Das kosmische Drama

Eine perfekte Illusion


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2007
105 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Reinkarnation – der Weg der Seele zu Gott
Spirituelles Wissen aus autorisierten Quellen
Woher wissen wir, dass es frühere Leben gibt?
Das wahre und ewige Leben ist das Leben des gereinigten Geist
Re – Inkarnation und was es ist
Gibt es ein Ende der geistigen Entwicklung?
Wie gelangt man in das Königreich Gottes?
Warum muss die unsterbliche Seele zurück zu Gott?
Warum wir uns nicht erinnern können
Warum wir viele Leben annehmen müssen
Was bestimmt unsere Entwicklung

Spirituelle Unterweisungen für die unerwachte Seele
Der Sinn des Lebens
Was ist Gott?
Die drei Erscheinungsweisen der Natur
Das vedische Gesellschaftssystem
Die Welt – eine täuschende Illusion?
Die sechs edlen Tugenden
Erwecke den inneren Heiler in dir (1)
Erwecke den inneren Heiler in dir (2)
Existiert für uns ein „freier Wille“ ?
Das kosmische Drama – eine perfekte Illusion
Handeln oder Nicht - Handeln ?
Die nahe Zukunft der Erde – ein Ende mit Schrecken ?

Der Jainismus und seine Grundsätze
Die Lehren des Jainismus
Die fünf Gebote der Jainas auf dem Weg zur Göttlichkeit
Der 24. Thirthankara Bhagavan Mahavira
Der Jain – Pfad
Heilige Schriften und Bücher
Die Grundsätze Mahaviras

Spirituelle Malerei des Jaina – Mönchs und Yogi Dr. Jain
Jesus Christus – sein wahres Bildnis und seine Körpermerkmale

Nachwort

Autor

Literaturverzeichnis

Vorwort

Überrascht und erfreut zugleich erhielt ich von vielen Menschen Zustimmung zur Veröffentlichung meines Buches „In allem ist Gott“. Dies bestärkte mich in meiner Absicht ein weiteres Buch zu schreiben. Die Gründe dafür sind in unserer Zeit suchen, einer Zeit des vergessenen spirituellen Wissens über Gott, sodass sich jede Zeile die diese Defizite schließen hilft, als ein Segen für den nach Gott suchenden Menschen erweisen wird. Ausgehend von den Grundmängeln in den westlichen Gesellschaften, wie die Verlagerung der Lebensziele allein auf die Erfüllung materieller Wünsche und der Favorisierung einer schablonenhaften Gattung Mensch, welche ausschließlich der sexuellen und materiellen Sinnbefriedigung untergeordnet ist, existiert praktisch kein der Allgemeinheit verständliches Wissen über Gott und seine regulierenden Anweisungen für die menschlichen Gesellschaften mehr. Dies führte zu einem sittlichen und ethischen Abfall, der sich besonders in Europa als Folge der letzten beiden Kriege, aber auch bereits früher in den Verfolgungen des Christentums durch Rom und der Ausrottung des spirituellen Wissens durch die Inquisition des Mittelalters in Europa und der Unterwerfung anderer Kontinente in erschreckender Weise manifestierte. Seitdem die Höchste Persönlichkeit Gottes als Avatar und Vishnu – Inkarnation, Sri Krishna, vor 5.000 Jahren unser Universum in verlassen hat, wurden etwa 14.000 Kriege geführt. Auch dies ist ein Ausdruck des Fehlens einer wissenden und spirituell regulierenden Macht in der Welt. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn einige, noch spirituell tätige Völker mit Sorge den Vormarsch der materiellen und (un)kulturellen „Segnungen“ aus den Ländern der westlichen Welt beobachten. Jesus Christus und viele weitere spirituell fortgeschrittene Gott – Wesen, wie der Sikh – Heilige Guru Nanak[1] (1469 – 1539) oder der Vaishnava – Avatar Sri Krishna Caitanya Mahaprabhu[2] (1486 – 1552) lebten der Menschheit diese Lehren vor. Sie belehrten nicht nur andere, sondern sie lebte ihre Lehren selbst. Daher wird sich dieses Buch nicht nur mit der „ewig existierenden Seele“ und ihren materiellen, zeitweiligen Umhüllungen befassen, sondern auch die uns von Gott gegebenen Verhaltensweisen in dem Kapitel spirituelle Unterweisungen beschreiben, die helfen werden dieser oder jener Seele wieder zu einem spirituellen und regulierten Leben in Harmonie zu gelangen. Wir erschaffen uns unsere Höllen in unseren verunreinigten Bewusstseinsstrukturen selbst und verhindern durch den Prozess einer bewussten Reinigung des materiell verunreinigten Geistes unseren Aufstieg in die höher schwingenden Bereiches des „göttlichen Lichtes“. So bleiben wir selbst als Opfer in den niedrig schwingenden Frequenzen, die wir auch die Dunkelheit des Seins nennen können, gefangen. Im Reich Gottes gibt es keine Wunder, sondern nur Unwissende, die das, was sie nicht wissen, als Wunder bezeichnen. Es ist alles offenbart und alles vorhanden . Das es weltliche Mächte und Personen gibt, die sich gerne als mysteriöse und allwissende Menschen anbeten lassen ist unzweifelhaft. Die Menschheit muss ihren Glauben durch Gewissheit ersetzen, dann wird vor ihr die täuschende Illusion der materiellen Welt ihren dunklen Schleier heben und sie wird das innere Licht in sich wahrnehmen können. „Ich bin das Licht der Welt“, sagte Jesus Christus nicht umsonst, denn das Erwachen des Lichtes in uns ist das Erwachen des Christus – Bewusstseins. Das ist der zu erstrebende Zustand des Menschseins. In einem weiteren Teil meines Buches werde ich eine wahrhaft vorbildliche Religion, die sich wohltuend und als geistig entwickelt in das Christusbild passend darstellt, nämlich die Lehre der Jains oder Jainas beschreiben. Da mein spiritueller Lehrer ein Jaina – Mönch ist, werde ich diese gewaltfreie Religion dem interessierten Leser einmal näher bringen. Von den religiösen Übeln in dieser heuchlerischen Scheinwelt erfahren wir täglich mehr als genug, so sollte der Leser auch wissen, dass es noch andere „Vertreter Gottes“ auf unserem Planeten gibt, die man auf Grund ihrer Rücksichtnahme gegenüber allen Lebewesen in der Öffentlichkeit kaum wahrnehmen kann. Denn auch hier gilt die Weisheit: “Die vollen Fässer rollen leise und die leeren Fässer hört man poltern.“ Um das kosmische Drama, den Sinn der Wiedergeburt oder der Reinkarnation zu verstehen, muss ein Lebewesen spirituelles Wissen erhalten. Mein ursprüngliches Ziel, einige meiner früheren Leben in diesem Buch zu beschreiben habe ich, entsprechend meinen erhaltenen inneren Anweisungen, durch andere, für diese Zeit des Kali – Yuga wichtigere Inhalte ersetzt. Ich bin mir vollkommen bewusst nur wenige reife Seelen zu erreichen, aber selbst wenn es nur eine einzige wäre, die durch dieses Buch aus ihrem illusorischen Schlaf erwachte, so war das Schreiben des Buches vollkommen gerechtfertigt.

Reinkarnation – der Weg der Seele zu Gott

Spirituelles Wissen aus autorisierten Quellen

Spirituelles Wissen muss von autorisierten Quellen empfangen werden. Dieses Wissen kann von reinen Materialisten und Atheisten weder beurteilt, noch verstanden werden. So schrieb mit Recht der große indische Heilige, Paramahansa Yogananda: „Die Heiligen beurteilen den Wert eines Menschen anhand eines unveränderlichen Kriteriums, das sich wesentlich von den veränderlichen Maßstäben der Welt unterscheidet. Die Menschheit, die sich selbst für so vielschichtig hält, besteht in den Augen eines Meisters nur aus zwei Gattungen: aus den Unwissenden, die Gott nicht suchen, und den Weisen, die Gott suchen.“[3] Für den Suchenden nach der Wahrheit ist es erforderlich seine okkulten zerebro – spinalen Zentren, auch Chakren oder astrale Lotosblüten genannt, zu erwecken. Den abendländischen Forschern in der Bibel ist nicht bekannt, das in den „Offenbarungen des Johannes“ im Neuen Testament eine symbolische Darlegung des Yoga – Wissens durch Jesus Christus einem engeren Kreis seiner Jünger gelehrt wurde, zu denen auch Johannes gehörte (Offenbarung 1,20). Johannes erwähnte das „Geheimnis der sieben Sterne“ und der „Sieben Gemeinden“. Diese symbolische Bezeichnung bezieht sich auf die sieben Chakren des Lichtes, die auch als die sieben Falltüren der Gehirn – und Rückenmarksachse beschrieben werden. Durch diese von Gott geplanten und beim Menschen angelegten Ausgänge kann der meditativ geschulte Mensch seinem körperlichen Gefängnis entrinnen und seine Seele wieder mit dem All – Geist vereinen.[4] In den heiligen Schriften der Hindus wird unter anderem auch das Zeitalter des Bestehens unseres Universums beschrieben. Es beträgt exakt ein Zeitalter Brahmans, der 311.159.000.000.000 Sonnenjahre alt wird. In diesen Schriften wird auch erklärt das ein Planet wie die Erde aus zweierlei Gründen aufgelöst werden kann: entweder werden seine Bewohner im höchsten Grade gut oder im höchsten Grade böse. Die in der Welt vorherrschende Geisteshaltung erzeugt auf diese Weise eine Kraft, welche die zur Erde zusammengefügten Atome freigibt. Ein wesentlicher Bestandteil des Verständnisses für die Natur, das Universum und die Lebewesen ist das Verständnis dafür: „Dass der menschliche Körper nicht nur auf dem Wege der Evolution aus der Tierwelt hervorgegangen, sondern durch einen besonderen Schöpfungsakt Gottes erschaffen wurde. Die tierischen Formen waren zu primitiv, um der Göttlichkeit voll Ausdruck zu verleihen. Den ersten Menschen wurden als einzige Lebewesen der potentielle, allwissende „tausendblättrige Lotos“ des Gehirns und die okkulten Zentren der Wirbelsäule gegeben. Gott – als unser göttliches Bewusstsein riet dem ersten Menschenpaar alle Sinnesfreuden zu genießen, bis auf den Geschlechtsgenuss. Dieser war ihnen untersagt, damit die Menschheit nicht wieder in die niedere, tierische Zeugungsart zurückfallen sollte. Da dieses erste Menschenpaar (in der Bibel als Adam und Eva bezeichnet) dieses Gebot nicht befolgte, verloren sie das Bewusstsein an ihre Unsterblichkeit wieder und unterwarfen sich damit dem physischen Gesetz, demzufolge jeder körperlichen Geburt ein körperlicher Tod folgt.“[5]

Woher wissen wir, dass es frühere Leben gibt?

Es gibt unzählige Beschreibungen und Tatsachenberichte über die „Auferstehung“ heiliger Personen, großer Mystiker, gottergebener Yogis und theosophischer Adepten, die unzweifelhaft belegen, dass es keinen „wirklichen Tod“ gibt. Es „stirbt“ lediglich die materielle Hülle. Ob dies ein Materialist oder ein Atheist versteht, begreift oder glaubt, dass ist der absoluten Wahrheit vollkommen gleich. Ich möchte nur einige wenige Beispiele anführen. „Und als sie das sagte (Maria), wandte sie sich zurück und sieht Jesum stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist. Da spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchst du? Sie aber erkennt den Herrn nicht und meint es sei der Gärtner und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen? Jesus spricht zu ihr: Maria! Da ruft sie aus: Meister! Jesus spricht zu ihr: „Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater.“[6] Es muss also unmittelbar nach seiner „Auferstehung“ gewesen sein, als Maria Jesus am leeren Grab traf. Dieses „Rühre mich nicht an“, sagte Jesus offensichtlich damit Maria nicht erschrecken sollte, da er in seinem feinstofflichen Körper vor ihr stand, und sie quasi ins Leere fassen würde. Diesen Körper hatte Jesus in kurzer Zeit materiell wieder so verdichtet, dass später sein Jünger Thomas seine Finger in die Wunden des Herrn legen konnte. Es gibt über die körperliche Anwesenheit Jesus Christus nach seinem "Tod“ über ein Dutzend autorisierte Zeugnisse. Aber neben der Beschreibung der „Auferstehung“ oder sagen wir einfach besser der wieder Anwesenheit, gibt es unzählige weitere Beispiele. Im Prinzip kann ein erleuchteter Yogi oder Heiliger jederzeit eine verstorbene Person sehen, aufsuchen und mit dieser sprechen, sofern sich diese im „Jenseits“ (der feinstofflichen Welt) befindet und noch nicht wieder in die materielle Welt inkarniert ist. Da die Lebewesen in 8.400.000 Lebensformen mit ihren unterschiedlich entwickelten materiellen (maximal fünf) Sinnen und spirituellen Sinnen (mindestens einen Sinn mehr, als übersinnliche Wahrnehmung) die Dinge verschieden sehen und bewerten, können Lebewesen mit fünf Sinnen Dinge die in anderen Dimensionen vorhanden sind, nicht wahrnehmen. Aber nur deshalb, weil wir etwas nicht wahrnehmen können muss dies nicht bedeuten es sei unwahr. Wir müssen dass, was wir nicht wahrnehmen können denen, die, die Wahrheit kennen glauben. So sagte Jesus ebenfalls: „So ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht.“ (Johannes, Kap.4, Vers 48) Wir müssen lernen, den richtigen Personen zu glauben. Solche Personen sollten erleuchtet sein, da sie nur dann das gereinigte Christus – Bewusstsein besitzen. In der Bhagavad – Gita gibt es neunundzwanzig Kriterien für das Erkennen eines wirklich reinen Menschen im göttlichen Bewusstseinszustand. In der Bhagavad – Gita ist ausdrücklich gesagt, dass ein Mensch der nicht über Krishna – oder Christus – Bewusstsein verfügt, kein guter Mensch sein kann. Er mag noch so viele materielle Ehrungen erhalten haben, aber er lebt nicht in der Erscheinungsweise der Tugend. Das, was man darunter im spirituellen Sinne versteht, hat nichts zu tun mit den zeitabhängigen Moral - und Tugenddefinitionen, welche die Materialisten oder Atheisten alle paar Jahre neu formulieren. Sie nennen dies „Werte - Diskussion“. Ein weiteres Beispiel soll hier Erwähnung finden, welches der große Yogi und Heilige, Paramahansa Yogananda berichtet.[7]

„Hier in Kalkutta erschien mir Lahiri Mahasaya am Tage nach seiner Feuerbestattung um 10 Uhr morgens in lebendiger, strahlender Gestalt.“ Aus dem Munde dreier großer Yogis hat die Welt eine wunderbare Tatsache erfahren: Um 10 Uhr morgens, einen Tag, nachdem Lahiri Mahasayas Leib den Flammen übergeben worden war, erschien der auferstandene Meister in einem wirklichen, aber verklärten Körper (feinstofflichen, spirituellen Körper) dreien seiner Jünger, von denen jeder in einer anderen Stadt wohnte. Ebenso kann ich anführen, dass mein verstorbener Hund Bonzo drei Tage nach seinem Tode in der Yoga – Schule meines Jaina – Meisters in Berlin erschien und mit ihm sprach. Bis zum Jahre 2006 geschah dies noch dreimal. Seit November 2006 ist mein Hund wieder erneut inkarniert und wie er mir mitteilte, mit der im Jahre 2004 erkrankten Hündin aus Hamburg.[8] Meinen, im Juni 1944 in der Normandie gefallenen Vater traf ich selbst 1994 in einer Astralreise und er sprach ebenfalls mit meinem Jaina – Meister, der ihn auch körperlich traf und sah (im Jahre 2002 mehrfach) und mir seine Uniform und sein Aussehen vollkommen beschrieb. Interessant ist auch die Tatsache, dass mir der Brief eines Kriegskameraden meines Vaters, der unter seinem Kommando stand, erhalten blieb, indem dieser meiner Mutter aus einem Camp in amerikanischer Gefangenschaft den Tod meines Vater schilderte. Er vermerkte in diesem Brief das Datum seines Todes mit dem 23.06.1944. Auf der Mitteilung der deutschen Wehrmacht an meine Mutter steht als Todestag der 18.06.1944, ebenso steht dieses Datum auf dem Gedenkstein des Friedhofes für gefallene Deutsche Soldaten in der Normandie. Ich sagte meinem spirituellen Lehrmeister (indisch Guru) das Datum, welches der Kriegskamerad aus der Gefangenschaft meiner Mutter mitteilte, da ich mir sicher war dies wäre das echte Datum seines Todes. Mein Guru sagte darauf dieses Datum könnte nicht stimmen. Darauf nannte ich ihm das von der Meldestelle des Deutschen Reiches genannte Datum am 18.06.1944. Er sagte: „Das ist sein wirkliches Todesdatum“. Folglich hatte sich der Kriegskamerad unter dem Eindruck des Kriegsgeschehens und seiner Gefangenschaft offensichtlich im Datum geirrt. Inzwischen weiß ich, dass auch mein Vater seit Juni 2003 wieder einen Körper angenommen hat.

Das wahre Leben ist das Leben des gereinigten Geist

„Würdest du nur einen Tautropfen der kristallklaren Wasser göttlicher Erkenntnis erlangen, so würdest du alsbald gewahr werden, dass wahres Leben nicht das Leben des Fleisches, sondern das Leben des Geistes ist. Denn das Leben des Fleisches ist sowohl den Menschen als auch den Tieren gemeinsam, während das Leben des Geistes nur den Reinen im Herzen eigen ist, die aus dem Meere des Glaubens getrunken und sich von der Frucht der Gewissheit ihren Teil erworben haben. Ein solches Leben kennt keinen Tod, und ein solches Dasein ist von Unsterblichkeit gekrönt. So ist gesagt worden: „Wer ein wahrer Gläubiger ist, der lebt sowohl in dieser Welt als auch in der künftigen.“ (IQAN S.85)[9] Nach dem vedischen Wissen gibt es im Universum etwa 400.000 menschliche Lebensformen, die auf den verschiedensten Planeten anwesend sind. Der Mensch der Erde hat aufgrund seiner marginalen Energie (Mischenergie) die Fähigkeit und auch die Möglichkeit sowohl Materie, als auch reiner Geist zu sein. Daher ist die menschliche Lebensform bei vielen anderen Wesenheiten des Universum sehr begehrt, da diese die einzige Gelegenheit bietet, sowohl materielles Leben auf niederen oder höheren Planetensystemen zu genießen, als auch die Chance zu haben, zurückzukehren in die ewige spirituelle Welt Gottes, in welcher es keinen Tod mehr gibt und das Lebewesen nur noch reiner (heiliger) Geist oder absolutes Bewusstsein ist. In unserer Zeit, dem Kali – Yuga ist die Erde zum Tummelplatz vieler Lebewesen in der Erscheinungsweise der Unwissenheit und Leidenschaft geworden. Die Erscheinungsweise in der Tugend (Entsagung, Gottesliebe, geistige Reinheit, spirituelles Wissen, Demut, Schutz aller Lebewesen usw.) ist auf unserem Planeten selten geworden. Man rechnet mit nur etwa 1,5 Prozent Menschen der gesamten Menschheit, die über ein erleuchtetes Bewusstsein verfügen. Die Veden schreiben, dass im Kali – Yuga 75 Prozent aller Menschen irreligiös sind, auch wenn sie irgendwelchen Religionen und Ritualen nachgehen. Dies ist insgesamt ein bedauerlicher Zustand, aber wie ich schon mein vorheriges Buch betitelte „In allem ist Gott“, so müssen wir auch diese Entwicklungen als unabänderlich akzeptieren. Doch befreit dies niemanden nach einem edleren Verhalten und einem geläuterten Leben zu streben. Jeder Einzelne hat es in der Hand die geistige Evolutionsleiter aufwärts zu erklimmen oder wieder abwärts zu steigen. Ich zeige in meinen Büchern lediglich die Wege, die Möglichkeiten und Konsequenzen für unsere Handeln auf. Alles weitere regelt die allwissende Macht, die als Überseele in jedem Lebewesen als stiller Beobachter und Zeuge unseres Denkens und Tuns anwesend ist. Vor Gott und seiner Allmacht kann sich niemand verstecken.

Reinkarnation und was es ist

Inkarnation bedeutet „Einfleischung“ oder „Einkörperung“. Besser konnte man den Sachverhalt, wie die unsterbliche Seele sich in einen Körper begibt, überhaupt nicht nennen. Schon im ältesten Wissen der Welt, dem vedischen Wissen, wurde dieser Ausdruck in der Sprache Sanskrit benutzt. Das spekulieren und deuten mit logischen (aus den fünf materiellen Arbeitssinnen eines Menschen hervorgegangene fehlerbehaftete Einschätzung eines Sachverhaltes) Argumenten kann einen spirituellen Sachverhalt nicht erklären. Man muss sich an die Menschen halten, die Teile oder das Ganze der absoluten Wahrheit durch die Gnade Gottes und durch ihre reine Lebensführung sehen und wahrnehmen durften. So kann der Mensch mit einer Pflanze verglichen werden, die wächst, blüht und am ende ihres Daseins stirbt. Sie stirbt aber nicht vollständig. Sie hinterlässt einen Samen, der eine neue Pflanze hervorbringt. Jeder Mensch hinterlässt, wenn er stirbt einen ähnlichen Samen, seine guten und schlechten Handlungen, sein Karma – seine energetischen Erfahrungspotentiale. Ohne eine solche Tatsache, hätte die gesamte Entwicklung und Daseinsweise des Lebens überhaupt keinen Sinn. Der physische Körper muss sich, aufgrund seiner materiellen Eigenschaften auflösen, sterben, jedoch seine Erfahrungspotentiale, seine Handlungen sterben nicht. Er muss, ob er es möchte oder nicht wieder geboren werden, um die Früchte seines vorausgegangenen Handelns zu genießen und zu erleiden. Das ist ein ewiges göttliches Gesetz von Ursache und Wirkung. Das Wissen um die Wiedergeburt ist so alt wie die Veden. Sie ist die Grundlage von Hinduismus, Buddhismus und des Jainismus. Ebenso wird diese Lehre von der Sikh –Religion durch Guru Nanak Dev im Guru Grantha Sahib[10] befürwortet und gelebt. Die indischen Vaisnavas und weitere Glaubensgruppen teilen dieses von Gott herabgekommene Wissen. Jesus Christus war kein Avatar (keine in den heiligen Schriften angekündigte Inkarnationen Gottes der zehn namentlich aufgeführten Avatare, wobei im Kali- Yuga der letzte Avatar, Kalki heißt und am ende des Kali – Yuga erscheint. Durch ihn wird die verkommene Menschheit komplett vernichtet werden. Danach beginnt wieder ein neues „Goldenes Zeitalter der wahren Religion, das Sataya – Yuga) und kein Kirchengründer, er lehrte jedoch die Wiedergeburt und den Vegetarismus ebenso. Er selbst (Jesus Christus) erwiderte in einem Disput mit jüdischen Schriftgelehrten wer er wohl sei, dass er über Abraham so erhaben sprechen könnte: „Ich war, bevor Abraham war.“ Das bestätigt uns, dass Jesus eine sehr „alte“ und spirituell hochentwickelte Seele mit göttlichen Eigenschaften war. In unserer technisierten Welt, im Europa von heute, aber auch überall dort wo die heidnischen Barbaren im Altertum, im Mittelalter und in der Neuzeit wüteten und wüten, wurde und wird die wahre göttliche Spiritualität vernichtet und macht dämonischen und satanischen Ritualen Platz. So ist es nicht verwunderlich, wenn in solchen Ländern kaum noch Erscheinungen göttlicher Natur zu erfahren sind, so wie diese zum Beispiel in Indien, Malaysia, Pakistan und Indonesien häufiger anzutreffen sind. Dort gibt es auch noch mehr wirklich religiöse Menschen, da die Religionsvermittlung zumeist durch „erleuchtete“ Personen vorgenommen wird; und die Vermittlung göttlichen Wissens nicht nur über trockenes theologisches Studierwissen erfolgt.

Gibt es ein Ende der geistigen Entwicklung?

Nach den Zusicherungen Gottes an große erleuchtete Yogis in den Veden ist es das Ziel und die unabänderliche Gesetzgebung Gottes für eine jede „Seele“ (ewig existierendes Energiepartikel Gottes) zurückzukehren aus der materiellen Welt in das ewige Reich Gottes. Das wäre dann das Ende der großen Reise, an dem sich für jede Seele der Anfang wieder mit dem Ende verbindet. „Ich bin der Vater aller Lebewesen“. „Ich bin das Alpha und das Omega“. „Ich bin der Anfang und das Ende aller Dinge.“ Diese Aussagen über Gottes Allmacht lesen wir in allen Quellen unserer Existenz. In diesem ewigen, reinen Geistreich, wo aber keine Seele ihre Individualität verliert, gibt es viele Aufgaben des Dienens für Gott und für die noch in der materiellen Welt gefangenen Seelen zu erfüllen. Denn das Dienen für Gott ist die einzige wirkliche und ewige Religion. Man denke an die Engel und an Inkarnationen mit besonderen Aufgaben (Boddhisattva = reines Geistwesen). Es gibt viele große Erleuchtete, die über das Aussehen des Reiches Gottes und über Gott selbst Auskunft geben. Das man über das Aussehen Gottes nicht reden oder schreiben darf ist absoluter Unsinn. Das Aussehen Gottes ist in den ältesten Schriften, den Veden präzise und exakt angegeben. Solche Darstellungen, Gott zu einer menschenfernen und strafenden Macht zu erklären, liest man im besonderen im „Alten Testament“ der Bibel, die aber erst ab 300 n. Chr. zusammengestellt wurde. Zu Beginn des Mittelalters erlebte diese düstere Darstellung in der christlichen Religion ihren Höhepunkt. Die Inquisition erschien dann sozusagen als der Vertreter dieser düsteren Macht in Europa. In der Bhagavad – Gita steht alles, was man über Gott erfahren kann. Ebenso wird das Königreich Gottes in dem Buch <Autobiografie eines Yogi> durch autorisierte Quellenangaben in allen Einzelheiten geschildert. Nur dem Unvollkommenen bleiben alle Dingen verborgen, der Wissende erkennt in allem Gott und sieht keinen Unterschied zwischen einer Ameise, einem Tiger, einer Kuh, einem Professor oder einem Mönch – er sieht in allem Gott, denn es gibt nichts außerhalb Gottes. Gott ist die einzige Realität in unserem Universum. Alles Leben und jede Veränderung ist nur aus der Allmacht Gottes zu erklären. „Ek on Kaar“ (es gibt nur einen Gott), das sagen auch die Sikh in ihrem großen Mantra, dem <Mool – Mantra>. Lassen wir den bekannten Esoteriker und Heiler, Chales de Beaulieu, der in der Nähe von Kiel lebt an dieser Stelle zu Wort kommen. Er kennt auch die Jenseitsbereiche und schreibt über Rückführungen wie folgt: „Eine Rückführung lässt von einem Leben ins Vorvergangene springen. Meine Frage richtet sich an die Rückführer: Wo bleibt die Zeit zwischen diesen beiden Lebensabschnitten (Anm. des Autors: zwischen dem Tod und der Wiedergeburt), etwa im Astralen oder sogar in Ausnahmefällen im Mentalbereich? Warum erscheint davon nichts in den Rückerinnerungen? Ein weitere Frage wirft sich jetzt fast von alleine auf: Wessen letztes Leben wird aus dem Zentralbewusstsein (Anm. des Autors: feinstoffliche Weltbibliothek oder Akasha – Chronik genannt) herausgezapft? 360 Erfahrungen stehen zur Verfügung (Anm. des Autors: zu einer vollständigen Lebenserfahrung gehören zu einem menschlichen Lebewesen 360 Inkarnationen, die eine sogenannte Erfahrungspalette bilden. Jede Gruppe von Lebewesen hat eine andere Anzahl solcher Individualelemente).[11] Um einen kleinen Eindruck dessen, wo das Ende des Wissens angesiedelt sein könnte, möchte ich eine weitere Erfahrungsstelle aus dem gleichen Buch zitieren: “ ...an einer für mich nie da gewesenen Grenze aller Kausalitäten, der Grenze ZEN. (Anm. des Autors: um den grobstofflichen Körper existieren im feinstofflichen Bereich drei feinstoffliche Hüllen, das Astral, das Mental und das Kausal. Bevor man das ewige Geistreich Gottes betreten kann, müssen alle drei feinstofflichen Hüllen abgelegt werden. Das Individuum ist dann nur noch reiner Geist). Ich vermag nicht zu sagen, wie lange der Blick in diese Ungeheuerlichkeit gedauert hat. Waren es Sekunden, Minuten oder Stunden? Stellen Sie sich vor, alle Ihre vergangenen und zukünftigen Lebens würde sich in einem stecknadelkleinen Pünktchen komprimieren. Erweitern Sie diesen Eindruck auf ihre Umgebung, Familie, Dorf oder Stadt, Vaterland, Europa, die Erde mit all ihren Problemen, das Sonnensystem, viele Sonnensysteme und schließlich auf das Vergehen und Werden des gesamten Kosmos in Vergangenheit und Zukunft. Ich kam mir vor, wie wenn ich einen Blick durch ein Schlüsselloch getan hätte. Unfassbar, wunderbar und erschreckend zugleich. Alle Liebe, alle Seligkeiten der Welten verbanden sich mit einem unvorstellbarem Chaos und Schrecken. Wie winzig sind wir in diesem grandiosen kosmischen Spiel. Mir wurde klar, dass mein Sein noch lange Zeitabläufe viel zu schwach sein würde, um diese Ungeheuerlichkeit zu tragen, zu ertragen. Niemals wieder werde ich Überheblich sein.[12]

Wie gelangt man in das Königreich Gottes?

Jesus Christus sagte nicht umsonst: „Ehe ein Reicher in den Himmel gelangt, geht ein Kamel durch ein Nadelöhr.“ Dieser Ausspruch hat seine Bedeutung dadurch erlangt, dass es eine Gesetzmäßigkeit ist, dass materielle Interessen und materieller Besitz ein menschliches Lebewesen in die Illusion versetzen, es sei mächtig und von allen anderen unabhängig. Das Lebewesen unterliegt der Täuschung es sei durch die Anhäufung von Besitz in Sicherheit. Ein solches Denken ist ein Denken in der Erscheinungsweise der Unwissenheit und der Leidenschaft. Alle großen Weisen warnen uns vor der illusorischen Anhaftung an den zeitweiligen materiellen Besitz und an die zeitweilige Befriedigung unserer fünf Arbeitssinne: sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Das Bedürfnis, die fünf Arbeitssinne des materiellen Körpers zu befriedigen ist ein Bedürfnis, dem man lediglich geringe Aufmerksamkeit schenken sollte. Der Mensch isst, um zu leben und um Selbstverwirklichung, also Rückkehr in die spirituelle Welt Gottes zu erwirken. Im Kali – Yuga hat der Mensch durch das Eindringen der Ir-Religion und durch die Produktion unzähliger nutzloser Dinge sein wirkliches Lebensziel verloren. Die Menschen leben nur noch, um ihre fünf Sinne rund um die Uhr zu befriedigen. Dieser Irrweg, der von Gott und der Natur, aber auch vom göttlichen Selbst des Menschen wegführt, wird von Unwissenden die sich als Führer der Menschheit ausgeben als ein Segen gepriesen und als Fortschritt gelobt. Das menschliche Leben ist die letzte Stufe der Entwicklung, um wieder in das geistige Reich zu gelangen, aus dem wir vor unvordenklichen Zeiten in die materielle Welt geschleudert wurden. Auf das Rad der Wiedergeburten geworfen und unter die Aufsicht der Natur sowie die Kontrolle durch die alles verschlingende Zeit gestellt, jagen wir in 8.400.000 Lebensformen dem Genuss durch unsere Sinne hinterher. Dabei sind wir aber stets den drei Leiden des materiellen Seins unterworfen. Jesus sagte einmal: „Meines Vaters Haus hat viele Wohnungen.“ Damit meinte er die unterschiedlichsten Dimensionen und Zonen, in denen sich eine bedingte oder eine entwickelte Seele aufhalten kann. Nach dem Wissen der Rishis (Seher) und Yogis, aber auch nach den regulierenden Anweisungen des vedischen Wissens gibt es einige Grundvoraussetzungen, um sich Gott oder dem göttlichen in uns selbst zu nähern. Mit welchen Mitteln kann der Mensch all dies erlangen? Wie soll er diese Gnadengaben und Kräfte gewinnen? Erstens durch die Erkenntnis Gottes. Zweitens durch die Liebe zu Gott. Drittens durch Glauben. Viertens durch Werke der Nächstenliebe. Fünftens durch Selbsthingabe. Sechstens durch Loslösung von dieser Welt. Siebtens durch Reinheit und Heiligkeit. Ehe der Mensch nicht diese Kräfte erwirbt und diesen Anforderungen genügt, geht er sicherlich des ewigen Lebens verlustig. Wenn er aber die Erkenntnis Gottes besitzt, vom Feuer der Liebe zu Gott durchglüht ist, Zeugnis für das Reich Gottes und seine großen, machtvollen Zeichen ablegt, Liebe zwischen den Menschen bewirkt, kurz, wenn er in einem Zustand höchster Reinheit und Heiligkeit lebt, wird er sicherlich wiedergeboren und, vom Heiligen Geiste getauft, das ewige Leben genießen.[13]

[...]


[1] Vgl. Autorenkollektiv: 516. Geburtstag des Religionsgründers Guru Nanak, Verlag Sikh Federation Germany, Essen 1985, S. 41 – 47

[2] Vgl. Praphupada, Swami: Die Lehren Sri Caitanyas, The Bhaktivedanta Book Trust

[3] Vgl. Yogananda, Paramahansa: Autobiografie eines Yogi, Self Realization-Felloship 1998, Nachdruck 2001,

[4] Vgl. Quelle Fußnote 3,

[5] Vgl. Quelle Fußnote 3,

[6] Johannes Kapitel 20, Vers 14-17

[7] Vgl. Yogananda, Paramahansa: Autobiografie eines Yogi, 21. deutsche Auflage 1997, Scherz Verlag Bern, Wien München, S. 438 – 439

[8] Vgl. Staudte, Bernd: In allem ist Gott, 1. Auflage, Book on Demand, Niederstätten 2007, S. 82 – 85

[9] Vgl. Mothlagh, Hushidar: ..und zu ihm kehren wir zurück, aus den Schriften der Baha´i – Religion., siehe auch: http://www.geistigenahrung.org/leben-nach-dem-tod.html

[10] Dem heiligen Buch der Sikh, welches der 10. Guru der Sikh-Religion, 1708 als verbindliche Gurulehre bestimmte

[11] Vgl. Beaulieu Chales de: Ein Wanderer zwischen zwei Welten, 2. Auflage, Satori Verlag 2001,

[12] Vgl. ebenda,

[13] Vgl. http://www.geistigenahrung.org/leben-nach-dem-tod.html

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Details

Titel
Das kosmische Drama
Untertitel
Eine perfekte Illusion
Autor
Jahr
2007
Seiten
105
Katalognummer
V92830
ISBN (eBook)
9783638062619
ISBN (Buch)
9783638951104
Dateigröße
1578 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Drama, Veden, Mahavira, Yoga, Pranayama, Christus, Yogi, Jain, spirituelle Bilder
Arbeit zitieren
Bernd Staudte (Autor), 2007, Das kosmische Drama, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92830

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