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Die Organisation als autopoietisches System nach Niklas Luhmann

Herausforderungen für die unternehmerische Praxis

Title: Die Organisation als autopoietisches System nach Niklas Luhmann

Term Paper , 2020 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tricy Unger (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem autopoietischen Systemverständnis nach Niklas Luhmann für die Führung in Unternehmen? Das Ziel dieser Arbeit ist die Ableitung der Herausforderungen für die unternehmerische Praxis aus dem Verständnis einer Organisation als autopoietisches System nach Luhmann.

Zunächst beschäftigt sich der Autor mit der Thematik der autopoietischen Systeme. In diesem Zusammenhang werden anfangs die theoretischen Grundlagen geschaffen, indem der Systembegriff, die Systemtheorie und das Themenfeld der autopoietischen Systeme vorgestellt werden. Danach wird sowohl die Forschung von Maturana und Varela als auch von Luhmann aufgezeigt. Innerhalb dessen findet eine Darstellung der charakteristischen Merkmale von autopoietischen Systemen statt.

Darauf aufbauend beschäftigt sich der zweite Teil mit den daraus resultierenden Konsequenzen in der Praxis, wobei als Schwerpunkt die Führung gewählt wird. Daher wird zuerst das systemische Führungsverständnis und dessen Besonderheit erläutert. Im Nachgang werden basierend auf den Ergebnissen einer Expertenbefragung Handlungsfelder für die Praxis aufgezeigt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autopoietische Systeme – Charakteristika und Entwicklung

2.1 Theoretische Grundlagen

2.1.1 Der Systembegriff

2.1.2 Die Entwicklung der Systemtheorie

2.1.3 Definition autopoietischer Systeme

2.2 Forschungen von Maturana und Varela

2.3 Autopoietische Systeme nach Luhmann und ihre Charakteristika

2.3.1 Die Luhmannsche Systemtheorie

2.3.2 Merkmale autopoietischer Systeme

3. Herausforderungen für die unternehmerische Praxis

3.1 Erörterung des systemischen Führungsverständnisses

3.2 Konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Primärziel dieser Arbeit ist die Ableitung der Herausforderungen für die unternehmerische Praxis aus dem Verständnis einer Organisation als autopoietisches System nach Niklas Luhmann. Dabei wird untersucht, wie Führungskräfte in einem komplexen, sich selbst steuernden sozialen System effektiv agieren können.

  • Grundlagen der Systemtheorie und der Begriff der Autopoiesis
  • Forschungskontexte von Maturana, Varela und Luhmann
  • Systemisches Führungsverständnis als Kontextsteuerung
  • Herausforderungen der Unternehmensführung in sozialen Systemen
  • Empirische Einblicke durch Expertenbefragungen

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Definition autopoietischer Systeme

Bei dem Begriff Autopoiesis handelt es sich um ein, von Maturana geschaffenes, Kunstwort. Es besteht aus den griechischen Wörtern autos, was so viel wie selbst bedeutet, und poien, was in der deutschen Sprache für bauen oder machen steht. In Kombination kann unter Autopoiesis die Selbstgestaltung oder auch Selbsterzeugung verstanden werden (vgl. Ehlers, 2020, S.156). Luhmann verwendet in seinen Werken den Begriff der Selbstreferenz synonym zu Autopoiesis. Er versteht unter dem Begriff „die Einheit, die ein Element, ein Prozeß, ein System für sich selbst ist. »Für sich selbst« - das heißt: unabhängig vom Zuschnitt der Beobachtung durch andere.“ (Luhmann, 1991, S.58). Als autopoietisch können daher „sämtliche stabilen, langlebigen Systeme [verstanden werden], die neue Fähigkeiten ausbilden können, um sich geänderten Bedingungen anzupassen.“ (Ampofo, 2018, S.26). Bei dieser Definition steht ihre Anpassungsfähigkeit im Vordergrund. Ebenfalls ist eine Betrachtung hinsichtlich der Interaktion mit ihrer Umwelt möglich. Luhmann bezeichnet autopoietische Systeme als geschlossen, jedoch in einer anderen Auslegung im Vergleich zu früheren systemtheoretischen Ansätzen, welche damit eine umweltlose Existenz und keinerlei Austausch verbinden. Er hingegen vertritt die Auffassung, „daß solche Systeme alles, was sie als Einheit verwenden (auf welcher Komplexitätsgrundlage immer), selbst als Einheit herstellen und dabei rekursiv die Einheiten benutzen, die im System schon konstituiert sind.“ (Luhmann, 1991, S.602).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz der Systemtheorie für die Führung in Zeiten zunehmender Komplexität und Digitalisierung dar und definiert die Forschungsfrage.

2. Autopoietische Systeme – Charakteristika und Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen des Systembegriffs, die historische Entwicklung der Systemtheorie und die Definition autopoietischer Systeme nach Maturana, Varela und Luhmann.

3. Herausforderungen für die unternehmerische Praxis: Hier erfolgt die Anwendung der Theorie auf die Unternehmensführung, wobei ein systemisches Führungsverständnis erörtert und durch Expertenmeinungen ergänzt wird.

4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, reflektiert kritisch über die Anwendbarkeit der Luhmannschen Theorie in der Praxis und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Autopoiesis, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Soziale Systeme, Systemische Führung, Komplexitätsmanagement, Selbstreferenz, Operative Geschlossenheit, Strukturdeterminierung, Unternehmensführung, Organisationstheorie, Selbstorganisation, Beobachtung zweiter Ordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Theorie autopoietischer Systeme nach Niklas Luhmann auf die moderne unternehmerische Praxis, insbesondere im Bereich der Führung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Systemtheorie, soziale Systeme, Führung in komplexen Organisationen sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung systemtheoretischer Konzepte in den Managementalltag.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem autopoietischen Systemverständnis nach Luhmann für die Führung in Unternehmen?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Analyse, ergänzt um die Methodik der Expertenbefragung von drei Führungskräften aus der Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über autopoietische Systeme und einen praktischen Teil, der das systemische Führungsverständnis sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Führungskräfte diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Autopoiesis, Systemische Führung, soziale Systeme, Selbstreferenz und operative Geschlossenheit.

Warum wird Luhmanns Ansatz als "antihumanistisch" bezeichnet?

In Luhmanns Theorie verschwindet der Mensch als individuelle Entität; stattdessen wird er in ein lebendes System (Körper) und ein psychisches System (Bewusstsein) unterschieden, die jeweils eigene Logiken verfolgen.

Wie kann eine Führungskraft ein autopoietisches System beeinflussen?

Da sich das System selbst steuert, ist direkte Steuerung nicht möglich. Führung erfolgt über "Kontextsteuerung", bei der Rahmenbedingungen geschaffen werden, die das System zur Selbstreflexion und Anpassung anregen.

Welche Rolle spielt der "Coach" bei der Einführung systemischer Führung?

Ein Coach kann die Rolle des Beobachters zweiter Ordnung einnehmen, um "blinde Flecken" im Kommunikationsverhalten der Führungskraft oder in der Systemstruktur aufzudecken.

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Details

Title
Die Organisation als autopoietisches System nach Niklas Luhmann
Subtitle
Herausforderungen für die unternehmerische Praxis
College
AKAD University of Applied Sciences Stuttgart
Grade
1,0
Author
Tricy Unger (Author)
Publication Year
2020
Pages
21
Catalog Number
V931531
ISBN (eBook)
9783346243935
ISBN (Book)
9783346243942
Language
German
Tags
Luhmann Autopoiesis Maturana Vaerela Systemtheorie Systemische Führung autopoietische Systeme Merkmale
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tricy Unger (Author), 2020, Die Organisation als autopoietisches System nach Niklas Luhmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/931531
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