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Typen von Bedeutungsverschiebungen: Metonymie, Metapher und Differenzierung

Titel: Typen von Bedeutungsverschiebungen: Metonymie, Metapher und Differenzierung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Martina Müller (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ausdrücke oder Äußerungen können mehrere Bedeutungen haben. In der Fachsprache nennt man dieses Phänomen Ambiguität. Mehrdeutigkeit von Ausdrücken ist kein seltenes Phänomen, sondern bestimmt die Regel. Wörter, die nur genau eine eindeutig festgelegte Bedeutung haben, findet man eher selten. Die Mehrdeutigkeit von Wörtern und Sätzen kann auf allen Bedeutungsebenen auftreten. Die erste Ebene der Ausdrucksbedeutung erfasst vornehmlich Wort- und Satzbedeutung, aber bezieht nicht den Kontext ein. Auf der Ebene der Äußerungsbedeutung wird der Satz mit seiner Ausdrucksbedeutung im Kontext interpretiert. Die Ebene des kommunikativen Sinns bezieht sich auf sprachliche Zeichen in ihrer Verwendung mit den dazugehörigen Erfahrungen und Konventionen. Diese Ebene zählt schon mehr zur Pragmatik und nicht mehr in den semantischen Bereich.
Diese Arbeit beschäftigt sich vorrangig mit Bedeutungsverschiebungen, die auf der Ebene der Äußerungsbedeutung auftreten. Es werden drei Typen von Bedeutungsverschiebungen vorgestellt: Metonymie, Metapher und Differenzierung. Solche Verschiebungen werden immer im Kontext interpretiert, daher befasst sich das folgende Kapitel zunächst mit kontextueller Ambiguität und stellt grundlegende Phänomene und Prinzipien vor.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausführungen wird das Verhältnis von Metonymie und Metapher sein. In diesem Zusammenhang wird außerdem auf metaphorische Polysemien und ideomatische Redewendungen eingegange

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

2. Kontextuelle Ambiguität

2.1 Erläuterungen und Begriffsbestimmungen

2.2 Desambiguierung

2.3 Das Prinzip der konsistenten Interpretation

3. Typen von Bedeutungsverschiebungen

3.1 Metonymie

3.2 Metapher

3.3 Verhältnis von Metonymie und Metapher

3.4 Metaphorische Polysemie

3.5 Differenzierung

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Typen von Bedeutungsverschiebungen auf der Ebene der Äußerungsbedeutung und analysiert, wie diese durch kontextuelle Faktoren sowie das Prinzip der konsistenten Interpretation gesteuert werden.

  • Analyse von Mehrdeutigkeit und kontextueller Ambiguität
  • Systematische Untersuchung von Metonymie und Metapher
  • Unterscheidung und Verhältnis zwischen metonymischen und metaphorischen Prozessen
  • Untersuchung metaphorischer Polysemie und Differenzierung
  • Anwendung des Prinzips der konsistenten Interpretation

Auszug aus dem Buch

3.1 Metonymie

Das Lexem Schule umfasst ein Konzept, das auf verschiedene Komponenten referieren kann. Der Begriff kann auf unterschiedliche, aussersprachliche Entitäten verweisen.

Die folgenden Sätze referieren auf die Schule als Gebäude:

(2) Die Schule befindet sicht in der Schlossallee.

(3) Julia und Martha stehen vor der Schule und betrachten die eindrucksvolle Fassade.

In den nächsten Beispielsätzen wird der Begriff für den allgemeinen Schulbetrieb verwendet. Es wird auf die Schule als Institution referiert.

(4) Die Schule leistet einen großen Beitrag zur Allgemeinbildung.

(5) Die Schule beginnt wieder am 1. September.

Die folgenden Sätze (6) und (7) lassen beide Interpretationen oder Lesearten des Begriffs Schule zu. Man kann hier die Schule als Gebäude oder als Institution verstehen. Die Sätze sind daher mehrdeutig und können nur im entsprechenden Kontext interpretiert werden.

(6) Ich muss leider noch an der Schulet bleiben.

(7) Er konnte die Schule endlich verlassen.

Die Sätze (4) und (5) dagegen verweisen eindeutig auf die Schule als institutionellen Lehrbetrieb, da die Sätze im Verständnis eines Schulgebäudes so keinen Sinn ergeben würde. Der satzinterne Kontext eliminiert vorhandene Bedeutungsvariationen.

Das Konzept Schule umfasst also mehrere Komponenten, die zueinander in Beziehung stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik: Die Einleitung definiert das Phänomen der Ambiguität und ordnet die Arbeit in den Bereich der Äußerungsbedeutung ein.

2. Kontextuelle Ambiguität: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der kontextabhängigen Mehrdeutigkeit und stellt Mechanismen wie die Desambiguierung und das Prinzip der konsistenten Interpretation vor.

3. Typen von Bedeutungsverschiebungen: Hier werden die zentralen Kategorien Metonymie, Metapher, metaphorische Polysemie und Differenzierung detailliert analysiert und in ihrem Verhältnis zueinander beleuchtet.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, in der die Bedeutung des Kontextes und der psychologischen Aspekte für die Interpretation sprachlicher Ausdrücke betont wird.

Schlüsselwörter

Semantik, Ambiguität, Äußerungsbedeutung, Metonymie, Metapher, Kontextuelle Ambiguität, Desambiguierung, Prinzip der konsistenten Interpretation, Polysemie, Differenzierung, Bedeutungsverschiebung, Linguistik, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung von Bedeutungsverschiebungen, insbesondere wie Wörter je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen annehmen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die kontextuelle Ambiguität, die Differenzierung zwischen Metonymie und Metapher sowie die metaphorische Polysemie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die systematischen Muster aufzuzeigen, nach denen Bedeutungsverschiebungen auf der Ebene der Äußerungsbedeutung ablaufen und wie diese im Kontext aufgelöst werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse semantischer Konzepte, gestützt durch die Untersuchung von Beispielsätzen und den Rückgriff auf einschlägige Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Ambiguität, definiert die spezifischen Typen von Bedeutungsverschiebungen und vergleicht metonymische sowie metaphorische Prozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Semantik, Ambiguität, Metonymie, Metapher und kontextuelle Interpretation charakterisieren.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Metonymie und Metapher?

Die Arbeit grenzt beide Phänomene dahingehend ab, dass bei der Metonymie die Verschiebung innerhalb eines Konzepts bleibt, während die Metapher eine Übertragung in ein anderes semantisches Feld darstellt.

Was versteht man unter dem Prinzip der konsistenten Interpretation?

Es beschreibt den Grundsatz, dass ein zusammengesetzter Ausdruck immer so interpretiert wird, dass seine Bestandteile zueinander und zum Kontext passen.

Welche Rolle spielt der Kontext bei der Desambiguierung?

Der Kontext dient dazu, mehrdeutige Ausdrücke zu klären, indem er alternative Interpretationen, die nicht in den Satzbau oder die Situation passen, eliminiert.

Warum sind Metaphern in der Sprache relevant?

Sie ermöglichen es, abstrakte oder schwer fassbare Bereiche durch den Rückgriff auf konkrete Konzepte anschaulicher und verständlicher zu machen.

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Details

Titel
Typen von Bedeutungsverschiebungen: Metonymie, Metapher und Differenzierung
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,0
Autor
Martina Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V92861
ISBN (eBook)
9783638069526
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Typen Bedeutungsverschiebungen Metonymie Metapher Differenzierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martina Müller (Autor:in), 2007, Typen von Bedeutungsverschiebungen: Metonymie, Metapher und Differenzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92861
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Leseprobe aus  13  Seiten
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