Die Arbeitsbereiche von SozialarbeiterInnen und SozialpädagogenInnen sind sehr vielfältig. Die Aufgaben und Ziele der sozialen Arbeit sind ständig in Veränderung und entwickeln sich immer weiter, da sie den Ansprüchen der sich wandelnden Gesellschaft gerecht werden muss. Ein Bereich in dem es immer mehr Veränderungen und neue Aufgabendefinitionen gibt, ist die Gesundheitsförderung. Die soziale Arbeit hat in der Gesundheitsförderung eine besondere Bedeutung und Aufgabe. Meine wissenschaftliche Arbeit befasst sich deshalb mit dem Thema der Gesundheitsförderung in der sozialen Arbeit und deren Präventionsarbeit. Diese wissenschaftliche Arbeit ist in drei Bereiche eingeteilt. Zum einen soll die Gesundheitsförderung erläutert und die Definition der Weltgesundheitsorganisation vorgestellt werden.
Der zweite Teil befasst sich mit einem kurzen Überblick über das Gesundheitsverständnis der Menschen und die damit verbundene Rolle der Vorsorgeuntersuchungen, sowie ihre Finanzierung. Im letztem Abschnitt soll die Verbindung zwischen Gesundheitsförderung und sozialer Arbeit deutlich gemacht werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Gesundheitssicherung
1.1 Gesundheit
1.2 Gesundheitsförderung
1.2.1 Ottawa- Konferenz zur Gesundheitsförderung
1.2.2 Ziele der Gesundheitsförderung
1.2.3 Finanzierung der Gesundheitsförderung
2. Gesundheitsverständnis
2.1 Vorsorgeuntersuchungen
2.1.1 Finanzierung der Vorsorgeuntersuchungen
3. Die Verbindung zur sozialen Arbeit und Gesundheitsförderung
3.1 Soziale Arbeit
3.2 Gesundheitliche Prävention
3.2.1 Berufliche Legitimation für SozialpädagogenInnen und SozialarbeiterInnen
3.2.2 Prävention in der sozialen Arbeit
Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Gesundheitsförderung und Prävention im Kontext der Sozialen Arbeit. Das primäre Ziel ist es, die wissenschaftliche Legitimation sowie die praktischen Möglichkeiten für Sozialpädagogen und Sozialarbeiter aufzuzeigen, aktiv an der Gesundheitsförderung mitzuwirken, um sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen besser zu erreichen.
- Grundlagen der Gesundheitssicherung und Gesundheitsförderung
- Analyse des aktuellen Gesundheitsverständnisses und relevanter Einflussfaktoren
- Finanzierungsmechanismen von Gesundheitsvorsorge und Prävention
- Schnittstellen und Potenziale der Sozialen Arbeit im Gesundheitssystem
Auszug aus dem Buch
1.2.1 Ottawa- Konferenz zur Gesundheitsförderung
Auf der ersten Internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung 1986 in Ottawa wurden die wichtigsten Prinzipien, Vorgehensweisen und Handlungsbereiche in der „Ottawa- Charta zur Gesundheitsförderung“ zusammengefasst.
Bei den Teilnehmenden handelte es sich um Vertreter aus 35 verschiedenen Ländern, hauptsächlich aus Industrieländer. Die „Ottawa- Charta zur Gesundheitsförderung“ wird mit der Zeit immer mehr von den Regierungen, Organisationen der Gesundheitsförderung als Grundlage und Leitdokument akzeptiert.
Außerdem wurde sie für die Bereiche der Gesundheitsförderung, -erziehung, -bildung und den Gesundheitswissenschaften anerkannt. Die Inhalte der Ottawa- Charta teilen sich in drei grundlegende Handlungsstrategien und in fünf Handlungsfeldern auf.
Die erste Handlungsstrategie ist die Anwaltschaft für Gesundheit. Hier sollen die Interessen zwischen politischen, sozialen, kulturellen und biologischen Umwelt- und Verhaltensfaktoren vertreten werden, um die Gesundheit positiv zu beeinflussen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Umreißt die Vielfalt der Arbeitsfelder in der Sozialen Arbeit und stellt die Bedeutung der Gesundheitsförderung als neue Aufgabe dar.
1. Gesundheitssicherung: Definiert Gesundheit und Gesundheitsförderung, beleuchtet die historische Entwicklung durch die Ottawa-Charta und erörtert Finanzierungsmöglichkeiten.
2. Gesundheitsverständnis: Analysiert den Gesundheitszustand in verschiedenen sozialen Schichten sowie spezifische Risikofaktoren wie Alkoholkonsum bei Jugendlichen.
3. Die Verbindung zur sozialen Arbeit und Gesundheitsförderung: Arbeitet die Relevanz der Sozialen Arbeit für Präventionsmaßnahmen heraus und begründet die berufliche Legitimation der Fachkräfte.
Schluss: Plädiert für eine engere Verzahnung von Gesundheits- und Sozialwesen in Ausbildung und Praxis.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Prävention, Soziale Arbeit, Ottawa-Charta, Gesundheitssicherung, Gesundheitsvorsorge, Sozialepidemiologie, Vorsorgeuntersuchungen, Krankenkassen, Gesundheitserziehung, Gesundheitsaufklärung, Lebenswelt, Gesundheitsverständnis, Finanzierung, Zielgruppen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet die Rolle und die Möglichkeiten von Sozialpädagogen und Sozialarbeitern bei der aktiven Gestaltung von Gesundheitsförderung und Prävention.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Gesundheit, die Bedeutung der Ottawa-Charta, die Rolle der Gesundheitsvorsorge sowie die Verknüpfung von sozialen Lebenslagen und Gesundheit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Potenziale der Sozialen Arbeit im Gesundheitsbereich aufzuzeigen und die Notwendigkeit zu betonen, dass Sozialarbeiter eine aktivere Rolle bei der Gesundheitsförderung einnehmen sollten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, die sich auf Literaturrecherchen, Gesundheitsberichte und gesetzliche Grundlagen stützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Gesundheitssicherung, eine Analyse des Gesundheitsverständnisses und der Vorsorge sowie die spezifische Verbindung zur Sozialen Arbeit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Gesundheitsförderung, Prävention, Ottawa-Charta, Gesundheitsvorsorge und das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit.
Wie unterscheidet sich die tertiäre Prävention von der primären Prävention?
Die primäre Prävention setzt vor Entstehung von Krankheiten an, während sich die tertiäre Prävention an bereits erkrankte Personen richtet, um eine Verschlechterung zu verhindern und eine Rehabilitation zu unterstützen.
Warum spielt das Budget bei der Umsetzung von Prävention eine Rolle?
Die Arbeit verdeutlicht, dass gesunde Lebensstile und die Teilnahme an Sportvereinen oft mit finanziellen Kosten verbunden sind, was den Zugang für sozial benachteiligte Gruppen erschwert.
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- Diplom Sozialpädagoge Maik Peyko (Author), 2002, Gesundheitsförderung und Prävention durch SozialpädagogenInnen / SozialarbeiterInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9271