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Kinderängste im Grundschulalter

Title: Kinderängste im Grundschulalter

Bachelor Thesis , 2008 , 66 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Nadine Stelzer (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Warum setzt man sich mit einem Thema auseinander, welches man im täglichen Leben versucht zu umgehen? Gerade deshalb.

„Angst ist für die Seele ebenso gesund wie ein Bad für den Körper.“ (Maxim Gorki; russischer Schriftsteller; 1868–1936)

Doch was ist Angst eigentlich, vor allem für Kinder, und ab wann ist Angst nicht mehr gesund? Diese Fragen werde ich im Rahmen dieser Arbeit beantworten und auf spezielle Ängste im Einzelnen genauer eingehen.
Eine Auseinandersetzung mit der Thematik Angst sollte für Lehrende einen Anspruch an sich selbst darstellen. Es ist wichtig die Bedeutung, die Komplexität und die Tragweite dieser Problematik zu hinterfragen und zu verstehen. Eine Studie aus dem Jahr 2001 zeigte auf, dass 23% der acht- bis dreizehnjährigen Kinder in ihrem Alltag durch Angst beeinträchtigt werden. 10% bis 15% der Grundschulkinder weisen sogar Angststörungen auf. Diese Kinder haben wir in unseren Klassen und arbeiten täglich mit ihnen zusammen. Um bestimmte Reaktionen und ihr Verhalten besser verstehen zu können, muss eine Auseinandersetzung mit Angst, Kinderangst im Speziellen und natürlich mit Ängsten, welche unseren Schulalltag stark beeinflussen, erfolgen.
Ziel meiner Arbeit ist es nicht psychologischen Erklärungen, Auseinandersetzungen und Therapien zu behandeln, sondern auf die Kinderangst aus pädagogischer Sicht einzugehen. Meinen Ausführungen lege ich aus diesem Grund eine allgemeingültige Sinndeutung des Begriffes der Angst zugrunde. Auch der Umgang mit „Angstkranken“ wird nicht aus der medizin-psychologischen Wahrnehmung heraus betrachtet.
Ich habe zwei empirische Untersuchungen in diese Arbeit mit einfließen lassen, die ich im kleinen Rahmen an zwei Schulen durchgeführt habe. Um ein Gefühl zu bekommen, inwiefern Lehrer die Ängste ihrer Schüler richtig einschätzen können, habe ich einen Fragebogen eingesetzt. Des Weiteren führte ich einen Teil des Kinderangsttests von Thurner und Tewes an der Schule für Erziehungshilfe „Hans-Fallada“ in Weißwasser (Sachsen) und der Mittelschule „Dr.-Marja-Grollmuß“ in Schleife (Sachsen) durch.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Angst

3 Kinderängste

3.1 Grundlegendes zur Thematik

3.2 Verschiebung der Kinderängste

3.3 Auswirkungen von Ängsten

3.4 Arten von Kinderängsten im Grundschulalter

3.5 Umgang mit Angst

3.6 Risikofaktoren für die Entstehung von Angststörungen

4 Schulangst

4.1 Angstentstehung

4.2 Versagensangst bei Überforderung

4.3 Weitere Schulängste

5 Angstreduktion

5.1 Allgemeine Angstreduktion

5.2 Schulangstreduktion

6 Empirische Untersuchungen

6.1 Lehrerbefragung

6.2 Kinderangsttest

6.3 Persönliche Stellungnahme zu den Untersuchungen

7 Schlusswort

8 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, Kinderängste aus einer pädagogischen Perspektive zu beleuchten, anstatt eine rein klinisch-therapeutische Betrachtung einzunehmen. Dabei wird erforscht, wie Ängste im Grundschulalter entstehen, welche Auswirkungen sie auf den schulischen Alltag haben und wie Lehrende durch gezielte Maßnahmen zur Angstbewältigung und Stärkung des Kindes beitragen können.

  • Grundlagen und Definition des Phänomens Angst im Kindesalter.
  • Differenzierung zwischen verschiedenen Angstformen wie Schulangst und Trennungsangst.
  • Analyse der Rolle von Lehrkräften bei der Wahrnehmung und Reduktion von Schülerängsten.
  • Empirische Untersuchung zur Einschätzung von Schülerängsten durch Lehrpersonen sowie zur Selbsteinschätzung der Kinder.
  • Pädagogische Handlungsoptionen zur Förderung eines positiven Selbstkonzepts und zur Angstreduktion im Unterricht.

Auszug aus dem Buch

Die Angstspirale

Ein Schüler schreibt eine schlechte Note. Daraufhin sind die Eltern enttäuscht, da das Kind ihre Erwartungen nicht erfüllt hat und sie sich Sorgen um die Zukunft des Sprösslings machen. Bessere Noten und eine Erhöhung des Lernpensums werden zum zentralen Thema in der Kommunikation zwischen den Eltern und dem Kind. Das Kind hat das Gefühl, dass die Zuwendung und Anerkennung durch die Bezugspersonen immer mehr von den Noten abhängt. Hat das Kind diese Einstellung einmal übernommen, wird seine Selbstachtung von guten Noten bestimmt, auch wenn die Eltern keinen weiteren Einfluss mehr nehmen. Diese Situation setzt das Kind unter einen enormen Druck. Es wird versuchen, fleißiger zu sein. Meist wird der Lernstoff bedingt durch den Stress aber schlechter gespeichert.

Unter diesem Druck sitzt der Schüler auch in der Schule vor den schriftlichen Arbeiten, wird immer verkrampfter und nervöser, was in einigen Fällen sogar eine Denkblockade auslöst. Daraus folgen natürlich wieder schlechte Noten. Das Selbstvertrauen des Kindes wird immer geringer und die Anstrengungen, eine gute Note zu erreichen, immer verzweifelter. Doch damit wächst auch der Druck, sowohl beim Lernen als auch in der Schule. Irgendwann resigniert der Schüler und steigt aus dem Unterrichtsgeschehen aus.

Diese Angstspirale soll aufzeigen, wie schwer es wird, dem Kind zu helfen, wenn die Spirale einmal angefangen hat, sich zu drehen. Auch die Wichtigkeit des richtigen Umgangs mit schlechten Noten seitens der Eltern sollte aufgezeigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Thematik ein und erläutert die pädagogische Zielsetzung der Arbeit, Ängste bei Grundschulkindern besser zu verstehen.

2 Angst: Dieses Kapitel definiert Angst als natürliches Urphänomen mit Schutz- und Impulsfunktion und beleuchtet die körperlichen sowie psychischen Aspekte.

3 Kinderängste: Hier werden die spezifischen Ängste im Grundschulalter, deren Auslöser sowie die Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes detailliert analysiert.

4 Schulangst: Dieser Teil fokussiert sich auf schulbezogene Ängste, insbesondere Versagensängste und den Prozess der sogenannten Angstspirale.

5 Angstreduktion: Es werden konkrete pädagogische Strategien vorgestellt, wie sowohl im allgemeinen Lebensbereich als auch spezifisch im Schulalltag Ängste abgebaut werden können.

6 Empirische Untersuchungen: Dieses Kapitel dokumentiert die durchgeführte Lehrerbefragung sowie den Einsatz eines Kinderangsttests an zwei Schulen und diskutiert die Ergebnisse.

7 Schlusswort: Das Schlusswort reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und unterstreicht die Notwendigkeit, Kinderängste im pädagogischen Kontext ernst zu nehmen.

8 Bibliographie: Das Verzeichnis listet die verwendete Fachliteratur sowie die Internetquellen auf, die zur Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Kinderängste, Grundschule, Schulangst, Angstbewältigung, Angstreduktion, Lehrer-Schüler-Interaktion, Versagensangst, Trennungsangst, Angstspirale, empirische Untersuchung, pädagogische Psychologie, Selbstkonzept, Angststörungen, Entwicklung, Stress.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Kinderängste im Grundschulalter und deren Bedeutung für das schulische Lernen und die Entwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Funktionen von Angst, verschiedene Arten von Ängsten bei Kindern, Schulangst sowie pädagogische Ansätze zur Angstreduktion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräfte für die Ängste ihrer Schüler zu sensibilisieren und Wege aufzuzeigen, wie ein emotional sicherer Rahmen im Unterricht geschaffen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer theoretischen Literaturanalyse wurde ein empirischer Teil durchgeführt, bestehend aus einer Lehrerbefragung und der Anwendung eines standardisierten Kinderangsttests.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Angst, die Analyse spezifischer Kinder- und Schulängste sowie die Darstellung von Interventionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Kinderängste, Schulangst, Angstreduktion, Selbstkonzept und das Lehrer-Schüler-Verhältnis.

Welches Ergebnis erbrachte die Lehrerbefragung bezüglich der Einschätzung der Schülerängste?

Die Befragung ergab, dass Lehrkräfte die Ängste ihrer Schüler im Durchschnitt deutlich höher einschätzen, als die Kinder diese selbst angeben, was auf eine Diskrepanz in der Wahrnehmung hindeutet.

Welche Bedeutung kommt der "Angstspirale" in der Arbeit zu?

Die Angstspirale verdeutlicht, wie durch Leistungsdruck und negative Schulerfahrungen ein Teufelskreis aus Versagensangst und sinkendem Selbstvertrauen entsteht, der die Kinder in ihrer Leistungsfähigkeit massiv beeinträchtigt.

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Details

Title
Kinderängste im Grundschulalter
College
University of Potsdam  (Institut für Grundschulpädagogik)
Grade
2,3
Author
Nadine Stelzer (Author)
Publication Year
2008
Pages
66
Catalog Number
V93002
ISBN (eBook)
9783638058209
Language
German
Tags
Kinderängste Grundschulalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Stelzer (Author), 2008, Kinderängste im Grundschulalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93002
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