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Bedeutung von Feedbackgesprächen in Unternehmen. Wie optimieren Unternehmen ihr Selbstbild?

Title: Bedeutung von Feedbackgesprächen in Unternehmen. Wie optimieren Unternehmen ihr Selbstbild?

Term Paper , 2020 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alischa Lipski (Author)

Leadership and Human Resources - Leadership
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Das wesentliche Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Relevanz von Feedback durch Optimierung des Selbstbildes und den damit verbundenen Nutzen für die betriebliche Praxis im Unternehmen aufzuarbeiten.

Aktuell wird die Zukunft der Arbeit aufgrund veränderter Anforderungen im Rahmen neuer Technologien und der Digitalisierung vieler Lebensbereiche unter dem Begriff „Arbeiten 4.0“ zusammengefasst. Um im dynamischen Umfeld flexibel und schnell agieren zu können, streben immer mehr Unternehmen einen Kulturwandel in Richtung Agilität an. Eine wichtige Komponente zum Schaffen einer agilen Unternehmenskultur ist das Feedbackgespräch, das zur stetigen Entwicklung des Mitarbeiters beiträgt (de Molina, Kaiser, Widuckel, 2018). Das Selbstbild eines Menschen basiert auf der Summe der Selbstwahrnehmungen, im Zuge derer das eigene Verhalten beobachtet, bewertet und durch Mitteilungen aus der Fremdwahrnehmung ergänzt wird (Jonas, Stroebe & Hewstone, 2014). Um Störungen in der Selbstwahrnehmung und damit ein-hergehende Konflikte in der interpersonellen Kommunikation zu vermeiden, sollte das Selbstbild dem Fremdbild durch Rückmeldung des Feedbackgebers angeglichen werden. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik werden im ersten Teil der Arbeit die Ziele und die Funktion von Feedback erläutert. Anhand des Johari-Fensters wird erklärt, wie es zu Differenzen in der Selbst- und Fremdwahrnehmung kommen kann. Im Anschluss daran erfolgt die Darstellung der wesentlichen Elemente des Feedbackgesprächs und der damit einhergehenden kommunikativen Grundlagen sowie der Regeln der Gesprächstechnik. An-schließend wird im dritten Kapitel eine empirische Feldstudie erläutert. Diese untersucht die Moderatorwirkung von Feedback für die korrelative Übereinstimmung von Selbst- und Fremdbeurteilung. Schließlich soll im vierten Kapitel die Bedeutung von Feedbackgesprächen in Unternehmen konkretisiert und die Hausarbeit mit einem kurzen Fazit im fünften Kapitel abgeschlossen werden.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum in der Arbeit verwendet – nichtsdestotrotz sind dabei, worauf an dieser Stelle ausdrücklich verwiesen wird, weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten immer mit eingeschlossen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Feedback

2.1 Ziele von Feedback

2.1.1 Informationsfunktion

2.1.2 Lernfunktion

2.1.3 Motivationsfunktion

2.1.4 Soziale Funktion

2.2 Die Funktion von Feedback

2.2.1 Wahrnehmungsverzerrungen

2.2.2 Johari-Fenster

2.3 Zwischenmenschliche Kommunikation und Feedback

2.3.1 Kommunikationsquadrat

2.3.2 Feedbackgespräch

2.3.3 Feedbackregeln

3. Feedback als Moderator der Validität von Selbstbeurteilungen

3.1 Methode

3.2 Ergebnisse

3.2.1 Übereinstimmung von Selbst- und Vorgesetztenbeurteilung

3.2.2 Überprüfung der moderierenden Wirkung von Feedback

4. Bedeutung von Feedback in der Praxis

5. Resümee

Zielsetzung und Themenfelder

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Relevanz von Feedbackgesprächen zur Optimierung des Selbstbildes von Mitarbeitern sowie deren Nutzen für die betriebliche Praxis in Unternehmen zu untersuchen und aufzuarbeiten.

  • Theoretische Grundlagen von Feedback und dessen Funktionen.
  • Kommunikationspsychologische Modelle wie das Johari-Fenster und das Kommunikationsquadrat.
  • Empirische Analyse der Moderatorwirkung von Feedback auf die Validität von Selbstbeurteilungen.
  • Praktische Implikationen einer wertschätzenden Feedbackkultur für die agile Unternehmensentwicklung.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Wahrnehmungsverzerrungen

Im Wahrnehmungsprozess werden Reize der Umwelt und aus dem Körperinneren von einer wahrnehmenden Person aufgenommen, selektiert, interpretiert und beurteilt. Durch diesen Vorgang konstruiert der Wahrnehmende seine eigene, individuelle Realität, wodurch die Bewertung Anderer beeinflusst wird. Das Wahrgenommene ist begrenzt und durchläuft ein sogenanntes Filtersystem, das zum einen aus den fünf Sinnen des Menschen besteht, welche die Schnittstelle zwischen der Innen- und Außenwelt darstellen, zum anderen aus dem psychologischen bzw. gesellschaftlichen Filter. Dieser selektiert die persönlichen Werte und Normen und ist abhängig von den Einflüssen des sozialen Umfeldes. All dies kann bewusst und unbewusst erfolgen (Hofbauer & Winkler, 2010).

Aufgrund der Selektivität und Subjektivität entstehen Verzerrungen, die zu Fehleinschätzungen des Wahrnehmenden, den sogenannten Wahrnehmungsverzerrungen, führen können (ebd., 2010).

Die im Folgenden aufgeführten Wahrnehmungsverzerrungen sind in der interpersonalen Wahrnehmung und somit auch Kommunikation von Vorgesetzten und Mitarbeitern von hoher Bedeutung und werden dementsprechend beispielhaft erläutert.

Halo-Effekt (Überstrahlungseffekt)

Dieser Effekt beschreibt, dass der Wahrnehmende den Feedbackempfänger hinsichtlich eines oder weniger Merkmale als besonders positiv oder negativ bewertet. Dabei wird dem Merkmal so viel Gewicht gegeben, dass es in der Folge alle anderen überstrahlt. Aufgrund dieser bewussten oder unbewussten Überstrahlung werden Rückschlüsse auf das Gesamtbild des Mitarbeiters gezogen (Wien & Franzke, 2013).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Feedbackgesprächen im Kontext von „Arbeiten 4.0“ und agilen Unternehmenskulturen ein und definiert das Ziel der Hausarbeit.

2. Feedback: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Ziele, Funktionen und kommunikationspsychologischen Hintergründe von Feedback sowie wichtige Regeln für dessen Durchführung.

3. Feedback als Moderator der Validität von Selbstbeurteilungen: In diesem Kapitel wird eine empirische Studie vorgestellt, die untersucht, wie Feedback als Moderator die Übereinstimmung zwischen Selbst- und Vorgesetztenbeurteilung beeinflusst.

4. Bedeutung von Feedback in der Praxis: Dieses Kapitel schlussfolgert aus den empirischen Ergebnissen die Notwendigkeit einer gelebten Feedbackkultur für den Unternehmenserfolg.

5. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass Feedback ein zentrales Instrument zur Angleichung von Selbst- und Fremdbild ist und maßgeblich zur Mitarbeiterentwicklung beiträgt.

Schlüsselwörter

Feedbackgespräch, Selbstbild, Fremdbild, Kommunikation, Johari-Fenster, Kommunikationsquadrat, Leistungsbeurteilung, Wahrnehmungsverzerrung, Führung, Mitarbeiterentwicklung, Feedbackkultur, Agilität, Moderatorvariable, Selbstbeurteilung, Feedbackregeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Feedbackgesprächen in Unternehmen, insbesondere im Hinblick auf ihre Funktion zur Verbesserung des Selbstbildes der Mitarbeiter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen von Feedback, psychologischen Kommunikationsmodellen und der empirischen Untersuchung der Wirkung von Feedback auf die Validität von Leistungsbeurteilungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel besteht darin, die Relevanz von Feedback für die Optimierung des Selbstbildes aufzuzeigen und den Nutzen dieses Prozesses für die betriebliche Praxis zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung einer empirischen Feldstudie von Zempel und Moser, die den Zusammenhang von Feedback und Selbstbeurteilungsvalidität mittels Regression analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Feedback-Funktionen und Kommunikationsmodelle (wie das Johari-Fenster) erläutert, gefolgt von einer empirischen Untersuchung zum Einfluss von Feedback auf die Kongruenz von Selbst- und Fremdeinschätzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind unter anderem Feedbackgespräch, Selbstbild, Fremdbild, Feedbackkultur, Leistungsbeurteilung und Führung.

Was besagt das Johari-Fenster im Kontext dieser Arbeit?

Das Johari-Fenster dient als Modell, um zu veranschaulichen, wie Feedback den sogenannten „blinden Fleck“ verkleinern und so die Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung minimieren kann.

Welche Auswirkung hat Feedback laut der Feldstudie auf die Selbstbeurteilung?

Die Studie zeigt, dass Feedback eine moderierende Wirkung hat: Ein hohes Ausmaß an Feedback führt zu einer größeren Übereinstimmung zwischen Selbst- und Vorgesetztenbeurteilung und damit zu valideren Selbsteinschätzungen.

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Details

Title
Bedeutung von Feedbackgesprächen in Unternehmen. Wie optimieren Unternehmen ihr Selbstbild?
College
University of Applied Sciences Bielefeld
Grade
1,0
Author
Alischa Lipski (Author)
Publication Year
2020
Pages
21
Catalog Number
V932272
ISBN (eBook)
9783346258434
ISBN (Book)
9783346258441
Language
German
Tags
Feedback Mitarbeitergespräch Wirtschaftspsychologie Personalpsychologie Selbstbild Fremdbild
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alischa Lipski (Author), 2020, Bedeutung von Feedbackgesprächen in Unternehmen. Wie optimieren Unternehmen ihr Selbstbild?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/932272
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