bedeutung der Truppenverpflegung sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und Quellenlage.

2. Bedeutung der Verpflegung, vor allem des Brotes: Analyse der symbolischen, religiösen und ökonomischen Relevanz von Getreide und Brot in der Antike und deren strategische Auswirkungen auf das Heerwesen.

3. Bedarf und Bedarfsdeckung: Untersuchung der logistischen Herausforderungen bei der Versorgung großer Heere, der Schwierigkeit antiker Truppenstärken-Angaben und der Wege der Bedarfsdeckung durch Handel und Raub.

4. Truppenverpflegung als Wirtschaftsfaktor: Betrachtung der finanziellen und staatlich regulierenden Aspekte der Heeresverpflegung sowie der Entwicklung hin zu ersten Formen staatlicher Marktbeeinflussung.

5. Zusammenfassung: Resümee über die logistische Leistungsfähigkeit antiker Strategen und die Grenzen der Versorgungssicherheit in heimatfernen Gebieten.

6. Literaturliste: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Erarbeitung des Themas.

Schlüsselwörter

Antike, Verpflegung, Logistik, Getreide, Brot, Heeresführung, Militärgeschichte, Strategie, Taktik, Versorgung, Perserkriege, Peloponnesischer Krieg, Agrarwirtschaft, Wirtschaftsgeschichte, Historische Quellen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die logistische Bedeutung der Truppenverpflegung in der antiken Kriegsführung unter Berücksichtigung agrarwirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bedeutung von Getreide als Grundnahrungsmittel, logistische Planungsansätze von Heeren sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen der Versorgungslogistik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie antike Heerführer trotz technischer und klimatischer Einschränkungen die Versorgung großer Heere organisierten und welche strategischen Konsequenzen sich daraus ergaben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer kritischen Analyse antiker Primärquellen (wie Herodot und Thukydides) unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur zur Geschichtswissenschaft und Militärgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Bedarfs der Truppen, der methodischen Probleme bei der Stärkenberechnung antiker Heere und der wirtschaftlichen Steuerung durch antike Staaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Antike, Logistik, Verpflegungssicherung, Getreidewirtschaft und Militärstrategie.

Wie bewertet der Autor die Zuverlässigkeit antiker Heereszahlen?

Der Autor verweist auf die Diskrepanz zwischen erzählerischen Quellen wie Herodot und wissenschaftlich fundierteren Analysen, wobei er die Zahlen Herodots aufgrund logistischer Unmöglichkeiten als kritisch und überhöht einstuft.

Warum war der Sizilienfeldzug ein wichtiges Fallbeispiel?

Er dient als Beispiel für eine logistisch aufwendig geplante Unternehmung, die trotz detaillierter Vorbereitung durch Versorgungsengpässe scheiterte, was die Bedeutung der Ernährung für den militärischen Erfolg unterstreicht.

Inwieweit spielte der Staat bei der Getreideversorgung eine Rolle?

Die Arbeit zeigt am Beispiel Athens auf, dass der Staat bereits früh regulierende Instrumente wie die sitophylakes (Kornwächter) einsetzte, um die Getreidepreise und die Versorgung der Bevölkerung und des Heeres zu sichern.

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Details

Titel
Antike Militär-Logistik. Die Ernährung großer Heere während der Perserkriege und des Peloponnesischen Kriegs
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Hauptseminar "Festkultur, Agrarwirtschaft und Naturerfahrung in der Antike
Autor
Egon Struck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V92657
ISBN (eBook)
9783638062343
ISBN (Buch)
9783638950992
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ernährung Heere Antike Zeit Perserkriege Peloponnesischen Kriegs Hauptseminar Festkultur Agrarwirtschaft Naturerfahrung Antike
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Egon Struck (Autor:in), 2007, Antike Militär-Logistik. Die Ernährung großer Heere während der Perserkriege und des Peloponnesischen Kriegs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92657
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Leseprobe aus  17  Seiten
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