Die Arbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit der Frage nach dem Aufbau mentaler Strukturen und der Funktionsweise der Mechanismen. Dazu werden zunächst in einem ersten Teil einige schon bestehende Modelle und Theorien zum Thema "Gedächtnis: Aufbau und Funktion" vorgestellt. Im Anschluss daran werden ebenfalls ein paar bereits existierende theoretische Ansätze zum Thema der Informationsverarbeitungsprozesse beleuchtet. Im zweiten Teil wird dann ein eigenes Modell präsentiert und erläutert, das versucht, die Problematik der Speicherung und der Verarbeitung von Informationen zu beheben und die mentalen Strukturen, sowie die kognitiven Mechanismen befriedigend darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
TEIL 1: THEORETISCHE GRUNDLAGEN
I. Das Gedächtnis
1. Das Gedächtnis aus psycholinguistischer Sicht
a. Das Multi-Speicher-Modell des Gedächtnisses
2. Das Gedächtnis aus neurolinguistischer Sicht
a. Das Ultrakurzzeitgedächtnis (UZG)
b. Das Kurzzeitgedächtnis (KZG)
c. Das Langzeitgedächtnis (LZG)
II. Informationsverarbeitung
1. Einleitung
2. Prinzipien der Informationsverarbeitung
a. grundsätzlicher Aufbau eines IVS
b. Ablauf der Informationsverarbeitung
c. Multitasking
3. Modell nach Broadbent (1958)
4. Change-of-Meaning und Integration-of-Information
a. Das Change-of-Meaning-Modell (CMM)
b. Das Information-Integration-Model (IIM)
TEIL 2: DAS KIEL-MODELL
I. Das KIEL-Modell
1. Einführung
2. Komponenten und Funktionsweise
a. Filterung
(1) Wahnehmung
(2) Filter
(3) Input
b. Verarbeitung
(1) Speicher
(2) Prozessor-Komplex
(3) Synthesizer
3. Beispiel
1. Situation
2. Filterung
3. Verarbeitung
II. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufbau mentaler Strukturen und kognitiver Mechanismen. Ziel ist die Präsentation eines eigenen Modells (KIEL-Modell), welches die Problematik der Speicherung und Verarbeitung von Informationen im menschlichen Gehirn verständlich darstellt und den Unterschied zu computerbasierten Systemen verdeutlicht.
- Kognitive Linguistik und Gedächtnismodelle
- Prozesse der Informationsaufnahme und -verarbeitung
- Struktur und Funktionsweise des KIEL-Modells
- Interaktion zwischen Prozessor, Speicher und Umwelt
- Vergleich zwischen menschlicher Kognition und Computerlogik
Auszug aus dem Buch
3. Beispiel
Abschließend soll ein Vorgang des KIEL-Modells nicht in allen Aspekten (dafür gibt es zu viele Abzweigungen, selbst in einem einfachen Beispiel), aber zumindest im Grundsatz an einem Beispiel alltäglicher Konversation durchgeführt werden.
1. Situation
Ein uns völlig fremdes Kind zupft an unserem Ärmel, fragt uns: "Was ist das?" und zeigt dabei auf ein Gebilde, das uns ebenfalls völlig unbekannt, jedoch mit einem Schild mit der Aufschrift "Lafette" (ohne weitere Erklärungen) versehen ist. Es ist ein überaus heißer Sommertag und unsere Laune ist ohnehin nicht die beste. Wir schwitzen und haben Durst.
2. Filterung
Dies ist selbstverständlich eine völlig ungenaue Beschreibung der Situation, die Umgebung wurde beispielsweise völlig außer Acht gelassen. Betrachten wir einfach für unser Beispiel das, was nicht in der Situations-Beschreibung enthalten ist, als schon ausgefiltert. Unser eigener Zustand wird ebenfalls als nicht relevant ausgefiltert, ist jedoch latent als Kontext-Information im KZG vorhanden. Als Input bleibt also (der Einfachheit halber) übrig: 1. Kind; 2. "was ist das?"; 3. visuelle Referenz: unbekannter Gegenstand.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Kognitive Linguistik als Forschungsansatz und Vorstellung der zentralen Fragen bezüglich der menschlichen Sprachkenntnis.
TEIL 1: THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Überblick über existierende Gedächtnistheorien und Modelle der Informationsverarbeitung, die als theoretisches Fundament dienen.
I. Das Gedächtnis: Analyse des Gedächtnisses aus psycholinguistischer und neurolinguistischer Sicht unter Einbeziehung verschiedener Speicherstufen.
II. Informationsverarbeitung: Erörterung der Prinzipien der Informationsverarbeitung, inklusive dem Modell nach Broadbent sowie Ansätzen zu Entscheidungsprozessen.
TEIL 2: DAS KIEL-MODELL: Präsentation des eigenentwickelten KIEL-Modells als Versuch, kognitive Mechanismen und Speichervorgänge strukturiert darzustellen.
I. Das KIEL-Modell: Detaillierte Erläuterung der Komponenten Filterung, Verarbeitung und des Synthesizers anhand eines praktischen Beispiels.
II. Schlusswort: Zusammenfassung der wissenschaftlichen Bedeutung des Modells und Ausblick auf die Notwendigkeit zukünftiger interdisziplinärer Forschung.
Schlüsselwörter
Kognitive Linguistik, Gedächtnis, Informationsverarbeitung, KIEL-Modell, Sensorischer Speicher, Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis, Filterung, Prozessor, Synthesizer, Template, Lernsoftware, Kognition, Wissensrepräsentation, Datenverarbeitung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kognitiven Linguistik und versucht, ein Modell zur Erklärung der Informationsaufnahme, Speicherung und Verarbeitung im menschlichen Gehirn zu entwickeln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des Gedächtnisses, die Analyse von Informationsverarbeitungsprozessen sowie der Vergleich zwischen menschlicher Kognition und technischen Systemen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Präsentation des "KIEL-Modells", um die mentalen Strukturen und kognitiven Mechanismen, die der Informationsverarbeitung zugrunde liegen, befriedigend abzubilden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen einen theoretischen und modellbasierten Ansatz, indem sie bestehende psychologische und neurolinguistische Theorien zusammenführen und durch eine eigene Modellstruktur (KIEL) erweitern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen wie das Gedächtnis und Prinzipien der Informationsverarbeitung erörtert, gefolgt von der detaillierten Beschreibung der Komponenten des KIEL-Modells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Kognitive Linguistik, Informationsverarbeitung, KIEL-Modell, Gedächtnis, Prozessor, Synthesizer und kognitive Mechanismen.
Was unterscheidet das KIEL-Modell von anderen Ansätzen?
Das KIEL-Modell integriert spezifische Komponenten wie den Prozessor-Komplex (mit Prä- und Postprozessor) und ein Konzept der "Lernsoftware", um die Komplexität menschlicher kognitiver Entscheidungen besser zu erfassen.
Welche Rolle spielt die "Lernsoftware" im Modell?
Die Lernsoftware ist die Gesamtheit aller Programme eines Individuums, die dazu dient, neue Programme zu erschließen und individuell zu lernen, was Lerntypen wie auditiv oder visuell erklärt.
- Quote paper
- Ralv Wohlgethan (Author), Swantje Hachmann (Author), 2007, Das Modell der Kognitiven Informations-Erfassung und -Lagerung (KIEL), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93183