Intensives Sporttreiben im Jugendalter. Einfluss auf die mentale Rotationsfähigkeit, Angst und Self-Compassion

Eine Studie


Bachelorarbeit, 2016

69 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

Zusammenfassung

1. Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund und Stand der Forschung
2.1 Bewegung und Motorik
2.1.1 Abgrenzung und Definition Motorik
2.1.2. Physische Auswirkungen
2.2 Wirkungsweisen der Motorik auf die Psyche
2.2.1. Sport und Angst
2.2.2 Sport und Self-Compassion
2.3. Motorik und Kognition
2.3.1 Begriffseingrenzung
2.3.2 Auswirkungen von Sport auf die Kognition
2.3.3 Motorik und mentale Rotation
2.3.3.1. Paradigma und Prozessschritt der mentalen Rotation
2.3.3.2 Einfluss von Sport auf die mentale Rotationsleistung

3. Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes und Forschungsdesiderate

4. Eigene empirische Untersuchung
4.1 Fragestellung und Hypothesen
4.2 Methode
4.2.1 Stichprobe
4.2.2 Testauswahl und Fragebögen
4.2.3 Versuchsdurchführung
4.3. Ergebnisse

5. Diskussion
5.1 Theoriezusammenhang und Stand der Forschung
5.2 Methodisches Vorgehen
5.3 Wissenschaftlicher Ausblick

6 Literaturverzeichnis

7. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Anhang

Danksagung

Zusammenfassung

Ziel vorliegender Arbeit ist es, die Ergebnisse einer Untersuchung zum Einfluss ver­stärkten sportlichen Trainings auf die mentale Rotationsfähigkeit, die Angst und die Self-Compassion in der Adoleszenz darzustellen.

Die positiven Auswirkungen körperlicher Aktivität auf den Organismus und seine physischen Systeme sind weitgehend erforscht und anerkannt (Moser, 2010). Obwohl der Einfluss von Sport auf die kognitiven Fähigkeiten und psychischen Aspekte in der jüngeren Vergangenheit zunehmend in den Fokus gerückt ist, gestaltet sich der aktuelle Forschungsstand diesbezüglich weitaus weniger umfangreich.

Aus dem Feld der räumlichen Fähigkeiten als Teildisziplin der Kognition wurde die mentale Rotationsfähigkeit untersucht, die nachgewiesenermaßen in positivem Zu­sammenhang mit der Ausprägung motorischer Fähigkeiten steht (Pietsch, 2012). Im Vorfeld der im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Studie wurde deshalb ange­nommen, intensives Sporttreiben habe einen positiven Einfluss auf die Fähigkeit mental zu rotieren. Hierbei sollten die speziellen sportmotorischen Fähigkeiten keiner differenzierten Betrachtung unterzogen werden. Der Fokus lag auf gängigen Sportar­ten. Diese Annahme konnte in der Folge durch signifikante Vorteile der sportlich sehr aktiven Experimentalgruppe gegenüber der weit weniger aktiven Kontrollgruppe be­stätigt werden. Mit Hilfe einer Regressionsanalyse konnte anschließend ein modera­ter Einfluss der wöchentlich absolvierten Sportstunden auf die mentale Rotationsfä­higkeit nachgewiesen werden. Die in der Vergangenheit für erwachsene Versuchs­personen dokumentierten, globalen Vorteile männlicher Probanden (Amponsah, 2000) konnten hingegen nicht bestätigt werden.

Als psychologische Phänomene wurden die Angst und das relativ neu erforschte Feld der Self-Compassion untersucht. Durch entsprechende Instrumente wurde auch hier der Effekt verstärkten Sporttreibens in der Adoleszenz überprüft. Trotz ausbleiben­der Signifikanz bei der Auswertung der vorliegenden Untersuchung, konnten die anhand zahlreicher Studien beobachteten Tendenzen bezüglich des Einflusses von Sport und des Geschlechts ebenfalls beobachtet werden. Repräsentative Testungen zu den Kausalzusammenhängen stehen weiterhin aus.

1. Einleitung

Getreu dem Motto „Beweg dich schlau“ gilt bereits seit einigen Jahren die Annahme, Bewegung wirke sich positiv auf die Kognition aus. Diesen Ansatz verfolgen unter anderem auch bekannte Sportler wie beispielsweise Skirennfahrer Felix Neureuther (Neureuther, 2014). Und auch die wissenschaftliche Forschung bestätigt, dass senso­motorische Interaktion mit der Umwelt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung hö­herer kognitiver Fähigkeiten spielt (Wheeler & Clark, 2008). Die Verbindung von Sport und Kognition - angewandt z.B. auch bei den Hockeynationalmannschaften - hielt in Form des Life Kinetik® Trainings schon vor einigen Jahren in den Profisport­bereich (Lutz, 2015). Im Bereich der räumlichen Fähigkeiten stellt die mentale Rotati­onsfähigkeit mit über 2000 Studienauflistungen bei PubMed aufgrund ihrer verhält­nismäßig leichten Isolierbarkeit von anderen die am besten erforschte Fähigkeit dar. Dem oben genannten Motto folgend rückt auch hier der Zusammenhang mit körper­licher Bewegung zusehends in den Fokus. Dies beinhaltet zum einen die linearen Zu­sammenhänge als auch die Kausalitäten.

Die Angst stellt eines der grundlegenden Merkmale des Menschen dar, was durch die sehr große Anzahl der Studien in diesem Bereich (PubMed: über 200 000 Treffer) un­terstrichen wird. Den Zusammenhang von Sport und Angst betreffen davon jedoch nur einen Bruchteil der Studien. Solche Untersuchungen, die schlussendlich repräsen­tative Ergebnisse präsentieren, sind von noch geringerer Zahl.

Zum relativ neuen Konstrukt der Self-Compassion existieren mit rund 300 gelisteten Studien auf PubMed nur wenige Untersuchungen. Die Self-Compassion bietet, wie auch andere Maßnahmen zur Steigerung der allgemeinen Lebensqualität, bei einer Steigerung jedoch die Chance, typische moderne Erschöpfungserscheinungen zu be­kämpfen, was angesichts der Tatsache, dass sich die Zahl der Burnout-bedingt entfal­lenen Arbeitstage in den Jahren 2004 - 2014 auf mehr als das Zehnfache erhöhte (Sta­tista, 2016), zweifellos von Bedeutung ist.

Vorliegende Arbeit präsentiert die Ergebnisse einer Untersuchung, welche die ge­nannten Bereiche der mentalen Rotation, Angst und Self-Compassion behandelte und hat zum Ziel, Beitrag zu Theoriebildung zu liefern, insbesondere durch Eingrenzung auf den spezifischen Altersbereich der Adoleszenz.

2. Theoretische Grundlagen und Stand der Forschung

Bereits Pestalozzi (1963) sah in Bewegung nicht nur die Möglichkeit, den Körper zu formen, sondern auch das Herz und den Geist. Die vielfältigen Wirkungen von Sport, Bewegung und Motorik auf den menschlichen Organismus, welche weit über das hinausgehen, was allgemein bekannt ist, sollen im Folgenden dargestellt werden. Diesen Ausführungen über die Zusammenhänge gehen allgemeine theoretische Grundlagen voraus.

2.1 Bewegung und Motorik

Der erste Teil dieses Kapitels verdeutlicht die wichtigen Unterschiede zwischen „Be­wegung“ und „Motorik“. Zudem soll die motorische Entwicklung im Lebensverlauf übersichtlich dargestellt werden, um ausreichendes Grundverständnis für die weite­ren Ausführungen gewährleisten zu können.

2.1.1 Abgrenzung und Definition Motorik

Motorik entspringt dem lateinischen Begriff „Motor“ und bedeutet übersetzt Bewe­gung (Menge, 1950, S. 485). Trotz der oftmaligen Gleichsetzung von Bewegung und Motorik ist eine Unterscheidung der beiden Begriffe Voraussetzung für das weitere Verständnis und in der Forschung durchweg gängig. So ist „mechanische betrachtet Bewegung die Ortsveränderung von Masse“ (Olivier, Rockmann & Krause, 2003, S. 17), während Motorik „alle an der Steuerung und Kontrolle von Handlungen und Bewegungen beteiligten Prozesse und damit auch die emotionalen, motivationalen, sensorischen und kognitiven“ (Singer & Bös, 1994, S. 17) beschreibt und somit auf den ersten Blick eine erhöhte Komplexität aufweist. Der heute unübliche Begriff der „Sen- somotorik“ verdeutlichte, dass Motorik im Gegensatz zur Bewegung deutlich mehr darstellt als die bloße, durch Muskelkraft ausgelöste Bewegung des Körpers oder Körperteile, nämlich die schon graphemisch herausgestellte Untrennbarkeit von Mo­torik und Sensorik (Olivier et al., 2003). Während am Beispiel eines Wurfes die Bewe­gung lediglich die reine Streckung des Armes zur Beschleunigung eines Balles dar­stellt, beschreibt Motorik zusätzlich die Wahrnehmung des Ziels, der eigenen Positi­on und die verschiedenen Phasen der Wurfbewegung (Olivier et al., 2003). Innerhalb der Motorik etablierte sich zudem eine Unterscheidung in Alltags- und Sportmotorik. Sportmotorik beinhaltet in diesem Zusammenhang „alle organismischen Teilsysteme und Teilprozesse, die die sportliche Bewegung des Menschen auslösen und kontrol­lieren" (Olivier et al., 2003) und Bewegungen, die „als Körperübungen zur Bildung und Erziehung des ganzen Menschen dienen, zur Erhaltung der Gesundheit und zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Sport und in der Arbeit" (Meinel & Schnabel, 2015, S. 19). Häufig umfasst die Sportmotorik sogenannte Totalbewegungen. Also Handlungen, an denen der komplette Mensch als System beteiligt ist (Meinel & Schnabel, 2015).

So bleibt festzuhalten: „Motorik ist nicht nur die Ausführungsregulation einer Hand­lung; sie ist vielmehr Integration in die Dialektik von Information und Verhalten, von Bewusstsein und Tätigkeit, von Erleben und Handeln." (Janssen, 1985, S. 29.) Motorische Fähigkeiten bei Heranwachsenden rücken angesichts einer zunehmend automatisierten und digitalisierten Welt vermehrt in den Fokus. Grundvorgang des motorischen Könnens ist der motorische Lernvorgang, welcher sich im Laufe des Le­bens eines Menschen in unterschiedlichen Ausprägungen präsentiert (Meinel & Schnabel, 2015). Diese Ontogenese wird in folgender Tabelle 1 kurz dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Die motorische Entwicklung (geändert nach Meinel & Schnabel, 2015).

2.1.2 Physische Auswirkungen

Die Forschung der letzten Jahrzehnte bestätigt „schon seit langem die präventiven, therapeutischen und rehabilitativen Auswirkungen körperlicher Aktivität“ (Moser, 2010, S. 16). Die Empfehlung des American College of Sports Medicine (ACSM) an Erwachsene lautet deshalb, den Körper an den meisten Tagen der Woche moderaten sportlichen Belastungen auszusetzen (Pate et al. 1995). Auch ist weitgehend bekannt, inwiefern sich Sport und Bewegung speziell auf den aktiven und passiven Bewe­gungsapparat und das Herz-Kreislauf-System auswirken. Da der Bewegungsapparat nicht nur im Hochleistungssport Druckbelastungen von mehreren hundert Kilo­gramm ausgesetzt ist, scheinen langfristige Anpassungen des Organismus folgerich­tig (Findeisen, 1994).

Morphologische Veränderungen lassen sich vor allem in der Muskulatur verhältnis- mäßig schnell beobachten. Ursächlich dafür ist das Streben des Körpers, sich der stei­genden Belastung anzupassen. Vor allem im Jugendalter reagieren die sogenannten Intermediärfasern besonders sensibel auf Belastungen und lassen sich bei entspre­chendem Training im Alter zwischen 12 und 14 Jahren in Slow-Twitch- oder Fast- Twitch-Fasern umwandeln (Weineck, 2009). Auch außerhalb dieser Altersphase be­einflusst sportliches Training das neuromuskuläre System. Bereits nach 8 Wochen Training mit einer Reizintensität von ca. 40 - 60 % (Untrainiert) bzw. 60 - 80 % (Trai­niert) kommt es zu einer Zunahme des Muskelquerschnitts. Die Ursache hierfür liegt in der Verdickung einzelner Muskelfasern, der Myofibrillendurchmesserzunahme und deren Vermehrung (Weineck, 2009). Ausgehend von der Muskulatur, weiterfüh­rend über die Sehnen sind morphologische Veränderungen schließlich auch im Stütz­apparat zu beobachten. Durch Verdickung der primär belasteten Sehnen kommt es auch zu einer Knorpelverdickung sowie Höckerbildung am Übergang zur knöcher­nen Substanz. Knochenstrukturen sind im Vergleich „ein sich nur mit niedrigen Stoffwechselraten langsam an Belastung anpassendes Gewebe" (Weineck, 2009, S. 1). Über einen längeren Zeitraum betrachtet, ist eine Verdickung des Durchmessers der langen Röhrenknochen (z.B. Femur, Humerus, Tibia und Radius) festzustellen (Wei­neck, 2009). Auch die Balkenstrukturen im Inneren des Knochens entwickeln sich entsprechend der auf sie wirkenden Druck- oder Zugbelastung. Selbst bei einmaliger Belastung sind geringfügige Gelenkknorpelverdickungen zu erkennen, welche sich unter Ruhe jedoch zeitnah zurückbilden (Weineck, 2009).

Noch bevor der menschliche Organismus beginnt, morphologische Anpassungen vorzunehmen, werden die Funktionen des Kreislaufsystems optimiert: Die Herzfre­quenz in Ruhe senkt sich, eine vermehrte Kapillarisierung findet statt und es kommt zu Kollateralbildung im Bereich der Skelett- und Herzmuskulatur (Israel, 1978). Be­sonders im Bereich der Lunge führt dies zu einer deutlich erhöhten maximalen Sau­erstoffaufnahmekapazität (DeMarees, 2003). Zusätzlich wirkt sich kontinuierliches dynamisches Ausdauertraining mittlerer Intensität negativ auf Hypertonie aus (Bringmann, 1982).

Die zahlreichen weiteren Effekte sportlicher Betätigung auf den menschlichen Körper könnten aufgrund der großen Anzahl an Untersuchungen noch näher beleuchtet werden, worauf im Sinne der Übersichtlichkeit dieser Arbeit jedoch verzichtet wird.

2.2 Wirkungsweisen der Motorik auf die Psyche

Den psychischen Auswirkungen sportlicher Betätigung wurde in der Vergangenheit im Vergleich zu den Folgen für die physische Gesundheit zunächst nur wenig Beach­tung beigemessen (Moser, 2010). Dies änderte sich in den letzten Jahren zusehends. Untersuchungen bezüglich sportlicher Aktivität und seelischen Wohlbefindens legen zwar eine mögliche Einflussnahme nahe (Scully, Kremer, Meade, Graham & Dudge­on, 1998), im Hinblick auf die kausalen Zusammenhänge herrscht jedoch weiterhin Unklarheit. Allgemein gilt die Annahme, Sport wirke sich grundsätzlich positiv auf die psychische Verfassung der Sporttreibenden aus. Diese Behauptung untersuchte Fuchs (1997), indem er insgesamt 911 Versuchspersonen Ich-Aussagen zu Vor- und Nachteilen regelmäßiger sportlicher Betätigung präsentierte und darum bat, diese einzuordnen. In der Auswertung dominierte vorwiegend die Meinung, Sport fördere allgemein die Gesundheit, wobei keine Unterschiede zwischen den Kategorien „kör­perliche Unversehrtheit“ und „seelisches Wohlbefinden“ zu erkennen waren (Fuchs, 1997). Doch wirkt sich Sport tatsächlich auf die Psyche und das emotionale Empfin­den aus? Ein Review von Ekkekakis, Parfitt und Petruzzello (2011) zeigt, dass wäh­rend einer sportlichen Betätigung bis zur aeroben Schwelle durchaus gehobene Stimmung herrscht. Wird die Aktivität über diese Schwelle hinaus fortgesetzt, rutscht die Stimmungsveränderung während der Ausführung ins Negative ab. Schon wenige Minuten nach Beendigung der Belastung schlägt diese negative Stimmung jedoch be­reits wieder in positive Emotionen um. Diese äußern sich meist in Freude über die Bewältigung der Bewegungsaufgabe (Fuchs, 1997). Nach Abschluss der jeweiligen Aktivität führt eine sportliche Betätigung jeder Intensität demnach zu einer positiven Veränderung der Stimmung. Auch andere kurzzeitig auftretende Befindlichkeiten wurden im Zusammenhang mit Sport bereits erforscht. Bei 8 untersuchten Befind­lichkeitsskalen (Aktiviertheit, Ruhe, gehobene Stimmung, Erregtheit, Ärger, Depri­miertheit, Energielosigkeit und Besinnlichkeit) konnte eine positive Veränderung beim Sporttreiben dokumentiert werden (Abele-Brehm & Brehm, 1985). Hierbei wa­ren die größten Veränderungen bei Deprimiertheit und Ärger zu beobachten, also negativen Empfindungen, welche durch die körperliche Aktivität deutlich reduziert wurden (Abele-Brehm & Brehm, 1985). Auch bei emotionalen Störungen wurde Sport als alleinige Therapiemaßnahme oder in Kombination mit anderen Interventionen genutzt. Mittels dieses Vorgehens konnten ähnliche Ergebnisse wie durch ausschließ­lich medikamentöse Therapie erzielt werden (Sarubin, 2013). Viele dieser Störungen, wie z.B. Depressionen, verfügen über eine fast unüberschaubare Bandbreite und es existieren bislang nur wenige aussagekräftige Studien. Daher gestaltet es sich nach wie vor problematisch, allgemeingültige Aussagen darüber zu treffen, ob Sport „be­züglich der Behandlung psychischer Störungen" (Jansen & Richter, 2016, S. 237) als eine effektive Intervention angesehen werden kann.

Ein in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus gerückter Aspekt der Verknüpfung von Psyche und Körper stellt das Embodiment dar. Es beschreibt inwiefern sich das Körpergeschehen, z.B. die Mundwinkelhaltung oder Körperaufrichtung, auf das psy­chische Erleben (oder in vertauschter Kausalität) auswirkt (Storch, 2011). Riskind und Gotay (1982) führten hierzu einen Doppelblindversuch in zwei Gruppen durch. Wäh­rend Gruppe 1 gebeten wurde, im Dienste der Wissenschaft 8 Minuten in gekrümm­ter Körperhaltung zu verbringen, verbrachte Gruppe 2 diese Zeit in aufrechter Hal­tung. Im Anschluss wurde beiden Gruppen in einem zweiten Raum eine unlösbare geometrische Aufgabe präsentiert und das Durchhaltevermögen aller Probanden ge­messen. Tatsächlich hielten die Versuchspersonen der aufrecht wartenden Gruppe 63% länger durch als die Vergleichsgruppe. Offensichtlich hatte sich die aufrechte, allgemein mit Selbstbewusstsein und Zuversicht assoziierte Körperhaltung auch auf die Psyche übertragen und die Personen selbst in einer aussichtlosen Lage länger durchhalten lassen (Riskind & Gotay, 1982).

Während die Akutauswirkungen sportlicher Betätigung und der Körperhaltung auf Befindlichkeiten demnach weitestgehend belegt werden konnten, bleibt offen, ob sich Sport auch auf relativ stabile Charaktereigenschaften auswirken kann. Die in dieser Arbeit untersuchten Phänomene der Angst und der Self-Compassion werden im Fol­genden kurz theoretisch beschrieben.

2.2.1 Sport und Angst

Das psychologische Merkmal der Angst gehört zur emotionalen Grundausstattung jedes Menschen und ist im Rahmen des Selbsterhaltungstriebes unverzichtbar (Tölle & Windgassen, 2009). Aufgrund ihrer ganzen Bandbreite und Komplexität ist die Angst jedoch nur schwer zu überblicken.

Der Begriff der Angst entspringt der lateinischen Bezeichnung „angor /angustia" (= Beklemmung, Enge) (Menge, 1950, S. 34) und steht somit für das offensichtliche Merkmal der Beklemmung durch Angst. Begrifflich trennen lassen sich die objektbe­zogene Furcht (lat. „timor"), sowie die objektunbezogene Angst (lat. „angor") (Izard, 1972). Angst äußerst sich in einer Vielzahl von Erscheinungsformen. Das Spektrum hierbei reicht von Extremen wie Psychosen, Phobien und Paniken über Zwänge und Furchtformen (z.B. Versagensfurcht) bis zu alltäglichen Unsicherheiten (Krohne, 2010).

Obwohl Angst nach Meinung einiger (z.B. Schachter, 1966; Birbaumer & Schmidt, 2001) organisch-physiologisch nicht zweifelsfrei von anderen menschlichen Emotio­nen wie z.B. Freude abgegrenzt werden kann, werden ihr in der Literatur spezifische körperliche Symptome zugewiesen, welche meist in drei Gruppen unterteilt werden (Baumann, 2015). Zu den sogenannten organischen Symptomen zählen die typischen körperlichen Reaktionen wie Pupillenerweiterung, vermehrte Schweißproduktion und beschleunigter Herzschlag. Zusätzlich treten oftmals Verhaltensmerkmale wie Aggressivität, Übereifer und Angeberei auf. Von besonderer Bedeutung für die Sportwissenschaften sind zudem die motorischen Symptome. Gehemmte, linkische und unkoordinierte Bewegungen führen zu Verkrampfungen, einer Störung des Be­wegungsflusses und Rhythmus (Baumann, 2015). Auch neurophysiologisch treten „anhaltende sensomotorische und vegetativ-hormonelle Aktivierungen in vielen neu- ro-vegetativen Systemen“ auf (Birbaumer & Schmidt, 2001, S. 470). Dabei hängt die Angst, welche nicht homöostatisch organisiert ist, im Wesentlichen von den drei Neurotransmitter-Systemen - dem GABA-ergen System, noradrenergen und sero­tonergen System - ab. Eine Schädigung der Amygdala würde in der Folge verursa­chen, dass eine Gefahr zwar erkannt wird, körperliche Symptome jedoch nicht auftre­ten. Im Gegensatz dazu tritt körperliche Angst auf, ohne dass der Patient eine Ursa­che benennen kann, wenn ein Schaden am Hippocampus vorliegt (Birbaumer & Schmidt, 2001). Somit bleibt festzuhalten, dass Angst nicht mit anderen medizini­schen Phänomenen, wie z.B. einer Fraktur verglichen werden kann. Selbst wenn ent­sprechende Aktivitäten im Gehirn auftreten, kann erst von Angst gesprochen wer­den, wenn sie vom Betroffenen auch als solche empfunden wird (Stossel, 2014).

Es existiert eine große Anzahl unterschiedlicher Definitionsversuche, die jedoch meist die Aspekte der Bedrohung (Bibliographisches Institut AG, 1964, S.264), Ungewiss­heit, Gefährdung (Schwarzer, 2000) und Unkontrollierbarkeit der genannten körper­lichen Reaktionen (Birbaumer & Schmidt, 2001) beinhalten, wie auch folgende Defini­tion:

Angst ist eine kognitive, emotionale und körperliche Reaktion auf eine Gefah­rensituation bzw. auf die Erwartung einer Gefahren- oder Bedrohungssituation. [...] Emotionales Merkmal ist die als unangenehm erlebte Erregung, die sich auch in physiologischen Veränderungen manifestiert [...]. (Hackfort & Schwenkmezger, 1985, S. 19)

Unterscheiden lassen sich zudem die situationsbedingt auftretende Emotion Angst (State), sowie die relativ stabile Persönlichkeitseigenschaft der Ängstlichkeit (Trait), welche der Beschreibung zweier unterschiedlicher Aspekte dienen und erstmals durch das Angstmodell Spielbergers (1966) benannt wurden. Diese Differenzierung ist empirisch nicht gänzlich unumstritten (Krohne, 2010), für diese Arbeit jedoch notwendig. Während State den aktuellen Zustand bezeichnet, definiert Trait die Angst als Persönlichkeitseigenschaft, weshalb State-Anxiety auch als Zustands- und Trait-Anxiety als Eigenschaftsangst (oder Ängstlichkeit) bezeichnet wird (Spielberger, 1966). So ist Trait „eine erworbene zeitstabile Verhaltensdisposition“ (Hackfort & Schwenkmezger, 1985, S. 51), in deren Folge objektiv wenig oder gar nicht bedrohli­che Situationen als Bedrohung wahrgenommen werden. Daraufhin reagiert die ent­sprechende Person dann mit Zustandsangst, also einem Spannungs- oder Unzuläng­lichkeitsgefühl im Angesicht einer ganz bestimmten und klar beschreibbaren Gefah­ren- oder Leistungsreaktion (Hackfort & Schwenkmezger, 1985). Folge ist eine Beein­trächtigung des eigenen Wohlbefindens, was wiederum zu genannten physiologi­schen Angstreaktionen und einer Veränderung des erlernten Verhaltens und somit zu einer Leistungseinbuße in der bevorstehenden Aufgabe führt. In gewisser Weise lässt sich an der Trait-Anxiety also auch die zu erwartende State-Anxiety ablesen (Moczall, 2013). Da im Sinne der Eigenschaftsangst grundsätzlich ängstlichere Menschen Situa­tionen eher als bedrohlich einstufen, neigen diese auch vermehrt zu Leistungseinbu­ßen in Drucksituationen (Murray & Janelle, 2013). Während Ängstlichkeit auch in vie­len anderen Lebensbereichen eine Rolle spielt, wird seine Rolle außer in Prüfungssi­tuationen besonders deutlich beim Phänomen des „Choking-under-pressure“ im Sport (Moczall, 2013).

Im Zusammenhang mit Angst sollte in jedem Fall vermieden werden bei jeglichem Auftreten von einer Störung zu sprechen, insbesondere bei Kindern und Jugendli­chen, die traditionell größeren emotionalen Schwankungen unterworfen sind (Tölle & Windgassen, 2009). Pathologie erlangt ein Angstzustand nämlich erst dann, wenn er grundlos auftritt oder sich in übermäßigem bzw. fehlendem Auftreten äußert. Pa­nik- und Angststörungen zählen hierbei zu den häufigsten psychischen Erkrankun­gen. Über 15% der Menschen leiden mindestens einmal im Leben an ihnen (Deister, 2013).

Den allgemeinen Zusammenhang von Sport und Angst untersuchte Kleine (1988) in einer Metaanalyse von insgesamt 3589 Untersuchungsberichten. Festzustellen war ein negativer Zusammenhang, welcher die Verringerung von sportlicher Leistung durch Angst nahe legt (Kleine, 1988). Byrne und Byrne führten 1993 ebenfalls eine Metaana­lyse durch. Ziel dieser umfangreichen Analyse bestand in der Untersuchung des Ef­fekts körperlicher Aktivität auf den Angstlevel. Um einen ausreichend hohen Stan­dard und die Einhaltung der Gütekriterien garantieren zu können, wurden hierfür ausschließlich Studien hinzugezogen, welche in renommierten Zeitschriften erschie­nen waren. 90% der analysierten Studien zeigten, dass Sport neben Depression auch Angst wirkungsvoll vermindert (Byrne & Byrne, 1993). Bahrke und Morgan (1978) untersuchten in einer dieser Studien die Angstreduktion in Folge einer aktiven und meditativen Intervention. 75 freiwillige, jedoch ausschließlich männliche Versuchs­personen wurden entweder der Meditationsgruppe, einer körperlich aktiven Gruppe oder der Kontrollgruppe zugeteilt. Testungen der Angst fanden jeweils unmittelbar vor, direkt nach und schließlich ca. 10 Minuten nach der Intervention statt. Der Level der State-Angst sank zwar bei beiden Interventionsgruppen, eine Verbesserung war jedoch auch bei der Kontrollgruppe zu beobachten (Bahrke & Morgan, 1978). Ein ähn­liches Experiment führten Berger und Owen (1987) durch: 100 Studenten durchliefen zwei, sich bezüglich der Trainingsfrequenz und -dauer unterscheidende Schwimm­programme. Ihr Angstlevel wurde sowohl vor, als auch während und nach dem Pro­gramm dokumentiert. In der Folge konnte unabhängig vom durchlaufenen Pro­gramm eine deutliche Verringerung der State-Angst festgestellt werden (Berger & Owen, 1987). Noch genauere Hinweise über Art, Dauer und Intensität der Belastung liefern Petruzzella, Landers, Hatfield, Kubitz und Salazar (1991). Mittels ihrer Unter­suchung, bestehend aus drei unabhängigen Metaanalysen zu State, Trait und psychophysiologschen Korrelationen der Angst konnte eine Angstreduktion durch Sport nachgewiesen werden, jedoch nur dann, wenn die sportliche Betätigung in ae­rober Form erfolgte. Wie in den vorangegangenen Studien nahe gelegt, konnte auch durch sie bestätigt werden, dass State-Angst sowohl durch körperliche Aktivität, als auch durch Meditation eine Verringerung erfahren kann (Petruzzella et al., 1991). Ers­te Verbesserung der Persönlichkeitsangst treten ihrer Analyse nach frühestens nach 10 Wochen des Trainings auf, wobei die körperliche Betätigung mindestens pro Ein­heit 21 Minuten anhalten sollte (Petruzzella et al., 1991). Nicht in allen Altersstufen treten diese Verbesserungen mit gleicher Zuverlässigkeit auf. Insbesondere Personen im Alter zwischen 30-35 Jahren erzielten in einer Untersuchung von Schlicht (1994) signifikante Ergebnisse. Insgesamt erwiesen sich Studien mit Versuchspersonen ohne Angststörung jedoch als problematisch, da das Ausgangsniveau des Angstlevels so gering ist, dass Veränderung nur schwierig zu beobachten sind (Moser, 2010). Klini­sche Studien an Patienten mit diagnostizierter Angststörung belegen hingegen klare Effekte einer Sporttherapie (vgl. z.B. Martinsen, Hoffart & Solberg, 1989; Broocks et al., 1998).

2.2.2 Sport und Self-Compassion

Da ein Mensch im Laufe seines Lebens oftmals eine Vielzahl an Krisen bewältigen muss, interessiert sich die Psychologie in der Folge dafür, welche Faktoren und Ein­flüsse Personen beim Bewältigen dieser helfen können (Hupfeld & Ruffieux, 2015). In den Jahren seit der Jahrtausendwende rückt hierbei ein Phänomen zunehmend in den Blickpunkt, dessen empirische Relevanz in besonderem Maße für die klinische Psy­chologie von Bedeutung ist (Raes, Pommler, Neff & Van Gucht, 2010): Die Self­Compassion. Diese kennzeichnet eine positive Grundeinstellung gegenüber der eige­nen Person. Dabei entspricht diese Self-Compassion in seiner offenen und einfühlsa­men Einstellung dem herkömmlichen Mitgefühl gegenüber anderen Personen (Hup­feld & Ruffieux, 2015). Eine direkte Übersetzung in die deutsche Sprache als „Selbst­mitgefühl“, wie beispielsweise von Wörfel, Gusy und Lohmann (2014) vorgenom­men, gestaltet sich jedoch ähnlich wie die Variante des „Selbstmitleids“ aufgrund der negativen Konnotation im Deutschen als problematisch und entspricht nicht gänzlich der Bedeutung des Ausgangsbegriffs. Bislang konnte sich allerdings auch keine ande­re Übersetzungsmöglichkeit nachhaltig durchsetzen. „Selbstachtsamkeit“ als weitere Variante scheint angesichts der Teilung der Self-Compassion in drei Bereiche (siehe folgende Ausführungen), in deren Rahmen der Achtsamkeit nur einer der Teilberei­che zugeordnet wird, schwierig. Da bisher kein anerkannter deutschsprachiger Be­griff existiert, der das Konzept in seiner Gesamtheit abbildet, wird im Folgenden wei­terhin der englischsprachige Begriff der Self-Compassion verwendet.

Die Benennung dieses nach innen gerichteten Mitleids entspringt im Wesentlichen buddhistischen Lehren und wird stark mit emotionalem Wohlbefinden in Verbin­dung gebracht (Neff, 2016). Beschriebene Vorzüge einer ausgeprägten Self­Compassion sind außerdem ein gewisser Grad emotionaler Resilienz, die Fähigkeit, die Einstellung zur eigenen Person nicht vom aktuellen Selbstwertgefühl abhängig zu machen, sowie Motivation und persönliches Wachstum (Neff, 2012).

Kristen Neff, Begründerin und Vorreiterin dieses Themas, beschreibt drei Haupt­komponenten der Self-Compassion (2003). Die Self-Kindness (selbstbezogene Freund­lichkeit) beinhaltet die Fähigkeit eigene Fehler und Schwächen zu verstehen, diese zu akzeptieren und der eigenen Person im Falle eines Versagens statt mit selbstzerstöre­rischer Selbstkritik mit Geduld und Freundlichkeit zu begegnen. Das Bewusstsein darüber, dass Fehler und Schwächen Teil eines jeden Menschen sind und nicht etwa Eigenschaften, die das eigene Selbst vom Rest der Menschheit abgrenzen, wird von Neff (2003) als Common-Humanity (verbindende oder allgemein Humanität) bezeich­net. Der mittlerweile durchaus gängige Begriff der Mindfulness (Achtsamkeit) betrifft das Streben nach Beobachtung ohne Bewertung. Gegenstand der Beobachtung sind hierbei die eigenen negativen Gedanken und Haltungen, welche zwar bewusst wahr­genommen und akzeptiert, nicht jedoch bewertet oder unterdrückt werden (Neff, 2003). Diese Achtsamkeit wird durch Gilbert und Tirch (2009) den beiden anderen Komponenten gegenübergestellt. Während Achtsamkeit negative Gefühle zulässt, ohne sie zu bewerten, also nahezu emotionslos ist, zielen Self-Kindness und Com­mon-Humanity darauf ab, positive Gefühle auch in Zeiten negativer Erfahrungen aufrechtzuerhalten. So betreffen die drei Hauptkomponenten zwar unterschiedliche Pfade emotionaler Antworten, beeinflussen einander aber (Neff, 2016). Eine genauere Klärung der Korrelation zwischen diesen steht weiter aus, wobei eine achtsamkeits­basierte Intervention zur Verbesserung der generellen Self-Compassion zu führen scheint (Gilbert & Tirch, 2009). Jede der Komponenten besitzt einen negativen und positiven Pol (Self-kindness vs. Self-judgement, A sense of common humanity vs. Iso­lation, Mindfulness vs. Over-identification), wobei der positive Pol im Sinne eines möglichst hohen Levels der Self-Compassion anzustreben ist (Neff, 2016).

Nicht zu Unrecht wird die Self-Compassion als wirkungsvoller Schutzfaktor gegen negative Erfahrungen angesehen. So ist erwiesen, dass Personen mit hoher Self­Compassion eher in der Lage sind, vergangene oder aktuelle Unglücksereignisse oh­ne übertrieben negative gedankliche Beschäftigung mit diesen zu verarbeiten (Hup­feld & Ruffieux, 2015). Eine ausführliche Studie von Wörfel, Gusy und Lohmann (2014) mit über 800 Studierenden über den Schutzfaktor der Self-Compassion im Hinblick auf das Risiko ein Burnout zu erleiden konnte dies bestätigen. Zugrunde lag die Annahme, dass soziale Unterstützung in hohem Maße negativ und wahrgenom­mene Anforderungen positiv mit dem Erkrankungsrisiko korrelieren und zudem ei­nen eindeutigen Zusammenhang mit „Selbstmitgefühl" aufweisen (siehe Abbildung 1). Folglich würde eine Erhöhung der Self-Compassion indirekt das Risiko eines Burnouts signifikant verringern (Wörfel et al., 2014).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Indirekter Einfluss des Selbstmitgefühls auf das Risiko eines Burnouts (geän­dert nach Wörfel et al., 2014).

Erstrebenswert wäre es daher in jedem Fall, Strategien zur Stärkung des Selbstmitge­fühls bzw. der Self-Compassion zu erforschen, was teilweise bereits verwirklicht wird (z.B. Gilbert & Procter, 2006). Auch bewegungsorientierte Interventionen könn­ten hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Eng zusammenhängend mit der Self-Compassion ist der Selbstwert. Ihn betreffend existiert eine große Anzahl von Studien, welche sich jedoch in Umfang, Stichprobe und Definition der Zielsetzung deutlich unterscheiden. Fest steht jedoch, dass sportli­che Interventionen einen zumindest moderaten Effekt auf das Selbstwertgefühl haben (Jansen & Richter, 2016). Einen hohen Effekt konnten bislang nur vereinzelte Studien (z.B. Alpert, Field, Goldstein & Perry, 1990) nachweisen.

Da die Self-Compassion erst vor kurzer Zeit in den Fokus der Forschung gerückt ist, existieren hierzu nur wenige aussagekräftige Studien. Gard et al. (2012) untersuchten jedoch neben der allgemeinen Lebensqualität, Stress und Achtsamkeit auch den Zu­sammenhang von Self-Compassion und Sport in einer Studie an jungen Erwachse­nen. Diese wurden vor und nach einer viermonatigen Yoga-basierten Intervention parallel zu einer Kontrollgruppe getestet, die kein Training erhielt. Als Folge war eine signifikante Verringerung des Stresslevels durch eine Verbesserung der Achtsamkeit und Self-Compassion zu beobachten (Gard et al., 2012). Insgesamt gestaltet es sich schwierig, die Self-Compassion gänzlich isoliert zu betrachten, da sie, wie beobachtet meist mit zahlreichen weiteren Aspekten einhergeht (Gard et al., 2012).

2.3 Motorik und Kognition

Als Teilbereich der Psyche rückt in der aktuellen Forschung insbesondere der Zu­sammenhang körperlicher Aktivität und kognitiver Leistungsfähigkeit in der Vor­dergrund (Moser, 2010) Ausführungen über diesen Zusammenhang setzen grundle­gendes Verständnis des Komplexes der Kognition voraus.

2.3.1 Begriffliche Eingrenzung Kognition

Der Begriff der Kognition entspringt der lateinischen Bezeichnung „cognoscere" (= zu wissen, wahrzunehmen) und war somit zunächst Basisbegriff des Bewusstseins (Frensch, 2006). Vor diesem sprachlichen Hintergrund wurde Kognition oftmals als Gegenpol der Emotion und Motivation angesehen, wonach all das kognitiv ist, was auf Basis des Denkens und nicht des Fühlens und Wollens geschieht (Walter, 2014).

Heute unterliegt die Thematik zwar einer engeren Eingrenzung beschreibt aber noch immer „eine spezifische Sammlung von Themenbereichen" (Frensch, 2006, S. 19), die im Bereich der Psychologie analysiert werden. Jene Themenbereiche sind: Gedächt­nis, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Mustererkennung, Bewusstsein, kognitive Entwicklung, Sprache und Denken. Voraussetzung für all dies ist grundsätzlich Intel­ligenz, weshalb die Ableitung der Kognition, als „Untersuchung jener menschlichen Vorgänge, die Intelligenz voraussetzen“ (Frensch, 2006, S. 19) nahe liegt. Diese grobe Eingrenzung wird traditionell soweit verengt, als ein kognitiver Prozess das ist, „was zwischen Sinneseindrücken und Handlungen geschieht“ (Walter, 2014, S. 12). Kogni­tion nimmt also die Rolle eines Vermittlers ein. Dieser Ansatz wird auch durch die Ansicht unterstützt, kognitive Prozesse würden einem computergestützten Informa­tionsverarbeitungssystem gleichen und in diesem Zusammenhang folgende Eigen­schaften aufweisen (nach Lachmann, Lachmann & Butterfield, 1979):

- Autonome Menschen treten mit ihrer Umwelt in Interaktion
- Erhaltene Daten werden durch kognitive Prozesse manipuliert
- Das kognitive System ist von neurologischen Prozessen nicht abhängig, wird aber von ihnen beeinflusst

Die in der Forschung geltende Tatsache, das Gehirn und seine kognitiven Prozesse als Informationsverarbeitungssystem anzusehen brachte einige komplexe Konstrukte hervor. So rückte der Unterschied zwischen bewusster und unbewusster Informati­onsaufnahme (Aufmerksamkeit) in den Fokus, sowie die Frage, ob separate Gedächt­nissysteme existieren (Frensch, 2006). Die heute weitgehend anerkannte, grundlegen­de Architektur des Gedächtnisses, aufgeteilt in deklaratives Gedächtnis, Produktions­und Arbeitsgedächtnis entspringt diesem Ansatz (Frensch, 2006).

Die Übersetzung des lateinischen Ursprungswortes erlaubt jedoch auch die Betrach­tung der Kognition aus einem anderen Blickwinkel. Hierbei entspricht die Wahrneh­mung nicht der taktilen Sensorik, sondern der ausschließlich intern ablaufenden Ver­arbeitung von sensorisch aufgenommenen Reizen (Gerrig & Zimbardo, 2008). Beson­ders deutlich wird dies im Zusammenhang der Propriozeption, welche Informatio­nen über die eigenen Bewegungen liefert und somit insbesondere im Sport aber auch im Alltag eine wichtige Rolle spielt (Haarmeier, 2006). Nahe liegt daher auch die An­nahme, dass die dauerhafte Nutzung dieser Wahrnehmung zu einer Verbesserung eben dieser führen kann.

Die Erforschung der Kognition im Allgemeinen gestaltet sich aufgrund der Bandbrei­te von Teilbereichen als schwierig. Untersuchungen dieser Teilbereiche werden in erster Linie durch experimentelle Methoden realisiert. Hierbei wird klassischerweise eine unabhängige Variable manipuliert, um die Auswirkungen dieser Manipulation auf eine erfasste abhängige Variable beobachten zu können. Die Auswertung der so erhobenen Daten erfolgt meist mit Hilfe von Hypothesentests. Insbesondere Chro­nometrische (z.B. bei der Erfassung von Reaktionszeiten), Gehirnaktivität messende (zur Feststellung von Korrelaten mentaler Aktivität im Gehirn) und gedächtnisbasier­te Methoden finden hierbei Anwendung (Frensch, 2006).

Ein zusehends in den Fokus rückendes Teilgebiet stellt die Erforschung räumlich­kognitiver Fähigkeiten dar. Diese werden als die „Fähigkeit, sich in zwei- oder drei­dimensionalen Strukturen (gedanklich) zu bewegen“ (Rost, 1977, S. 121) beschrieben. Räumlich-kognitive Fähigkeiten leisten einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung der alltäglichen Anforderungen, da sie es einer Person erlauben, wissenschaftlich zu denken, sowie mathematische Fähigkeiten und Fähigkeiten zur Problemlösung ver­leiht (Pietsch, 2012). Unterschieden werden hierbei räumliche Veranschaulichung, räumliche Wahrnehmung und mentale Rotation (Linn & Petersen, 1985). Räumliche Veranschaulichung beschreibt die komplexe und mehrere Stufen umfassende Analy­se und Manipulation eines dargebotenen Bildes, räumliche Wahrnehmung die Fähig­keit, sich ausgehend vom eigenen Standpunkt horizontal und vertikal zu orientieren. Unabhängig von diesen Fähigkeiten steht die mentale Rotation. Durch die klare Ab­grenzung dieser, von Gloria Marmor (1975) erstmals beschriebenen Fähigkeit, stellt sie das am besten untersuchte Konstrukt der räumlich-kognitiven Fähigkeiten dar (Linn & Petersen, 1985). Alle räumlich-kognitiven Fähigkeiten sind von immenser Bedeutung für sportliche Aktivitäten. So wird es durch sie überhaupt erst möglich die Stellung des eigenen Körpers im Raum, die Position von Gegen- und Mitspielern und Bewegungen des Spielgerätes in Mannschaftssportarten zu erfassen. Somit gelten diese Fähigkeiten als Grundvoraussetzung für taktische und technische Aktionen (Pi­etsch, 2012).

Trotz der klar definierten räumlich-kognitiven Grenzen, sollten diese Fähigkeiten je­doch niemals isoliert betrachtet werden. So fanden räumliche Aufgaben bereits Ein­gang in eine Vielzahl von umfangreichen allgemeinen Intelligenztests.

2.3.2 Auswirkungen von Sport auf die Kognition

Bereits seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird von einem bestehenden Zu­sammenhang zwischen Motorik und Kognition ausgegangen (Piaget, 1936). Allge­meinere Korrelationsstudien zwischen Kognition und Motorik legen unterschiedliche Korrelationen nahe, weshalb die Forschung noch immer äußerst gespalten ist (Pie­tsch, 2012). Fest steht hingegen, dass eine direkte Gegenüberstellung von Motorik und Kognition nicht sinnvoll ist. Wie bereits in Kapitel 2.1.1 angedeutet, ist es nicht möglich, die Motorik von der Kognition in Form perzeptiver Prozesse der sensori­schen Organe zu trennen. Motorische Aktivität ist im Vorfeld und während der Aus­führung immer an zentralnervöse Prozesse gebunden, ebenso wie die Sensorik, z.B. bei der motorischen Ausrichtung von Sinnesorganen, auch in Abhängigkeit der Mo­torik steht (Christen, 1985). Die Sensorik, als Teilbereich der Kognition und Motorik sind demnach unmöglich zu trennen und weisen im Bereich der zentralnervösen Verarbeitung die größte gemeinsame Schnittmenge auf (Christen, 1985).

Die theoretischen Annahmen über einen Zusammenhang wurden in späteren Unter­suchungen zumindest insofern durch bildgebende Verfahren unterstützt, als dass be­stätigt werden konnte, dass körperliche Aktivität auch zu einer verstärkten Durchblu- tung des Gehirns führt. Diese Mehrdurchblutung könnte dann eine Leistungssteige­rung zur Folge haben (Sohn, 2005). Diese Annahme konnte anhand aktueller Studien bestätigt werden. So wiesen Pereira et al. (2007) nach einem drei Monate langem ae­roben Ausdauertraining einen verstärkten zerebralen Blutstrom nach. Dieser Blut­strom trat besonders in jenen Bereichen des Gehirns auf, welche mit erhöhter kogni­tiver Anstrengung assoziiert werden (Paus, 2001). Vor allem der Hippocampus scheint eine wichtige Rolle bei der „Konstruktion mentaler räumlicher Bilder“ (Holz­schneider, 2010, S. 24) zu spielen. Neben ihm haben außerdem der parahippocampale und retrospleniale Kortex, sowie der Precuneus eine große Bedeutung im Zusam­menhang der räumlichen Kognition (Byrne, Becker & Burgess, 2007). Tatsächlich können räumliche Herausforderungen auch anatomisch-morphologischen Nieder­schlag finden. Nachweislich veränderte das Erlernen und Trainieren anspruchsvoller Jongliertechniken die anatomischen Strukturen des Gehirns der Versuchspersonen (Harding, Paul & Mendl, 2004) und das Volumen des Hippcampus korreliert mit dem aeroben Fitnesslevel (Erickson et al., 2009). Von einem positiven Zusammenhang zwischen kardiovaskulärer Ausdauer und räumlicher Gedächtnisleistung kann dem­nach ausgegangen werden. Es zeigte sich außerdem, dass die Dichte der präfrontalen, superior parietalen und temporalen Gehirnregionen in direktem Zusammenhang mit der Fitness bei älteren Menschen steht (Colcombe et al., 2003). Auch zahlreiche weite­re Studien belegen den Nutzen körperlicher Fitness bei älteren Menschen. So be­zeichnet Holzschneider (2010) Bewegung als guten Indikator für die geistige Fitness. Tatsächlich konnte in einer Studie ein negativer Zusammenhang zwischen der täglich zu Fuß zurückgelegten Strecke und dem Risiko an Demenz zu erkranken dokumen­tiert werden (Abbott et al., 2004). Neben Studien wie dieser, welche höhere kognitive Funktionswerte im Alter mit körperlicher Aktivität assoziieren, gibt es auch jene, die das Gegenteil nahe legen (z.B. Schmidt et al., 2001), an dieser Stelle jedoch nicht wei­ter ausgeführt werden sollen.

Eine Metaanalyse von Van der Fels (2015), bestehend aus insgesamt 21 Korrelations­studien des Zeitraums 2000-2013, die an Kindern zwischen 4 und 16 Jahren durchge­führt wurden, konnte zwar keinen allgemeinen Zusammenhang zwischen Motorik und Kognition feststellen, sehr wohl aber zwischen speziellen Fertigkeiten. So korre­lierte beispielsweise die fluide Intelligenz mit zweiseitiger Körperkoordination sowie die Feinmotorik mit der visuellen Verarbeitung (Van der Vels, 2015). Folglich kann so die Notwendigkeit einer differenzierteren Betrachtungsweise verdeutlicht werden (Van der Fels, 2015). Wichtige Kritik äußern jedoch Jansen und Richter (2016), die konstatierten, dass sich die betrachteten Studien hinsichtlich der gewählten Testver­fahren, Stichproben und der statistischen Auswertung stark unterschieden. Eine aus­sagekräftige Studie in diesem Zusammenhang liefern Jansen & Heil (2010), die 5-6 jährige Kinder testeten und eine Korrelation räumlicher Fähigkeiten sowohl mit all­gemeiner Intelligenz als auch motorischer Leistung bewiesen. Mit Hilfe einer Regres­sionsanalyse war es in der Folge sogar möglich, die Leistung einer räumlich-visuellen Intelligenzaufgabe mit Hilfe der motorischen Leistung vorherzusagen (Jansen & Heil, 2010, S. 73). Zuverlässige Studien, welche nahe legen, dass verstärkte sportliche Akti­vität sogar die Ursache verbesserter räumlicher Fähigkeiten ist, existieren allerdings nur von erwachsenen Versuchspersonen.

Der kognitive Teilbereich der Aufmerksamkeit hingegen konnte bereits bei Schülern in mehreren Studien durch Bewegung verbessert werden. Dordel und Breithecker (2003) verfolgten das nachhaltige Konzept der bewegten Schule, welches durch die Bausteine des bewegten Sitzens, bewegten Lernens (Lösung von Aufgaben nur in Kombination von Bewegung möglich) und Bewegungspausen im Unterricht und/oder bewegten Pause gekennzeichnet ist. Drei Klassen waren Teil ihrer Aus­gangsuntersuchung: Klasse A erhielt herkömmlichen Schulunterricht, Klasse B zu­mindest die Möglichkeit zur bewegten Pause, während bei Klasse C das Konzept des bewegten Unterrichts angewendet wurde. Während die Schüler der Klasse A im Ta­gesverlauf deutliche Aufmerksamkeitsleistungseinbußen zu verzeichnen hatten, konnten die Schüler der Klassen B und C ihre Leistung sogar steigern (Dordel & Breithecker, 2003). Eine Metaanalyse von Korrelationsstudien des Zeitraums 1968­2013 liefert weiterführend den Beweis des positiven Zusammenhangs zwischen Schulleistung und körperlicher aerober Fitness, jedoch ohne eine Kausalität benennen zu können (Castelli et al., 2014) oder festzustellen, ob beides gleichermaßen von cha­rakterlichen Eigenschaften der entsprechenden Versuchsperson profitiert.

Der Annahme folgend, es bestehe ein Zusammenhang zwischen Sport und kogniti­ven Fähigkeiten stellt sich die Frage, welche Sportarten eine besondere Eignung auf­weisen. Im Zusammenhang mit Konzentrationsleistungen erfahren in erster Linie ko­ordinativ anspruchsvollere Sportarten eine intensive Erforschung. Schüler mit koor­dinationsförderndem Schulsportunterricht erreichten in einer Untersuchung von Budde, Voelcker-Rehage, Pietrabyk-Kendziorra, Ribeiro und Tidow (2008) höhere Aufmerksamkeitswerte als die Kontrollgruppe, welche herkömmlichen Sportunter­richt genoss. Zumindest teilweise könnte dies auf die größere Rolle der benötigten kognitiven Bewegungsvorstellung bei Koordinationsübungen zurückzuführen sein (Pietsch, 2012). Fraglich bleibt hingegen, ob sich auch Ausdauertraining positiv auf kognitive Prozesse auswirken kann. Der Vergleich einer Ausdauer- und einer Stret­chinggruppe zeigte zwar Verbesserungen beider Gruppen, aber keine signifikanten Gruppenunterschiede. Ein Zusammenhang zwischen kardiovaskulärer Fitness und verbesserten räumlichen Fähigkeiten konnte demzufolge nicht bestätigt werden (Holzschneider, 2010). Untersuchungen an Mäusen bewiesen hingegen, dass sich die Mitochondrienzahl im Gehirn infolge eines Ausdauertrainings signifikant erhöht und Bewegung somit möglicherweise nicht nur einen Einfluss auf verschiedene Leis­tungsaspekte, sondern auch die Prävention von Erkrankungen des zentralen Nerven­systems haben kann (Steiner, Murphy, McClellan, Carmichal & Davis, 2011). Grund­sätzlich sollte bei Untersuchungen der Kognition auf eine Homogenität der Gruppe bezüglich konditioneller oder koordinativer Ausrichtung der körperlichen Aktivität, dem Alter, Geschlecht und Bildung geachtet werden (Burrmann & Stucke, 2009). Zu beachten ist zudem die Unterscheidung zwischen akuten und chronischen Effekten körperlichen Aktivität. Akute Steigerungen treten zusammengefasst in den Bereichen spezieller Informationsprozesse und Lerngeschwindigkeit auf, während regelmäßige Aktivität eine langanhaltende Verbesserung der Reaktionszeit, der Gedächtnisver­lustreduktion, des Arbeitsgedächtnisses, der exekutiven Funktionen, mathematischen Fähigkeiten und allgemeinen kognitiven Flexibilität verspricht (Moser, 2010).

2.3.3 Motorik und mentale Rotation

2.3.3.1 Paradigma und Prozessschritte der mentalen Rotation

Praktisch keines der vom menschlichen Auge wahrgenommenen Bilder erscheint im Alltag in Normalperspektive. Um das Bild mit der abgespeicherten Version im Ge­hirn, also den geistigen Stellvertretern real existierender Objekte vergleichen zu kön­nen, muss eine mentale Rotation der Präsentation erfolgen. Eine Rotation des echten Objekts erfolgt hierbei nicht (Lloyd-Jones & Luckhurst, 2002). Anderson (2007), defi­niert so mentale Rotation in der Folge als „die kontinuierliche Transformation der Ausrichtung eines mentalen Bildes“ (S. 468). Diese Visualisierung bildet die Grundla­ge dafür, sich sicher im Raum orientieren und bewegen zu können. Testungen der mentalen Rotation enthalten deshalb oftmals im Raum gedrehte Alltagsgegenstände (Carroll, 1993).

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Ende der Leseprobe aus 69 Seiten

Details

Titel
Intensives Sporttreiben im Jugendalter. Einfluss auf die mentale Rotationsfähigkeit, Angst und Self-Compassion
Untertitel
Eine Studie
Hochschule
Universität Regensburg  (Sportwissenschaften)
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
69
Katalognummer
V927366
ISBN (eBook)
9783346253507
ISBN (Buch)
9783346253514
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie, Pädagogik, Kognition, Sportprofil, Schule, Adoleszenz, Kinder, Jugendliche, Räumliche Fähigkeiten, Sport, Angst, Self-Compassion, Rotationsfähigkeit, Motorik, Empirie, Querschnitt, Kontrollgruppe, Sportmotorik, Regression
Arbeit zitieren
Jan Ellinger (Autor:in), 2016, Intensives Sporttreiben im Jugendalter. Einfluss auf die mentale Rotationsfähigkeit, Angst und Self-Compassion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/927366

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