Der erste Teil widmet sich dem Krieg Alexanders bis zur Schlacht von Issos. Es soll geklärt werden, warum der Makedonenherrscher überhaupt zur Entscheidungsschlacht bei Issos antreten konnte, trotz dessen er einige riskante Entscheidungen während des Feldzuges und während der einzelnen Schlachten traf, und der Weitermarsch aufgrund der schlechten Finanzlage Alexanders stets gefährdet war.
Im zweiten Teil soll anschließend die Schlacht von Issos selbst im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.
Die Schlacht von Issos ist, nach der Schlacht am Granikos, die Zweite, der drei großen Schlachten, die Alexander III., König der Makedonen, gegen Dareios III., den Großkönig des Perserreiches, führte.
Es soll erklärt werden, wie es zur Schlacht von Issos kam, wie sie verlief und welche Bedeutung diese für den weiteren Feldzug Alexanders gegen das Perserreich hatte.
„Dass es sich bei der Schlacht von Issos um eines der sensationellsten wie auch folgenreichsten Ereignisse der Weltgeschichte handelt, gilt längst als ausgemachte Tatsache. Bedeutete diese Schlacht allein doch die Erlösung Alexanders aus den Schwierigkeiten der ersten Kriegsjahre und schuf ihm die Grundlage für einen Entscheidungskampf mit dem persischen Reich.“3
Zu Beginn des zweiten Teils dieser Arbeit wird erklärt, wie es dazu kommen konnte, dass die Schlacht in der schmalen Küstenebene am Golf von Issos geschlagen wurde, anstatt wie vom persischen Großkönig, Dareios III., geplant, in der weiten Ebene des ostsyrischen Sochoi. Dabei werden zunächst die Topografie und die Marschbewegungen der beiden Heere, im Vorfeld der Schlacht, genauer beschrieben. Danach werden die beiden Heere hinsichtlich ihrer Stärke miteinander verglichen und die Schlachtordnung ausführlich dargestellt. Um anschließend den genauen Verlauf der Schlacht zu beschreiben. Ein Schwerpunkt liegt hierbei, darauffolgend, in der Betrachtung der Gründe für den Sieg Alexanders.
Den Abschluss bildet die Frage, welche Folgen der Sieg bei Issos für Alexander selbst und den weiteren Feldzug hatte. Dabei werden unter anderem die Verhandlungen mit Dareios thematisiert. Schließlich werden die Ergebnisse in einer Schlussbetrachtung zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Schlacht am Granikos
2.1 Heeresstärken
2.2 Aufstellung der Perser
2.3 Aufstellung der Makedonen
2.4 Schlachtverlauf
2.5 Folgen für Alexander
3. Auflösung der Flotte
4. Unterwerfung Kleinasiens
5. Zug ins Landesinnere
6. Alexander in Gordien
7. Durchquerung Anatoliens
8. Einnahme Kilikiens
9. Schlacht von Issos
9.1 Aufmarsch zur Schlacht bei Issos
9.2 Heeresstärken
9.3 Schlachtordnung
9.3.1 Aufstellung der Perser
9.3.2 Aufstellung der Makedonen
9.4 Schlachtverlauf
9.6 Gründe für den Sieg Alexanders
9.7 Folgen des Sieges Alexanders
9.7.1 Keine endgültige Entscheidung
9.7.2 Herrschaftsanspruch und Selbstverständnis
10. Verhandlungen mit Dareios
11. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht den Feldzug Alexanders des Großen gegen das Perserreich mit einem Fokus auf den Zeitraum bis zur Schlacht von Issos. Dabei soll geklärt werden, wie der makedonische Herrscher trotz riskanter Entscheidungen und schwieriger finanzieller Bedingungen den Entscheidungskampf gegen Dareios III. suchen konnte und welche strategische sowie psychologische Bedeutung dieser Sieg hatte.
- Analyse der militärischen Strategien und Entscheidungsprozesse Alexanders
- Untersuchung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Feldzugs
- Vergleich der Heeresstärken und Schlachtordnungen am Beispiel Granikos und Issos
- Bewertung der Folgen des Sieges von Issos für den weiteren Verlauf des Feldzugs
- Diskussion der Verhandlungen mit Dareios und der Wandlung von Alexanders Herrschaftsanspruch
Auszug aus dem Buch
9.4 Schlachtverlauf
Alexander „griff mit äußerster Vehemenz über den Fluss hinweg den linken persischen Flügel an und trieb ihn zurück.“ Seine rechte Flanke konnte dabei von der Abwehrgruppe gedeckt werden. Doch die Schlacht entwickelte sich für Alexander zunächst nicht gut. In hartem Gefecht setzten sich die persischen Kavalleristen und die griechischen Hopliten auf der Meerseite sowie im Zentrum allmählich durch. Der linke Flügel unter Parmenion wurde von der persischen Reiterei zurückgedrängt. Die Schlacht stand unentschieden.
Da führte Alexander die Entscheidung herbei, indem er sich in einem Flanken- und Umzinglungsangriff mit seinen Reitern bis zu dem weithin erkennbaren persischen Königswagen durchkämpfte. Dareios, der sich unmittelbar bedroht sah, „wurde von den vornehmsten Persern gedeckt, von Atizyes und Sabakes, den Satrapen Phygiens und Ägyptens, die beide im Nahkampf fielen, zuletzt von seinem Bruder Oxyathres.“ Dareios geriet in Panik, gab das Zeichen zum Rückzug und flüchtete.
Die persischen Heeresverbände gerieten in Verwirrung und lösten sich vor den vordringenden Makedonen auf, nur die griechischen Söldner räumten das Schlachtfeld in geschlossener Ordnung. „Der Großkönig selbst entkam mit 4000 griechischen Söldnern über den Euphrat.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung Alexanders ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem militärischen Erfolg des jungen Herrschers trotz riskanter Entscheidungen.
2. Schlacht am Granikos: Dieses Kapitel analysiert die erste große Auseinandersetzung der Makedonen gegen die persischen Satrapen und beleuchtet die problematische Quellenlage sowie die taktischen Gegebenheiten.
3. Auflösung der Flotte: Hier wird die riskante Entscheidung Alexanders thematisiert, seine Flotte aufzulösen, um sich auf den Landkrieg zu konzentrieren und die finanzielle Notlage zu lindern.
4. Unterwerfung Kleinasiens: Der Abschnitt behandelt das Vordringen in Kleinasien und die methodische Eroberung strategisch wichtiger Gebiete sowie die Integration der eroberten Territorien.
5. Zug ins Landesinnere: Es wird der logistische und strategische Aspekt des Feldzugs durch Kleinasien beschrieben, einschließlich der Teilung des Heeres für den Winterfeldzug.
6. Alexander in Gordien: Dieses Kapitel beschreibt den Sammelpunkt der makedonischen Truppen in Gordien und die Reaktion Alexanders auf die Bedrohung im Rücken durch die persische Flotte.
7. Durchquerung Anatoliens: Hier wird der rasche Marsch Alexanders Richtung Kilikische Pforte und sein bewusster Verzicht auf die systematische Unterwerfung nördlicher Provinzen dargelegt.
8. Einnahme Kilikiens: Der Fokus liegt auf der strategischen Bedeutung der Kilikischen Pforte und der Einnahme von Tarsos als Ausgangspunkt für die weiteren Ereignisse.
9. Schlacht von Issos: Das umfangreiche Kapitel analysiert detailliert den Aufmarsch, die Heeresstärken, die Schlachtordnung und den Verlauf der entscheidenden Schlacht gegen Dareios III.
10. Verhandlungen mit Dareios: Der Abschnitt befasst sich mit den diplomatischen Versuchen des persischen Königs, nach der Niederlage Frieden zu schließen, und Alexanders kompromissloser Reaktion.
11. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung von Alexanders militärischem Erfolg, seinen strategischen Fähigkeiten und seiner Rolle als Wegbereiter für eine neue Epoche.
Schlüsselwörter
Alexander der Große, Perserreich, Schlacht am Granikos, Schlacht von Issos, Dareios III., Makedonien, Militärgeschichte, Antike, Strategie, Feldzug, Kleinasien, Flottenauflösung, Taktik, Hellenismus, Satrapen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den frühen Verlauf des Alexanderfeldzugs durch Kleinasien bis hin zur entscheidenden Schlacht von Issos und bewertet, warum der junge makedonische Herrscher trotz riskantem Vorgehen erfolgreich blieb.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die militärische Strategie und Taktik, die finanzielle Ausgangslage des Feldzugs, die logistischen Herausforderungen sowie die diplomatischen Verhandlungen zwischen Alexander und Dareios.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie Alexander den Entscheidungskampf bei Issos trotz riskanter strategischer Entscheidungen und einer prekären Finanzlage herbeiführen und gewinnen konnte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historisch-analytische Untersuchung, die auf der kritischen Auswertung antiker Quellen und moderner Forschungsliteratur zur Alexandergeschichte basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Schlachten am Granikos und bei Issos, die Analyse logistischer Entscheidungen wie die Flottenauflösung sowie den strategischen Marsch durch Anatolien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Alexander der Große, Schlacht von Issos, Taktik, Perserkrieg, Militärstrategie und Feldzugslogistik charakterisieren.
Warum war die Entscheidung zur Flottenauflösung strategisch so riskant?
Alexander riskierte dadurch, von seinen Nachschubwegen abgeschnitten zu werden und die eroberten griechischen Städte der persischen Seehoheit schutzlos auszuliefern.
Was waren die Gründe für den Erfolg Alexanders bei Issos?
Neben der taktischen Überlegenheit und besseren Führung Alexanders war die Heterogenität des persischen Heeres und eine mögliche Unterschätzung des Gegners durch Dareios entscheidend.
Wie veränderte der Sieg bei Issos das Selbstverständnis Alexanders?
Durch den Sieg und die ehrenvolle Behandlung der persischen Königsfamilie deutete sich ein Wandel an: Alexander dachte nun über den reinen Rachefeldzug hinaus und beanspruchte die Herrschaft über Asien.
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- Franziska Zschornak (Author), 2007, Der Krieg Alexanders des Großen bis zur Schlacht von Issos, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92853