Qualitätsmanagement und Total Quality Management im Krankenhaus


Studienarbeit, 2006

24 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Qualitätsmanagement
2.1. Qualitätsbegriff
2.2. Gründe für die Einführung
2.3. Voraussetzungen für eine Zertifizierung
2.3.1 Verantwortung des Managements
2.3.2 Partizipation und Motivation der Mitarbeiter
2.3.3 Neuer Umgang mit Fehlern

3. Zertifizierungskonzepte im Krankenhaus
3.1. DIN EN ISO 9000:2000ff
3.1.1 Qualitätsmanagementsystem
3.1.2 Verantwortung der Leitung
3.1.3 Management von Ressourcen
3.1.4 Produktrealisierung
3.1.5 Messung Analyse und Verbesserung
3.2. Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus (KTQ)

4. Total quality Management (TQM)
4.1. Malcolm Baldridge National Quality Award (MBNQA)
4.2. European Foundation for Quality Management (EFQM)

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Plan-Do-Check-Act-Zyklus

Abbildung 2 Aufbau des Qualitätsmanagement

Abbildung 3 System des MBNQA

Abbildung 4 System des EFQM

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Thema Qualitätsmanagement im Allgemeinen sowie im Speziellen im Bereich der Krankenhäuser auseinander. Der Faktor Qualität hat in den vergangenen Jahren sehr stark an Bedeutung gewonnen. Die Krankenhäuser sind gesetzlich dazu verpflichtet worden, ein System zur Qualitätssicherung einzuführen. Durch die Einführung der DRG´s hat in der Krankenhauslandschaft zu einer starken Zunahme des Wettbewerbs geführt, Krankenhäuser müssen wirtschaftlicher Arbeiten, als das bisher der Fall war. Durch den stetigen Bettenabbau der in Deutschland während der letzen zehn Jahre eingesetzt hat und die damit verbundene Tendenz zur Zentrenbildung und Schließung kleiner Krankenhäuser, treten die verbliebenen Einrichtungen in einen Wettbewerb zueinander. Um sich auf diesem Markt zu präsentieren und zu behaupten setzen viele Häuser auf die Zertifizierung zu Marketingzwecken.

Die Voraussetzungen, Möglichkeiten und Vorteile einer Zertifizierung, sowie einige unterschiedliche Zertifizierungsmodelle werden hier behandelt. Das Thema Qualitätsmanagement ist ein sehr weitreichendes Gebiet, dessen vollständige und abschließende Ausarbeitung den Rahmen dieser Arbeit um ein Vielfaches sprengen würde, vielmehr soll ein ausgewogener Überblick über das Thema aus heutiger Sicht gegeben werden.

2. Qualitätsmanagement

Definition Qualitätsmanagement:

„Managementaufgabe zur Erreichung von Fehlervermeidung und –prävention sowie Kunden- und Mitarbeiterorientierung zur kontinuierlichen Verbesserung der erbrachten Leistungen nach Vorgabe bestimmter Parameter“[1]

In diesem Kapitel wird vorab der Begriff der Qualität definiert und erläutert. Ebenso soll darauf eingegangen werden, wie sich die Verhältnisse in der Krankenhauslandschaft verändert haben, die es notwendig machten, ein Qualitätsmanagementsystem einzurichten. Darüber hinaus sollen die Erwartungen aus unternehmerischer Sicht an ein solches System dargestellt werden.

2.1. Qualitätsbegriff

Zunächst soll der Begriff Qualität definiert werden. Im täglichen Leben gibt es verschiedene Definitionen von Qualität, da sie für jeden Bereich und aus jeder Sicht, Hersteller oder Verbraucher, anders betrachtet wird. Um eine allgemeingültige Form von Qualität zu erhalten, ist es notwendig, diese anhand von objektiv messbaren Eigenschaften verifizieren zu können. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Qualität einer Dienstleistung oder eines Produkts beurteilt werden soll. Wichtig ist lediglich die eindeutige Messbarkeit der Kriterien.

Heute wird darauf geachtet, dass die Beschreibung der Qualität einer Leistung nicht nur die Sicht des Herstellers wiedergibt, sondern ebenso die Anschauung des Verwenders beschreibt.

Bis Ende der 60er Jahre wurde der Begriff Qualität ausschließlich aus Sicht des Herstellers verstanden; diese Sicht beschränkte sich meist auf das „einwandfreie Funktionieren, gute technische Eigenschaften und eine lange Lebensdauer verbunden mit Freisein von Fehlern“[2]. Damit wurde aber nur eine Sicht berücksichtigt. Dagegen blieb die Blickwinkel des Kunden (Verbraucher oder Empfänger von Dienstleistungen) weitgehend unberücksichtigt. Dieser unterscheidet sich jedoch gravierend von der des Herstellers. Dies wird in den heutigen Qualitätsmanagementsystemen berücksichtigt, die nun darauf ausgerichtet sind, die Kundeninteressen wahrzunehmen und so deren Zufriedenheit zu erhöhen.

Obwohl man sich schon sehr lange mit dem Begriff Qualität befasst, ist eine allgemeingültige Definition bis heute nicht gefunden. Eine Definition lautet: „Qualität ist die Gesamtheit der Merkmale und Merkmalswerte eines Produktes oder einer Dienstleistung bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen.“[3]. Die DIN ISO 9000:2000 definiert Qualität folgendermaßen: „Qualität ist das Vermögen einer Gesamtheit inhärenter Merkmale eines Produkts, Systems oder Prozesses zur Erfüllung von Forderungen von Kunden und anderen interessierten Parteien.“[4] Somit stellt Qualität das Verhältnis vom Ist- zum Soll-Zustand dar. In Ermangelung einer weiteren Definition für das Gesundheitswesen[5] kann diese Definition analog übernommen werden. Eine der am häufigsten gebrauchten Definitionen für Qualität im medizinischen Bereich lautet auch: „Die Qualität einer ärztlichen Leistung ist das Erreichte im Verhältnis zum Machbaren, bezogen auf die Menge des Gewünschten“[6]

Um Qualität messen zu können ist es notwendig, bestimmte, eindeutig messbare Anforderungen an ein Produkt oder eine Dienstleistung zu stellen. Je nachdem, wie hoch der Grad der Erfüllung dieser Anforderungen ist, kann die erreichte Qualität in eine gute und in eine schlechte unterschieden werden.

2.2. Gründe für die Einführung

Neben der gesetzlichen Verpflichtung zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems gibt es unternehmerische Gründe. Im Krankenhaus können diese in zwei Kategorien unterteilt werden.

- Krankenhausextern

Gegenüber Patienten und anderen Krankenhauskunden sowie der Öffentlichkeit soll sichergestellt werden, dass die angebotenen Leistungen der Qualität nach den an sie gestellten Anforderungen entsprechen und keine Schwachstellen aufweisen. Auf diese Weise gewinnen Patienten, Krankenhauskunden und die Öffentlichkeit Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Krankenhauses[7]

[...]


[1] Bachner, 1999

[2] Eichhorn 1997

[3] Carels, 2005 i. V. m. DIN 55350 und ISO 8402

[4] DIN ISO 9000:2000

[5] SGB V §137 2004

[6] Montgomery 1990

[7] Eichhorn, 1997 S 33

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Qualitätsmanagement und Total Quality Management im Krankenhaus
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, früher: Berufsakademie Mannheim
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V93199
ISBN (eBook)
9783638064811
ISBN (Buch)
9783640101870
Dateigröße
542 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualitätsmanagement, Total, Quality, Management, Krankenhaus
Arbeit zitieren
Dipl. Betriebswirt(BA) Stefan Roser (Autor), 2006, Qualitätsmanagement und Total Quality Management im Krankenhaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93199

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