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Rechtsformwahl zwischen GmbH und dänischer ApS

Entscheidungsproblem des Verwaltungssitzes

Title: Rechtsformwahl zwischen GmbH und dänischer ApS

Diploma Thesis , 2007 , 114 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Maike Nicolai (Author)

Business economics - Company formation, Business Plans
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Die Rechtsformwahl bildet den rechtlichen Rahmen für Unternehmen und stellt bei Neugründungen ein betriebswirtschaftliches Entscheidungsproblem dar. Die Wahl der optimalen Rechtsform gilt als strategisch, langfristige Entscheidung, welche nicht kurzfristig wieder geändert werden kann. Aufgrund dessen ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den Auswahlkriterien und individuellen Zielvorstellungen erforderlich. In Deutschland ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung am meisten verbreitet und die von den Existenzgründern bevorzugte Rechtsform. Besonders der Mittelstand profitiert von der Haftungsbeschränkung und den hohen Formalisierungsgrad der Gesellschaft. Jedoch stellt die Mindestkapitalpflicht von 25.000 Euro für viele Unternehmensgründer eine nachteilige Hürde dar. Dieser und einige andere Gründe – bspw. steuerrechtliche Bestimmungen – verstärken die Suche nach alternativen Rechtsformen, welche flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten/ Gründungsprozesse hervorrufen. Im Zuge der Internationalisierung von Recht und Wirtschaft steht die GmbH zunehmend im Wettbewerb. Die neue Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs ermöglicht es statt einer GmbH mit Sitz im Inland eine ausländische Gesellschaft mit tatsächlichem Verwaltungssitz in Deutschland zu gründen. Aufgrund dessen muss sich die GmbH als Rechtsform vermehrt gegenüber ausländischen Rechtformen im Zuge der Niederlassungsfreiheit von Gesellschaften behaupten. Das Spektrum der bestehenden Rechtsformen innerhalb der Europäischen Union (EU) hat sich erweitert. Künftig hat der Unternehmensgründer die Wahl zwischen den traditionell deutschen Rechtsformen und den vergleichbaren europäischen Gesellschaften. Die jüngsten Rechtsprechungen zur Niederlassungsfreiheit von Gesellschaften des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) gestatten diesen Schritt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Abgrenzung der Thematik

1.3 Gang der Untersuchung

2 Grundlagen

2.1 Begriffliche Grundlagen

2.2 Entscheidungskriterien einer Rechtsformwahl

2.2.1 Einführende Erläuterung

2.2.2 Haftung der Gesellschaft und deren Organträger

2.2.3 Leitungsbefugnisse

2.2.4 Gewinn- und Verlustbeteiligung

2.2.5 Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft

2.2.6 Rechnungslegungs-, Publizitäts- und Prüfungsvorschriften

2.2.7 Besteuerung der Gesellschaft und deren Gesellschafter

2.2.8 Rechtsformspezifische Aufwendungen

3 Rechtsformdarstellung – GmbH vs. ApS

3.1 Rechtsgrundlagen der GmbH und ApS

3.1.1 Rechtsquellen der GmbH

3.1.2 Rechtsquellen der ApS

3.2 Entstehung der Gesellschaft

3.2.1 Gründung der GmbH

3.2.2 Gründung der ApS

3.3 Organisationsverfassung

3.3.1 Organisationsverfassung der GmbH

3.3.1.1 Gesellschafterversammlung

3.3.1.1.1 Zuständigkeit der Gesellschafterversammlung

3.3.1.1.2 Allgemeine Haftung der Gesellschafter

3.3.1.2 Geschäftsführer

3.3.1.2.1 Bestellung und Abberufung des Geschäftsführers

3.3.1.2.2 Leitungsbefugnisse, Rechte und Pflichten des Geschäftsführers

3.3.1.2.3 Allgemeine Haftung des Geschäftsführers

3.3.1.3 Aufsichtsrat

3.3.2 Organisationsverfassung der ApS

3.3.2.1 Gesellschafterversammlung – Generalforsamling

3.3.2.1.1 Zuständigkeit der Gesellschafterversammlung

3.3.2.1.2 Allgemeine Haftung der Gesellschafter

3.3.2.2 Geschäftsführung – Direktion

3.3.2.2.1 Bestellung und Abberufung des Geschäftsführers

3.3.2.2.2 Leitungsbefugnisse, Rechte und Pflichten des Geschäftsführers

3.3.2.2.3 Allgemeine Haftung des Geschäftsführers

3.3.2.3 Aufsichtsrat - Bestyrelse

3.4 Finanzverfassung

3.4.1 GmbH

3.4.1.1 Kapitalaufbringung

3.4.1.2 Kapitalerhaltung und Kapitalersatz

3.4.2 ApS

3.4.2.1 Kapitalaufbringung

3.4.2.2 Kapitalerhaltung und Kapitalersatz

3.5 Insolvenz der Gesellschaft

3.5.1 GmbH

3.5.2 ApS

4 Gläubigerschutz europäischer Gesellschaften

4.1 Die Mobilität von Gesellschaften

4.1.1 Niederlassungsfreiheit als europarechtlicher Rahmen

4.1.2 Sitztheorie vs. Gründungstheorie

4.2 Rechtsprechung des EuGH – Entwicklung

4.3 Kernaussagen der Rechtsprechung

4.4 Konsequenzen für die Verwaltungssitzverlegung

4.5 Europarechtlicher Gestaltungsspielraum des deutschen Rechts

4.5.1 Einführende Erläuterungen

4.5.2 Inländische gesellschaftsrechtliche Sonderanknüpfungen

4.5.3 Alternativanknüpfung – Delikts- und Insolvenzrecht

4.5.4 Ordre public – Art. 6 EGBGB

4.6 Anwendbarkeit deutscher Gläubigerschutzvorschriften

4.6.1 Mindestkapital- und Mindestkapitalerhaltungsvorschriften

4.6.3.1 Überblick

4.6.3.2 Qualifizierung der Insolvenzantragspflicht als Vorfrage

4.6.3.3 Qualifizierung der Insolvenzverschleppungshaftung

4.6.3.4 Europarechtliche Rechtfertigung

4.6.4 Existenzvernichtungshaftung

4.6.4.1 Existenzvernichtungshaftung als Unterfall der Durchgriffshaftung

4.6.4.2 Qualifizierung der Existenzvernichtungshaftung

4.6.4.3 Europarechtliche Rechtfertigung

5 Fazit und Ausblick

5.1 Die ApS – Eine Alternative zur GmbH?

5.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die Vorteilhaftigkeit der dänischen Rechtsform "Anpartsselskab" (ApS) im Vergleich zur deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zu ermitteln, insbesondere unter dem Aspekt der Anwendbarkeit deutscher Gläubigerschutzmaßnahmen auf eine in Deutschland ansässige ApS.

  • Vergleich der Gründungsstrukturen und Entstehungsprozesse von GmbH und ApS.
  • Analyse der Organisationsverfassungen beider Rechtsformen inklusive Haftungsfragen.
  • Untersuchung der grenzüberschreitenden Mobilität von Gesellschaften innerhalb der EU.
  • Bewertung der Anwendbarkeit deutscher Gläubigerschutzvorschriften auf ausländische Gesellschaften.
  • Diskussion der aktuellen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zur Niederlassungsfreiheit.

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Als rechtlicher Rahmen eines Unternehmens stellt die Wahl der Rechtsform besonders bei Unternehmensgründungen ein betriebswirtschaftliches Entscheidungsproblem dar. Zur Wahl der geeigneten Rechtsform als strategisch langfristige Entscheidung, ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den möglichen Rechtsformen sowie den individuellen Zielvorstellungen erforderlich.

In Deutschland ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) die am meist verbreitete Rechtsform. Besonders der Mittelstand profitiert von der Trennung des Gesellschaftsvermögens zum Privatvermögen und die daraus entstehende Haftungsbeschränkung. Allerdings stellt die derzeit noch hohe Mindestkapitalausstattung von 25.000 € für viele Gründer eine nachteilige Hürde dar. Im Zuge der Globalisierung von Recht und Wirtschaft steht die GmbH zunehmenden im grenzüberschreitenden Wettbewerb. Die ergangene Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Niederlassungsfreiheit (Art. 43, 48 EGV) ermöglicht es einer europäischen Gesellschaft ihren Verwaltungssitz nach Deutschland zu verlegen. Demnach sind Gesellschaften, welche wirksam nach dem Recht eines anderen Mitgliedstaates gegründet wurden, in allen anderen Staaten der Europäischen Union (EU) als solche anzuerkennen.

Die inzwischen vielfach diskutierte und gegründete „Limited” als Alternative zur GmbH sowie die Rechtsprechung eröffnen ferner den Blick für andere Rechtsformen europäischer Mitgliedstaaten. Die GmbH findet ebenso in Dänemark eine konkurrenzfähige Alternative – die Anpartsselskab (ApS). Die ApS ermöglicht derzeit eine wesentlich einfachere, günstigere und zügigere Gründung. Während in Dänemark eine Unternehmensgründung keine Kosten verursacht und innerhalb von vier Tagen erfolgen kann, liegt dagegen die GmbH-Gründung mit 45 Tagen und höheren Kosten weit zurück.

Inwiefern die Gründung einer ApS mit ihren Chancen und Risiken eine geeignete Alternative zur GmbH darstellt, ist Gegenstand dieser Arbeit. Neben der Gegenüberstellung beider Rechtsformen steht die Anwendung deutscher Gläubigerschutzmaßnahmen auf die in Deutschland ansässige ApS im Mittelpunkt, da grundsätzlich das dänische Gesellschaftsrecht (Gründungsrecht) für die Haftung maßgeblich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Rechtsformwahl bei Unternehmensgründungen und stellt die ApS als potenzielle Alternative zur deutschen GmbH vor.

2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten definiert und wesentliche Kriterien für die Wahl einer Rechtsform, wie Haftung und Leitungsbefugnisse, erörtert.

3 Rechtsformdarstellung – GmbH vs. ApS: Hier erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung von GmbH und ApS hinsichtlich ihrer Entstehung, Organisationsstruktur, Finanzverfassung und insolvenzrechtlichen Behandlung.

4 Gläubigerschutz europäischer Gesellschaften: Dieses Kapitel analysiert die grenzüberschreitende Mobilität von Gesellschaften und die Anwendbarkeit deutscher Gläubigerschutzvorschriften auf ausländische Rechtsformen.

5 Fazit und Ausblick: Abschließend wird die Vorteilhaftigkeit der ApS bewertet und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Gesellschaftsrecht gegeben.

Schlüsselwörter

GmbH, ApS, Rechtsformwahl, Gläubigerschutz, Niederlassungsfreiheit, EuGH, Haftung, Stammkapital, Insolvenzrecht, Gründung, Verwaltungssitzverlegung, Unternehmensgründung, Kapitalaufbringung, Kapitalerhaltung, Europarecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob die dänische Rechtsform ApS eine geeignete Alternative zur deutschen GmbH für Unternehmensgründer darstellt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind der Vergleich der gesellschaftsrechtlichen Strukturen, die Mobilität von Unternehmen in der EU und die Frage, inwieweit deutsche Schutzvorschriften für Gläubiger auf ausländische Rechtsformen anwendbar sind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Ermittlung der Vorteilhaftigkeit der ApS im Vergleich zur GmbH, unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Gläubigerschutzes.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtsvergleichenden Analyse der gesetzlichen Grundlagen und der aktuellen EuGH-Rechtsprechung zur Niederlassungsfreiheit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Gegenüberstellung der GmbH und ApS (Gründung, Organisation, Finanzen, Insolvenz) sowie eine Untersuchung der Anwendbarkeit deutscher Schutzinstrumente auf europäische Gesellschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rechtsformwahl, GmbH, ApS, Niederlassungsfreiheit, Gläubigerschutz und grenzüberschreitende Mobilität.

Was ist der wesentliche Vorteil einer ApS-Gründung gegenüber einer GmbH?

Die ApS bietet eine wesentlich schnellere und kostengünstigere Gründung im Vergleich zur GmbH, erfordert jedoch eine vollständige Einzahlung des Stammkapitals vor der Eintragung.

Wie wirkt sich die EuGH-Rechtsprechung auf die Sitztheorie aus?

Durch Urteile wie "Centros", "Überseering" und "Inspire Art" wurde die deutsche Sitztheorie zugunsten der Gründungstheorie aufgeweicht, was die grenzüberschreitende Mobilität von Gesellschaften innerhalb der EU deutlich erhöht hat.

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Details

Title
Rechtsformwahl zwischen GmbH und dänischer ApS
Subtitle
Entscheidungsproblem des Verwaltungssitzes
College
University of Lüneburg
Grade
1.3
Author
Maike Nicolai (Author)
Publication Year
2007
Pages
114
Catalog Number
V93229
ISBN (eBook)
9783638062916
Language
German
Tags
Rechtsformwahl GmbH
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maike Nicolai (Author), 2007, Rechtsformwahl zwischen GmbH und dänischer ApS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93229
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