Diese Hausarbeit untersucht – wie dem Titel entnommen werden
kann – die Öffentlichkeitsarbeit in Kulturbetrieben. Dabei soll aufgezeigt
werden, ob die in der Theorie beschriebene mit der in der Praxis
angewandten Vorgehensweise identisch ist, oder ob es Abweichungen
gibt. Dabei soll das praxisbezogene Vergleichsobjekt eine
kulturelle Einrichtung aus Sachsen darstellen – die Chursächsische
Veranstaltungs GmbH, die ihren Sitz in Bad Elster hat.
Zunächst soll jedoch die Begrifflichkeit der Öffentlichkeitsarbeit geklärt
werden. Dabei wird neben ihrer Definition auch ihre Einordnung
in die Instrumente des Marketings eine Rolle spielen. Zudem sollen
Probleme aufgezeigt werden – zum einen bezogen auf ihr Tätigkeitsfeld,
das sich weit über die Grenzen der reinen Maßnahmen der Public
Relations erstreckt und mit anderen Bereichen verschmilzt. Zum
anderen soll die Problematik der Kultur insbesondere anhand der
jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen im Allgemeinen kurz erläutert
werden.
Im Anschluss wird die Vorstellung der Chursächsischen Veranstaltungs
GmbH anhand ihrer Entstehung, ihres Selbstverständnisses
und ihrer Produkte erfolgen.
Sodann soll die eigentliche Gegenüberstellung von Theorie und Praxis
zum Thema werden. Nach einer Darstellung der diversen Teilöffentlichkeiten
beziehungsweise Bezugsgruppen und der Arten der
Public Relations wird untersucht werden, inwieweit der von mir gewählte
Kulturbetrieb mit diesen theoretischen Erläuterungen übereinstimmt.
Dabei werde ich mich auf den Typ der Product Public Relations
beschränken. Hier soll auf die Handhabung und auf Maßnahmen
der auf die Bezugsgruppe der Abnehmer bezogenen Öffentlichkeitsarbeit
in Bad Elster eingegangen werden. Zu dem dazu notwendigen,
nach außen wirkenden, positiven Image werde ich anhand von Ausführungen
zum sogenannten Corporate Identity eingehen.
Den Abschluss soll eine Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse
aus dieser Gegenüberstellung bilden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Begriff der Öffentlichkeitsarbeit und die grundlegenden Probleme der Kulturarbeit
3. Theorie und Praxis der Öffentlichkeitsarbeit – Eine Gegenüberstellung
3.1 Die Chursächsische Veranstaltungs GmbH (CVG) in Bad Elster – Vorstellung einer Kultureinrichtung
3.2 Die theoretischen Maßnahmen der Public Relations und ihre Anwendung in der CVG
4. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen theoretischen Konzepten der Öffentlichkeitsarbeit und deren tatsächlicher Anwendung in Kulturbetrieben. Ziel ist es, am Beispiel der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH zu analysieren, wie Instrumente des Marketings und der Public Relations genutzt werden, um trotz ökonomischer Herausforderungen die kulturelle Existenz zu sichern.
- Konzepte und Instrumente der Public Relations in der Theorie
- Herausforderungen der Kulturarbeit im wirtschaftlichen Kontext
- Praxisbeispiel: Chursächsische Veranstaltungs GmbH (CVG)
- Anwendung von Corporate Identity zur Imagesteigerung
- Product Public Relations und Absatzförderung in Kultureinrichtungen
Auszug aus dem Buch
3.2 Die theoretischen Maßnahmen der Public Relations und ihre Anwendung in der CVG
In der Theorie wird – wie bereits erwähnt – unter Öffentlichkeitsarbeit die Vertrauens- und Verständnisauf- beziehungsweise -ausbauung zwischen einer Organisation und ihren Teilöffentlichkeiten verstanden. Bei diesen Teilöffentlichkeiten handelt es sich um die Abnehmer also die Besucher, des Weiteren die Zulieferer, so beispielsweise Druckereien oder auch Künstler. Zudem werden Träger beziehungsweise Geldgeber zum Beispiel in der Form von Sponsoren oder Politikern sowie die eigenen Mitarbeiter zu den Bezugsgruppen der Organisation gezählt. (11)
Aber auch die Medienvertreter dürfen nicht außer Acht gelassen werden.
Die Public Relations können in sechs verschiedene Arten unterschieden werden. Diese können unmittelbar mit den Teilöffentlichkeiten in Verbindung bebracht werden:
Bei den Product Public Relations (1) handelt es sich um die Unterstützung der Marketing-Kommunikation durch die Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit. Primär ist hier der Gedanke der Absatzsteigerung. Betrachtet man diese Product Public Relations und damit die dabei zur Verfügung stehenden Instrumente können interne und externe Formen innerhalb der geschriebenen und gedruckten Mittel, interne und externe Veranstaltungen sowie gesprochene, visuelle und audiovisuelle Mittel zur Unterstützung der Marketing-Kommunikation rein theoretisch herangezogen werden. Diese Art der Öffentlichkeitsarbeit richtet sich beispielsweise anhand von Broschüren, persönlichen Gesprächen in Form von Firmenbesuchen, multimedialen Mitteln wie der CD-ROM oder Betriebsausflügen sowohl an die Besucher, die Geldgeber, die Medienvertreter als auch an die Mitarbeiter.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, inwiefern sich die theoretische Öffentlichkeitsarbeit von der praktischen Anwendung in Kulturbetrieben unterscheidet, wobei die Chursächsische Veranstaltungs GmbH als Fallbeispiel dient.
2. Der Begriff der Öffentlichkeitsarbeit und die grundlegenden Probleme der Kulturarbeit: Dieses Kapitel klärt die Definition von Public Relations im Kontext der Kommunikationspolitik und erörtert die spezifischen ökonomischen Schwierigkeiten, mit denen Kulturbetriebe heute konfrontiert sind.
3. Theorie und Praxis der Öffentlichkeitsarbeit – Eine Gegenüberstellung: Hier erfolgt eine detaillierte Vorstellung der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH sowie eine Analyse der theoretischen PR-Maßnahmen und deren spezifische Anwendung innerhalb dieser Organisation.
4. Resümee: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass in der Praxis eine Kombination aus PR, Werbung und Verkaufsförderung erfolgt, um die Existenz des Kulturbetriebs zu sichern.
Schlüsselwörter
Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Kulturbetrieb, Chursächsische Veranstaltungs GmbH, Marketing, Kulturmanagement, Corporate Identity, Absatzsteigerung, Besucherbindung, Kommunikationspolitik, Imagewechsel, Product Public Relations, Kulturstrategie, Sponsoring, Ticketshop
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Unterschied zwischen theoretischen Modellen der Öffentlichkeitsarbeit und der tatsächlichen Umsetzung dieser Konzepte in einem Kulturbetrieb.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Begriffsdefinition von Public Relations, ökonomische Herausforderungen für kulturelle Einrichtungen und die Anwendung von Marketinginstrumenten in der Praxis.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob die in der Fachliteratur beschriebenen Maßnahmen mit der Praxis der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH übereinstimmen oder Abweichungen aufweisen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Gegenüberstellung, indem sie theoretische Ansätze mit einem praxisbezogenen Vergleichsobjekt vergleicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Vorstellung der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH und der Anwendung spezifischer Maßnahmen, wie z.B. Corporate Identity und Product Public Relations.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Öffentlichkeitsarbeit, Kulturbetrieb, Marketing, Corporate Identity und Kulturmanagement.
Warum ist die Chursächsische Veranstaltungs GmbH ein geeignetes Beispiel?
Die GmbH dient als praxisnahes Vergleichsobjekt, da sie durch ihre Arbeit in Bad Elster den Wandel von einer Kur- zu einer Kulturstadt aktiv gestaltet.
Welche Rolle spielt die Corporate Identity für den Kulturbetrieb?
Die Corporate Identity wird als Instrument genutzt, um nach außen ein einheitliches und positives Image zu vermitteln, was langfristig zur wirtschaftlichen Stabilisierung beitragen soll.
Wie gehen Kulturbetriebe laut Arbeit mit ökonomischem Druck um?
Durch die Verbindung von Öffentlichkeitsarbeit mit vertriebsorientierten Maßnahmen wie Werbung und Verkaufsförderung versuchen die Betriebe, trotz rückläufiger Subventionen ihre Existenz zu sichern.
- Quote paper
- Janet Neßmann (Author), 2005, Öffentlichkeitsarbeit in Kulturbetrieben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92785