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Case Management. Ein kurzer Überlick

Titel: Case Management. Ein kurzer Überlick

Hausarbeit , 2008 , 35 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sarah Giehring (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Fokus der Fachdiskussionen der Sozialarbeit steht wieder vermehrt die Fallarbeit mit Einzelnen und Familien. Die Leistungs- und Qualitätsanforderungen an die Fallarbeit nehmen immer höhere Ausmaße an, da sich die Lebenslagen der Menschen geändert, ihre Problemsituationen gewandelt und häufig zu komplexen mehrbelasteten Problemsituationen geworden ist. Hinzu kommt der Anstieg des Rechtsanspruches auf eine professionelle Hilfestellung.
Seit einiger Zeit richtet sich daher die Aufmerksamkeit auf das Konzept des Case Managements, das eine qualifizierte Fortschreibung der sozialen Einzelfallhilfe darstellen könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Prolog

2. Begriffsbestimmung des Case Managements

3. Historische Entwicklung des Case Managements

4. Axiologie des Case Managements

5. Theoretischer Hintergrund des Case Managements

5.1 Zentrale Funktionen des Case Managements

5.2 Systemtheorie

6. Praxiologie des Case Mangements

6.1 Handlungsfelder und Anwendungsgebiete

6.2 Überblick verschiedener Phasenmodelle

6.3 Das Phasen-Modell nach Manfred Neuffer

6.4 Schlüsselqualifikationen des Case Managers

7. Möglichkeiten und Grenzen des Case Managements in der Sozialarbeit

8. Epilog

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Anwendung des Case Managements im Kontext der Sozialen Arbeit. Das primäre Ziel ist es, das Konzept als professionelle Methode zur Bewältigung komplexer Problemlagen bei Einzelnen und Familien zu analysieren, wobei die ressourcenorientierte Unterstützung und die Koordination von Hilfesystemen im Vordergrund stehen.

  • Theoretische Grundlagen und systemtheoretische Fundierung des Case Managements
  • Strukturierung des Case-Management-Prozesses anhand verschiedener Phasenmodelle
  • Die Rolle des Case Managers als Koordinator, Anwalt und Berater
  • Herausforderungen und Möglichkeiten der Implementierung in das deutsche Sozialwesen
  • Ressourcenorientierung und Empowerment als zentrale Handlungsprinzipien

Auszug aus dem Buch

1. Prolog

Im Fokus der Fachdiskussionen der Sozialarbeit steht wieder vermehrt die Fallarbeit mit Einzelnen und Familien. Die Leistungs- und Qualitätsanforderungen an die Fallarbeit nehmen immer höhere Ausmaße an, da sich die Lebenslagen der Menschen geändert, ihre Problemsituationen gewandelt und häufig zu komplexen mehrbelasteten Problemsituationen geworden ist. Hinzu kommt der Anstieg des Rechtsanspruches auf eine professionelle Hilfestellung.

„Die Schwierigkeiten und Nöte von Menschen sind inzwischen im Alltag so sehr verwickelt, daß (!) sie kaum verschwinden, wenn ab und an Geld gegeben wird oder guter Rat oder wenn man den sozialen Belastungen mit einer Psychotherapie oder mit Medikamenten beizukommen sucht. In einer komplexen Lage ist vielleicht alles zusammen erforderlich, abgestimmt aufeinander, oder auch nur eine bessere Organisation in der Bewältigung des Alltags.“

Diese multidimensionalen Lebenssituationen des Klientels, aber auch neue handlungstheoretische Erkenntnisse des systemischen Denkmodells verlangen es, neue ganzheitliche Konzepte zu entwerfen und anzuwenden. Ebenso tragen die Reformen im Sozial- und Gesundheitswesen ihren Teil dazu bei. „Die Richtung der Neugestaltung ist in allen Versorgungsdiensten für Menschen ... die gleiche: es muß (!) rationalisiert werden, wobei auf die Gewährleistung von Qualität und auf die Begrenzung der Kosten gesehen wird.“

Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Bedürftigen die für sie geeigneten Hilfeleistungen nicht kennen oder ihnen nicht zugänglich sind. Daher ist es „In wachsendem Maße ... [erforderlich,/ die Verf.] Abstimmungen und Kooperationen zwischen den Diensten, den Leistungsträgern, den Fachkräften und denen ..., welche die Unterstützung erhalten sollen[zu treffen/ die Verf.].“

Seit einiger Zeit richtet sich daher die Aufmerksamkeit auf das Konzept des Case Managements, das eine qualifizierte Fortschreibung der sozialen Einzelfallhilfe darstellen könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Prolog: Der einleitende Abschnitt beschreibt die zunehmende Komplexität sozialer Problemlagen und die Notwendigkeit ganzheitlicher, koordinierter Hilfsangebote, was die Einführung des Case Managements in der Sozialarbeit begründet.

2. Begriffsbestimmung des Case Managements: Dieses Kapitel nähert sich dem Begriff durch eine Übersetzung sowie die Einordnung als ressourcenorientierte Weiterentwicklung der klassischen Einzelfallhilfe, die auf Netzwerkentwicklung und Empowerment fokussiert.

3. Historische Entwicklung des Case Managements: Es wird dargelegt, wie das Konzept in den USA der 70er Jahre zur Überwindung zersplitterter Hilfsangebote und als Reaktion auf die Deinstitutionalisierung entstand.

4. Axiologie des Case Managements: Das Kapitel thematisiert die wertbezogenen Grundsätze und das Menschenbild, wobei die Eigenverantwortung des Klienten und die Ressourcenaktivierung im Zentrum stehen.

5. Theoretischer Hintergrund des Case Managements: Hier werden die Funktionen des Konzepts sowie die Bedeutung der Systemtheorie als professioneller Bezugsrahmen für den Hilfeprozess analysiert.

6. Praxiologie des Case Mangements: Das Kapitel bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit Anwendungsfeldern, verschiedenen Phasenmodellen (Moxley, Neuffer) und den Schlüsselqualifikationen des Case Managers.

7. Möglichkeiten und Grenzen des Case Managements in der Sozialarbeit: Es findet eine kritische Auseinandersetzung statt, die das Potenzial zur Transparenzsteigerung gegen die Gefahr einer Instrumentalisierung für Sparmaßnahmen abwägt.

8. Epilog: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass Case Management eine unverzichtbare Methode für die Arbeit mit Multiproblemklienten ist, da sie den Fokus auf die Interaktion im Hilfenetzwerk legt.

Schlüsselwörter

Case Management, Soziale Arbeit, Einzelfallhilfe, Ressourcenorientierung, Systemtheorie, Empowerment, Koordination, Hilfeplanung, Hilfeleistungsnetzwerk, Multiproblemfamilien, Sozialraumorientierung, Fallmanagement, Klientenzentrierung, Professionalisierung, Unterstützungsmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Konzept des Case Managements als professionelle Methode innerhalb der Sozialen Arbeit, um komplexen und mehrdimensionalen Problemlagen bei Klienten durch Koordination und Netzwerkgestaltung effektiver zu begegnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören die historische Genese, die theoretische Fundierung durch die Systemtheorie, der praktische Prozessverlauf in verschiedenen Phasen, die Anforderungen an Fachkräfte sowie eine kritische Reflexion des Konzepts in der deutschen Sozialpraxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, wie Case Management dazu beitragen kann, den Hilfeprozess transparenter und effizienter zu gestalten, wobei die Stärkung der Selbstständigkeit des Klienten durch ein passgenaues Unterstützungssystem im Vordergrund steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Definitionen, wobei aktuelle Fachdiskurse und verschiedene theoretische Ansätze zum Case Management vergleichend gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung (Axiologie, Systemtheorie) und die Praxiologie, welche die verschiedenen Phasenmodelle des Case-Management-Prozesses und die spezifischen Rollenanforderungen an den Case Manager detailliert beschreibt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Case Management, Ressourcenorientierung, Systemtheorie, Empowerment, Koordination, Hilfeplanung, Fallmanagement und Sozialraumorientierung.

Was unterscheidet das Phasenmodell von Manfred Neuffer von anderen Ansätzen?

Neuffers Modell zeichnet sich durch eine spezifische sechsphasige Struktur aus, die besonders den Aspekt der Kontaktaufnahme (Intake) und die Arbeit mit einem Beratungsprotokoll zur Dokumentation individueller Veränderungen hervorhebt.

Warum ist die Rolle des Case Managers als „Reisebegleiter“ und nicht als „Reiseveranstalter“ zu verstehen?

Diese Metapher verdeutlicht, dass der Case Manager den Klienten unterstützen und befähigen soll, den eigenen Weg zur Problemlösung zu finden, anstatt dem Klienten die Kontrolle abzunehmen oder ihn von professioneller Hilfe abhängig zu machen.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Case Management. Ein kurzer Überlick
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,3
Autor
Sarah Giehring (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
35
Katalognummer
V92699
ISBN (eBook)
9783638062510
ISBN (Buch)
9783638954457
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Case Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Giehring (Autor:in), 2008, Case Management. Ein kurzer Überlick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92699
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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