Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Systematic Theology

„Cum autem Ecclesia sit in Christo veluti sacramentum...“ – Grundzüge der katholischen Ekklesiologie

Title: „Cum autem Ecclesia sit in Christo veluti sacramentum...“ – Grundzüge der katholischen Ekklesiologie

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Monika Ringleb (Author)

Theology - Systematic Theology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Ich glaube [...] die heilige katholische Kirche, ....“ – dieser Satz des Credos war es, den ich bis vor kurzem ganz bewusst im Gottesdienst nicht mitbekannte. Für mich war die katholische Kirche nicht heilig, nicht nach machtpolitischen Auseinandersetzungen und Kreuzzügen im Mittelalter, nicht nach einem schweigenden Papst im Nationalsozialismus und nicht nach Kindesmissbrauch durch Priester in unserer heutigen Zeit. Diese Vergehen sind schlimm und niemals würde ein Christ solche Taten für heilig erklären. Allerdings hatte ich bei meinem bewussten Auslassen der genannten Passage des Glaubensbekenntnisses immer nur die Kirche als Institution im Hinterkopf, die als solche natürlich nicht primär heilig ist. Setzt man sich mit dem katholischen Kirchenverständnis aber intensiver auseinander, so wird schnell bewusst, dass Kirche wesentlich mehr ist als ihre nach außen sichtbare organisatorische Struktur, die mit Menschen verknüpft ist und damit auch sündhaft sein kann.
Um dieses Mehr an Kirche soll es in dieser Arbeit gehen. Sie will aufzeigen, in welchen Grunddimensionen katholische Kirche gedacht werden kann und wie wir als Katholiken unsere Kirche verstehen. Diese Abhandlung will der Frage nachgehen, was die Kirche aus welchen Gründen für uns ist und was sie warum gerade nicht ist.
Bei der genaueren Beschäftigung mit diesem Thema wird klar, dass die katholische Ekklesiologie ein komplexes Feld darstellt. Die Komplexität ergibt sich, weil Kirche eben nicht nur unter der Perspektive der Institution betrachtet werden kann und darf: Sie besitzt eine mystisch-geistige Dimension. Und gerade diese drückt sich wiederum in verschiedenen Aspekten aus. Wenn man allein das Neue Testament auf die Bilder hin untersucht, die es für die Kirche findet, trifft man auf eine große Anzahl. Diese Bilder sind im Laufe der Geschichte von vielen Theologen wiederum gedeutet und ausgefaltet worden, so dass man sich, will man heute dem katholischen Kirchenverständnis auf die Spur kommen, inmitten eines großen und komplexen Wissensfeldes wiederfindet.
Weil die katholische Ekklesiologie so vielschichtig ist, bedarf eine Seminararbeit, die sich mit ihr beschäftigen will, notwendig einer sehr großen Einschränkung. Eine Abhandlung wie diese kann nicht mehr als ein Überblick sein – und auch dies nur in sehr begrenzter Form. Diese Arbeit will also einen Einblick in die wichtigsten Grundzüge des katholischen Kirchenverständnisses geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

A Überblick zum katholischen Kirchenverständnis in der Zeit bis zum II. Vatikanischen Konzil

1 Die Ursprünge: Erscheinungsweisen der Kirche im Neuen Testament und in der alten Kirche

2 Der grundsätzliche Wandel des Kirchenverständnisses im Mittelalter

B Grundzüge katholischer Ekklesiologie nach dem II.Vatikanischen Konzil

1 Grundsätzliches zum Wesen der Kirche

2 Der sakramentale Charakter der Kirche

2.1 Die Kirche als Stiftung Christi

2.2 Die Kirche als Sakrament Christi

2.3 Die Kirche als Sakrament des Geistes

2.4 Die Kirche als Sakrament des Heils

2.4.1 Das Schon und Noch-nicht des Reich Gottes in der Kirche

2.4.2 Sendung zum Heil als Aufgabe der Kirche

2.5 Kirche als Mysterium

3 Kirche als Communio

3.1 „Mystische“ Communio

3.1.1 Kirche als Leib Christi

3.1.2 Kirche als Teilhabe an der trinitarischen Gemeinschaft

3.1.3 Kirche als Volk Gottes

3.2 Das Wesen der Kirche als gesellschaftliche Größe

3.2.1 Die charismatische Struktur der Kirche

3.2.2 Die amtliche Struktur der Kirche

3.2.3 Das Verhältnis von charismatischer und amtlicher Struktur

3.3 Die Untrennbarkeit von mystischer und konkret erfahrbarer Gemeinschaft

4 Wie wir Kirche glauben: Notae ecclesiae

4.1 Einheit

4.1.1 Einheit der Liebe

4.1.2 Einheit in Vielfalt

4.2 Heiligkeit

4.3 Katholizität

4.4 Apostolizität

Versuch einer Kritik

Zielsetzung und Themen

Diese Seminararbeit untersucht die Grundzüge der katholischen Ekklesiologie, insbesondere im Licht der Kirchenkonstitution "Lumen Gentium" des II. Vatikanischen Konzils, um ein tieferes Verständnis der Kirche jenseits einer rein institutionellen Betrachtungsweise zu entwickeln.

  • Historische Entwicklung des Kirchenverständnisses von den Ursprüngen bis zum Mittelalter
  • Die sakramentale Dimension der Kirche als Zeichen und Werkzeug Gottes
  • Die Kirche als Communio (Gemeinschaft) und ihr gesellschaftlicher Aufbau
  • Die Bedeutung der vier Wesensmerkmale (Notae ecclesiae): Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Das Schon und Noch-nicht des Reich Gottes in der Kirche

In der Betrachtung der Kirche als Heilszeichen Gottes für die Welt ergibt sich, weil sich das Heil im anbrechenden Reich Gottes verwirklicht, die Frage nach dem Verhältnis von Reich Gottes und Kirche. Beide sind auf der Ebene der Geschichte und im Hinblick auf die Vollendung sowohl zu identifizieren als auch zu unterscheiden. In der Kirchenkonstitution des II. Vatikanischen Konzils ist diese Spannung festgehalten: Zugleich werden Vorläufigkeit der Kirche und ihre anfang- und zeichenhafte Identität mit dem Reich Gottes betont.

Insofern Kirche Sakrament ist, d. h. insofern sie Wirkinstrument Gottes ist, also in der Nachfolge Jesu seinen Willen tut, ist das Reich Gottes als Reich der Liebe schon gegenwärtig in ihr. Allerdings bilden Menschen das Wirkinstrument Gottes, denen Gott die Freiheit lässt, sich gegen seine Liebe zu entscheiden. Deswegen herrschen auch immer Schuld und Sünde in der Kirche – in der Kirche als Institution und Gemeinschaft, aber auch in ihren einzelnen Gliedern.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autorin reflektiert ihr persönliches, kritisches Kirchenbild und formuliert die Absicht, ein komplexeres, nicht rein institutionelles Verständnis der Kirche aufzuzeigen.

A Überblick zum katholischen Kirchenverständnis in der Zeit bis zum II. Vatikanischen Konzil: Dieses Kapitel skizziert die Entwicklung vom urchristlichen Selbstverständnis hin zum monarchisch-juridischen Kirchenbegriff des Mittelalters.

B Grundzüge katholischer Ekklesiologie nach dem II.Vatikanischen Konzil: Der Hauptteil erläutert das moderne Ekklesiologie-Verständnis, das sich an den biblischen Ursprüngen orientiert und die Kirche als sakramentales Mysterium und Gemeinschaft begreift.

Versuch einer Kritik: Die Autorin erkennt den Fortschritt der konziliaren Ekklesiologie an, weist jedoch auf ein erhebliches Vermittlungsproblem der oft pathetischen Konzilstexte an die Laien hin.

Schlüsselwörter

Katholische Ekklesiologie, II. Vatikanisches Konzil, Lumen Gentium, Sakrament, Communio, Kirche als Mysterium, Volk Gottes, Leib Christi, Notae ecclesiae, Institution, Charismen, Amtliche Struktur, Heilshandeln, Reich Gottes, Kirchenkonstitution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundzügen der katholischen Ekklesiologie, insbesondere basierend auf der Kirchenkonstitution "Lumen Gentium" des II. Vatikanischen Konzils.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das sakramentale Wesen der Kirche, ihre Struktur als Communio (Gemeinschaft) sowie die vier Wesensmerkmale (Notae ecclesiae).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis der Kirche zu entwickeln, das über eine rein institutionelle und organisatorische Sichtweise hinausgeht und die mystisch-geistige Dimension einbezieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologische Abhandlung, die auf der Analyse der Kirchenkonstitution "Lumen Gentium" (insbesondere LG 1-8) sowie auf der Auswertung relevanter Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Kirche als Stiftung Christi, als Sakrament, als Communio (sowohl mystisch als auch gesellschaftlich) sowie die vier Notae ecclesiae: Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ekklesiologie, Sakrament, Communio, Mysterium, Volk Gottes, Notae ecclesiae und das II. Vatikanische Konzil.

Warum ist das Verständnis von Kirche als "Mysterium" für die Autorin so wichtig?

Es verdeutlicht, dass Kirche nicht nur eine menschliche Organisation ist, sondern eine göttliche Wirklichkeit, in der Christus wirksam gegenwärtig bleibt.

Welches Problem sieht die Autorin bei der aktuellen Vermittlung kirchlicher Lehre?

Sie kritisiert, dass die pathetische und patristische Sprache des Konzils für Laien schwer verständlich ist, was dazu führt, dass Kirche oft weiterhin nur als rein bürokratische Organisation wahrgenommen wird.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
„Cum autem Ecclesia sit in Christo veluti sacramentum...“ – Grundzüge der katholischen Ekklesiologie
College
University of Würzburg
Course
Hauptseminar
Grade
1,3
Author
Monika Ringleb (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V92982
ISBN (eBook)
9783638071284
ISBN (Book)
9783638956116
Language
German
Tags
Ecclesia Christo Grundzüge Ekklesiologie Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Ringleb (Author), 2007, „Cum autem Ecclesia sit in Christo veluti sacramentum...“ – Grundzüge der katholischen Ekklesiologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92982
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint