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Frauen in Führungspositionen - eine Minderheit

Erfolgsbarrieren und Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit

Title: Frauen in Führungspositionen - eine Minderheit

Term Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nina Klitzke (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Deutschland zählt zu den modernsten und emanzipiertesten Ländern der Welt. Frauen können studieren, sie können wählen, sich politisch engagieren und sie entscheiden selbst über ihren persönlichen Lebensweg – ob mit Partner/in oder ohne, ob mit Kindern oder ohne. Auch dem beruflichen Werdegang steht formal nichts entgegen. Nie waren so viele Frauen so hoch quali-fiziert wie heute und haben dadurch die besten Chancen beruflich erfolgreich zu sein. Trotz-dem sind Frauen in Führungspositionen bisweilen noch keine Selbstverständlichkeit, „denn in den obersten Machtzentralen der Gesellschaft – ob in der Politik, in der Wissenschaft oder in der Wirtschaft – sind sie unterrepräsentiert“ (Schaufler 2000, S. 30). Sabine Gütt, selbständige Unternehmerin, formuliert treffend: „Kein Land in der EU hat so viele studierte Frauen wie Deutschland. Es gibt aber auch kein Land mit so wenigen Frauen in Spitzen-Jobs. Da läuft doch was falsch“ (Anastassiou 2006, S. 34).
Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist in den letzten Jahren zwar um einige Prozent-punkte gestiegen (vgl. IAB Kurzbericht 2006b, S. 1), dennoch ist „die Leitung eines Betriebes […] in Deutschland immer noch männliches Terrain“ (IAB Kurzbericht 2006a, S.1). Besonders in den Spitzenpositionen ist nur jede vierte Führungskraft eine Frau (vgl. IAB Kurzbericht 2006a, S. 1), obwohl seit den 90er Jahren Frauen im Vergleich zu Männern bessere schulische Leistungen und Bildungsabschlüsse aufweisen. „Girls are outstripping boys at school in many countries, and more go to university than men“ (George 2004, S. 42). Im Hinblick auf diese Aspekte drängt sich die Frage auf, welche Barrieren und Probleme für Frauen bestehen, durch deren Einfluss die Förderung und der berufliche Aufstieg von Frauen verhindert bzw. er-schwert wird? Und welche Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit und des Abbaus dieser Barrieren existieren?
Diese Fragen gilt es in dieser Hausarbeit zu klären. Dementsprechend gliedert sich die Arbeit wie folgt: Im ersten Kapitel wird zunächst auf die Repräsentanz der Frauen in Führungspositi-onen eingegangen, um einen Überblick über die aktuelle Führungssituation in Deutschland zu geben. Ausgehend von diesen Grundlagen sollen im zweiten Kapitel mögliche Erfolgsbarrieren für Frauen in Führungspositionen erarbeitet werden. Zuerst werden das familiäre Umfeld von Frauen und geschlechtsstereotype Wahrnehmungen als mögliche Hindernisse analysiert. Zu-dem werden innerpsychische Barrieren als Grund für den erschwerten Aufstieg von Frauen in Führungspositionen herausgestellt. Im dritten Kapitel werden anschließend ausgewählte Maß-nahmen zur Förderung der Chancengleichheit vorgestellt. Abschließend werden in einem Fazit die wichtigsten Ergebnisse dieser Hausarbeit zusammengefasst

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen - Situationsanalyse

2. Erfolgsbarrieren für Frauen in Führungspositionen

2.1 Familie und Beruf

2.1.1 Lebenspartner

2.1.2 Kinder

2.2 Geschlechtsstereotype Wahrnehmung

2.3 Innerpsychische Barrieren

3. Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Gründe für die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen in Deutschland und analysiert sowohl strukturelle als auch psychologische Barrieren. Zudem werden verschiedene Förderinstrumente bewertet, um Ansätze für mehr Chancengleichheit in der modernen Arbeitswelt aufzuzeigen.

  • Analyse der aktuellen Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen.
  • Untersuchung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
  • Einfluss von Geschlechtsstereotypen und Vorurteilen auf die Karriere.
  • Innerpsychische Barrieren und deren Auswirkungen auf das Selbstbild.
  • Evaluation von Maßnahmen wie Mentoring und familienfreundlicher Unternehmenskultur.

Auszug aus dem Buch

2.3 Innerpsychische Barrieren

Aus den zuvor beschriebenen herrschenden Geschlechtsstereotypen und damit verbundenen Verhaltensregeln resultieren darüber hinaus auch innerpsychische Barrieren für Frauen in Führungspositionen.

So ist es ein wissenschaftlich dokumentiertes Phänomen, dass Frauen dazu neigen, ihre eigenen Kompetenzen und Leistungen in Frage zu stellen und sich im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen als geringer qualifiziert einzuschätzen (vgl. Schaufler 2000, S. 36). „If they can’t tick all the boxes they don’t apply for higher positions in the first place, whereas men might only be able to tick five out of ten and still try“ (George 2004, S. 44). Diese negative Selbstbewertung hat aber selbsteingeschränkte Karriereoptionen und mangelnde Bemühungen um Karrierefortschritte zur Folge.

Als eine Erklärung für dieses Verhalten kann im Hinblick auf das weibliche Rollenbild gelten, dass Fachkenntnisse in Gesprächen heruntergespielt werden, um dem Gegenüber auf einer partnerschaftlichen Ebene begegnen zu können, in der für Frauen übergeordnete Positionen und akademische Titel weniger Bedeutung haben. Das Problem dieser Verhaltenstendenzen liegt darin, dass Frauen dadurch in den Augen der Männer (und mancher Frauen) als führungsschwach erscheinen (vgl. Schaufler 2000, S. 36), was auch Ute Körner aus der Personalentwicklung der HypoVereinsbank bestätigt: „Bekommt eine Frau eine hervorragende Position angeboten, bittet sie um Bedenkzeit. Sie neigt dazu, ihre Leistung zu unterschätzen und äußert häufig auch ihre Unsicherheit, ob sie gut genug ist. Das irritiert den oft männlichen Vorstand der Abteilung, der von Männern schnellere Entscheidungen gewohnt ist. Er meint dann, die Frau sei nicht die Richtige, wenn sie selbst zweifelt“ (Anastassiou 2006, S. 34).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen ein und skizziert den Aufbau sowie die Zielsetzung der Arbeit.

1. Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen - Situationsanalyse: Das Kapitel bietet eine Bestandsaufnahme der aktuellen Führungssituation in Deutschland auf Basis der IAB-Führungskräftestudie.

2. Erfolgsbarrieren für Frauen in Führungspositionen: Dieses Kapitel analysiert zentrale Hindernisse, unterteilt in die Themenfelder Familie und Beruf, Geschlechtsstereotype Wahrnehmung und innerpsychische Barrieren.

2.1 Familie und Beruf: Hier werden die spezifischen Herausforderungen durch Partnerschaften und Kinderbetreuung als Karrierehemmnisse dargestellt.

2.1.1 Lebenspartner: Dieses Unterkapitel beleuchtet, wie traditionelle Rollenverteilungen in Partnerschaften den beruflichen Aufstieg von Frauen erschweren.

2.1.2 Kinder: Die Analyse konzentriert sich auf die Vereinbarkeit von Karriere und Familiengründung unter Berücksichtigung fehlender Betreuungsmöglichkeiten.

2.2 Geschlechtsstereotype Wahrnehmung: Hier wird der Einfluss von ideologischen Barrieren und gesellschaftlich tradierten Rollenbildern auf die Karrierechancen diskutiert.

2.3 Innerpsychische Barrieren: Dieser Abschnitt untersucht, wie internalisierte Stereotype und mangelndes Selbstvertrauen Frauen bei der Karriereplanung einschränken.

3. Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit: Dieses Kapitel stellt Lösungsansätze vor, darunter familienfreundliche Arbeitsmodelle, Mentoring-Programme und Bewusstseinsbildung in Unternehmen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen und unternehmenskulturellen Umdenkens.

Schlüsselwörter

Führungspositionen, Chancengleichheit, Erfolgsbarrieren, gläserne Decke, Frauenanteil, Vereinbarkeit, Familie und Beruf, Geschlechterrollen, Stereotype, Diskriminierung, Mentoring, Unternehmenskultur, Aufstiegschancen, Karriereentwicklung, Personalentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Gründe, warum Frauen in Führungspositionen in Deutschland nach wie vor eine Minderheit darstellen, und welche Barrieren ihnen dabei entgegenstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf strukturellen Hürden wie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ideologischen Barrieren durch Geschlechtsstereotype und psychologischen Faktoren wie der Selbsteinschätzung von Frauen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Erfolgsbarrieren für Frauen zu identifizieren und aufzuzeigen, durch welche Maßnahmen die Chancengleichheit in der Arbeitswelt gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung aktueller Studien (z. B. IAB-Führungskräftestudie) sowie einer Literaturrecherche zu soziologischen und ökonomischen Aspekten der Frauenforschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Situationsanalyse, eine detaillierte Betrachtung der Erfolgsbarrieren (strukturell, ideologisch, psychologisch) und eine Vorstellung konkreter Fördermaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Chancengleichheit, Führungspositionen, gläserne Decke, Geschlechtsstereotype und Vereinbarkeit.

Was besagt die „sex-role-spillover“ These?

Sie besagt, dass eine Frau in männerdominierten Umfeldern primär in ihrer „Frauenrolle“ und nicht in ihrer „Berufsrolle“ wahrgenommen wird, was ihre berufliche Autorität untergraben kann.

Warum ist das Mentoring ein wirksames Instrument?

Mentoring hilft Frauen dabei, informelle Netzwerke aufzubauen, ihre Kompetenzen durch erfahrene Führungskräfte zu stärken und Ängste vor hierarchischen Strukturen abzubauen.

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Details

Title
Frauen in Führungspositionen - eine Minderheit
Subtitle
Erfolgsbarrieren und Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit
College
University of Münster
Grade
1,0
Author
Nina Klitzke (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V92670
ISBN (eBook)
9783638062404
Language
German
Tags
Frauen Führungspositionen Minderheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Klitzke (Author), 2007, Frauen in Führungspositionen - eine Minderheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92670
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