Zwischenmenschliche Fähigkeiten im Unternehmen

Bedeutung von Schlüsselqualifikationen


Hausarbeit, 2008
23 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

1... Einleitung

2... Abgrenzung „Zwischenmenschlicher Fähigkeiten" im Unternehmen
2.1 Schlüsselqualifikationen im Unternehmen aus berufspädagogischer Sicht
2.2 Soziale Kompetenz als zu vermittelnder Teilaspekt von Schlüsselqualifikation im unternehmerischen Kontext
2.2.1 Vermittlungsansätze zur Förderung von Kommunikationsfähigkeit durch Erwachsenenbildung
2.2.2 Grundsätze zur Förderung von Teamfähigkeit durch Erwachsenenbildung

3. Förderung gruppendynamischer Prozesse als Kriterium für wirkungsvolle zwischenmenschliche Fähigkeiten mit Hilfe des Johari- Fensters

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Wird der Titel dieser Arbeit „Zwischenmenschliche Fähigkeiten im Unterneh­men" betrachtet, formen sich schnell einige Gedanken. Langsam beginnt sich ein Gefühl für die Aktualität dieses Themas zu entwickeln. Auf den ersten Blick handelt es sich im Titel um aneinander gereihte Worte. Wird damit be­gonnen, diese näher zu beleuchten, entwickelt sich aus einem kleinen Irrgar­ten ein Labyrinth. Der spezielle Pfad der Erwachsenenbildung bringt den Le­ser an ein bestimmtes Ziel.

Um einen genauen Richtungsweiser für das spezielle Themenfeld dieser Ar­beit geben zu können, bietet es sich an, Weiterbildung nach bestimmten In­halten zu sortieren. Dabei soll die Bezugsebene verdeutlicht und Perspekti­ven benannt werden. So wird eine gezielte Richtung für diese Arbeit vorge­geben und eine Orientierungshilfe geschaffen, ohne dabei zu vergessen auf die Vielschichtigkeit und das komplexe Diskussionsspektrums hinzuweisen. Inhaltlich gliedert sich die Erwachsenbildung in

- berufliche Weiterbildung,
- allgemeine Weiterbildung und
- politische Weiterbildung.[1]

Fokus für diese Arbeit ist die berufliche Weiterbildung von Erwachsenen ei­nes Unternehmens (hier gleichzusetzen mit betrieblicher Weiterbildung). Sie zielt ganz allgemein darauf ab, das einzelne Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten.[2] Oberstes Unternehmensziel von im Wettbewerb stehenden Unter­nehmen soll betriebswirtschaftlich als Gewinnmaximierung[3] (GMAX) benannt werden. Das Haushalten, also der überlegte Einsatz der zur Verfügung ste­henden Ressourcen, trage dazu bei. Hier findet sich der Ansatzpunkt: Die menschliche Arbeitskraft als Ressource.

Bezugsebene bildet demnach der Mitarbeiter[4] vor einem programmatischen Hintergrund[5], d.h. wie kann die Gestaltung der betrieblichen Weiterbildung zur Zielerreichung beitragen.

Aus der Perspektive der primär beruflich orientierten Weiterbildung soll eine Förderung zwischenmenschlicher Fähigkeiten zur Erreichung der Unterneh­mensziele diskutiert werden.

Begründung findet diese Arbeit in der Bedeutung der Schulung von Individu­en zur Fundierung ihrer beruflichen Existenz.

Dabei wird im ersten Verlauf dieser Arbeit eine Eingrenzung des Begriffes „Zwischenmenschliche Fähigkeiten" vorgenommen. Diese werden durch Schlüsselqualifikationen aus berufspädagogischer Sicht klassifiziert, um dann auf die spezielle Komponente dieser eingehen zu können; der Sozialen Kom­petenz. Um die Bedeutung der Förderung und Vermittlung zwischenmensch­licher Fähigkeiten herauszustellen, werden die Aspekte Kommunikationsfä­higkeit und Teamfähigkeit exemplarisch herangezogen und erste Vermitt­lungsansätze und Grundsätze aufgezeigt. Die Darstellung des Johari- Fensters zeigt eine Möglichkeit der genauen Analyse gruppendynamischer Prozesse als Grundlage für zwischenmenschliche Fähigkeiten im unterneh­merischen Interesse.

Die Zusammenfassung und die kritische Auseinandersetzung mit der Thema­tik sollen im Fazit ihren essenziellen Raum erhalten.

Historische Hintergründe und Forschungsansätze der Erwachsenenbildung sollen nur ergänzend erwähnt werden. 5 2. Abgrenzung „Zwischenmenschlicher Fähigkeiten“ im Unternehmen

Eine Definition des Titels „Zwischenmenschliche Fähigkeiten" oder dessen genauere Beschreibung scheint auf den ersten Blick nicht besonders schwie­rig. Sucht man jedoch in der Fachliteratur nach einer exakten Definition wer­den verschiedenste Eingrenzungen der Worte deutlich.

Grundsätzlich geht es um Fähigkeiten von Individuen im Umgang mit anderen Individuen. Bei allen zwischenmenschlichen Interaktionen, wie z.B. Gesprä­chen und Diskussionen, geht es um soziale Kontakte, die es zu gestalten und oft auch zu bewältigen gilt.

Muster, die man dafür in der Kindheit lernt, sind prägend für das weitere Le­ben und bestimmen oftmals die Grundtendenzen für die Formung späterer zwischenmenschlicher Kontakte im privaten, wie auch im beruflichen Umfeld. Die im Verlauf des Lebens gesammelten Erfahrungen beeinflussen subjektive Beziehungsmuster, Sichtweisen und Handlungsalternativen. Ansätze dazu finden sich bei Mezirow in seinem Buch: „Transformative Erwachsenenbil­dung" und bei Bourdieus Habituskonzept, beschrieben im Buch: „Der Sozial­raum und seine Transformation".

Trotz des reichen biografischen Hintergrunds von Individuen und deren be­stehenden Interaktionsmustern soll hier ein Ansatz zur Förderung und Ver­mittlung zwischenmenschlicher Fähigkeiten von Arbeitnehmerinnen und Ar­beitnehmern im Unternehmen gefunden werden in Bezug auf ihrer betriebli­chen Tätigkeitsausübung.

In der Fachliteratur führt dazu kein Weg am Begriff der Schlüsselqualifikatio­nen vorbei, der Aspekte, Faktoren und Zusammenhänge zwischenmenschli­cher Fähigkeiten aufzeigen kann und im Rahmen der betrieblichen Weiterbil­dung einen Bezug zur Bedeutung deren Förderung und Vermittlung herstellt.

2.1 Schlüsselqualifikationen im Unternehmen aus berufspädagogischer Sicht

Grundlegend handelt es sich bei Schlüsselqualifikationen um Kenntnisse und Fähigkeiten eines Menschen im Unternehmen, die Ihn dazu befähigen seine Tätigkeit auszuüben.

Nach Definition der Bildungskommission NRW (1995) sind Schlüsselqualifika­tionen "erwerbbare allgemeine Fähigkeiten, Einstellungen und Strategien, die bei der Lösung von Problemen und beim Erwerb neuer Kompetenzen in mög­lichst vielen Inhaltsbereichen von Nutzen sind."[6]

Dazu gehören alle Geschicke, die Grundlagen schaffen, sich neue Fach­kenntnisse anzueignen und effektiv anzuwenden, um im Unternehmensge­schehen flexibel zu reagieren. Dazu gehört auch die Fähigkeit mit wachsen­der Komplexität und schneller Alterung von technischem Wissen umgehen zu können. Die Relativierung des Stellenwertes von Fachwissen und die Forde­rung der verstärken Ausbildung von Schlüsselqualifikationen wurde schon in den 70er-Jahren im „Konzept der Schlüsselqualifikationen“ des Volkswirten Dieter Mertens definiert.[7] Mertens unterscheidet darin 4 Arten von Schlüssel­qualifikationen: Basis- und Horizontalqualifikationen sind kognitive Fähig- und Fertigkeiten, Breitenelemente und Vintagefaktoren lassen sich als Allgemein­wissen beschreiben.[8] Dieses Konzept löste heftige Kritik und vielseitige De­batten aus, was hier nur kurz erwähnt bleiben soll zur Verdeutlichung der be­reits 1974 stattfindenden Ansätze zur Reform der beruflichen Bildung.

Fakt ist, dass sich viele Unternehmen darauf stützen und sogar Schlüssel­qualifikationen als Auswahlkriterien in Stellenausschreibungen angeben.

[...]



[1] Anhang Abb. 2

[2] “Einführung in die Erwachsenenbildung”, Wittpoth S. 128

[3] „Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“, Wöhe, Döring

[4] Mirkoebene

[5] „Einführung in die Erwachsenenbildung“, Wittpoth S. 9

[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%BCsselqualifikation (Stand 29.07.2007)

[7] „Kompetenzentwicklung durch Schlüsselqualifikations-Förderung“, Arnold, Müller S. 21

[8] „Schlüsselqualifikationen“, Personalheft 10/2002

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Zwischenmenschliche Fähigkeiten im Unternehmen
Untertitel
Bedeutung von Schlüsselqualifikationen
Hochschule
Technische Universität Kaiserslautern
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
23
Katalognummer
V93050
ISBN (eBook)
9783640105502
Dateigröße
542 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zwischenmenschliche, Fähigkeiten, Unternehmen
Arbeit zitieren
Christine Zillmer (Autor), 2008, Zwischenmenschliche Fähigkeiten im Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93050

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Zwischenmenschliche Fähigkeiten im Unternehmen


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden