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Die Spaßwestern mit Bud Spencer und Terence Hill und ihr Bezug zum "klassischen" Italowestern

Title: Die Spaßwestern mit Bud Spencer und Terence Hill und ihr Bezug zum "klassischen" Italowestern

Essay , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Annira Busch (Author)

Communications - Movies and Television
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Das Kino ist schon immer den wechselnden Emotionen seiner Zuschauer unterworfen gewesen. In letzter Zeit kehrt der US-amerikanische Western mit Filmen wie „Open Range“ oder „The Missing“ wieder auf die Leinwände zurück. In den 1960er Jahren war der auf Pathos und Heimatgefühlen aufbauende amerikanische Western vom realistischeren und brutaleren italienischen Western abgelöst worden. Nur ein Jahrzehnt später hatte sich das Publikum allerdings übersättigt von der Gewalt und der düsteren Stimmung in den Italowestern gezeigt. Mit E. B. Clucher alias Enzo Barboni fand sich ein Regisseur, der nunmehr mit dem klassischen Italowestern brach und eine neue (oder letzte) Phase des Italowesterns einläutete. Der komische Western, der sich bald ganz vom Italowestern abwand, mit seinen Hauptrepräsentanten Bud Spencer alias Carlo Pedersoli und Terence Hill alias Mario Girotti, war geboren.
Dieser Essay folgt der Fragestellung, welchen Bezug die Filme mit Bud Spencer und Terence Hill zum „klassischen“ Italowestern haben. Klassisch bezeichnet hier die Werke der Regisseure Sergio Corbucci, vor allem „Django“ von 1966 und „Leichen pflastern seinen Weg“ von 1968 und die Sergio Leones, vor allem die „Dollar-Trilogie“. Damit schließe ich mich der Aussage Hans-Christoph Blumenbergs, dass sich die eigentliche Leistung der Gattung und ihre Originalität am besten an den Filmen von Leone und Corbucci demonstrieren lässt, an.
Die herausragenden Merkmale dieser Italowestern vergleiche ich mit den Charakteristika dreier „komischer Western“ à la Bud Spencer und Terence Hill, an denen sich auch die Entwicklung des Spencer/Hill-Duos allgemein nachvollziehen lässt: Ihrem ersten gemeinsamen Film, „Gott vergibt ... wir beide nie“ von 1967 und der aus diesem Film neu entstandenen deutschen Synchronisation „Zwei vom Affen gebissen“, an dem Film „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ von 1970, mit dem der Regisseur E. B. Clucher den komischen Western einläutete und das Erfolgsduo Spencer/Hill endgültig zu dessen Repräsentanten machte und schließlich an dessen Fortsetzung, dem Film „Vier Fäuste für ein Halleluja“ von 1971. Zunächst beschreibt der Essay die herausragenden Merkmale des Italowesterns und geht dann anhand der drei Spencer/Hill-Filme auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des klassischen Italowesterns und des „Spaßwesterns“ ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Spaßwestern mit Bud Spencer und Terence Hill und ihr Bezug zum „klassischen“ Italowestern

Zielsetzung & Themen

Der Essay untersucht den inhaltlichen und stilistischen Bezug zwischen den komischen Western mit dem Duo Bud Spencer und Terence Hill und dem klassischen Italowestern der 1960er Jahre, um die Entwicklung und die spezifischen Merkmale des „Spaßwesterns“ als Subgenre zu analysieren.

  • Analyse der prägenden Merkmale des klassischen Italowesterns (Regisseure wie Leone und Corbucci).
  • Gegenüberstellung des klassischen Italowesterns mit den Filmen des Spencer/Hill-Duos.
  • Untersuchung der filmischen Entwicklung anhand ausgewählter Spencer/Hill-Produktionen.
  • Identifikation von Gemeinsamkeiten und fundamentalen Unterschieden in Erzählstruktur, Gewalt und Komik.
  • Bewertung der Rolle des Spaßwesterns als Parodie auf bestehende Western-Mythen.

Auszug aus dem Buch

Die herausragenden Merkmale dieser Italowestern

Die herausragenden Merkmale dieser Italowestern vergleiche ich mit den Charakteristika dreier „komischer Western“ à la Bud Spencer und Terence Hill, an denen sich auch die Entwicklung des Spencer/Hill-Duos allgemein nachvollziehen lässt: Ihrem ersten gemeinsamen Film, „Gott vergibt ... wir beide nie“ von 1967 und der aus diesem Film neu entstandenen deutschen Synchronisation „Zwei vom Affen gebissen“, an dem Film „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ von 1970, mit dem der Regisseur E. B. Clucher den komischen Western einläutete und das Erfolgsduo Spencer/Hill endgültig zu dessen Repräsentanten machte und schließlich an dessen Fortsetzung, dem Film „Vier Fäuste für ein Halleluja“ von 1971. Zunächst beschreibt der Essay die herausragenden Merkmale des Italowesterns und geht dann anhand der drei Spencer/Hill-Filme auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des klassischen Italowesterns und des „Spaßwesterns“ ein.

Wie bereits erwähnt entstand der Italowestern als eine Reaktion auf den auslaufenden amerikanischen Western. Weil die Entstehung von italienischen Western, die seit ihrem Anfang in den 1960er Jahren kommerziell motiviert war, zunächst noch als einfache Imitation amerikanischer Western stattfand, wurde und wird der Italowestern auch heute noch von vielen zu Unrecht als „Bastard des amerikanischen Westerns“ gesehen. Sergio Leone gelang es dann 1964 mit „Für eine Handvoll Dollar“ als erstem Regisseur, mit einem italienischen Western neue Maßstäbe zu setzen, indem er in seinem Film mit dem amerikanischen Western brach und diesen entmystifizierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Spaßwestern mit Bud Spencer und Terence Hill und ihr Bezug zum „klassischen“ Italowestern: Die Arbeit beleuchtet die Entstehung des Italowesterns als Bruch mit US-Konventionen und analysiert, wie das Duo Spencer/Hill durch parodistische Elemente und Slapstick ein eigenes, kommerziell erfolgreiches Subgenre schuf.

Schlüsselwörter

Italowestern, Spaßwestern, Bud Spencer, Terence Hill, Sergio Leone, Sergio Corbucci, E. B. Clucher, Genreentwicklung, Western-Parodie, Slapstick, Filmgeschichte, Filmanalyse, Gewaltkritik, Unterhaltungskino, Komische Western.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der filmwissenschaftlichen Einordnung der komischen Western mit Bud Spencer und Terence Hill und deren Bezug zum klassischen, oft düsteren Italowestern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Entwicklung vom ernsthaften, oft brutalen Italowestern hin zur Slapstick-Parodie, die Rolle der Hauptdarsteller als komisches Paar sowie die Veränderung von Motiven wie Gewalt, Moral und Esskultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Der Essay verfolgt die Fragestellung, welchen spezifischen Bezug die Filme mit Terence Hill und Bud Spencer zum „klassischen“ Italowestern aufweisen und wie sich diese Abgrenzung manifestiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die den Vergleich von filmischen Merkmalen (Stilistik, Narrative, Musik, Charakterzeichnung) anhand von spezifischen Fallbeispielen vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Merkmale des klassischen Italowesterns definiert und diese anschließend an den drei Filmen „Gott vergibt ... wir beide nie“, „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ und „Vier Fäuste für ein Halleluja“ mit den Spaßwestern verglichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Italowestern, Spaßwestern, Spencer/Hill, Parodie und Genre-Transformation charakterisieren.

Warum unterscheidet sich die Darstellung von Gewalt in Spencer/Hill-Filmen so stark vom klassischen Italowestern?

Die Gewalt wird im Spaßwestern parodistisch und unterhaltsam dargestellt, um ein breiteres Familienpublikum anzusprechen, während sie im klassischen Italowestern als Ausdruck von „moralischem Chaos“ und politischem Umbruch diente.

Welche Rolle spielt das Element des Essens in den analysierten Filmen?

Das Essen, insbesondere der Verzehr von Bohnen, dient als neues, humorvolles Element, das einen Kontrast zur asketischen Haltung der klassischen Westernhelden bildet und die italienische Lebensfreude betont.

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Details

Title
Die Spaßwestern mit Bud Spencer und Terence Hill und ihr Bezug zum "klassischen" Italowestern
College
University of Osnabrück
Course
Internationalität der Medien – Der Italowestern
Grade
1,3
Author
Annira Busch (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V93271
ISBN (eBook)
9783638073554
ISBN (Book)
9783638957748
Language
German
Tags
Spaßwestern Spencer Terence Hill Internationalität Medien Western Bud Italowestern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annira Busch (Author), 2008, Die Spaßwestern mit Bud Spencer und Terence Hill und ihr Bezug zum "klassischen" Italowestern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93271
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