Implizite und explizite Motive und ihre Bedeutung für die berufliche Zufriedenheit


Hausarbeit, 2018

25 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Motivation
2.1.2 Motiv
2.2 Motivationsansätze
2.2.1 Bedürfnispyramide nach Maslow
2.2.2 Das Grundmodell kognitiver Motivationstheorien nach Rheinberg
2.2.3 Motivationsansatz nach McClelland
2.3 Der Grundgedanke expliziter und impliziter Motive von McClelland
2.3.1 Implizite Motive
2.3.2 Explizite Motive
2.4 Messungen von Motiven
2.4.1 Erhebung implizierter Motive
2.5 Bedeutung für das Zielkriterium „berufliche Zufriedenheit“

3. Resümee

4. Anhang
4.1 Quellen- und Literaturverzeichnis
4.2 Abbildungsverzeichnis
4.3 Abkürzungsverzeichnis

Implizite und explitzite Motive

Hausarbeit

Implizite und explizite Motive und ihre Bedeutung für die berufliche Zufriedenheit als einen der beiden Zielkriterien beruflicher Beratung.

- Was unterscheidet explizite und implizite Motive?
- Wie lassen sich implizite Motive erheben?
- Welche Bedeutung haben diese Motivarten für das Zielkriterium „berufliche Zufriedenheit“?

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

1. Einleitung

„Der Trick in dieser Welt ist herauszufinden, was man gerne tut, und dann noch jemanden zu finden, der einen dafür bezahlt.“

– Unbekannter Autor

Arbeitgeber wollen, dass ihre Mitarbeiter sich vor Initiative kaum auf den Bürostühlen halten können und sich motiviert auf jede Aufgabe stürzen. Die Arbeitnehmer selbst wollen ihre Motivation im Job erhalten oder neu entfalten, um Spaß an der Arbeit zu haben und jeden Tag gerne den Weg zum Arbeitsplatz anzutreten.

Motivation ist für das Zielkriterium berufliche Zufriedenheit ein grundlegender Erfolgsfaktor. Doch gerade am Montag scheint in unseren Köpfen die Motivation absolute Mangelware zu sein. Das Wochenende ist vorbei und überall wird sich über den Wochenanfang aufgeregt: „Ich habe keine Lust“, „Ich bin noch so müde“, „Ich brauche noch einen dritten Kaffee.“. Obwohl Motivation ein viel diskutiertes Thema ist, machen sich nur wenige Menschen weitere Gedanken darüber, was hinter der Motivation zu verstehen ist, denn in der Regel geben sich die Meisten damit zufrieden, dass Motivation der innere Antrieb eines Menschen ist. (Vgl. Warkentin, 2017) Dies zeigt sich auch in den häufigsten Synonymen, zu denen Antrieb, Anreiz, Ansporn, Interesse oder die Lust etwas zu tun zählen. (Vgl. Dudenredaktion, 2014)

Motivation im wissenschaftlichen Sinn lässt sich vor allem durch das Wort selbst beschreiben. „Die Motivation umfasst alle Motive eines Menschen, die ihn zu bestimmten Entscheidungen und Handlungen bewegen.“ (Vgl. Warkentin, 2017) Ein Motiv im Job kann z. B. das berufliche Vorankommen, sich einen Ruf zu erarbeiten, die „Karriereleiter“ emporzusteigen oder mehr Verantwortung zu tragen, sein. In der vorliegenden Hausarbeit werden implizite und explizite Motive vorgestellt und ihre Bedeutung für die berufliche Zufriedenheit analysiert. Dazu wird zunächst auf die Konstrukte Motiv, Motivation und Motivationsansätze eingegangen. Folgende Fragestellungen werden beantwortet:

- Was unterscheidet explizite und implizite Motive?
- Wie lassen sich implizite Motive erheben?
- Welche Bedeutung haben diese Motivarten für das Zielkriterium „berufliche Zufriedenheit“?

2. Hauptteil

2.1 Begriffsbestimmungen

2.1.1 Motivation

Die Motivation als Alltagsverständnis entspricht nicht dem Gebrauch des Begriffs in der Wissenschaft. Im folgendem werden verschiedene Definitionen genannt.

Vollmeyer und Brunstein definieren Motivation als ein „hypothetisches Konstrukt“, also als etwas gedanklich Konstruiertes, mit dem die Zielgerichtetheit des menschlichen Handelns erklärt werden soll. Motivation wird zudem nicht homogen betrachtet, sondern ist in verschiedene Komponenten gegliedert, aus denen ein heterogenes Konstrukt entsteht. (Vgl. Vollmeyer et al., 2005, S. 9) Rheinberg definiert Motivation als „eine aktivierende Ausrichtung des momentanen Lebensvollzugs auf einen positiv bewerteten Zielzustand“. (Vgl. Rheinberg, 2004, S. 15) Nach dieser Definition sind alle Handlungen, denen als Ergebnis ein Ziel zugrunde liegt, motiviertes Verhalten. Der Gegensatz zu diesem motivierten Verhalten sind folglich Routinetätigkeiten, wie z.B. Körperhygiene betreiben, Kleidung anziehen oder zur Arbeit gehen, etc.

Rheinberg nennt verschiedene Komponente der Motivation, die bei der Erreichung eines positiv bewerteten Zielzustandes verfolgt werden: Erwartungen, Werte, Selbstbilder, Willensprozesse, Affekte/Emotionen und neurohormonelle Prozesse (Vgl. Vollmeyer et al., 2005, S. 10)

Heckhausen versteht unter Motivation, dass durch eine gegebene Situation gewisse Prozesse der Antizipation angeregt werden. Durch erwünschte oder auch unerwünschte Anreize werden die Folgen des eigenen Handelns abgewogen. (Vgl. Heckhausen, 2003, S. 10)

Diese verschiedenen Definitionen greifen ähnliche Aspekte auf und können miteinander verschmolzen werden. Daher wird in der vorliegenden Hausarbeit folgende Arbeitsdefinition verwendet: Motivation ist die Gesamtheit aller Beweggründe und Einflüsse, die eine Entscheidung oder Handlung beeinflussen und resultierend zu einer Handlungsweise anregen.

Aus der Motivationsforschung ist bekannt, dass sich Motivation in extrinsische und intrinsische Motivation differenzieren lässt. Intrinsische Motivation ist die innere, aus sich selbst entstehende Motivation. (Vgl. Warketin, 2017) Beispiel: Man entwickelt selbst das Bedürfnis sich sportlich zu Betätigen und geht Joggen. Extrinsische Motivation hingegen wird durch einen von außen kommendem Anreiz, der von einer anderen Person kommen kann, aktiviert. (Vgl. Warketin, 2017) Beispiel: Ein Freund hat in einem Laufwettbewerb gewonnen. Dies möchte man nun auch, weshalb man Joggen geht.

In der Motivationspsychologie werden grundsätzlich zwei Perspektiven eingenommen. Entweder werden die unbewussten und/oder unreflektierten Prozesse, die durch physiologische und emotionale Appelle zu Verhaltensimpulsen führen, betrachtet oder man untersucht die bewussten, reflektierbaren Willensprozesse und die konkreten Handlungen. (Vgl. Heckhausen, 2003 S. 49) Beide Perspektiven spiegeln sich in impliziten und expliziten Motiven wieder, welche in Kapitel 2.3 näher erläutert werden.

2.1.2 Motiv

Motivation kann unter anderem aus der Bereitschaft zur langfristigen Zielverfolgung erschlossen werden. (Vgl. Heckhausen, 2003, S. 9 f.) Dabei spielen Motive eine bedeutende Rolle. Ein Motiv ist keinesfalls ein Synonym zum unter Kapitel 2.1.1 definierten Motivationsbegriff. Ein Motiv ist kein Konstrukt, das etwas beschreiben, sondern das etwas erklären soll. In der Motivationsforschung wird daher davon ausgegangen, dass unter dem Begriff des Motives eine feststehende innerliche Neigung eines Menschen zu verstehen ist. Dies bedeutet z. B. auf eine bestimmte Art und Weise zu leben, Kontakte zu einer bestimmten Art von Charakteren zu finden oder zu meiden, Probleme oder Herausforderungen grundsätzlich zögerlich oder offensiv anzugehen. (Vgl. Heckhausen, 2003, S. 9 f.)

McClelland und Rheinberg definieren Motive als „wiederkehrende Präferenzen für bestimmte End-/ Zielzustände“. (Vgl. McClelland et al., 1989, S. 690- 702; Rheinberg, 2004, S. 15 ff.) Mit Präferenz meinen McClelland und Rheinberg die Bereitschaft, auf bestimmte Klassen von Zielzuständen mit typischen Affektmustern zu reagieren. (Vgl. McClelland et al., 1989, S. 690- 702; Rheinberg, 2004, S. 15 ff.)

Für Kuhl sind Motive Persönlichkeitsmerkmale, die die Motivation beeinflussen und bestimmte Anreizbereiche wie z. B. Leistung, Anschluss oder Macht aktivieren. (siehe Abb. 3) Diese Ansatzbereiche werden in fast allen alltäglichen Situationen angeregt. Jedes Motiv enthält einen Bedürfniskern, der angibt, wie sehr der aktuelle Istwert vom Sollwert abweicht. Im Unterschied zu „natürlichen“ Bedürfnissen sind Motive mit Erfahrungswissen verknüpft, welche für eine Vielzahl von Situationen kontextangemessene Handlungsmöglichkeiten anbietet. (Vgl. Kuhl, 2010, S. 28)

Heckhausen, McClelland, Rheinberg und Kuhl greifen ähnliche Gedanken auf. In der vorliegenden Hausarbeit werden die oben genannten Definition zu folgender Arbeitsdefinition verschmolzen: Ein Motiv bezeichnet man als einen von außen nicht erkennbarem Beweggrund, welcher Verhalten aktiviert. Folglich wird ein Motiv von der Motivation abgegrenzt:

- Motiv = eine Präferenz für Endzustand
- Motivation = eine Bereitschaft ein Ziel anzustreben, die aus einer Soll-/Istwert-Diskrepanz entsteht

2.2 Motivationsansätze

2.2.1 Bedürfnispyramide nach Maslow

In der Motivationsforschung gibt es zahlreiche Motivationstheorien und -ansätze, die sich mit der Frage beschäftigen, was den einzelnen Menschen antreibt etwas Bestimmtes zu tun. Ein renommiertes Modell wurde von Maslow entwickelt. Maslow fasst die Gesamtheit der menschlichen Motive in fünf Bedürfnisgruppen zusammen. Die sogenannte Maslow‘sche Bedürfnispyramide klassifiziert die Bedürfnisse, die einen Menschen zu bestimmten Handlungen motivieren, in verschiedene Untergruppen. (siehe Abb. 1) (Vgl. Maslow et al., 1981)

Abb. 1: Bedürfnispyramide nach Maslow

(Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon [https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/beduerfnishierarchie-31397])

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Bedürfnisse dieser Pyramide bauen aufeinander auf. Das bedeutet, dass ein bestimmtes Bedürfnis erst ausreichend befriedigt werden muss, bevor Motivation aufkommt, und ein weiteres Bedürfnis angestrebt wird. Allerdings muss ein Bedürfnis dabei nicht zu 100 Prozent erfüllt sein, damit Menschen die Motivation verspüren, andere Bedürfnisse befriedigen zu wollen. (Vgl. Maslow et al., 1981)

In der ersten (untersten) Ebene sind die so genannten Grund- und Existenzbedürfnisse. Jeder Mensch verspürt z. B. Hunger und Durst oder das Bedürfnis nach Schlaf. Diese Bedürfnisse können eine starke Motivation auslösen. Die zweite Ebene repräsentiert die Sicherheitsbedürfnisse. Menschen wollen sich körperlich geborgen fühlen und Gefahren abwehren. Soziale Bedürfnisse können in Extremsituation hinter Grund- und Sicherheitsbedürfnisse zurücktreten. Das Bedürfnis, sich anderen sozial zugehörig zu fühlen, kann Menschen derart motivieren, dass sie auch Dinge tun, die sie eigentlich nicht tun würden. Auf der vierten Ebene nennt Maslow die so genannten Ich-Bedürfnisse/ Bedürfnisse nach Anerkennung und Wertschätzung. An der Spitze dieser Pyramide der Bedürfnisse steht die Selbstverwirklichung. Dabei geht es im Kern um die Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit mit all ihren Potentialen frei entfalten zu können. (Vgl. Maslow et al., 1981) Die Bedürfnispyramide zeigt folglich die Zielorientierung der Motivation an.

2.2.2 Das Grundmodell kognitiver Motivationstheorien nach Rheinberg

Wie bereits erwähnt, definiert Rheinberg Motivation als „eine aktivierende Ausrichtung des momentanen Lebensvollzugs auf einen positiv bewerteten Zielzustand“. (Vgl. Rheinberg, 2004, S. 15) In untenstehender Abbildung 2 ist das Grundmodell kognitiver Motivationstheorien nach Rheinberg dargestellt.

Ob sich Motive im Verhalten ausdrücken, hängt nach diesem Modell davon ab, ob ein Motiv durch situative Anreize oder innere Vorstellungen angeregt wird und ob die Situation Gelegenheiten zur Verfolgung motivspezifischer Ziele bietet. Darüber hinaus ist es von Bedeutung ob das Motiv bereits kurz zuvor befriedigt bzw. gesättigt wurde. Wie sich Motive im Verhalten ausdrücken, hängt davon ab, welche Handlungen die Person gewöhnlich ausführt und welche Handlungen die Person als geeignet erachtet, um Ziele zu erreichen. (Vgl. Rheinberg, 2004, S. 16 ff.)

Ausgehend von diesem Modell nennt Rheinberg daher verschiedene Komponenten der Motivation, die bei der Erreichung eines positiv bewerteten Zielzustandes verfolgt werden. Es spielen z.B. Erwartungen, Werte, Motive und Selbstbilder, Willensprozesse, Affekte/Emotionen und neurohormonelle Prozesse der Person eine Rolle, jedoch aber auch die in der Situation ausgelösten Anreize. (Vgl. Vollmeyer et al., 2005, S. 10)

Abb. 2: Das Grundmodell kognitiver Motivationstheorien

Quelle: Rheinberg, F. (Hrsg.) (1995): Motivation, Stuttgart: Kohlhammer.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.3 Motivationsansatz nach McClelland

McClelland geht wie Maslow davon aus, dass menschliches Verhalten durch zahlreiche Motive gesteuert wird. Die wichtigsten drei Motive für McClelland sind: Anschluss, Leistung und Macht. (siehe Abb. 3) Diese zählen zu den impliziten Motiven (siehe Kapitel 2.3) und können in fast allen Situationen angeregt werden. Außerdem haben diese einen bedeutenden Einfluss auf das Verhalten von Menschen. (Vgl. Weibler, 2016, S. 181 ff.)

Abb. 3: Anregungsbedingungen und Ziele des Anschlussmotives, Leistungsmotives und Machtmotives

(Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Vollmeyer & Brunstein, 2005, S. 75)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grundlegend ist zu ergänzen, dass alle Motive in ihrer Ausrichtung jeweils ein Erwartungsmotiv oder ein Vermeidungsmotiv einbeziehen. So beinhaltet beispielsweise das Anschlussmotiv die Furcht vor Zurückweisung und die Hoffnung auf Anschluss. Der Kern der Motive ist, dass für jedes Motiv spezifische Affekte ausgelöst werden und die Erwartungen darauf ausgelegt sind, bestimmte spezifische Emotionen erleben zu können. (Vgl. Weibler, 2016, S. 181 ff.)

Mit Freunden zusammen zu sein, ist ein Anreiz, der für das Anschlussmotiv (siehe Abb. 3) von zentraler Bedeutung ist:

Beispiel: Die Vorstellung „Ich treffe mich heute Abend mit meiner Freundin zum Essen.“, regt vor allem im Vergleich zu der Alternative „Ich verbringe den Abend alleine.“, ein Gefühl der Vorfreude an und motiviert die Person dazu, die Freundin nach einem Essen zu fragen.

Das Anschlussmotiv kann in zwei Komponenten unterteilt werden: Zum einen in die Hoffnung auf Anschluss und zum anderen in Furcht vor Zurückweisung oder der Befürchtung von anderen Menschen nicht gemocht zu werden. Motive haben daher zum einen die Aufgabe Zielzustände zu bewerten und zum anderen Aufmerksamkeit auszurichten. Häufig geschieht dies ohne bewusste Steuerung. (Vgl. Vollmeyer et al., 2005, S. 75 ff.) Die Stärke des Bedürfnisses lässt sich aus der Bereitschaft zur Überwindung von Hindernissen erschließen. Nicht alle Menschen sind gleichstark anschlussmotiviert. In einer großen Menschenmenge wird eine Person eher ein ihr bekanntes Gesicht auffallen, als einem Menschen mit einem schwachen Anschlussmotiv. (Vgl. Vollmeyer et al., 2005, S. 77 ff.) Die Stärke eines Motives hat daher vielfältige Auswirkungen auf das Verhalten.

2.3 Der Grundgedanke expliziter und impliziter Motive von McClelland

In Kapitel den unter 2.2 genannten Motivationsansätzen findet sich, wenn auch inhaltlich nicht in allen genannten Ansätzen direkt angesprochen, explizite und implizite Motive wieder. Im folgenden Abschnitt werden explizite und implizite Motive vertieft dargestellt.

Der Ausgangspunkt für die Unterscheidung von impliziter und expliziten Handlungsmotiven ist folgender Grundgedanke von David McClellands: implizite und explizite Motive nehmen auf unterschiedliche Aspekte des Verhaltens Einfluss. (Vgl. McClelland et al., 1989, S. 690 ff.) Während implizite Motive durch operantes Verhalten zum Ausdruck kommen, geschieht dies bei expliziten Motiven durch respondentes Verhalten (Vgl. Brunstein et al, 2006, S. 147 ff.).

McClelland versteht unter operantem Verhalten: Verhalten, dass unter Eigeninitiative der Person entsteht und über einen längeren Zeitraum wiederholt wird. (Vgl. Vollmeyer et al., 2005, S. 65). Unter respondentem Verhalten dagegen versteht McClelland Verhalten, „das durch klar identifizierbare Umstände der Situation hervorgerufen […], bewusst abgewogen und reflektiert […] und durch eine Person willentlich beeinflusst werden kann“. (Vgl. Vollmeyer et al., 2005, S.65).

In McClellands Studien erfasste er drei Formen von Motiven (Vgl. McClelland et al., 1989, S. 690 ff.):

- Motive beeinflussen unterschiedliche Verhaltensklassen.
- Motive werden von unterschiedlichen Anreizen aktiviert.
- Motive stehen mit unterschiedlichen Sozialisationserfahrungen in Zusammenhang.

McClelland entwickelt auf Grundlage der drei Formen 1989 ein Modell, das von zwei unterschiedlichen Arten von Motiven ausgeht und unterschiedlich ermittelt werden müssen:

- Implizite Motive werden in diesem Modell operational definiert und durch die Messung mit Hilfe von projektiven Verfahren sichtbar gemacht. (siehe Kapitel 2.4.1)
- Explizite Motive werden mit Hilfe eines Fragebogens erhoben. (Vgl. McClelland et al., 1989, S. 695 ff.).

Implizite und explizite Motive wirken nicht immer harmonisch zusammen. Konflikte zwischen den beiden Motivationsformen können zu Problemen führen. Dies kann beispielsweise dann eintreten, wenn das, was das Individuum bewusst und zielstrebig verfolgt, nicht mit den impliziten Motiven übereinstimmt. (Vgl. Kuhl, 2001)

[...]

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Implizite und explizite Motive und ihre Bedeutung für die berufliche Zufriedenheit
Hochschule
Hochschule der Bundesagentur für Arbeit - Mannheim/Schwerin
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
25
Katalognummer
V931511
ISBN (eBook)
9783346241726
ISBN (Buch)
9783346241733
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Motive, Explizit, Implizit, Psychologie
Arbeit zitieren
Sarah Maria Held (Autor), 2018, Implizite und explizite Motive und ihre Bedeutung für die berufliche Zufriedenheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/931511

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