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Die Umweltproblematik Chinas

Title: Die Umweltproblematik Chinas

Examination Thesis , 2007 , 130 Pages , Grade: 1

Autor:in: Lisa Schlenk (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Veränderungen der natürlichen Umwelt und deren Konsequenzen. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Umweltproblematik in China zu vermitteln und so didaktisch aufzuarbeiten, dass eine Umsetzung im Unterricht erleichtert wird. Der erste Teil geht ausführlich auf die Zerstörung und aktuelle Situation der Umweltfaktoren Wasser, Luft und Boden ein. Hierbei werden Entwicklungen aufgezeigt und mögliche Verbesserungs- bzw. Steuerungsmaßnahmen diskutiert. Der zweite Teil beginnt mit einem kurzen Abriss über die historischen Entwicklungen des Umweltschutzes in China. Daran anschließend werden Umweltschutzorganisationen vorgestellt und die aufkeimende Umweltschutzbewegung, die in westlichen Medien zumeist keine große Aufmerksamkeit erfährt, porträtiert. Im dritten Teil schließt sich eine Untersuchung über das Umweltbewusstsein in China an. Durch die Kooperation mit der Beijing-Normal-University in Beijing – im Rahmen einer Exkursion der Universität Würzburg im September 2006 – war es möglich, eine Befragung durchzuführen, deren Ergebnisse unter 4. ausführlich dargestellt und im Vergleich mit den Ergebnissen deutscher Studien über Umweltbewusstsein diskutiert werden. Die Frage nach dem Umweltbewusstsein bezieht ihre Relevanz aus der Annahme, dass Veränderung nur stattfindet, wenn ein Problembewusstsein vorhanden ist. Besondere Beachtung verdient hierbei der Umstand, dass die Informationspolitik des Landes noch immer mangelhaft erscheint. Hypothese ist, dass sich trotz dieser Gegebenheiten in der Bevölkerung ein breites Bewusstsein für die prekäre Lage der Umwelt durchsetzen konnte.
Der letzte Teil schließt mit einer didaktischen Aufarbeitung des Themenkomplexes Umweltschutz und -verschmutzung in China, die dem Lehrer eine Hilfe zur Vorbereitung einer Unterrichtseinheit an die Hand gibt. Anhand ausgewählter Beispiele werden Unterrichtsmaterialien für die Diskussion verschiedener Fragestellungen erarbeitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Die Natur versteht keinen Spaß.

1.1 Ziel und Aufbau der Arbeit

1.2 Vorgehen/Methodik

1.3 Definitionen

1.4 Aktualität und Relevanz

2 Chinas Umweltzerstörung – Ursachen und Entwicklungen

2.1 Die Ausgangssituation – Wirtschaftswachstum, Ressourcenvorkommen und Bevölkerung

2.2 Die ökologische Krise in China

2.2.1 Wasser – verschmutzt und knapp

2.2.1.1 Wasserknappheit

2.2.1.2 Wasserverschmutzung

2.2.1.3 Gesundheitliche Folgen der Wasserverschmutzung

2.2.2 Luft zum Atmen?

2.2.2.1 Gesundheitliche Folgen der Luftverschmutzung

2.2.3 Boden: Nur so gut wie seine Umwelt.

2.3 Eigene Eindrücke

2.4 Auswege aus der Krise – Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltsituation

3 Umweltschutz

3.1 Die historische Entwicklung des Umweltschutzes in China: Schritte der Regierung

3.1.1 Kampagnen und administrative Maßnahmen

3.1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen

3.1.3 Die Kräfte des Marktes

3.2 Die Verwaltungsstrukturen des Umweltschutzes

3.2.1 The State Environmental Protection Administration (SEPA)

3.2.2 The National People’s Congress / Der nationale Volkskongress (NPC)

3.2.3 Der chinesische Staatsrat

3.2.4 Weitere Ministerien und Behörden

3.2.5 Die Lokalbehörden

3.3 Umweltschutz in Nichtregierungs-Organisationen

3.3.1 NGOs und GONGOs

3.3.1.1 Die Gründe des plötzlichen Anwachsens

3.3.1.2 Vorschriften für Nichtregierungs-Organisationen: Der schwere Weg zur Legalität.

3.3.1.3 Spezialfall GONGOs

3.3.1.4 Getarnte Organisationen

3.3.2 Studentische Umweltschutzorganisationen

3.3.3 Internetgestützte Umweltschutzorganisationen

3.3.4 Die zukünftige Entwicklung

4 Umweltbewusstsein

4.1 Definition Umweltbewusstsein und Begriffsdiskussion

4.2 Vorbemerkungen zur Untersuchung

4.3 Ergebnisse der Studie

4.3.1 Lebensqualität/Wohnen

4.3.2 Relevanz des Umweltproblems

4.3.3 Wahrnehmung der Umweltqualität / Klimaschutz

4.3.4 Umwelteinstellungen

4.3.5 Verkehr/Mobilität

4.3.6 Umweltbelastungen / Gesundheit

4.3.7 Informationsverhalten

4.4 Ergebnisse anderer Studien

4.5 Zusammenfassung

5 Didaktische Anregungen und Materialien

5.1 Grundlagen: Wirtschaftswachstum und Bevölkerungsentwicklung

5.2 Umweltverschmutzung – Wasser

5.3 Umweltverschmutzung – Luft

5.4 Treibhausgas Kohlendioxid (CO2), Kyoto-Protokoll, Nachhaltige Entwicklung

5.5 Regenerative Energien: Der Drei-Schluchten-Staudamm

5.6 Zukunftsszenarien

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht den ökologischen Wandel in der Volksrepublik China im Kontext des rasanten wirtschaftlichen Aufstiegs. Das Hauptziel ist es, ein fundiertes Bild der Umweltproblematik in den Bereichen Wasser, Luft und Boden zu vermitteln und didaktisch aufzubereiten, um die Integration dieser Thematik in den Geographieunterricht zu unterstützen, wobei gleichzeitig das Umweltbewusstsein der Bevölkerung empirisch analysiert wird.

  • Analyse der Umweltzerstörung (Wasser, Luft, Boden)
  • Historische und strukturelle Entwicklung des Umweltschutzes in China
  • Rolle von NGOs und zivilgesellschaftlichen Umweltschutzorganisationen
  • Empirische Untersuchung des Umweltbewusstseins der chinesischen Bevölkerung
  • Didaktische Konzepte für den Geographieunterricht zum Themenkomplex Umwelt

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1 Wasserknappheit

Wasser ist knapp in China. Das Pro-Kopf-Wasservorkommen liegt 25 Prozent unter dem Weltdurchschnitt. Stehen heute noch jedem Einwohner Chinas 2.200 m3 zur Verfügung, so werden es 2030 nur noch weniger als 1.700 m3 sein, was der Definition der Weltbank für ein wasserarmes Land entspricht. Im Norden des Landes stellt sich die Situation noch drastischer dar. Die durchschnittlichen Wasserreserven liegen dort bei nur 750 m3 pro Person, das entspricht nur einem Zehntel des globalen Mittels. Die geschätzte Zahl von Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, liegt zwischen 350 Millionen (SEPA: State Environmental Protection Administration) und 700 Millionen (Weltbank) und ist in beiden Fällen gleichermaßen erschreckend.

Laut Stockholm Environment Institute und UNDP müssen 700 Millionen Menschen in China mit tierischem oder menschlichem Abfall verschmutztes Wasser trinken, das die maximal erlaubten Werte für fäkale Kolibakterienkonzentration um bis zu 86 Prozent überschreitet. 1996 erfüllten nur sechs der 27 größten Städte Chinas die Standards der Regierung für Trinkwasser, beim Grundwasser erreichten diese 23 Städte nicht.

Größter Wasserverbraucher ist die Landwirtschaft, die 80 Prozent des Wassers verschlingt (bzw. 65 Prozent), doch auch der Verbrauch der Industrie und der privaten Haushalte hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung für das Zhang-He-Bewässerungsgebiet: Wachsende Nachfrage und sich verschärfende Konkurrenz mit dem industriellen Sektor und dem Haushaltsbereich führen zu einem Absinken des für die landwirtschaftliche Bewässerung bereitgestellten Wasseranteils, da in den beiden letztgenannten Bereichen die Gewinnspanne pro Wassereinheit viel höher liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Natur versteht keinen Spaß.: Diese Einleitung führt in den wirtschaftlichen Aufschwung Chinas und die daraus resultierenden ökologischen Konsequenzen ein und erläutert Zielsetzung sowie methodisches Vorgehen der Arbeit.

2 Chinas Umweltzerstörung – Ursachen und Entwicklungen: Dieses Kapitel analysiert die ökologische Krise in den drei Bereichen Wasser, Luft und Boden sowie die Ursachen für die Umweltzerstörung und skizziert erste Gegenmaßnahmen.

3 Umweltschutz: Hier werden die historische Entwicklung des Umweltschutzes durch Regierungsmaßnahmen, Verwaltungsstrukturen sowie das Engagement von Nichtregierungs-Organisationen (NGOs/GONGOs) und studentischen Gruppen vorgestellt.

4 Umweltbewusstsein: In diesem Kapitel wird das Umweltbewusstsein der chinesischen Bevölkerung anhand einer eigenen Befragung untersucht und im Vergleich zu deutschen Daten diskutiert.

5 Didaktische Anregungen und Materialien: Der abschließende Teil bietet konkrete didaktische Unterstützung für Lehrkräfte, inklusive Arbeitsblätter und Materialien zur Vorbereitung von Unterrichtseinheiten zu den behandelten Themen.

Schlüsselwörter

China, Umweltschutz, Umweltzerstörung, Wasserknappheit, Luftverschmutzung, Ressourceneffizienz, Nachhaltige Entwicklung, Umweltbewusstsein, NGOs, GONGOs, Geographiedidaktik, Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum, Drei-Schluchten-Staudamm, Klimawandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die gravierenden Umweltprobleme in der Volksrepublik China im Zuge des rasanten wirtschaftlichen Aufstiegs und beleuchtet die Maßnahmen des Staates sowie die Rolle der Zivilgesellschaft.

Welche sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse von Wasser- und Luftverschmutzung, Bodendegradierung, die administrative und rechtliche Struktur des Umweltschutzes in China sowie das Umweltbewusstsein der chinesischen Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Umweltproblematik zu vermitteln und diese Inhalte so didaktisch aufzubereiten, dass sie direkt im Geographieunterricht an Gymnasien einsetzbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine eingehende Literaturrecherche, die Auswertung von Fachzeitschriften sowie eine eigene empirische Untersuchung (Fragebogenerhebung) und persönliche Eindrücke von einer Exkursion in China.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der ökologischen Krise (Kapitel 2), den staatlichen Umweltschutz sowie zivilgesellschaftliches Engagement (Kapitel 3) und die empirische Studie zum Umweltbewusstsein (Kapitel 4).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind China, Umweltzerstörung, Wasserknappheit, Nachhaltige Entwicklung, Umweltbewusstsein, NGOs, Luftverschmutzung und didaktische Aufarbeitung.

Welche Rolle spielen NGOs in China laut der Untersuchung?

Die Untersuchung zeigt, dass NGOs und studentische Gruppen eine wachsende Rolle spielen, sich jedoch in einem schwierigen Feld zwischen staatlicher Kontrolle und notwendigem zivilgesellschaftlichem Engagement bewegen, wobei oft der Status der GONGOs eine Besonderheit darstellt.

Wie unterscheidet sich die Einschätzung der Umweltqualität zwischen Deutschland und China?

Die Studie offenbart, dass die chinesischen Befragten die Umweltqualität ihres Landes (besonders auf nationaler Ebene) deutlich kritischer sehen als die deutschen Teilnehmer ihre Umwelt, wobei in China das Umweltproblem als vorrangiges nationales Anliegen wahrgenommen wird.

Excerpt out of 130 pages  - scroll top

Details

Title
Die Umweltproblematik Chinas
College
University of Würzburg
Grade
1
Author
Lisa Schlenk (Author)
Publication Year
2007
Pages
130
Catalog Number
V93116
ISBN (eBook)
9783640151257
ISBN (Book)
9783656562917
Language
German
Tags
Umweltproblematik Chinas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Schlenk (Author), 2007, Die Umweltproblematik Chinas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93116
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