Die nachfolgende Arbeit befasst sich im Rahmen der Pflege auf der Intensivstation mit der Frage, welche Vorteile ein Mundpflege-Produktsystem gegenüber herkömmlichen Mundpflegemaßnahmen bei Intensivpatienten mit kontinuierlicher NIV (Nichtinvasiver Beatmung) hat.
Hierzu wird in einem ersten Abschnitt die genaue Bezeichnung des Begriffes NIV näher aufgeschlüsselt, bevor sich näher mit potenziellen Krankheiten und Beschwerden im Mund-Rachenraum auseinandergesetzt wird. Danach werden anhand aktueller Forschungsergebnisse die alten Mundpflegemaßnahmen mit dem neuen Produktsystem verglichen, die Ergebnisse im Rahmen einer Patientenstudie dargestellt und abschließend diskutiert. Ein Fazit des Verfassers schließt die Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hauptteil
2.1 Was ist NIV?
2.2 Anatomie der Mundhöhle und krankhafte Veränderungen
2.3 Herkömmliche Mundpflegemaßnahmen nach Mundpflegestandard MKH
2.4 Mundpflege-Produktsysteme
2.5 Aktueller Forschungsstand
2.6 Methodik
2.7 Ergebnisdarstellung der Forschungsstudie
2.8 Diskussionsteil
3 Fazit
4 Literaturverzeichnis
5. Tabellen und Abbildungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vorteile eines neuen Mundpflege-Produktsystems im Vergleich zu herkömmlichen Methoden bei Intensivpatienten unter kontinuierlicher NIV-Therapie, um die Mundgesundheit trotz der Beatmungssituation effektiv zu wahren.
- Grundlagen der nicht-invasiven Beatmung (NIV)
- Anatomische Aspekte der Mundhöhle und häufige pathologische Veränderungen
- Vergleich zwischen klinischem Standard und modernen Produktsystemen
- Evaluierung der Wirksamkeit durch den Oral Assessment Guide (OAG)
- Optimierung von Pflegeprozessen und Zeitmanagement auf der Intensivstation
Auszug aus dem Buch
2.4 Mundpflege-Produktsysteme
Als Neuerung in der Mundpflege wurde auf der Intensivstation des MKH Ende 2017 ein biokompatibles Mundpflegeproduktsystem namens „Jack Pro®“ eingeführt.
Es besteht aus zwei unterschiedlichen Komponenten, die jeweils mit Mundpflegestäbchen aufgetragen werden:
Gel plus: Ein klares Gel mit Dreifach-Wirksystem, dass die Zahnoberfläche vor Erosionen schützt sowie die Mundschleimhaut in allen Bereichen der Mundhöhle vor Austrocknung und Borkenbildung bewahren soll?. Weiterhin hilft es auch als Wundschutz bei Schleimhautverletzungen und wirkt unterstützend bei der Epithelisierung verletzter Schleimhaut-areale. Als vollwertiges Zahnpflegegel mit Fluoridgehalt eignet es sich zur täglichen Reinigung von Zahnfleisch, Zähnen und Prothesen. Auf Grund der geringen Schaumbildung wird die Aspirationsgefahr reduziert. Es hilft dank seiner Konsistenz bei der Therapie der Xerostomie. Da es schleifmittelfrei ist, wird Plaque schonend von den Zähnen entfernt. Für die Mundpflege sowie die Befeuchtung werden nur kleine, etwa erbsengroße Mengen (ca. 2-5 ml) benötigt und auf ein Schaumstoff-Mundpflegestäbchen aufgebracht. (vgl. ELISCHA 2018)
Spülung plus: Besteht aus einer blauen Flüssigkeit, die eine reinigende und keimreduzierende bakteriostatische Wirkung mit Remanenzeffekt bis 60 Minuten hat (vgl. Göhring et al. 2014). Sie wird nach der Reinigung mit dem Gel über ein Mundpflegestäbchen im ganzen Mund verteilt und verbleibt nach Applikation in der Mundhöhle. (vgl. ELISCHA 2018)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung der Mundgesundheit bei Intensivpatienten und stellt die Herausforderungen durch NIV-Beatmung sowie das Ziel einer optimierten Pflegestrategie dar.
2 Hauptteil: Dieser Abschnitt definiert NIV, erläutert die Anatomie der Mundhöhle, beschreibt gängige Erkrankungen, vergleicht den aktuellen Standard mit einem neuen Produktsystem und präsentiert die Ergebnisse der durchgeführten Studie.
3 Fazit: Die Untersuchung bestätigt, dass das neue Mundpflege-Produktsystem zeitsparender ist und die Mundgesundheit effektiver fördert als herkömmliche Maßnahmen.
4 Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen, Richtlinien und Studien zur Untermauerung der Arbeit aufgeführt.
5. Tabellen und Abbildungen: Dieser Anhang enthält die detaillierte Darstellung der Studienergebnisse sowie den verwendeten Oral Assessment Guide (OAG).
Schlüsselwörter
Intensivpflege, Mundpflege, NIV-Therapie, Mundgesundheit, Oral Assessment Guide, Infektionsprophylaxe, Mundhöhle, Jack Pro, Beatmungspatienten, Pflegestandard, Bakterienreduktion, Mundhygiene, Xerostomie, Zahnpflege, Pflegeprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Mundpflege bei Intensivpatienten, die eine nicht-invasive Beatmung (NIV) erhalten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die anatomischen Grundlagen der Mundhöhle, die Risiken mangelnder Mundhygiene bei Beatmungspatienten sowie den praktischen Vergleich zwischen Standard-Pflegematerialien und einem neuen Mundpflege-Produktsystem.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu evaluieren, ob ein neues biokompatibles Mundpflege-Produktsystem effizienter und vorteilhafter für die Mundgesundheit von NIV-Patienten ist als die bisher angewandten Standardmethoden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Es wurde eine randomisierte kontrollierte Studie mit vier Patienten in zwei Gruppen durchgeführt, deren Mundraum-Status mittels des Oral Assessment Guide (OAG) über sieben Tage dokumentiert wurde.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu NIV und Mundanatomie sowie in die praktische Durchführung und Auswertung einer vergleichenden Anwendungsstudie.
Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die Kernbegriffe sind Intensivpflege, Mundhygiene, NIV-Therapie, Oral Assessment Guide und Infektionsprophylaxe.
Warum ist das Thema der Mundpflege bei NIV-Patienten besonders kritisch?
Da diese Patienten meist nur kurze Zeitfenster ohne Maskenbeatmung für Pflege, Ernährung oder Kommunikation haben, ist eine zeitsparende, effektive und einfach anwendbare Mundpflege essenziell.
Welchen Vorteil bietet das untersuchte Produktsystem bezüglich der Aspirationsgefahr?
Im Gegensatz zu schäumender Zahnpasta, die abgesaugt werden muss, erzeugt das neue System keinen Schaum, was die Aspirationsgefahr bei den behandelten Patienten deutlich senkt.
- Arbeit zitieren
- Christian Brödner (Autor:in), 2018, Mundpflege-Produktsystem oder herkömmliche Mundpflegemaßnahmen? Ein Vergleich bei Intensivpatienten mit kontinuierlicher nichtinvasiver Beatmung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/931615