Erfolgsfaktor interkulturelle Teams. Wie wird Ihr Erfolg in einer globalisierten Welt gesteigert?


Essay, 2019

21 Seiten, Note: 2,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärung
2.1 Interkulturalität
2.2 Unterschied zwischen Team und Gruppe (Merkmale)
2.3 Von einer Gruppe zum Team
2.4 Der Begriff „Interkulturelles Team“

3. Die Erhöhung des Erfolgsfaktors
3.1 Mentale Modelle (wie wir die Welt sehen)
3.2 Shared Mental Model

4 Missverständnisse vermeiden und Konflikte lösen
4.1 Situationsbewusstsein
4.2 Formen der Kompetenz
4.3 Kompetenz in einem interkulturellen Team

5 Eigene Stellungnahme

6 Fazit

7 Quellen

1 Einleitung

Alle Unternehmen auf der Welt erleben einen stetigen Wandel. Zum einen hängt dies von der Globalisierung ab, welche für die Veränderung der alltäglichen Gewohnheiten verantwortlich ist, aber auch durch neue Trends und neue Technologien. Die wichtigste Aufgabe von Unternehmen ist eine entsprechende Anpassung an die Veränderungen und damit auch an die Wünsche und Bedürfnisse eines Kunden. Zum Zeitpunkt, an dem Unternehmen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz im Markt erreichen möchten, kommt es aus langfristiger Sicht nicht nur auf eine passende Nische und das geeignete Produkt an. Vielmehr sind Faktoren für den Erfolg verantwortlich, die sich in einem Unternehmen hinter den Kulissen abspielen. Prozesse, die sich im Hintergrund ablaufen, haben nicht nur Auswirkungen auf die Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung, sondern auch auf das Wachstum des Unternehmens, für den Zuwachs und die Bindung von Kunden und dadurch auch für feste Einnahmen. Dadurch können laufende Kosten bezahlt und Reinvestitionen getätigt werden, die für das weitere Wachstum des Unternehmens hilfreich sein können.

Auch wenn alle diese Faktoren in einem gesunden Maß vorhanden sind, kann das Unternehmen nur existieren, wenn eine gute Struktur und Atmosphäre es zulassen. Dabei können die Struktur und Atmosphäre eines Unternehmens wie ein menschlicher Körper betrachtet werden. Für eine gute Funktion sind gesunde Organe erforderlich, die die entsprechende Arbeit verrichten. Die Arbeit kann wiederrum nur erledigt werden, wenn ein bestimmtes Organ in Koordination mit anderen Organen die entsprechende Aufgabe im Prozess durchführt. Wenn alle Organe ihren Zweck erfüllen, handelt es sich um einen koordinierten Prozess, der für Leistung sorgt und auch ein wünschenswertes Ergebnis mit sich bringt.

Ein gut eingespieltes Team ist für den Erfolgsfaktor von großer Wichtigkeit. Selbst in Krisenzeiten können Schwierigkeiten besser überwunden werden, da die Kommunikation über ein sehr hohes Niveau verfügt und die Ziele schneller erreicht werden können.

Wie wird der Erfolgsfaktor in der globalisierten Welt durch ein interkulturelles Team gesteigert? Mit dieser Frage werden wir uns im Laufe der Arbeit auseinandersetzen. Darunter werden wir uns die Begriffe Interkulturalität und Team anschauen, definieren und auch deren Merkmale, Vor- und Nachteile betrachten. Anschließend werden wir diskutieren, wie interkulturelle Teams für den Erfolg im Unternehmen verantwortlich sind und wie die Zusammenarbeit aussieht.

2 Begriffserklärung

2.1 Interkulturalität

Im Begriff Interkulturalität taucht das lateinische Wort „Inter“ auf, welches als „zwischen“ in die deutsche Sprache übersetzt wird. Dabei handelt es sich um das Zusammenleben aus verschiedenen Lebenswelten. Das Zusammenleben bezieht sich auf die Interaktion und die Verhältnisse der Menschen untereinander1.

Durch eine Interkulturalität entsteht eine Gemeinschaft, die im Idealfall durch die Vereinigung Vorteile mit sich bringt. Bei den Vorteilen handelt es sich um eine Verstärkung von Eigenschaften und eine Minderung von Schwächen. Dabei wird ein kultureller Rahmen erzeugt, der das Wir-Gefühl erweckt und die Weiterentwicklung von herkömmlichen Eigenschaften der entsprechenden Kultur kräftigen soll.

2.2 Unterschied zwischen Team und Gruppe (Merkmale)

Bei einem Team handelt es sich um eine Anzahl von Personen, die für einen bestimmten Zeitraum auf ein gemeinsames Ziel hinaus arbeiten2. Dabei stehen alle Personen durch eine Kommunikation im Austausch zu einander. Hierzu wird ein Gruppenstruktur eingesetzt, um allen Personen im Team eine Aufgabe zuzuordnen. Für die Aufgaben sind verschiedene Rolle vorgesehen, die für deren Erledigung geeignet sind. Hierbei werden entsprechend Personen für eine Aufgabe eingesetzt, die erforderliche Eigenschaften für diese Rolle mit sich bringen. Der Grund dafür ist, dass dadurch die Produktivität innerhalb des Teams verstärkt wird, weil jede Person sich mit einer Aufgabe beschäftigt, in der eine Stärke vorliegt. Dadurch kann das Potenzial jedes Teammitglieds voll ausgenutzt werden, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Während innerhalb des Teams Aufgaben von bestimmten Personen erledigt werden, stehen die einzelnen Bereichen in einem engen Kontakt miteinander und werden meistens von einer Person koordiniert. Dies ermöglicht es dem Team Informationen und Updates auszutauschen, die in den jeweiligen Bereichen nützlich sein könnten. Die Koordination der Teilbereiche von einer Person ermöglicht es die Prozesse zu überwachen und auch jederzeit zu untersuchen, ob das gesamte Team die entsprechenden Aufgaben erfüllt und ob das Team sich auf dem richtigen Weg zum gemeinsamen Ziel ist.

Bei einer Gruppe hingegen handelt es sich nur um eine bestimmte Anzahl von Personen, die zusammenkommen. Hierbei gibt es noch keine klar definierte Struktur und auch keine gemeinsamen definierten Ziele. Eine Gruppe ist im Vergleich zu einem Team anfälliger dafür, dass einzelne Personen aus der Gemeinschaft aufgrund einiger Merkmale austreten können. Ein wichtiger Aspekt wäre hierbei ein fehlender Gemeinsinn, der dafür sorgt, dass eine Bindung zwischen einzelnen Personen aufgebaut wird.

2.3 Von einer Gruppe zum Team

„Jedes Team ist eine Gruppe, aber nicht jede Gruppe ist ein Team“3. Bevor in einer Gruppe zusammengearbeitet wird, muss daraus erstmal ein Team entstehen. Hierfür muss eine Gruppe drei Aspekte mitbringen, um als Team bezeichnet zu werden. Dazu zählen die Oberbegriffe wie Synergien, Arbeitsorganisation und positive Kultur.

Unter Synergie versteht man positive Emergenz. Da heißt, dass die verrichtete Leistung in einer Gruppe sich nicht aus dem aufsummieren von Fähigkeiten einzelner Personen ergibt. Die Summe der Fähigkeiten wird sogar übertroffen4.

Für ein Team ist reibungslose Organisation die wichtigste Komponente. Dadurch können Abläufe strukturiert werden, weil Zuständigkeiten und Kompetenzen entsprechend zugeteilt werden. Deshalb können Prozesse entsprechend koordiniert und geregelt werden, um als Team ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Unter einer positiven Kultur versteht man eine gesunde Atmosphäre innerhalb des Teams und zwischen einzelnen Personen. Die Atmosphäre gibt in diesem Fall die Möglichkeit, dass die Kommunikation ein höheres Niveau bekommt. Die Folge davon ist eine bessere Leistungsbereitschaft und auch das Verständnis auf gegenseitiger Basis. So ein Klima innerhalb des Teams sorgt zugleich für eine höhere Kreativität und für eine bessere Leistung einzelner Mitglieder.

2.4 Der Begriff „Interkulturelles Team“

Zum Merkmal eines interkulturellen Teams gehört der Aspekt, dass es Mitglieder gibt, die Minimum zwei unterschiedliche Kulturen nachweisen5. Hierbei spielt die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kulturkreis und die Nationalität keine Rolle. Vielmehr handelt es sich anfangs um mehrere Kulturen, die eine Gruppe bilden und im Verlauf der Zeit zu einem Team werden. Sobald die Gruppe aus mindestens zwei verschiedenen Kulturen einen bestimmten Zeitraum in der Konstellation am selben Projekt mit dem selben Ziel gearbeitet hat und auch Ergebnisse erzielt wurden, kann hierbei von einem interkulturellen Team gesprochen werden.

3. Die Erhöhung des Erfolgsfaktors

Der Erfolgsfaktor in einem Unternehmen kann auf verschiedene Arten erhöht werden. Damit die Teamarbeit auf interkultureller Ebene reibungslos ist, sollte bei den Aspekten wie zum Beispiel Aufgaben, Prozessen und teambezogenen Aspekten Übereinstimmung vorhanden sein, damit die Kommunikation innerhalb des Teams gut verläuft und Missverständnisse vermieden werden können6. Diese drei Bereiche sind Voraussetzungen, um ein Shared Mental Model zu entwickeln. Auch können Konflikte schneller gelöst werden, um eine hohe Produktivität aufrechtzuerhalten und den Erfolg zu sichern. Zunächst muss aber geklärt werden, wo anfangs das Problem liegt, wenn unterschiedliche Kulturen in einem Team aufeinandertreffen. Deshalb schauen wir uns zunächst an, was Mentale Modelle sind und wozu ein Shared Mental Model dient. Anschließend betrachten wir das Situationsbewusstsein und Subjektives Kompetenzempfinden.

3.1 Mentale Modelle (wie wir die Welt sehen)

In den interkulturellen Teams unterscheiden sich die einzelnen Mitglieder durch ihre Mentalen Modelle. Diese mentalen Modelle sind dafür verantwortlich wie ein Mensch die Welt betrachtet und wahrnimmt. Da in einem interkulturellen Team Mitglieder mit unterschiedlichen mentalen Modellen zusammenkommen, sind zunächst Differenzen vorhanden. Anfangs besteht hierbei die Herausforderung von interkulturellen Teams. Um ein erfolgreiches Arbeiten mit unterschiedlichen mentalen Modellen zu ermöglichen ist ein so genanntes Shared Mental Model wichtig7.

3.2 Shared Mental Model

Das Shared Mental Model, welches für ein erfolgreiches Arbeiten in einem interkulturellen Team ermöglicht, umfasst drei Kategorien. Dazu zählen Shared Task Model, Shared Process Model und Shared Team Model.

Bei dem Shared Task Model handelt es sich um die Klärung der Aufgaben. Damit innerhalb des Teams Klarheit herrscht, müssen zunächst einige Fragen beantwortet werden8:

- Welche Regeln gelten im Arbeitsbereich?
- Was ist über die Situation bekannt?
- Welche Entwicklung erwarten wir?
- Welche Ziele und Prioritäten haben wir?
- Welche Aufgaben können daraus abgeleitet werden?

Das Shared Proces Model beinhaltet die Organisierung des Arbeitsablaufs. Zentraler Aspekt ist hierbei die Aufteilung der Aufgaben, die sinngemäß und zweckerfüllend sind. Auch in diesem Bereich sollten einige Fragen geklärt werden. Dazu zählen:

- Wer ist wofür verantwortlich und zuständig?
- Wie sieht der Vorgang aus?
- Wie stellen wir die Zielführung sicher?

Beim Shared Team Model werden Aspekte bezogen auf das Team betrachtet. Hier sollten ebenfalls Fragen geklärt werden, die zur besseren Klarheit und Übersicht dienen. Die Fragen lauten wie folgt:

- Wer gehört zum Team?
- Wer hat welche Rolle und Funktion?
- Wer hat welches Wissen?
- Wer hat welche Kompetenzen?

4 Missverständnisse vermeiden und Konflikte lösen

Damit innerhalb des Teams Konflikte schnell gelöst und Missverständnisse vermieden werden, sind vier Aspekte wichtig. Durch diese vier Aspekte ist es möglich, die Struktur auch in schweren Zeiten zu erhalten und einen produktiven Arbeitsprozess zu gewährleisten. Zu diesen vier Aspekten gehören Besprechungen, Kommunikationsregeln, Visualisierungen und Moderation9.

Die Besprechungen sind dazu da, damit die unterschiedlichen mentalen Modelle der einzelnen Mitglieder des Teams betrachtet und thematisiert werden. Hierbei kann sich das Team unter Anwesenheit aller Mitglieder des Teams austauschen. In einer Besprechung werden Bereiche wie Aufgaben, Prozesse und teambezogene Aspekte besprochen. Die Gespräche im Team sind sowohl am Anfang eines Projekts als auch während des Projekts wichtig, weil dadurch Ansichten ausgetauscht werden, um Missverständnisse zu vermeiden und Konflikte zu lösen.

Um ein Shared Mental Model herauszubilden sind Kommunikationsregeln hilfreich. Zu den Kommunikationsregeln gehören klare Adressierungen, wie beispielsweise eine direkte Ansprache einer Person, wenn es um die Erledigung einer bestimmten Aufgabe geht10. Auch ist es wichtig, dass Nachrichten Anfragen und Aussagen bestätigt werden. Hierfür reicht es mit einem kurzen ja oder nein und einem kleinen Kommentar darauf zu reagieren, damit die Person gegenüber weiß, ob die Nachricht angekommen ist und wie die Meinung darüber ist.

Ebenfalls sollten Einwände und Befürchtungen wertgeschätzt werden. Dazu zählt beispielsweise das Einverständnis der Teammitglieder zu den gewählten Optionen. Somit wird sichergestellt, dass alle die Mitglieder des Teams über Entscheidungen Bescheid wissen, als auch selbst aktiv daran teilnehmen.

Auch ist das Sicherstellen von Verständnissen von großer Wichtigkeit. Dieser Aspekt ermöglicht es alle Teammitglieder auf einen Nenner zu bringen, um ebenfalls Missverständnisse in Ansichten über bestimmte Aspekte zu umgehen.

Um die Kommunikation zu verstärken, sollte zusätzliche zur verbalen Kommunikation die nonverbale Kommunikation eingesetzt werden. Bei diesem Aspekt handelt es sich um die Visualisierung. Die Visualisierung innerhalb des Teams hilft den einzelnen Mitglieder Sachverhalte und komplexe Ideen festzuhalten11. Da das menschliche Gehirn viel besser mit Bildern als mit Worten zurechtkommt, können Bilder, Grafiken und Zeichnungen genutzt werden, um alle Teammitglieder besser zu integrieren. Dabei wird die Kommunikation durch Sprache nicht nur bestätigt und verstärkt, sondern auf eine neue Ebene gebracht, da alle Mitglieder das Gesagte durch Bilder vor Augen haben und visuelle Eindrücke mehr Energie für das Handeln erzeugen können.

Ein Shared Mental Model kann zusätzlich noch durch eine Moderatorin unterstützt werden. Die Moderatorin ist dafür zuständig sich um die Kontrolle der Prozesse zu kümmern und die Einhaltung von Kommunikationsregeln zu prüfen. Sie verhilft mit ihrer Aufgabe lediglich zur Erhöhung der Qualität, wobei sie sich aus Sachverhalten raushält. Dank der Moderatorin ist es auch möglich, aus der psycho-sozialen Sicht den einzelnen Mitgliedern im Team entgegenzukommen, damit die Kommunikation innerhalb des Teams verbessert wird12.

4.1 Situationsbewusstsein

Damit ein Unternehmen dauernden Erfolg hat, ist das Situationsbewusstsein innerhalb des Teams ein wichtiger Bereich. Beim Situationsbewusstsein handelt es sich um die Wahrnehmung von Elementen und Ereignissen, die in der aktuellen Umgebung und um zu passieren. Es ist auch eine Grundlage, wenn es um das Treffen von wichtigen Entscheidungen geht. Wobei richtige Entscheidungen innerhalb eines Teams für den Erfolg im Unternehmen verantwortlich sind. Dieses Instrument dient dazu, Fehlentscheidungen zu reduzieren, weil Situationen besser erkannt werden können, um darauf dementsprechend zu reagieren. Eine bessere Reaktion auf Schwierigkeiten und Probleme führt dazu, dass einzelne Teammitglieder nicht nur besser mit bestimmten Situationen umgehen, sondern auch Zeit sparen, weil Arbeitsprozesse in die richtige Bahn eingeleitet werden.

4.2 Formen der Kompetenz

Auch die Kompetenz eines interkulturellen Teams spielt für den Erfolg in einem Unternehmen eine große Rolle. Da in einem Team zwei oder mehrere Mitglieder immer wieder aufeinandertreffen, kommt es zunächst auf die Handlungskompetenz an. Die Handlungskompetenz setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Dazu gehören die drei Ebenen Wissen, Einstellungen und das Verhalten13.

Eine Säule der Handlungskompetenz ist die Fachkompetenz. Mitglieder in einem Team, die aufeinandertreffen, um über ein Projekt zu sprechen, benötigen fachliches Wissen und müssen in der Lage sein, neue Inhalte zu verarbeiten und anzuwenden. Dies erlaubt es einem Team eine vernünftige Kommunikation zu führen, weil alle Mitglieder durch die Fachkompetenz auf einem Nenner sind14.

Eine weitere Säule der Handlungskompetenz sind die Methoden. Sie dienen dazu, um sie in bestimmten Situationen einzusetzen und dadurch das Handeln zu verbessern. Methoden sind in den jeweiligen Situationen vor allem als Werkzeug hilfreich.

Zur Handlungskompetenz gehört auch die soziale Kompetenz. Wenn soziale Kompetenz vorhanden, ist sozusagen Wissen über soziale Regeln gegeben, die dazu da sind, um zwischenmenschliche Beziehungen innerhalb des Teams zu verbessern. Dieser Aspekt dient vor allem für mehr Empathie, Hilfsbereitschaft und rücksichtsvolle Interaktionen mit anderen Teammitgliedern. Durch soziale Regeln kann der Umgang miteinander verbessert werden und das Team gestärkt werden.

4.3 Kompetenz in einem interkulturellen Team

Beim interkulturellen Team treffen zunächst Personen mit verschiedenen Hintergründen wie Annahmen und Erwartungen aufeinander. Je nach Situation können sich die Hintergründe entweder stark oder nicht so stark unterscheiden. Es kann auch der Fall sein, dass die Hintergründe von zwei Personen in einem interkulturellen Team sich ähnlich sind und sogar überschneiden. Aus diesem Grund hat Interkulturalität verschiedene Grade, die den Unterschied in den Hintergründen festlegen.

Zur Bewältigung von interkulturellen Situationen ist der Transfer von Handlungskompetenz auf die unbekannte Situation wichtig. Für eine gelungene Interaktion in so einer Situation kommt es nicht nur auf die Handlungskompetenz an. Zusätzlich sind Wissen und Fähigkeiten erforderlich, um einen Transfer der Handlungskompetenz auf einen unbekannten Inhalt zu bändigen. Hierzu ist beispielsweise Wissen über den fremdkulturellen Kontext erforderlich. Aber auch das Reflektieren von Bezügen zwischen der eigenen und fremden Kultur15.

Die interkulturelle Kompetenz kann allerdings nicht immer als Geheimformel verwendet werden. Deshalb kann sie nicht auf jede interkulturelle Situation angewendet werden, um dementsprechend eine Lösung zu finden. Es handelt sich dabei aber um einen Prozess mit einer stetigen Entwicklung. Um Schlüsselqualifikationen zu erfüllen wird daher der Transfer von der Handlungskompetenz auf interkulturelle Teams ausgeübt. Dadurch kann für die Zukunft aus den Sichtweisen und Annahmen zwischen zwei Personen eine gemeinsame Lösung gefunden werden. Als Ziel handelt es sich hierbei um die Herstellung von Normalität, Plausibilität und Routine16. Dadurch ist dann ein sicheres Handeln in einem interkulturellen Team gewährleistet.

5 Eigene Stellungnahme

Nachdem wir uns die Definitionen und Erklärungen von Begriffen angeschaut haben, um zu verstehen was Interkulturelle Teams und wie der Hintergrund ausschaut, können wir näher darauf eingehen, wie sich Unternehmen dieses Konzept zur Nutze machen können, um sich im Markt global durchzusetzen, einen Wettbewerbsvorsteil zu sichern und dadurch viel erfolgreicher sein können, als die Konkurrenz und andere Marktteilnehmer.

Der stetige Wandel in der Welt erfordert vor allem Flexibilität und hohe Anpassungsfähigkeit. Dies hängt damit zusammen, dass Märkte schnell auf Veränderungen reagieren müssen, um sich der Zielgruppe anzupassen. Verantwortlich sind dafür die Globalisierung und Modernisierung. Durch technische Fortschritte werden immer mehr neue internationale Netzwerke geschaffen, die sowohl für das Vertreiben von Produkten und Dienstleistungen als auch das Zusammenarbeiten innerhalb eines Unternehmens aus verschiedenen Regionen erlaubt.

Die Anpassung an eine Zielgruppe beinhaltet die Auseinandersetzung von Wünschen und Bedürfnissen der Kunden. Damit die Bindung von Kunden erfolgreich ist und der Wettbewerbsvorsteil gesichert werden kann, müssen Unternehmen sich ständig mit den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden auseinandersetzen, weil diese sich ständig verändern. Dadurch sind Unternehmen gezwungen innerhalb des Unternehmens Veränderungen vorzunehmen, damit das Ziel erfüllt werden kann. Dies erfordert zum einen das Überarbeiten und Überdenken des Produkts und der Dienstleistung, aber auch von Prozessen und Abläufen. Auch kann es Einfluss auf die Vertriebsform des Unternehmens haben, welche ebenfalls umgeändert werden muss, um die entsprechenden Kunden weiterhin erreichen zu können.

Wenn Unternehmen Veränderungen in der Welt und auch die Veränderungen der Wünsche und Bedürfnisse des Kunden ignorieren, droht ein großer Verlust von Einnahmen und eine mögliche Insolvenz. Dies hängt damit zusammen, dass Kunden abspringen, weil das aktuelle Produkt oder die Dienstleistung nicht mehr den Anforderungen entspricht. Die weitere Folge ist, dass die Konkurrenz durch ein besseres Produkt oder durch eine bessere Dienstleistung Kunden abwerben und somit auch die finanziellen Mittel für sich gewinnen. Die finanziellen Mittel bzw. die Liquidität in einem Unternehmen ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um Veränderungen geht. Finanzielle Mittel erlauben es einem Unternehmen auf Veränderungen zu reagieren, indem intern Veränderungen vorgenommen werden können. Diese können dafür genutzt werden, um Strukturen und Prozesse innerhalb eines Unternehmens neu zu gestalten, indem Investitionen getätigt werden, die es erlauben mit der Veränderung mitzugehen. Außerdem können finanzielle Mittel dafür eingesetzt werden, um das Personal auf die entsprechend neue Situation auszubilden, damit das Produkt oder die Dienstleistung sogar noch eine höhere Qualität gewinnt als vorher. Dadurch wären die Einnahmen weiterhin gesichert, weil die Anforderungen der Kunden erfüllt werden. Die angekurbelte Liquidität kann für weitere Veränderungen im Unternehmen genutzt werden, um das Wachstum des Unternehmens und eine Expansion anzustreben. Hierfür kann neues Personal eingestellt werden, um neu entstandene Aufgaben im Unternehmen zu übernehmen und bereits vorhandene Fachkräfte zu entlasten.

Nicht jedes Unternehmen schafft sich den Veränderungen anzupassen. Dies kann von verschiedenen Kriterien abhängig gemacht werden. Der wichtigste Aspekt ist, dass es innerhalb des Unternehmens interne Schwierigkeiten gibt, die eine Anpassung erschweren. In der jetzigen Zeit ist Flexibilität gefragt. Das Team innerhalb eines Unternehmens muss flexibel genug sein, um auf die Veränderungen zu reagieren. Hierzu ist nicht nur Fachwissen notwendig, sondern vor allem Kreativität, neue Einfälle und neue Sichtweisen die sich auf das Produkt oder die Dienstleistung und interne Prozesse beziehen.

[...]


1 Vgl. Sandra Boedecker, Arbeit in interkulturellen Teams (2012), S.15

2 Vgl. Sandra Boedecker, Arbeit in interkulturellen Teams (2012), S.15

3 Vgl. Sandra Boedecker, Arbeit in interkulturellen Teams (2012), S.19

4 Vgl. Petra Köppel, Konflikte und Synergien in multikulturellen Teams (2007), S.61

5 Vgl. Geert Hofstede, Interkulturelle Zusammenarbeit (1993), S. 235

6 Anabel Ternes, Interkulturelle Kommunikation (2017) S.5

7 Petra Köppel, Konflikte und Synergien in multikulturellen Teams (2007), S.114

8 Vgl. https://www.youtube.com/watch?v=7QLZ1ImRl6I&t=302s (25.05.2020)

9 Vgl. Petra Köppel, Konflikte und Synergien in multikulturellen Teams (2007), S.221

10 Vgl. Sandra Boedecker, Arbeit in interkulturellen Teams (2012), S.348

11 Vgl. Harald Hungenberg, Strategisches Management in Unternehmen (2014), S.442

12 Vgl. Astrid Kühne, Interkulturelle Teams (2011), S.100

13 Vgl. https://www.youtube.com/watch?v=7QLZ1ImRl6I&t=302s (25.05.2020)

14 Vgl. Astrid Kühne, Interkulturelle Teams (2011), S.115

15 Vgl. Astrid Kühne, Interkulturelle Teams (2011), S.54

16 Vgl. Sandra Boedecker, Arbeit in interkulturellen Teams (2012), S.317

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Erfolgsfaktor interkulturelle Teams. Wie wird Ihr Erfolg in einer globalisierten Welt gesteigert?
Hochschule
Universität Bremen
Note
2,3
Jahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V931695
ISBN (eBook)
9783346250292
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erfolgsfaktor, Interkulturelle Teams
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Erfolgsfaktor interkulturelle Teams. Wie wird Ihr Erfolg in einer globalisierten Welt gesteigert?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/931695

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