Gesundheitsförderung und Prävention durch SozialpädagogenInnen / SozialarbeiterInnen


Hausarbeit, 2002
24 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Gesundheitssicherung
1.1 Gesundheit
1.2 Gesundheitsförderung
1.2.1 Ottawa- Konferenz zur Gesundheitsförderung
1.2.2 Ziele der Gesundheitsförderung
1.2.3 Finanzierung der Gesundheitsförderung

2. Gesundheitsverständnis
2.1 Vorsorgeuntersuchungen
2.1.1 Finanzierung der Vorsorgeuntersuchungen

3. Die Verbindung zur sozialen Arbeit und Gesundheitsförderung
3.1 Soziale Arbeit
3.2 Gesundheitliche Prävention
3.2.1 Berufliche Legitimation für SozialpädagogenInnen und SozialarbeiterInnen
3.2.2 Prävention in der sozialen Arbeit

Schluss

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Gesundheitssicherung und ihre Ebenen

Abb.2: Manala- Modell der Gesundheit

Abb.3: Alkoholkonsum der Schuljahrgänge 7,8 und 9

Einleitung

Die Arbeitsbereiche von SozialarbeiterInnen und SozialpädagogenInnen sind sehr vielfältig. Die Aufgaben und Ziele der sozialen Arbeit sind ständig in Veränderung und entwickeln sich immer weiter, da sie den Ansprüchen der sich wandelnden Gesellschaft gerecht werden muss. Ein Bereich in dem es immer mehr Veränderungen und neue Aufgabendefinitionen gibt, ist die Gesundheitsförderung.

Die soziale Arbeit hat in der Gesundheitsförderung eine besondere Bedeutung und Aufgabe.

Meine wissenschaftliche Arbeit befasst sich deshalb mit dem Thema der Gesundheitsförderung in der sozialen Arbeit auseinandersetzen und deren Präventionsarbeit.

Diese wissenschaftliche Arbeit ist in drei Bereiche eingeteilt.

Zum einen soll die Gesundheitsförderung erläutert und die Definition der Weltgesundheitsorganisation vorgestellt werden.

Der zweite Teil befasst sich mit einem kurzen Überblick über das Gesundheitsverständnis der Menschen und die damit verbundene Rolle der Vorsorgeuntersuchungen, sowie ihre Finanzierung.

Im letztem Abschnitt soll die Verbindung zwischen Gesundheitsförderung und sozialer Arbeit deutlich gemacht werden.

1. Gesundheitssicherung

Gesundheitssicherung bezeichnet alle Maßnahmen die Gesundheit fördern, sie erhalten oder sie wiederherstellen. Es findet hier eine Unterteilung in verschiedene Bereiche statt. (siehe Abb.1) Der erste Bereich ist die Gesundheitsbildung und die Gesundheitsförderung, der sich mit einer gesunden Lebensführung durch richtige Ernährung usw. beschäftigt. Der zweite Abschnitt umfasst die Gesundheitsvorsorge. Hier stehen die Schutzimpfungen und Vorsorgeuntersuchungen im Vordergrund. Im nächsten Bereich wird die Krankenbehandlung angesprochen, wie zum Beispiel die ärztliche Betreuung und die Versorgung mit Arzneimitteln oder Heilmitteln. Im letztem Bereich, Rehabilitation, geht es um die sozialen und ergänzenden Maßnahmen in den Vorsorgeeinrichtungen und Rehabilitationseinrichtungen.

Abbildung 1: Gesundheitssicherung und ihre Ebenen[1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Außerdem gibt es noch zwei weitere kleine Ebenen der Gesundheitssicherung.

Die eine Ebene ist die Pflege, dabei geht es z.B. um die Sozialstationen oder die Behandlungspflege im Heim. Die andere Ebene ist Sterben, wo es um die Sterbebegleitung geht.

1.1 Gesundheit

In der Literatur eine Definition von Gesundheit zufinden ist schwer, da es eine einzige exakte Definition nicht gibt. Gesundheit wird in drei Definitionsbereichen abgegrenzt. Der erste Bereich spricht die Gesundheit als Abgrenzungskonzept an. Damit ist die medizinische Deutung und Diagnostik von Krankheit gemeint.

Im zweiten Teil geht es um die Funktionsaussage von Gesundheit, dabei handelt es sich um die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit in körperlicher und sozialer Hinsicht.

Zum Schluss wird Gesundheit als politische Wertaussage beschrieben. Sie stellt die Beschreibung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1948 vor.

Die WHO definiert Gesundheit, wie folgt: „Gesundheit ist der Zustand des vollkommen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“[2]

Obwohl es auch Kritiker dieser Definition gibt, ist sie die wesentliche konzeptionelle Grundlage für die Theorie und Praxis der Gesundheitsförderung.

Oft wird unter Gesundheit auch die Abwesenheit von Krankheit verstanden. Diese Aussage ist falsch, da Gesundheit nicht das Gegenteil von Krankheit ist. Tatsache ist, dass eine gesunde Person sich krank fühlen kann und eine kranke Person sich gesund fühlen kann. Es kommt bei der Gesundheit auf die subjektive Befindlichkeit an. Die Gesundheit wird nicht nur vom Befinden einer Person beeinflusst, sondern auch von der Einstellung gesellschaftlicher Gruppen.

Ein Zitat aus dem Gesundheitsbericht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung lautet wie folgt:

„Gesundheit ist ein soziales Gut und jeder einzelne hat ein Recht, diese zu erreichen und zu schützen.“[3] Damit sich jeder dieses Recht wahren kann, müssen dafür Voraussetzungen von der Gesundheitspolitik geschaffen werden. In verschiedenen Modellen werden Versuche gemacht, die unterschiedlichen Gesundheitsperspektiven miteinander zu verbinden.

Der Kanadier Hancock hat ein ökologisches Mandala- Modell der Gesundheit entwickelt.

Er versucht zu verdeutlichen, welche Faktoren Einfluss auf die Gesundheit nehmen. (siehe Abb.2)

Dazu teilt er das Modell in vier interagierende Ebenen, die miteinander verknüpft sind.

Die erste Ebene ist das Persönliche Verhalten. Hierzu zählen zum Beispiel die Ernährung, der Alkohol- und Nikotinkonsum und das allgemeine Risikoverhalten einer Person.

Die zweite Ebene ist die psychosoziale Umwelt. Sie schließt das soziale Risiko-, und Unterstützungssystem und die Arbeit ein. In der dritten Ebene handelt es sich um die Humanbiologie, in der die genetischen Veranlagungen, die Möglichkeiten für Impfungen und die Qualität des Krankheitsversorgungssystems dargestellt sind.

Die letzte Ebene ist die Physikalische Umwelt. Damit sind die Wohnungs-, Arbeits- und Umweltbedingungen gemeint.[4] Diese Faktoren und Bereiche wirken auf die Gesundheit eines Menschen.

Abbildung 2: Mandala- Modell der Gesundheit [5]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Gesundheitsförderung

Die ersten Konzepte und Zieldefinitionen der Gesundheitsförderung sind in den 80er Jahren entstanden. Zu einer inhaltlichen Zusammenfassung kam es erstmals 1986 in Ottawa. Dort fand die erste Internationale Konferenz zur Gesundheitsförderung statt und es entstand die „Ottawa- Charta zur Gesundheitsförderung“.

Die WHO hat im Rahmen des Projektes „Gesundheit für alle 2000“,diese mitentwickelt und durchgeführt. Später wurden, diese im Rahmen der Überleitung aller globalen und interregionalen Projekte vom WHO- Hauptbüro in Genf übernommen.[6]

Mit der Gesundheitsförderung sind alle Aktivitäten gemeint, die Gesundheit stärken. Dabei richtet sie sich nicht an bestimmte Risikogruppen, sondern an jeden einzelnen Menschen.

Die Gesundheitsförderung möchte jeden einzelnen motivieren ein gesundes Leben zu führen. Die WHO hat immer wieder im Laufe der Zeit bei den Konferenzen zur Gesundheitsförderung an dem Begriff, der Definition und den Aufgaben gearbeitet.

Bei der Konferenz 1988 in Adelaide wurde hinzugefügt, dass der Staat den Prozess der Gesundheitsförderung anzuleiten hat und eine besondere Fürsorge für sozial benachteiligten Menschen stattfinden soll.

1991 in Sandsvall beschloss die Konferenz, dass die Aufgabe der Gesundheitsförderung auch die Umwelt und nachhaltige Entwicklungen zu berücksichtigen hat.

Auf der Konferenz 1997 in Djakarta wurde vermittelt, dass sie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, an der sich alle Akteure, auch die Wirtschaft, Kirchen und Verbände beteiligen solten.

Die Gesundheitsförderung befindet sich in einer stetigen Weiterentwicklung. Sie wird dabei immer im Konflikt mit politischen, wissenschaftlichen und praktischen Interessen sein.

Deshalb werden sich auch immer wieder neue Ansätze, Definitionen, Aufgaben und Ziele auf den Konferenzen zur Gesundheitsförderung finden lassen.

[...]


[1] Quelle: vgl. Schell, 1995, S. 100

[2] Schell 1995,S.86

[3] BzgA 1996,S.25

[4] vgl. BzgA 1996, S. 26

[5] Quelle: vgl. BzgA 1996, S. 27

[6] vgl. BzgA 1996,S.39

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Gesundheitsförderung und Prävention durch SozialpädagogenInnen / SozialarbeiterInnen
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Sozialpädagogik)
Veranstaltung
Gesundheitsförderung in der sozialen Arbeit
Note
1,5
Autor
Jahr
2002
Seiten
24
Katalognummer
V9271
ISBN (eBook)
9783638160131
ISBN (Buch)
9783638640923
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheitsförderung, Prävention, SozialpädagogenInnen, SozialarbeiterInnen, Arbeit
Arbeit zitieren
Diplom Sozialpädagoge Maik Peyko (Autor), 2002, Gesundheitsförderung und Prävention durch SozialpädagogenInnen / SozialarbeiterInnen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9271

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