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Der Dokumentarfotograf Walker Evans und sein komplexes Fotografieverständnis

Title: Der Dokumentarfotograf Walker Evans und sein komplexes Fotografieverständnis

Term Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Catharina Cerezo (Author)

Art - Photography and Film
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Dass Walker Evans zu den besten amerikanischen Dokumentarfotografen zählt, bleibt außer Frage. Wie kein anderer prägte er im 20. Jahrhundert den dokumentarischen Stil und entwickelte dabei eine neue, sozial orientierte Bildästhetik.
Doch wer genau war Walker Evans eigentlich und was macht seine Fotografien zu einzigartigen Meisterwerken? Und vielmehr, wodurch genau zeichnet sich sein Fotografieverständnis aus? Diesen Fragen möchte ich in meiner Hausarbeit nachgehen und versuchen zu beantworten. Um im Rahmen einer solchen schriftlichen Arbeit zu bleiben, habe ich mich dabei für einige Schwerpunkte entschieden, die sich im Laufe meiner Beschäftigung mit dem Künstler als sehr interessant erwiesen haben.
So möchte ich zunächst an die Person Evans heranführen, sodass ich mit einer kurz gehaltenen Biografie einen allgemeinen Überblick über sein Leben und einige wichtige Lebenswerke verschaffen werde. Anschließend gilt meine Aufmerksamkeit zwei prägenden Lebensabschnitten, mit deren Hilfe ich mich dem komplexen Thema des Fotografieverständnisses Evans’ nähern möchte. Dieses in seiner Vollständigkeit darzustellen, stellt einen sehr wichtigen Punkt meiner Arbeit dar und ist, um Evans’ Meisterwerke als solche zu erkennen, von absoluter Notwendigkeit.
Um die gesammelten Aspekte des Fotografieverständnisses nicht beim Theoretischen zu belassen, möchte ich im vierten Kapitel auf ein Hauptwerk Evans’ genauer eingehen. Ich habe mich dabei für die prämierte Ausstellung und den gleichnamigen Katalog „American Photographs“ entschieden. Dieses Werk ist nicht nur durch seine vielseitige Bildthematik, sondern auch durch die wirkungsvolle Abfolge der Fotografien sehr beeindruckend. Mit Hilfe der gewonnenen Informationen aus dem dritten Kapitel werde ich dabei versuchen, über eine allgemeine Bildbeschreibung hinauszugehen.
Den Abschluss meiner Arbeit bildet schließlich ein kurzer Rückblick auf meine Ergebnisse, in dem ich Wichtiges noch einmal betonen, aber auch meine persönlichen Eindrücke sammeln möchte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biografie

3. Das Fotografieverständnis

3.1. Prägende Lebensabschnitte

3.1.1. Literaturinteresse/ Parisaufenthalt

3.1.1.a. Literarische Vorbilder

3.1.2. Die Arbeit bei der “Farm Security Administration”

3.1.2.a. „No Politics“

3.2. Motivwahl

3.3. Dokumentarcharakter

3.4. „Straight Photography“

3.5. Anonymität

4. „American Photographs“

4.1. Die Ausstellung

4.2. Der Katalog

4.2.1. Der Bilddiskurs

4.2.1.a. „License Photo Studio“

4.2.1.b. „Photographer’s Window Display“

5. Rückblick

6. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Fotografieverständnis von Walker Evans, um zu erklären, wie sein dokumentarischer Stil die amerikanische Bildästhetik des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt hat. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie Evans durch eine nüchterne, anonyme Herangehensweise und eine bewusste Motivwahl das Alltägliche zu einer aussagekräftigen sozialen Dokumentation transformiert.

  • Biografische Prägung und der Einfluss der Literatur auf das fotografische Werk.
  • Die Arbeit bei der Farm Security Administration (FSA) und das Spannungsfeld zwischen Dokumentation und politischer Neutralität.
  • Methodische Ansätze wie "Straight Photography", Anonymität und formale Bildgestaltung.
  • Analyse des Werks "American Photographs" als konzeptionelles Gesamtkunstwerk und Spiegel der amerikanischen Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

3.3. Dokumentarcharakter

Für Evans liegt die Kunst der Fotografie im Dokumentarcharakter der Wirklichkeit, er selbst nennt seine Arbeit „Kunst im dokumentarischen Stil.“21 Unrealistisch wirkende Bilder lehnt er ab, vielmehr fotografiert er „…in a brutally direct and artless way.“22 Die neue, zeitgemäße Bildästhetik zeichnet sich für Evans ohne jede Romantik aus. In einem „transparenten Dokumentarismus“ soll dem Betrachter der Blick auf die Motive nicht verstellt und keine Interpretationsrichtung vorgegeben werden.23 Es gilt, mehr durch formale, als durch emotionale Mittel zu beeindrucken, wobei Evans’ Werke gerade durch diese leidenschaftslos erscheinende Technik und durch den „…broader approach to reality…“24 dennoch emotionale Wirkung erlangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Walker Evans für die amerikanische Dokumentarfotografie dar und erläutert die Forschungsabsicht sowie den Aufbau der Arbeit.

2. Biografie: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Lebensweg von Walker Evans, von seinen Anfängen als angehender Schriftsteller in Paris bis zu seinem Wirken als bedeutender Fotograf.

3. Das Fotografieverständnis: Hier werden die prägenden Einflüsse, die Arbeit bei der FSA und die methodischen Prinzipien wie "Straight Photography" und Anonymität detailliert analysiert.

4. „American Photographs“: Das Kapitel widmet sich der gleichnamigen Ausstellung und dem Katalog als Hauptwerk, in dem die Bildauswahl und der Diskurs über die amerikanische Gesellschaft im Zentrum stehen.

5. Rückblick: Der Rückblick fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die persönliche Faszination der Autorin für die Einzigartigkeit der Werke von Evans.

6. Bibliografie: Dieses Kapitel listet die für die Hausarbeit verwendete Literatur sowie das verwendete Filmmaterial auf.

Schlüsselwörter

Walker Evans, Dokumentarfotografie, American Photographs, Farm Security Administration, Straight Photography, Fotografieverständnis, Sozialdokumentarische Fotografie, Bildästhetik, Anonymität, USA, 20. Jahrhundert, Kultur, Bilddiskurs, Realismus, Fotokunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das künstlerische Wirken und das spezifische Fotografieverständnis des amerikanischen Dokumentarfotografen Walker Evans im Kontext seiner Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des dokumentarischen Stils, der Einfluss literarischer Vorbilder, die Arbeit im Rahmen der FSA sowie die konzeptionelle Gestaltung der Ausstellung "American Photographs".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, die Grundlagen und Charakteristika von Evans’ Fotografieverständnis zu erarbeiten und zu verdeutlichen, was seine Bilder zu einzigartigen Meisterwerken macht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer biografischen Einordnung sowie einer inhaltlichen Bild- und Werkbeschreibung, ergänzt durch die Analyse von Ausstellungskatalogen und theoretischen Diskursen zur Fotografie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die biografische Entwicklung, die theoretischen Ansätze (wie Anonymität und direkte Abbildung) und eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Werk "American Photographs".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Dokumentarfotografie, sozialer Realismus, Anonymität, Bildästhetik und das spezifische Amerika-Bild der 1930er Jahre.

Wie unterscheidet sich Evans’ Arbeitsweise von anderen Fotografen seiner Zeit?

Evans zeichnet sich durch eine "brutal direkte", ungeschönte und formale Bildsprache aus, bei der er als Fotograf bewusst hinter das Objekt zurücktritt, um eine unmittelbare Konfrontation zwischen Betrachter und Motiv zu ermöglichen.

Welche Rolle spielte die Farm Security Administration (FSA) für sein Werk?

Die FSA bot ihm den Rahmen für seine intensivste Schaffensphase, in der er seinen dokumentarischen Stil fand, sich jedoch gleichzeitig gegen eine politische Instrumentalisierung seiner Bilder durch die Behörde wehrte.

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Details

Title
Der Dokumentarfotograf Walker Evans und sein komplexes Fotografieverständnis
College
University of Constance
Course
Der fotografische Apparat
Grade
1,0
Author
Catharina Cerezo (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V92970
ISBN (eBook)
9783638070287
ISBN (Book)
9783656620235
Language
German
Tags
Dokumentarfotograf Walker Evans Fotografieverständnis Apparat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Catharina Cerezo (Author), 2006, Der Dokumentarfotograf Walker Evans und sein komplexes Fotografieverständnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92970
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