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Krisen in der Beziehung

Title: Krisen in der Beziehung

Seminar Paper , 2001 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Viktoria Kruse (geb. Bahle) (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Geht es um Liebe, Partnerschaft oder Ehe, so passen Streit, Konflikt und Macht nicht recht in das Glücks-Konzept. Noch in den 70er Jahren wurde Ärger in der modernen Gesellschaft als Tabu betrachtet, denn Ärger und Streit galten weder als „männlich“ oder „weiblich“ noch als„vornehm“. Man gab vor, so etwas gäbe es nicht (vgl. Bach 1970). Man kann Auseinandersetzungen, Streitigkeiten, und Konflikte jedoch nicht unbeachtet lassen wenn man über Liebe spricht. Die alltägliche Praxis zeigt, daß eine Liebesbeziehung ohne Konflikte beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ist. Befragt man Ehepaare zu diesem Thema, so „erleben praktisch alle im Verlauf der Entwicklung und auf gewissen Gebieten bestimmte Konflikte und Probleme.“ (Prodöhl 1979:113).
Sind die Konflikte ernsthafter und tiefgehender Natur, und können die beteiligten Partner nicht angemessen mit der Situation umgehen, so tritt häufig eine Krise auf. Ob eine problematische Situation von der einzelnen Person als Krise angesehen wird, oder nur als ein kleiner Streit, ist bei jedem Menschen anders. Die subjektive Art der Betrachtung, sowie auch die Dauer der Krisensituation hängt individuell von Erfahrungswerten ab. Besonders in der frühen Kindheit liegt der Grundstein für das Erlernen von Krisenbewältigung. Konnten die Grundkrisen im Kindesalter gut bewältigt werden, so trägt dies zu einer leichteren Überwindung von Krisen in späteren Lebensabschnitten bei (vgl. Prodöhl 1979).
Die vorliegende Arbeit soll den Aspekt der Krise in einer Liebesbeziehung näher beleuchten. So werden Krisenpotentiale, Gefahr durch Krisen und auch Funktionen von Krisen für eine Partnerschaft erörtert. Im weiteren soll gezeigt werden, wie eine befriedigende Beziehung geschaffen und erhalten werden kann. Dafür werden die entsprechenden Bedingungen vorgestellt. Als Faktor für den Ausweg aus einer sehr schlimm empfundenen Krise wird als Abschluß die Möglichkeit der professionellen Hilfe in Partnerschaftskonflikten diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krisenpotentiale

2.1 Definition Krise

2.2 Konfliktverlauf

2.3 Ursachen von Krisen

3. Gefahr durch Krisen

4. Funktionen von Krisen

5. Bedingungen einer befriedigenden Partnerschaft

5.1 Gleichberechtigung und Kommunikation

5.2 Zeitpunkt und Ort von Auseinandersetzungen

5.3 Mit Eifersucht umgehen

5.4 Grundregeln der Kommunikation

6. Professionelle Hilfe

6.1 Mediation

6.2 Trennung

7. Schlußbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Aspekt von Krisen in Liebesbeziehungen, beleuchtet deren Entstehung, Risiken sowie Funktionen für die Partnerschaft und diskutiert Ansätze zur Gestaltung einer befriedigenden Beziehung sowie Möglichkeiten der professionellen Unterstützung.

  • Krisenpotentiale und die Dynamik von Konfliktverläufen
  • Gefahren bei der Unterdrückung von Konflikten und Problemen
  • Bedingungen für eine konstruktive und befriedigende Partnerschaft
  • Methoden der Kommunikation und Konfliktbewältigung
  • Professionelle Hilfestellungen wie Mediation bei schweren Beziehungskrisen

Auszug aus dem Buch

2.2 Konfliktverlauf

Die Krise in einer Partnerschaft wird im allgemein herrschenden Verständnis als „eine subjektiv als belastend wahrgenommene und empfundene Veränderung“ (Herrmann 2001:241) verstanden. Eine Krise entsteht dann, wenn sich die Balance durch Außen- und Inneneinflüsse hinsichtlich positiver und negativer Verstärker für einen oder beide Partner erheblich verändert (vgl. Mandel 1974). Entweder gehen die positiven Verstärker in ihrer Häufigkeit merklich zurück oder unangenehme Verstärker nehmen deutlich zu, man kann z.B. unangenehmen Situationen nicht mehr aus dem Weg gehen. Die Partner verlieren ihre Sicherheit im Umgang miteinander, da sie ihr gegenseitiges Verhalten nicht mehr verlässlich voraussagen können. Somit entsteht ein Prozeß der Neubildung von Interaktionsregeln.

Ob der Konflikt oder die Krise zu Lösungsansätzen und positiven Veränderungen in der Beziehung führt oder nicht, hängt von der Bewältigungskompetenz der Partner ab. Im Idealfall erzielt das Paar ein schöpferisches Gleichgewicht, daß für beide Seiten befriedigend ist. Geht es schlechter aus, so entsteht ein chronischer Streit ohne jegliche Lösungsfindung, der auf die Dauer zur Zerstörung der Beziehung führt.

Aus der unangenehmen Situation ohne sichtbaren Ausweg kann eine Einschränkung der Lebensmöglichkeiten beider Partner entstehen. Frustration, Distanzierung und Zorn prägen das Bild einer solchen Auswirkung. Schlimmer noch kann es kommen, wenn eine Konfliktsituation die Unterdrückung der Bedürfnisse eines Partners mit sich bringt, was auf die Dauer zu psychischem Ungleichgewicht bis hin zu ernsthaften Störungen führen kann (vgl. Mandel 1974).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Unvermeidbarkeit von Konflikten in Liebesbeziehungen und stellt den Fokus der Arbeit auf Krisenbewältigung sowie professionelle Unterstützung dar.

2. Krisenpotentiale: Dieses Kapitel definiert den Krisenbegriff, analysiert den Verlauf von Partnerschaftskonflikten und identifiziert typische Ursachen wie personale Veränderungen, Eifersucht oder den Wegfall illusorischer Vorstellungen.

3. Gefahr durch Krisen: Hier wird erläutert, dass das Leugnen oder Vermeiden von Problemen zur Entfremdung und Inkommunikabilität führt, weshalb die Auseinandersetzung mit dem Konflikt essenziell ist.

4. Funktionen von Krisen: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Krisen bei konstruktiver Bewältigung zum persönlichen und partnerschaftlichen Wachstum beitragen können.

5. Bedingungen einer befriedigenden Partnerschaft: Es werden grundlegende Prinzipien für eine stabile Beziehung vorgestellt, darunter Gleichberechtigung, eine bewusste Zeitwahl für Auseinandersetzungen, der Umgang mit Eifersucht sowie Kommunikationsregeln.

6. Professionelle Hilfe: Hier wird die Rolle externer Unterstützung bei ausweglosen Konflikten diskutiert, insbesondere das Verfahren der Mediation und der Aspekt der Trennung.

7. Schlußbemerkung: Die Schlussbetrachtung unterstreicht, dass Partnerschaft kontinuierliche zwischenmenschliche Arbeit erfordert und "Reden" als zentrales Instrument für eine harmonische Beziehung gilt.

Schlüsselwörter

Liebesbeziehung, Partnerschaft, Konflikt, Krise, Krisenbewältigung, Kommunikation, Eifersucht, Mediation, Paartherapie, Trennung, Beziehungsdynamik, Interaktionsregeln, Partnerschaftskonflikte, Konfliktverlauf, Psychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Dynamik von Krisen in Liebesbeziehungen, wie diese entstehen, welche Funktionen sie haben können und wie Paare konstruktiv damit umgehen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Konfliktpotentiale, der Verlauf von Beziehungskrisen, die Notwendigkeit von Kommunikation und die Möglichkeiten professioneller Hilfe durch Mediation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Krisenbegriff in Partnerschaften zu beleuchten und aufzuzeigen, wie eine befriedigende Beziehung unter den Bedingungen von Konflikten gestaltet und erhalten werden kann.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven oder Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf soziologische und psychologische Ansätze, wobei sie Fachliteratur zur Paartherapie und Mediation als Basis für ihre Argumentation heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Krisenursachen, die Gefahren des Ignorierens von Konflikten sowie die konkreten Bedingungen für eine gelungene Kommunikation und Partnerschaftsgestaltung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kommunikation, konstruktives Streiten, Mediation, Krisenbewältigung und Beziehungszufriedenheit.

Warum wird die Mediation als besonders wertvoll für Paare angesehen?

Mediation wird als hilfreich hervorgehoben, da sie Paaren ermöglicht, auf neutralem Boden und mit professioneller Begleitung Lösungen zu erarbeiten, bei denen beide Parteien als Gewinner hervorgehen können.

Welche Bedeutung misst die Autorin dem "Streiten" bei?

Im Gegensatz zu der Annahme, dass Streiten gegen eine gute Beziehung spricht, postuliert die Arbeit, dass konstruktives Streiten für die Aufrechterhaltung einer ehrlichen und intimen Beziehung unerlässlich ist.

Welche Rolle spielt die Eifersucht im Kontext von Beziehungskrisen?

Eifersucht wird als normaler Affekt betrachtet, der jedoch bei Übermaß zu einer starken Einengung der Partnerschaft führen und somit eine Krise auslösen kann.

Was empfiehlt die Autorin, wenn ein Paar alleine nicht mehr weiterkommt?

Wenn die interne Konfliktbewältigung scheitert, rät die Autorin zur Inanspruchnahme professioneller Hilfe, beispielsweise durch Mediatoren, wobei sie gleichzeitig zur Vorsicht bei der Wahl des Experten mahnt.

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Details

Title
Krisen in der Beziehung
College
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Course
Katastrophe oder Chance? Die Trennung von Liebesbeziehungen
Grade
1,0
Author
Viktoria Kruse (geb. Bahle) (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V92764
ISBN (eBook)
9783638066877
ISBN (Book)
9783638952958
Language
German
Tags
Krisen Beziehung Katastrophe Chance Trennung Liebesbeziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Viktoria Kruse (geb. Bahle) (Author), 2001, Krisen in der Beziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92764
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