Marktversagen infolge von externen Effekten


Studienarbeit, 2008
17 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Der Markt
2.1 Was ist der Markt?
2.2 Der vollkommene Markt
2.3 Der unvollkommene Markt

3 Marktversagen
3.1 Der Begriff des Marktversagens
3.2 Gefangenen-Dilemma
3.3 Ursachen des Marktversagens

4 Externe Effekte
4.1 Begriff und Typen externer Effekte
4.2 Internalisierung externer Effekte am Beispiel der Pigou-Steuer

5 Fazit

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Preisbildung auf Konkurrenzmärkten (Quelle: in Anlehnung an Welfens, (2005), S. 45)

Abb. 2: Entscheidungsmatrix (Quelle: in Anlehnung an Weimann (2006), S. 118)

Abb. 3: Die Pigou´sche Steuerlösung (Quelle: in Anlehnung an Fritsch et al (2007), S. 123)

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

„Es wird zu wenig gespart und investiert und für den Umweltschutz getan, die Bodenschätze werden zu schnell - ohne Rücksicht auf zukünftige Generationen – ausgebeutet. Daher ist es eindeutige Pflicht einer Regierung, die Treuhänder sowohl der ungeborenen Generationen als auch der gegenwärtigen Bürger ist, die erschöpfbaren, natürlichen Ressourcen eines Landes zu überwachen und sie - falls erforderlich durch Gesetz - vor überstürzter, rücksichtsloser Ausbeutung zu schützen.“[1]

Diese, von dem Nationalökonom Arthur Cecil Pigou, im Jahre 1920 getroffene Aussage ist auch heute noch für die gesamte Volkswirtschaft von zentraler Bedeutung.

Insbesondere beim Schutz des Klimas oder der Umwelt muss der Staat nachhelfen. „Hier versagen die Märkte immer wieder, weil die Verschmutzung der Umwelt oder der Ausstoß klimaverändernder Gase die Verursacher nichts kostet.“[2]

In diesem Kontext stellt sich die Frage, was unter einem Markt zu verstehen ist und wie der Preis eines Gutes zustande kommt.

Die Produktion oder der Konsum eines Gutes belastet unbeteiligte Dritte. Das Problem besteht jedoch darin, dass der „Verbrauch“ der Natur oder der Schaden für das Klima nicht in die Kosten der Produktion einfließen. Daher gibt es für die Verursacher auch keinen wirtschaftlichen Anreiz, nach neuen Verfahren zu suchen, die weniger belastend sind.

In solchen Fällen können Märkte zumeist erst dann etwas beitragen, wenn der Staat nachhilft. Dafür steht der Politik eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung. Hier besteht das Problem, zu entscheiden, welches Instrument am besten geeignet ist, um etwas gegen die unerwünschten Folgen der Klima- oder Umweltbelastung zu unternehmen.

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

In dieser Arbeit wird das Thema „Marktversagen infolge externer Effekte“ behandelt.

Der Begriff Markt bildet mit seinen grundlegenden Aspekten in Kapitel 2 den Ausgangspunkt dieser Arbeit. Darauf aufbauend soll erläutert werden, wie der Preis auf dem Markt zustande kommt. Außerdem werden die wichtigen theoretischen Grundlagen des vollkommenen und unvollkommenen Marktes erläutert.

In Kapitel 3 wird auf das Markversagen eingegangen. Zunächst wird der Begriff des Marktversagens definiert. Bevor die Standardursachen des Marktversagens aufgeführt werden, soll danach zunächst das Modell des Gefangenen-Dilemmas beschrieben werden.

Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen die externen Effekte als eine der Standardursachen des Marktversagens. Zunächst soll der Begriff der externen Effekte erläutert werden. Danach soll auf die Typen externer Effekte eingegangen werden, wobei insbesondere die technologischen externen Effekte betrachtet werden sollen.

Ziel dieser Arbeit soll es sein, ein Instrument zu finden, das etwas gegen die unerwünschten Folgen technologischer externer Effekte unternimmt. Daher soll im letzten Teil dieser Arbeit die Pigou-Steuer vorgestellt werden. Diese stellt ein Instrument zur Internalisierung externer Effekte dar.

2 Der Markt

In diesem Kapitel werden einige grundlegenden Aspekte des Begriffes Markt erläutert. Zunächst geht es in Kapitel 2.1 um die Definition des Marktes und die Preisbildung auf dem Markt. Darauf aufbauend sollen in den Kapiteln 2.2 und 2.3 der vollkommene Markt und der unvollkommene Markt erläutert werden.

2.1 Was ist der Markt?

Der Markt kann im modernen Sinne durchaus als eine Ausweitung des traditionellen Wochen- oder Bauernmarktes verstanden werden, auf dem Anbieter und Nachfrager zusammentreffen, um Güter zu tauschen.[3]

Im Allgemeinen versteht man unter einem Markt sämtliche Austauschprozesse, die aus dem Zusammentreffen von Anbietern und Nachfragern (Marktakteuren) entstehen. Bei den Marktakteuren kann es sich zum einen um einzelne Personen, zum anderen um Organisationen bzw. Kollektive (Haushalte, Unternehmen) handeln. Im Gegensatz zu einem traditionellen Markt, wo sich Anbieter und Nachfrager an einem bestimmten Ort treffen, können die Marktakteure sich während der Markttransaktion auch räumlich weit voneinander entfernt aufhalten. Dies ist beispielsweise beim Versandhandel, beim Devisengeschäft per Telefon oder dem Computerhandel von Wertpapieren der Fall. Zudem ist es nicht zwingend erforderlich, dass Leistung und Gegenleistung zeitgleich erfolgen, sondern diese können auch zeitlich versetzt stattfinden. Dies ist beispielsweise bei Garantie- oder Versicherungsleistungen, für die im Voraus gezahlt wird, der Fall.[4]

In der Volkswirtschaft existieren zwei Märkte, auf denen Haushalte und Unternehmungen interagieren: Gütermärkte und Faktormärkte.[5]

Auf den Gütermärkten kaufen die Haushalte den von den Unternehmungen produzierten Output an Gütern, d.h. die Haushalte sind Käufer und die Unternehmungen sind Verkäufer. Die Haushalte kaufen Waren und Dienstleistungen von den Unternehmen. Die Unternehmen benutzen diese Einnahmen aus den Güterverkäufen zum Teil zur Entlohnung der Produktionsfaktoren (beispielsweise Löhne und Gehälter der Arbeitskräfte). Der Rest der Einnahmen stellt den Gewinn des Unternehmers dar, der selbst auch zum Haushaltssektor gehört. Demzufolge fließen die Ausgaben der Haushalte für Güter zu den Unternehmungen und das Einkommen (Löhne, Miete und Pacht), sowie Gewinn von den Unternehmungen zu den Haushalten.[6]

Auf den Faktormärkten stellen die Haushalte den Unternehmungen die zur Produktion der Güter notwendigen Inputs zur Verfügung, d.h. die Haushalte sind Verkäufer und die Unternehmungen sind Käufer. Die Haushalte verkaufen den Gebrauch ihrer Arbeitskraft, ihrer Grundstücke und ihres Realkapitals an die Unternehmungen. Die Unternehmungen gebrauchen diese Produktionsfaktoren bei der Herstellung von Gütern, die auf den Gütermärkten wiederum den Haushalten zum Verkauf angeboten werden. Somit fließen die Produktionsfaktoren von den Haushalten zu den Unternehmungen und die Güter von den Unternehmungen zu den Haushalten.[7]

Als nächstes wird kurz dargestellt, wie der Preis, den man für ein bestimmtes Gut zahlen muss, zustande kommt. Dies wird anhand der folgenden Abbildung verdeutlicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Preisbildung auf Konkurrenzmärkten (Quelle: in Anlehnung an Welfens, (2005), S. 45)

Die waagerechte Achse dieser Abbildung zeigt die Menge M eines beliebigen Gutes an. Entlang der senkrechten Achse wird der zugehörige Preis pro Stück p in Euro gemessen. Die Nachfragekurve gibt an, wie viel alle Nachfrager zusammen bei unterschiedlichen Preisen erwerben wollen. Die Angebotskurve gibt an, wie viel die Anbieter zusammen bei unterschiedlichen Preisen veräußern wollen.[8]

Anhand der Angebotskurve kann man erkennen, dass Anbieter von Waren und Erzeugnissen eine höhere Menge eines Gutes anbieten, je höher der Preis dieses Gutes ist. Bei einem niedrigen Preis eines Gutes bieten die Anbieter weniger an.[9]

Zudem wird anhand der Nachfragekurve deutlich, dass die Nachfrager von Waren und Erzeugnissen eine größere Menge nachfragen, je niedriger der Preis eines Gutes ist. Bei einem höheren Preis wird weniger nachgefragt.[10]

In dem Punkt, bei dem sich Angebotskurve und Nachfragekurve schneiden, befindet sich das (Markt-)Gleichgewicht. Der Preis, bei dem sich beide Kurven schneiden, wird Gleichgewichtspreis genannt, die zugeordnete Menge wird Gleichgewichtsmenge genannt.[11]

Der Gleichgewichtspreis wird auch Markträumungspreis genannt, da zu diesem Zeitpunkt jeder Marktteilnehmer befriedigt und der Markt geräumt ist.[12]

[...]


[1] http://www.zeit.de/1999/35/199935.biblio_serie_15_.xml?page=2

[2] http://premium-5ro6ff951imrhh.eu.clickandbuy.com/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC/Dox~EA04DE0C0A05EB31B761A18841E258FD9~ATpl~Ecommon~Scontent.html?cb_content_name=Warum+versagt+der+Markt+beim+Klimaschutz%3F

[3] Vgl. Fritsch et al (2007),

[4] Vgl. Fritsch et al (2007),

[5] Vgl. Mankiw (2004),

[6] Vgl. Mankiw (2004),

[7] Vgl. Mankiw (2004),

[8] Vgl. Arnold (1996),

[9] Vgl. http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=45OSES

[10] Vgl. http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=45OSES

[11] Vgl. http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=45OSES

[12] Vgl. Mankiw (2004),

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Marktversagen infolge von externen Effekten
Hochschule
Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Vechta-Diepholz-Oldenburg; Abt. Vechta
Note
2,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
17
Katalognummer
V92960
ISBN (eBook)
9783638070225
ISBN (Buch)
9783638955317
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
14 Einträge im Literaturverzeichnis, davon 5 Internetquellen.
Schlagworte
Marktversagen, Effekten
Arbeit zitieren
Miriam Neugebauer (Autor), 2008, Marktversagen infolge von externen Effekten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92960

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