Sportanlagenmanagement. Kommunale Planung, Finanzierung und Vermarktung


Einsendeaufgabe, 2019

16 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 SPORTANLAGEN- UND SPORTSTÄTTENBAU

2 KOMMUNALE SPORTENTWICKLUNGSPLANUNG
2.1 Grundformel zur Berechnung des Sportstättenbedarfs
2.2 Berechnung des Sportstättenbedarfs
2.3 Förderinteressenten

3 FINANZIERUNG UND BETRIEB VON SPORTANLAGEN
3.1 Investition und Finanzierung
3.2 Auslastungsanalyse einer Sportanlage
3.3 Auslastungsoptimierung
3.4 Nachhaltigkeit von Sportstätten

4 DIGITALE VERMARKTUNG VON SPORTANLAGEN UND SPORTSTÄTTEN

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

1 Sportanlagen- und Sportstättenbau

Beim Errichten von neuen Sportanlagen und Sportstätten sind verschiedenste Phasen zu durchlaufen. Um den zeitlichen Ablauf genau zu planen, gibt es verschiedenste Techni­ken. Die folgende Abbildung zeigt die Schritte beim Bau einer Sportstätte anhand eines PLANNET-Diagramms.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Schritte beim Bau einer Sportstätte - PLANNET-Diagramm (eigene Darstellung)

Eine weitere Möglichkeit, die Planung, sowie die Steuerung du den Ablauf komplexer Projekte darzustellen ist die Netzplantechnik (Wöhe & Döring, 2005, S. 127).

Der Aufbau einer Netzplantechnik umfasst verschiedene Elemente. Ein Kreis stellt das jeweilige Ereignis dar, wobei die einzelnen Pfeile eine Tätigkeit darstellen. Weiter be­gleitet den Pfeil ein Buchstabe, welcher die Tätigkeit ausdrückt und die Zahl die Tätig­keitsdauer. Zwischen Ereignis drei und vier ist mit einem gestrichelten Pfeil ein Schein­vorgang dargestellt. Begleitet wird dieser Scheinvorgang mit einer Tätigkeitsdauer von null, da dieser Art von Vorgängen keine Zeit zuzuweisen ist. Die untenstehende Abbil­dung beschreibt die nötigen Schritte beim Errichten einer Sportstätte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Schritte beim Bau einer Sportstätte - Netzplantechnik (eigene Darstellung)

Aus der Abbildung wird deutlich, dass der Betrieb der Sportstätte frühestens nach 38 Monaten beginnen kann.

2 Kommunale Sportentwicklungsplanung

Der Deutsche Olympische Sportbund (2019) definiert die Sportentwicklungsplanung als „ein zielgerichtetes methodisches Vorgehen, um örtliche bzw. regionale Rahmenbedin­gungen für Sport und Sporträume zu gestalten und in einem Gesamtkonzept festzulegen.“ Dieses zielgerichtete Vorgehen ist ebenfalls auf kommunaler Ebene von großer Bedeu­tung.

2.1 Grundformel zur Berechnung des Sportstättenbedarfs

Die untenstehende Abbildung beschreibt die allgemeine Formel zur Berechnung des Sporstättenbedarfs.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Grundformel zur Berechnung des Sportstättenbedarfs (Köhl & Bach, 2000, S. 75)

Um die Bestandteile der Formel näher zu erläutern ist eine Definition des Sportbedarfs von Nöten. Dieser setzt sich aus den Sportlern, welche die Intention zur Nutzung einer Sportanlage haben, der Häufigkeit, welche die Anzahl an Übungen darstellt, sowie der Dauer, wobei diese den durchschnittlichen Zeitaufwand für eine Sportart darstellt, zu­sammen (Hübner & Wulf, 2015, S. 2). Multipliziert man nun diese Werte, so erhält man den Sportbedarf. Dieser wiederum wird mit der Zuordnungsquote multipliziert. Die Zu­ordnungsquote gibt Aufschluss darüber, welcher Sport auf welcher Anlage in welchem Umfang stattfindet (Köhl & Bach, 2000, S. 127).

Der Nenner dieser Gleichung besteht einerseits aus der Belegungsdichte, welche aussagt, wie viele Sportler eine Anlage zeitgleich nutzen können, sowie der Nutzungsdauer und der Auslastungsquote. Die Nutzungsdauer beschreibt die durchschnittliche zeitliche Nut­zung der Sportanlage pro Woche. Die Auslastungsquote als weiterer Parameter beschreibt das Verhältnis der tatsächlichen zur maximalen Auslastung (Hübner & Wulf, 2015, S. 12f.).

2.2 Berechnung des Sportstättenbedarfs

Nach Hübner, H. & Wulf, O. (2015, S. 2) setzt sich der Sportbedarf wie folgt zusammen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Setzt man nun die gegebenen Werte in die Formel ein, so ergeben sich folgende Zahlen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Ergebnis dieser Rechnung liefert einen Sportbedarf von 64800.

Um nun zusätzlich den Auslastungsfaktor zu berechnen, werden folgende Werte in die oben aufgeführte Grundformel eingesetzt und nach X aufgelöst.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Folgt man nun dem Ergebnis der Gleichung, beträgt der Auslastungsfaktor 0,6171.

2.3 Förderinteressenten

„Während die Bundesregierung ausschließlich den Breitensport fördert, besitzen die Bundesländer und Kommunen lediglich Förderinteressen am Spitzensport.“. Diese Be­hauptung wird nun im folgenden Text näher analysiert und auf einen Wahrheitsgehalt geprüft.

Das nationale Prestige zu verbessern ist eine stetige mitklingende Aufgabe der Bundes­regierung. Aus diesem Grund hat es sich die Bundesrepublik Deutschland zu Aufgabe gemacht den Spitzensport stark zu fördern (Bundesministerium des Innern, 2019a). Das Gewinnen der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 2014 sowie der zweite Platz mit 31 Medaillen im Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang ha­ben sehr zum positiven Image deutscher Sportler beigetragen. Rund 235 Millionen Euro will das Innenministerium 2019 in die Spitzensportförderung investieren. Die Steigerung um etwa 42 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zeigt ein bestehendes und steigen­des Interesse der Bundesregierung an der Förderung des Spitzensports (Reinsch, 2018).

Diese sportlichen Erfolge der Spitzensportler soll auch die übrige Bevölkerung Deutsch­lands dazu animieren, einem Sport nachzugehen und einen aktiven Lebensstil zu führen. Um den Breitensport weitreichend anzubieten ist auch hier eine Förderung notwendig. Diese Förderung im Breitensport wird laut Bundesministerium des Innern (2019b) als „gesamtstaatliche Aufgabe, die vornehmlich von Kommunen und Ländern wahrgenom­men“ werden solle.

Abschließend ist somit als Fazit zu sagen, dass die Förderung des Spitzensportes ein An­liegen der Bundesregierung ist. Die Förderung des Breitensportes wird hingegen von Bundesländern und Kommunen getätigt. Die zu Beginn des Kapitels aufgeführte Aussage ist somit inhaltlich falsch.

3 Finanzierung und Betrieb von Sportanlagen

Der Bau und der Betrieb von Sportanlagen und Sportstätten ist oftmals sehr kosteninten­siv. Um diese Finanzierung zu gewährleisten muss eine exakte Planung der finanziellen Mittel erfolgen.

3.1 Investition und Finanzierung

Für eine genaue Berechnung zur Investition und Finanzierung sind folgende Daten gege­ben:

Die Kosten zur Instandhaltung der Anlage betragen 100.000€ netto. Diese steigen in den nächsten fünf Jahren jährlich um drei Prozent. Weiter fand eine anfängliche Investition in Höhe von 3.000.000€ statt.

Als Einzahlungen sind die gleichbleibenden Einnahmen aus der Nutzung für Schulsport von jährlich 12.000€ zu nennen. Hinzu kommen Einzahlungen aus Spieltagseinnahmen und Einnahmen aus Sponsoring-Verträgen in Höhe von 60.000€ brutto. Dieser Einnah­mequelle wird annahmegemäß eine jährliche Steigerung um 15 Prozent zugeschrieben. Weiter wird eine Laufzeit der Investition von fünf Jahren, sowie eine Kapitalverzinsung von 12 Prozent festgelegt.

Beispielhaft wird nun die Berechnung für den Barwert der Nettoeinzahlungen aus dem zweiten Jahr, sowie für die Nettoauszahlung aus dem dritten Jahr aufgeführt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der untenstehenden Tabelle sind nun die weiteren Barwerte zu entnehmen.

Tab. 1: Bestimmung der Barwerte (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Um den genauen Kapitalwert zu bestimmen muss als erstes die Differenz der Einnahmen und Ausgaben gebildet werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anschließend wird diese Summe von der Anfangsinvestition abgezogen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2 Auslastungsanalyse einer Sportanlage

Um die vorhandenen Ausgaben zu neutralisieren, ist eine hohe Auslastung von Sportstät­ten elementar. Die im Folgenden analysierte Sportstätte bietet eine maximale Nutzungs­kapazität von 83,0 Prozent.

Tab. 2: Auslastungsanalyse einer Sportanlage (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Sportanlagenmanagement. Kommunale Planung, Finanzierung und Vermarktung
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V927369
ISBN (eBook)
9783346253569
ISBN (Buch)
9783346253576
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sportanlagenmanagement, kommunale, planung, finanzierung, vermarktung
Arbeit zitieren
Lukas Hübner (Autor), 2019, Sportanlagenmanagement. Kommunale Planung, Finanzierung und Vermarktung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/927369

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