Eine Analyse von Hartmanns „Erec". Der zweifache Doppelweg


Hausarbeit, 2020

26 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

I. Einleitung

II. Doppelweg

III. Erecs âventiure

IV. Enites âventiure

V. Fazit

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis

VII. Anhang

I. Einleitung

Erec 1, wahrscheinlich um 1180 entstanden, ist eines der ersten Werke von Hartmann von Aue2 und ragt zusammen mit Iwein (ebenfalls von Hartmann) nach Ansicht älterer Literaturwissenschaft über die meisten anderen Dichtungen der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts hinaus3. Beide hat Hartmann ins Deutsche nach den zwei Artusromanen von Chrétien de Troyes übertragen (Érec et Énide sowie Yvain ou le chevalier au lion)4. Erec ist dabei der erste deutsche Artusroman überhaupt5, bei dem Hartmann daher viel für das deutsche Publikum ergänzt und erklärt hat. Außerdem haben sich viele der späteren Autoren an ihm orientiert oder auf ihn verwiesen6. Eines der besonders prägenden Aspekte war das Handlungsschema, bei welchem Erec „eine schlechthin kanonische Geltung für die ganze Gattung Artusroman erlangt [hat]“7.

In der Forschung herrschte lange Zeit Konsens über dieses Schema bei Erec, nämlich das von Hugo Kuhn als „doppelter Kursus“, bzw. „Doppelweg“ definierte Modell. Dieses hat im Lauf der Zeit jedoch an Kritik gewonnen, exemplarisch sei hierbei Elisabeth Schmid8 oder Joachim Bumke genannt9. Ebenfalls lange diskutiert wurde über die potenzielle Schuld von Enite10.

Diese Arbeit wird die besagten Diskussionen aufgreifen und ein überarbeitetes Konzept für die Struktur des Erec vorschlagen. Meine Thesen dabei sind erstens, dass nicht nur bei Erec, sondern auch bei Enite eine âventiure stattfindet. Zweitens, behaupte ich, dass das verligen dabei nicht der Tiefpunkt beim Doppelweg-Modell sein kann, für den er gilt, auch wenn es eine wichtige narrative Rolle spielt. Hierfür wird zuerst das Modell vom Doppelweg anhand von Erec vorgestellt. Nachfolgend werden zuerst die Taten ab dem verligen analysiert, d.h. erst die âventiure des Erec, dann die der Enite. Das Ergebnis dessen wird im Fazit zusammengefasst.

II. Doppelweg

Das Modell des Doppelwegs teilt Erec in zwei Teile, „Geschichte Erecs und Enites bis zur Hochzeit“ sowie „die spätere Abenteuerfahrt des Paares“11. Das Besondere dabei ist, dass der Protagonist nach anfänglichem Erreichen des Glückszustands durch eine Charakterschwäche an seinem Tiefpunkt ankommt und sich erst durch âventiuren beweisen kann und so das endgültige Glück erreicht – der Artushof wird dabei als Start- und Endpunkt beider Wege benutzt12. Im Fall von Erec hat der „doppelte Weg zweimal nahezu dasselbe Ziel, ein erfülltes Leben in Karnant“13. Das Versagen ermöglicht eine Entwicklung – der Protagonist kann sich dort bewähren, wo er vorher versagt hat. Diese Entwicklung ist nicht nur inhaltlich und strukturell relevant, sondern auch ein geeignetes erzählerisches Mittel, damit Leser den Helden und seinen Lernweg besser verstehen und nachvollziehen können14. Bei Erec gleicht der Rezeptionsprozess auch gleichzeitig dem Kennenlernprozess, da es ja der erste deutsche Artusroman war15.

Gleichzeitig spiegelt sich der Doppelweg im Umgang der Protagonisten mit der Gesellschaft wider. Erec und Enite stellen bei ihrer Hochzeit ein ideales Musterpaar vom Artushof dar: Erec hat sich durch arbeit (Sperberturnier, Turnier nach der Hochzeit beim Artushof) êre und minne erworben, wurde sogar dank Rücktritts seines Vaters vom Herrschaftsanspruch schon jetzt König. Enite wiederum hat beide Schönheitspreise gewonnen (Sperberturnier, Hirschjagd), von ihrem sozialen Aufstieg ganz zu schweigen (verarmte Adelige wurde nun Königin)16. Bei der verligen -Episode vernachlässigt Erec, nun eigentlich König17, jedoch seine herrschaftlichen, sozialen und ritterlichen Pflichten so sehr, dass er erst „ rein zufällig aus dem Munde seiner Gattin, die ihn schlafen wähnt, von der Kritik an seinem Verhalten erfährt“18. Daraufhin ist er schon geradezu zwanghaft dabei, diese Verfehlung „durch eine fast schon grotesk zu nennende Serie ritterlicher Wahnsinnstaten wieder gut zu machen“19. Dadurch findet eine Selbstfindung des Ichs statt und eine (Re-)Integration in die Gesellschaft, da Erec wieder sowohl êre als auch minne wiedererlangt und sich so „wortwörtlich […] in das Zentrum der Gesellschaft gekämpft.“ hat20. In mancher Forschungsliteratur wird ferner behauptet, dass Erec sich diesen Weg zur Gesellschaft dadurch erkämpft hätte, indem er sich davor von ihr getrennt hätte21. Das trifft m.E. insofern nicht zu, da Erec während des verligens den Kontakt zur Gesellschaft erst verliert und später zunehmend Kontakt zur Gesellschaft wiedererlangt (Guivreiz, Artushof, Brandigan).

Erecs Weg entspricht dabei also einer Initiation zu ritterlicher Männlichkeit und höfischer Liebe, wobei im arthurischen Roman nicht die Initiation an sich das Ziel darstellt, sondern die Erfahrung derselben. Etwas freier formuliert gilt dabei sozusagen „Der Weg ist das Ziel“22. Das Doppelweg-Modell war insofern sehr überzeugend, da dasselbe Modell bei vielen anderen Artusromanen gilt – Lancelot, Parzival, Iwein, usw23.

Es gibt zwar durchaus Kritik zu diesem Modell, beispielsweise lässt es die gesamte Vorgeschichte unterschätzen und manche Episoden überbewerten24. Schmid hat es auch als „Gerippe eines Gerippes“ bezeichnet, denn Struktur an sich hat keinen Sinn und generiert auch keinen25, doch das Modell bleibt weiterhin erhalten, da es viele Verständnishilfen liefert26.

Zusammenfassend, besagt also das Modell des Doppelwegs, dass Erec durch das Sperberturnier und seiner Hochzeit mit Enite sein Ziel erreicht hat (wurde nicht nur Ritter mit viel êre und minne, sondern auch Regent in Karnant), durch den Fehler des verligen verlor er jedoch êre und Ansehen, war an seinem Tiefpunkt. Mithilfe der nachfolgenden âventiuren, angefangen mit der ersten Räuberbegegnung, endend mit der Joie de la curt -Episode, konnte er sich jedoch wieder beweisen, neue êre sowie minne gewinnen und diesmal gar als „ Êrec der wunder æ re27, der aus seinen Fehlern gelernt hat, sein Ziel erreichen.

III. Erecs âventiure

Laut des Doppelweg-Modells beginnt Erecs zweite âventiure mit seinem Tiefpunkt, der verligen -Episode, bei der er sämtliche êre verloren hat – „ in [Êrec] schalt diu werlt gar 28 . Für moderne Leser kaum vorstellbar – was ist so schlimm daran, wenn sich ein frisch vermähltes Paar vorerst nur für sich interessiert und zweisam die Zeit verbringt? Bei Chrétien wurde immerhin angegeben, dass das verligen über ein Jahr nach der Hochzeit andauerte, doch bei Hartmann fehlt solch zeitliche Angabe29.

Am verligen ist jedoch vieles schlimm, vor allem liegt Erecs Schuld darin, dass er als junger Ritter, der gerade zum König wurde, seine „gesellschaftlichen und königlichen Aufgaben [vernachlässigt], steht erst gegen Mittag auf, geht dem Messgang nur widerwillig nach und scheint auch während der Messe gedanklich abzuschweifen. Sein ganzes Sinnen ist auf die körperliche Nähe zu Enite gerichtet“30. Dieses zukünftige Versagen wurde schon damit angedeutet, dass bei seiner und Enites Machtübernahme der Konjunktiv benutzt wurde, „ daz er ze künege w ære gezalt / und daz si wære künegîn31. Sozial und gesellschaftlich haben Erec und Enite sich jedenfalls geradezu wortwörtlich völlig in ihre Kemenate zurückgezogen. In Chrétiens Werk wurde deutlich, dass die sexuelle Ausschweifung der Beiden nicht den christlichen Vorstellungen entsprach, bei der Geschlechtsverkehr zwischen Eheleuten nicht als sinnliche Lust, sondern als Pflicht angesehen wurde32. Dennoch fällt das Wort got kein einziges Mal während der gesamten Episode in Karnant – dabei kommt statistisch gesehen got alle 71 Verse einmal vor und ist sonst in allen anderen Episoden vorhanden. Das scheint die Interpretation des verligens als auch eine sündhafte Abkehr vom Gott zu bestätigen33.

Ferner ist es auffällig, dass in Erec ganze Tugendreihen aufgelistet werden34, die unter anderem arbeit als unverzichtbares Kriterium zur Erlangung von êre erläutern35. Doch bei Erec kam sämtliches aktive Handeln zum Erliegen – 55 Verse lang beschreibt Hartmann, wie der ganze Tagesablauf von Erec, der noch vor der Hochzeit sehr Tugendhaft war, sich nun radikal änderte und er nun kaum mehr aus der Kemenate rauskam (die außerdem auffällig karg beschrieben wurde, im Vergleich zu anderen Schlafplätzen im Werk). Der Gang zur Messe stellte seine meistiu arbeit 36 dar37.

Interessant dabei ist, dass bei Hartmann Erecs Hof die gesellschaftlichen Folgen von Erecs verligen kritisiert, während im ursprünglichen Werk von Chrétien das verligen an sich kritisiert wurde38. Schließlich ist Erec als König verpflichtet, für ein geregeltes und gut funktionierendes gesellschaftliches Leben an seinem Hof zu übernehmen, ein „Bewahrer der vreude auftreten“. Doch der sexuelle Trieb hat den heroischen erstickt39 und „ sîn hof wart aller vreuden bar / unde stuont nâch schanden40. Nicht einmal das Gerede am Hof, die Verwünschungen von Enite oder die erwähnte Schande über seinen Hof fielen ihm auf, erst Enite musste ihn (unbeabsichtigt, da beim Seufzen ertappt) darauf hinweisen41. Durch seine Schuld hat sein ganzer Hof alle êre und vreude verloren. Historisch betrachtet ist es im Übrigen sehr außergewöhnlich gewesen, dass der Sohn die Herrschaft übernimmt, obwohl der Vater noch am Leben ist. Ergo war es Hartmann scheinbar wichtig, dass Erec ein Herrscher ist, der seine Pflichten als Regent vernachlässigt und soz. einen umso tieferen Fall erlebt. Da in Folge von Erecs verligen also der ganze Hof leiden muss, kann man den öffentlichen Tadel, den er ja nicht einmal mitbekommt, gewissermaßen als symbolische Entmachtung Erecs ansehen, bzw. zumindest Aberkennung seiner Herrschaftsbefähigung42.

Erec hat also bis dahin als Christ, Ritter und König auf sozialer und gesellschaftlicher Ebene versagt. Viel tiefer könnte er also eigentlich gar nicht sinken, bevor er dann nach Enites Bericht voller Tatendrang zur âventiure aufbrach. Angenommen man möchte die Qualität eines Ritters anhand der Werte êre, gotestriuwe, Dienst an der Gemeinschaft und minne messen, so hätte Erec an diesem Punkt kaum bis keine êre mehr, hat sich fast von Gott abgewendet, ist völlig von der Gemeinschaft isoliert, doch immerhin hat er noch viel minne. Es mag zwar nicht die „richtige“minne sein, aber nichtsdestotrotz hat er ein gutes Verhältnis zu Enite und sie lieben sich aufrichtig43.

Doch wenn dies der Tiefpunkt ist, müsste es dementsprechend von nun an mit wenigstens einem der Werte wieder bergauf gehen, sprich sein überstürzter Aufbruch, die beiden Räuberepisoden, der namen- und treulose Graf bis hin zur ersten Begegnung mit Guivreiz44, all diese Episoden müssten demnach Erec verhelfen zumindest êre zu erlangen. Schließlich bestand der höfische Roman um 1200 hauptsächlich von perfektionierungsprozessgeprägten Kampfepisoden45 und die Steigerung lässt sich hierbei doch klar erkennen – wenige Räuber, mehrere Räuber, ein Graf samt feiger Truppe, ein fähiger und kampferprobter Ritter. Bevor jedoch genauer auf die eingegangen wird, soll nochmal an den Aufbruch erinnert werden:

Sofort nachdem Enite von dem Tadel des Hofes berichtet hat, befahl Erec ihr, ihr bestes Kleid anzuziehen. Er hat sich verholne und verstohlne46 bewaffnet und ausgerüstet, befahl seinen Rittern und Knappen in Karnant zu bleiben und den Köchen Essen für seine Rückkehr vorzubereiten. Kaum von Karnant aufgebrochen befahl er Enite vorzureiten und verbot ihr bei Todesstrafe das Sprechen47, egal was komme48.

Dieser Aufbruch ist alles andere als voller êre. Zum einen ist solch eine Nacht-und-Nebel-Aktion schon als Ritter nicht ehrenhaft, zum anderen ist aber Erec nicht einfach nur ein Ritter – er ist der König. Als Herrscher hätte er die Sorge zu tragen, Vorsorge für seine Leute zu treffen. Seine oberste Pflicht ist es, wenn schon keine vreude und êre mehr am Hof vorhanden ist, dass er doch zumindest für den Schutz seiner Leute sorgt49. Als Herrscher hat er somit mit seinem heimlichen Aufbruch wieder versagt.

Sein Verhalten zu Enite ist ebenfalls ohne êre. Ein Ritter dient der Gemeinschaft, indem er Hilfebenötigte schützt, nicht indem er sie in Gefahr bringt. Enite als schöne Frau in ihrem besten Kleid allein vorreiten zu lassen, ist äußerst gefährlich50. Noch vor wenigen Augenblicken konnte Erec kaum aus der Kemenate rauskommen, jetzt riskiert er Enites Leben, wie ist es zu erklären? Ein Ansatz ist, dass er sie schlichtweg als Köder benutzt. Eine einsame hübsche Frau, die in einer Gegend mit Räubern reitet, könnte von diesen angegriffen werden. Dann könnte sich ja ein tapferer Ritter beweisen, indem er sie aus der Gefahr rettet. Doch darin läge keine êre, wenn Erec sie selbst in diese Gefahr geradezu zwingt. Ferner darf sie nicht reden, er hat sie also gewissermaßen mundtot gemacht. Später weigert er sich, mit ihr in einem Bett oder gar neben ihr am Tisch zu sitzen. Er degradiert sie auch noch zu einem Pferdeknecht, obwohl er sich noch vor dem Sperberturnier geschämt hat, Enite genau diese Arbeit durchführen zu lassen. In anderen Worten, durch die von ihm erstellte räumliche und soziale Distanz degradiert er sie wieder zum selben sozialen Stand, wie vor der Hochzeit – sie ist eine verarmte Adelige, nicht mehr seine Königin51. Selbst der Abschaum der ritterlichen Gesellschaft, die Räuber, tadelt Erec dafür52. Wie tief muss ein König sinken, wenn düstere Gestalten, die vom Ausrauben und Morden Reisender leben, ihn tadeln können?

Auch der Kampf gegen die drei, später fünf, Räuber wird von Hartmann als unritterlich betont – weder sind sie würdige Gegner für einen kampferprobten und gut gerüsteten Ritter, noch benimmt sich Erec beim Kampf ritterlich. Seinen ersten Gegner würdigt er nicht einmal einer Antwort, sondern bringt ihn einfach wortlos um53.

Beim Grafen angekommen, wird Erecs Verhalten nicht besser. Auf Nachfrage, warum Enite von ihm so behandelt wird, antwortet er weder dem hilfreichen Knecht noch dem Grafen. Er ist selbstherrlich geworden – von Enite erwartet er bedingungslosen Gehorsam, Außenstehenden ist er keine Rechenschaft schuldig. Die Tatsache, dass Erec für die Gastfreundschaft eins seiner Pferde schenkt ist auch nicht als ritterliche milte zu sehen, sondern als Verlegenheitslösung – Erec kann nur auf diese Weise seine Schuld begleichen. Weder seine sozialen Kompetenzen noch seine Aufmerksamkeit haben sich gebessert, er ist weiterhin von der Gesellschaft isoliert, denn schließlich wird vom Grafen am anderen Ende des Tischs ein Komplott gegen ihn geschmiedet und er kriegt nichts davon mit – Enite muss mit ihrer eigenen List und Wortgeschick mit der drohenden Gefahr selbstständig fertig werden. Somit hat Erec selbst als Ehemann versagt54.

Hat er wenigstens in dieser Episode an êre gewonnen? Immerhin endet sie damit, dass Erec gegen den Grafen mit seinen 19 Gefolgsleuten kämpft, das ist auf den ersten Blick eine große Steigerung zur letzten Herausforderung, den fünf Räubern.

Doch leider ist auch hier wenig êre zu finden. Als er von der drohenden Gefahr erfuhr, blieb er weiterhin passiv – er wollte sich der Bewährungsprobe entziehen und vor ihr fliehen. Um es zu verdeutlichen: Erec weigerte sich, sich aktiv für seine Frau einzusetzen. Arbeit fehlt hier völlig. Zum Kampf an sich kam es erst, als der Graf ihn eingeholt hat und er somit unabwendbar wurde. Für den schnellen Sieg kann aber Erec kaum bis keine êre beanspruchen, denn zum einen wurde der Graf als nicht Erec ebenbürtig vermerkt, ferner trug er keine Rüstung und seine Gefolgsleute waren feige und ergriffen rasch die Flucht nachdem der Graf schwer verwundet wurde55.

Bis hierhin kann kein Fortschritt gegenüber dem angeblichen Tiefpunkt beim verligen festgestellt werden – eher ein weiteres Versagen Erecs, nun nicht nur als Herrscher, sondern weiterhin als Ritter und zusätzlich als Ehemann. Es darf schließlich nicht vergessen werden, dass für ihre Warnungen Enite nur Bestrafung und Tadel bekam.

Erst jetzt, nachdem der Graf besiegt wurde, gibt es eine erste, ganz kleine Verbesserung in Erecs Verhalten: Auch wenn er sie tadelt, so verzichtet er auf eine Bestrafung Enites für den Bruch des Schweigens. Allmählich wird auch sein Handeln von Sorge um sie bestimmt. Es kann also kein Zufall sein, dass er ausgerechnet jetzt von seinem nächsten Gegner, Guivreiz, als ehrbarer Ritter anerkannt wird56. Wenn man also unbedingt dem Doppelwegmodell folgen möchte, so müsste der Tiefpunkt bei der Flucht vor dem Grafen liegen. Zu diesem Zeitpunkt hat Erec nämlich keinerlei êre seit seinem Aufbruch gewinnen können, er versagte immer noch völlig als Herrscher und nun sogar zusätzlich als Ritter und Ehemann. Um auf die Werte von vorhin zurückzukommen, nicht einmal minne besaß er in diesem Moment.

Sein „neuer Weg“ wurde bei der ersten Begegnung mit Guivreiz symbolisch untermauert – auch bei ihm verhielt sich Erec unritterlich, nämlich passiv: Mit fadenscheinigen Argumenten will er wieder vor dem Kampf fliehen, „ […] ich habe iu niht getân. / ich hân verre geriten / und selh arbeit erliten, / daz aller mînes herzen rât / unwilleclîchen stat57. Erst notgedrungen stellt er sich dem Kampf, nachdem Guivreiz ihn aufforderte sich Enite wegen zu wehren58. Dann passieren vier relevante Dinge. Erstens, Erec wählte einen defensiven Kampfstil, „ den schilt er im [Guivreiz] dar bôt / und begunde sich mit listen / âne slege vristen59, also ein geradezu passiver Kampfstil. Diese fehlende arbeit kostete ihn eine schwere Wunde, die im Verlauf der Handlung symbolisch für Erecs Bußweg wurde60. Zweitens, als er verwundet wurde, brach Enite in Klagen aus. Zum ersten Mal seit dem Redeverbot reagiert Erec weder zornig auf diesen Bruch des Schweigens, noch macht er ihr später Vorwürfe deswegen. Das kann durchaus als Fortsetzung der langsamen Versöhnung seitens Erecs verstanden werden, weswegen es ihm auch möglich war Guivreiz doch noch zu besiegen. Drittens, wollte er den unterlegenen Gegner erschlagen, was sehr unehrenhaft wäre. Erec besinnt sich seiner ritterlichen Pflichten erst wieder, als Guivreiz anbot, sich als Vasall in seine Dienste zu begeben. Viertens, schließen sie daraufhin Freundschaft61.

Das insofern alles relevant, weil der Anfang des Kampfes unritterlich (da ohne arbeit) verlief – zu Ungunsten Erecs. Als er sich gewissermaßen seiner minne wiedererinnerte, konnte er den Kampf für sich entscheiden. Da er sich doch noch im letzten Moment der ritterlichen Pflichten bewusst wurde, hat er nicht nur einen Freund gewonnen, sondern auch êre. Da der besagte Freund ein vorbildlicher Ritter ist, kann es interpretiert werden als langsame Rückkehr zur Gesellschaft. Nicht umsonst fängt ausgerechnet jetzt Erec an, jegliche Bequemlichkeiten zu meiden und von nun an keine arbeit zu scheuen62.

Das wiederum bekräftigt meine These des Tiefpunkts bei der Flucht vom Grafen – erst gewann Erec allmählich minne zurück, jetzt erwarb er wieder êre, indem er die Passivität und Selbstisolation von der Gesellschaft ablegte. Von nun an ging es wieder bergauf mit ihm. Interessant ist dabei die These von Bernhard Teuber, der statt dem Doppelweg eine „Form des labyrinthischen Weges“ vorschlägt, welche den mittelalterlichen Kathedral-Labyrinthen ähnelt, und bei dem sich die Protagonisten dem eigentlichen Ziel mal mehr, mal weniger Nah befinden, sie teilweise wieder in der Nähe von Orten sind, die sie schon vor langer Zeit beuchten, jedoch erst zum Schluss das Ziel endgültig erreichen63. Dennoch spricht eines verstärkt für den Doppelweg - jetzt erst, nicht beim verligen, nicht bei der Flucht vor dem Grafen, erst nach seiner Erkenntnis, dass Erec wirklich auf vielfacher Ebene versagt hat und sich bessern möchte, jetzt gelangt er (ungewollt) zum Artushof. Da davon ausgegangen wird, dass der Artushof eine wichtige Rolle als Start- und Endpunkt der beiden Wege ist, ist meine These treffender. In Karnant ist schließlich weder Artus noch sein Hof. Sorum betrachtet stellt der Artushof wahrlich den Anfang und das Ende dar – Erecs erster Weg fing mit der Hirschjagd an, endet mit seiner Hochzeit, der zweite fängt kurz nach der Erkenntnis seiner ritterlichen Fehler an und endet nach der Joie de la curt - âventiure – all dies geschieht am Artushof64.

Die Tatsache, dass der Besuch seitens Erecs unerwünscht ist, ist verständlich, wenn man Erecs Erkenntnis bedenkt. Der Artushof ist quasi der „Ort der Joie, des höfischen […] Glücks, […] des Friedens und der Gerechtigkeit“, sprich all der Dinge die Erec als Herrscher in Karnant vernachlässigt hat65. Da er nach seiner Erkenntnis voller Tatendrang und Bereitschaft zur arbeit ist, vor allem Buße für seine inaktive Zeit leisten möchte, ist er deswegen nicht gewillt am Artushof zu rasten, bzw. in seinen Worten „ ich hân ze disen zîten / mich gemaches bewegen gar66.

Die Nachfolgenden Episoden sind dann wirklich voller êre. Beim Kampf gegen die Riesen, die gegen ritterliche Regeln verstießen, konnte Erec nicht nur ritterlich und mit arbeit sowie mit êre kämpfen, versuchte sogar erst alles friedlich zu lösen, sondern er stand wieder unter dem Schutz Gottes67. Seine „egozentrische Isolation“ hat er vor allem dadurch überwunden, dass er den Kampf tatsächlich nicht für egoistische Zwecke oder aus Not geführt hat, sondern weil er einem Hilfebenötigten (Cadoc, Gefangener und Peinigungsopfer der Riesen) half68. Seine êre, gotestriuwe sowie sein Dienst an der Gemeinschaft sind eindeutig gestiegen.

Die nächste Herausforderung stellte Oringles dar, der auch als Höhepunkt der âventiuren von Enites Doppelweg angesehen werden kann69. Erec wird für tot geglaubt, Enite will jedoch lieber sterben als Oringles zu heiraten. Interessanterweise spiegelt sein Handeln das von Erec bei seinem Aufbruch – er betrachtet Enite als seinen Besitz, mit dem er tun und lassen kann, was er will. Niemand hat das Recht, sich dabei einzumischen und wenn nicht bedingungslos gehorcht wird, folgen drakonische Strafen (bei Erec die Degradierung zum Pferdeknecht, bei Oringles das Verprügeln). Nach dieser Episode folgte eine große Versöhnungsszene, bei der Erec de facto seine minne wieder in Ordnung gebracht hat, Einsicht in sein Fehlverhalten zu Enite gestand, bereit zur Buße für seine Missetaten ist und sie so ihre partnerschaftlichen Probleme wieder in Ordnung brachten. Um seine Fortschritte zu unterstreichen, wird er auch zum ersten Mal als künec bezeichnet70.

Bis dahin leidete Erec aber immer noch an der symbolischen Wunde. Diese heilte erst nach dem geschichtlich nun folgenden zweiten Treffen und Kampf mit Guivreiz, da sie sich nicht erkannt haben. Hierbei handelte Erec ein letztes Mal unritterlich, indem er sich selbst überschätzt hat – und diesmal verliert. Doch er ist einsichtig gewesen und begriff die Fehler seines Tuns, seines falsch verstandenen Rittertums und war sogar zu noch mehr Buße bereit71. Unterstrichen wird es dadurch, dass Erec hier zum zweiten Mal überhaupt in direkter Rede schimpfte, über sich selbst und seine Dummheit (das erste Mal war gegen den Zwerg nach dem Sperberturnier)72. Erst nach dieser Einsicht konnte seine symbolische Wunde heilen73. Erst jetzt fand außerdem wieder die positiv konnotierte Beschreibung weiblicher Schönheit statt74.

Die Klimax seiner âventiuren findet Erec bei Joie de la curt. Es gibt zahllose Spiegelungen von Gegensetzen im Werk, doch hierbei ist sie auf vielfache Weise ins Extreme gerückt. Die Burg Brandigan sieht von außen herrlich aus, drinnen fehlt jedoch jede vreude, ganz wie beim verligen in Karnant75. Erec verlor vreude und êre weil er nicht mehr kämpfte, Mabonagrin eben weil er kämpfte76. Der boumgarten gleicht der Kemenate in Karnant als ein Ort völliger Isolierung und Zweisamkeit. Generell ist der boumgarten Paradies und Hölle zugleich sowie die Steigerung von Erecs Versagen ins Extreme, usw.77. Jürgen Wolf fasste es folgendermaßen zusammen:

„Die Situation scheint typologisch unmittelbar auf Karnant bezogen, wo Erec und Enite damals genau so ihr privates Glück lebten […]. Im boumgarten wird die finale Konsequenz eines solchen Rückzugs aus der Gesellschaft sichtbar: Die Freude, das Lebenselixier der Hofkultur, ist verloren gegangen. Mit dem Sieg gegen Mabonagrin besiegt Erec also letztendlich sein Spiegelbild, sein eigenes Schicksal.“78

Mit dem Sieg verbunden war die Erlösung der 80 Witwen von ihrer Trauer, deren Partner Mabonagrin getötet hat. Das war nur möglich, weil Erec seine „[p]artnerschaftliche, ritterliche und gesellschaftliche Interaktion […] in eine Balance gebracht hat“ und somit nicht nur seine êre, gotestriuwe, Dienst an der Gemeinschaft sowie minne übertroffen hat, sondern er kann auch anderen vreude ermöglichen79.

Bezüglich des Endes schrieb Wolfgang Wetzlmair:

„Erec, der als Schuldiger von Karnant ausgezogen ist, kehrt nach einer langen Bußfahrt, in der er ein neues Verhältnis zur Gemeinschaft und auch zu Gott gefunden hat, geläutert an diesen Ort zurück und steht jetzt als als [sic!] Idealbild des höfischen Ritters und als der wunderaere vor uns.“80

Das Ende wird vor allem dadurch unterstrichen, dass Erec erst jetzt die Krone seines Vaters bekam81. Durch seinen Bußweg konnte er sich insgesamt als Herrscher, Ritter, Christ und Ehemann wieder legitimieren. Insgesamt lässt sich so zwar der Doppelweg eindeutig erkennen, jedoch mit anderer Wertung als in der Forschung oft anzutreffen. Die in diesem Kapitel erläuterten Aspekte wurden im Anhang visualisiert82.

[...]


1 Die in dieser Arbeit benutzte Fassung ist die des Deutschen Klassiker Verlags, Scholz, Manfred (Hrsg.): Hartmann von Aue. Erec. Übersetzt von Held, Susanne. 4. Auflage, Frankfurt am Main 2004. Sämtliche mhd. Zitate in dieser Arbeit beziehen sich auf dieses Werk. Zur besseren Erkennung werden diese in eckigen Klammern gesetzt.

2 Vgl. Held, Susanne: „Kommentar“ in: Scholz, Manfred (Hrsg.): Hartmann von Aue. Erec. Übersetzt von Held, Susanne. 4. Auflage, Frankfurt am Main 2004, S. 569–1069, hier S. 571–573.

3 Vgl. Achnitz, Wolfgang: „Die Ritter der Tafelrunde. Zur Entwicklung des Artusromans im 12. und 13. Jahrhundert“ in: Przybilski, Martin und Ruge, Nikolaus (Hrsg.): Fiktionalität im Artusroman des 13. Bis 15. Jahrhunderts. Wiesbaden 2013, S. 155–174, hier S. 155.

4 Vgl. Bumke, Joachim: Der »Erec« Hartmanns von Aue. Eine Einführung. Berlin 2006, S. 4f.

5 Vgl. Wolf, Jürgen: Einführung in das Werk Hartmanns von Aue. Darmstadt 2007, S. 12.

6 Vgl. ebd., S. 43f., 48 sowie Cormeau, Christoph und Störmer, Wilhelm: Hartmann von Aue. Epoche – Werk – Wirkung. 2., neubearbeitete Auflage. München 1993, S. 227.

7 Bätz, Oliver: Konfliktführung im Iwein des Hartmanns von Aue. Aachen 2003, S. 63.

8 Vgl. Held 2004, S. 588f. sowie Wolf 2007, S. 44f. und Gerok-Reiter, Annette: „Erec, Enite und Lugowski, C. Zum ›formalen Mythos‹ im frühen arthurischen Roman. Ein Versuch.“ in: Vollmann-Profe, Gisela u.a. (Hrsg.): Impulse und Resonanzen. Tübinger mediävistische Beiträge zum 80. Geburtstag von Walter Haug. Tübingen 2012, S. 131–150, hier S. 131.

9 Die besagten Teile wären „Hirschjagd“, „Krise in Karnant“ und „ Joide de la curt“. Vgl. Hoffmann, Ulrich: Arbeit an der Literatur. Zur Mythizität der Artusromane Hartmanns von Aue. Berlin 2012, S. 100f.

10 Vgl. Wetzlmair, Wolfgang: Zum Problem der Schuld im ‚Erec‘ und im ‚Gregorius‘ Hartmanns von Aue. Göppingen 1997, S. 107.

11 Vgl. Hoffmann 2012, S. 100.

12 Siehe Anhang 1.

13 Cormeau und Störmer 1993, S. 191.

14 Vgl. Bätz 2003, S. 64f.

15 Vgl. Ringeler, Frank: Zur Konzeption der Protagonistenidentität im deutschen Artusroman um 1200. Frankfurt am Main 2000, S. 296.

16 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 58f.

17 Vgl. [2918–2923].

18 Ebd., S. 65, Hervorhebung im Original.

19 Vgl. Kragl, Florian: „Höfische Bösewichte? Antagonisten als produktive Systemfehler im mittelalterlichen Roman“ in: Zetschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur. Band 141, Heft 1, 2012, S. 37–60, hier S. 48.

20 Vgl. Wolfzettel, Friedrich: „Der Artushof: ideale Mitte oder problematische Idealität?“ in: Däumer, Matthias u.a. (Hrsg.): Artushof und Artusliteratur. Berlin, New York 2010, S. 10, zit. Becker, Rebekka: Muße im höfischen Roman. Literarische Konzeptionen des Ausbruchs und der Außeralltäglichkeit im ›Erec‹, ›Iwein‹ und ›Tristan‹. Tübingen 2019, S. 357.

21 Exemplarisch vgl. Membrives, Eva: „Alternative Frauenfiguren in Wolframs ‚Parzival‘: Zur Bestimmung des Höfischen anhand differenzierter Verhaltensmuster“ in: German Studies Review. Band 25, Heft 1, 2002, S. 35–55, hier S. 35.

22 Vgl. Teuber, Bernhard: „Wie Mann ein Ritter wird: Wege der Initiation im arthurischen Roman des Chrétien de Troyes (Erec et Enide)“ in: Sauer, Hans u.a. (Hrsg.): Höhepunkte des mittelalterlichen Erzählens. Heldenlieder, Romane und Novellen in ihrem kulturellen Kontext. Heidelberg 2016, S. 139–158, hier S. 146f., 153.

23 Vgl. ebd. S. 149, siehe außerdem exemplarisch Anhang 2.

24 Vgl. Held 2004, S. 589.

25 Vgl. Gerok-Reiter 2012, S. 150, zit. Schmid, Elisabeth: „Weg mit dem Doppelweg. Wider eine Selbstverständlichkeit der germanistischen Artusforschung“ in: Wolfzettel, Friedrich (Hrsg.): Erzählstrukturen der Artusliteratur. Forschungsgeschichte und neue Ansätze. Tübingen 1999, S. 69–86, hier S. 70.

26 Vgl. Wolf 2007, S. 46.

27 10045.

28 2988.

29 Vgl. Xuan, Jing: Subjekt der Herrschaft und christliche Zeit. Die Ritterromane Chrestiens de Troyes. München 2012, S. 81.

30 Becker 2019, S. 352f.

31 Vgl. Bussmann, Britta: „ Dô sprach diu edel künegîn…: Sprache, Identität und Rang in Hartmanns ‚Erec‘“ in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur. Band 134, Heft 1, 2005, S. 1–29, hier S. 9, zit. [2921f.].

32 Vgl. Xuan 2012, S. 80f.

33 Vgl. Schmid, Björn: Erlösung in der Literatur. Untersuchung von Werken von Hartmann von Aue, Bertold Brecht und Max Frisch und ihren biblischen Prätexten. Marburg 2016, S. 193f.; bezüglich der anderen Episoden siehe Anhang 3.

34 Exemplarisch vgl. [8621–8630] und [9888–9898].

35 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 16f.

36 2946.

37 Vgl. Becker 2019, S. 347–349, sowie Wetzlmair 1997, S. 61–63.

38 Vgl. Schnell, Rüdiger: „ Gender und Gesellschaft. Hartmanns ‚Erec‘ im Kontext zeitgenössischer Diskurse“ in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur. Band 140, Heft 3, 2011, S. 306–334, hier S. 331.

39 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 64f., zit. ebd., S. 65.

40 [2989f.].

41 Vgl. [3029–30499.

42 Vgl. Bussmann 2005, S. 6f.

43 Vgl. Wolf 2007, S. 55.

44 Siehe Anhang 1.

45 Vgl. Becker 2019, S. 287.

46 [3064f.]

47 Bezüglich des Schweigens und potenzieller Schuld von Enite, siehe nächstes Kapitel.

48 Vgl. [3050–3102].

49 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 66f.

50 Vgl. Fritsch-Rößler, Waltraud: Finis Amoris. Ende, Gefährdung und Wandel von Liebe im hochmittelalterlichen deutschen Roman. Tübingen 1999, S. 41.

51 Vgl. Bussmann 2005, S. 15f.

52 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 69.

53 Vgl. ebd., S. 68f.

54 Vgl. ebd., S. 70–72.

55 Vgl. ebd., S. 73.

56 Vgl. ebd., S. 73f.

57 [4361–4365].

58 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 75.

59 [4409–4411].

60 Vgl. Schanze, Chritoph: „Dinge erzählen im Mittelalter: Zur narratologischen Analyse von Objekten in der höfischen Epik“ in: KulturPoetik. Band 16, Heft 2, 2016, S. 153–172, hier S. 164.

61 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 75f.

62 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 76f.

63 Vgl. Teuber 2016, S. 153f., zit. ebd., S. 154.

64 Vgl. Bumke 2006, S. 19, 28, 46, 67.

65 Vgl. Wolfzettel 2010, S. 4, zit. ebd.

66 [4977f.].

67 Vgl. [5558–5568].

68 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 80f.

69 Siehe nächstes Kapitel.

70 Vgl. Ringeler 1999, S. 60f.; Wetzlmair 1997, S. 84–86 sowie Bussmann 2005, S. 26f.

71 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 90f.

72 Vgl. [1052, 7012]

73 Vgl. Schanze 2016, S. 164.

74 Vgl. Wetzlmair 1997, S. 94f.

75 Vgl. Schnell 2011, S. 313.

76 Vgl. ebd., S. 308.

77 Sie wurden in der Forschung jedoch schon so ausführlich analysiert, dass ich nicht weiter auf sie eingehe, sondern mich auf den Hinweis darauf beschränke. Exemplarische Beispiele, vgl. Bumke 2006, S. 65f.; Schmid 2016, S. 229–232 sowie Becker 2019, S. 247, 329–332, 338–341.

78 Wolf 2007, S. 68.

79 Vgl. Sosna, Anette: Fiktionale Identität im höfischen Roman um 1200: Erec, Iwein, Parzical, Tristan. Stuttgart 2003, S. 100, zit. ebd.

80 Wetzlmair 1997, S. 181.

81 Vgl. [10064f.].

82 Siehe Anhang 4.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Eine Analyse von Hartmanns „Erec". Der zweifache Doppelweg
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V931439
ISBN (eBook)
9783346257000
ISBN (Buch)
9783346257017
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erec, Hartmann, Doppelweg, Versroman, Mittelalterliteratur, Literatur, Mittelhochdeutsch, Artusroman, Erzählstruktur, Ältere deutsche Literatur, Erec und Enite, Erec et Enite, Queste, âventiure, Hartmann von Aue, Doppelter Kursus
Arbeit zitieren
Pawel Bornstedt (Autor), 2020, Eine Analyse von Hartmanns „Erec". Der zweifache Doppelweg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/931439

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