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Das Fragerecht des Arbeitgebers im Hinblick auf die körperliche Leistungsfähigkeit - insbesondere die Fragen nach der Schwangerschaft und der Schwerbehinderteneigenschaft

Título: Das Fragerecht des Arbeitgebers im Hinblick auf die körperliche Leistungsfähigkeit - insbesondere die Fragen nach der Schwangerschaft und der Schwerbehinderteneigenschaft

Tesis , 2001 , 89 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Marco Hornung (Autor)

Economía de las empresas - Derecho
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Zu den aktuellen Tendenzen der Betriebswirtschaft zählt in den letzten Jahren die Einsicht, dass dem Humankapital1, also dem Menschen im Unternehmen, das Hauptaugenmerk betriebswirtschaftlicher Bemühungen gelten muss. Grund für diesen Sinneswandel, der von den üblichen logistik-, maschinen-, lieferer-, kosten-, produktions- oder vertriebsoptimierenden Betrachtungsweisen wegführt, ist die Prämisse, dass alle Möglichkeiten obiger Optimierungsprozesse ausgeschöpft sind und Wettbewerbsvorteile nur noch durch eine Optimierung des Produktionsfaktors Mensch1 erreicht werden können. Es wird manifestiert, dass alle anderen Ressourcen und Produktionsfaktoren wegen der veränderten Wettbewerbsbedingungen (Globalisierung, Liberalisierung, etc.) immer leichter und unter gleichen Konditionen verfügbar werden und somit keinen wirklichen Wettbewerbsaspekt mehr darstellen.

Fundiert wird diese Tendenz u.v.a. durch den Human Resource Management-Ansatz. „Human Resource Management-Ansätze sehen die Mitarbeiter als wichtigsten Erfolgsfaktor, die es im und für den Wettbewerb zu gewinnen und entwickeln gilt.“2 Der Mensch stellt im Unternehmen also den entscheidenden Erfolgsfaktor dar, der „zusammen mit den übrigen Ressourcen des Unternehmens so geführt, motiviert und entwickelt werden muss, dass dies direkt zum Erreichen von Unternehmenszielen beiträgt.“3

Zu beobachten ist neben diesen wissenschaftlichen Tendenzen v.a. die momentan äußerst angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit, verbunden mit dem ständig wachsenden internationalen Wettbewerb der Unternehmen, übt weiter „Druck auf das System der Arbeitgeber- Arbeitnehmer-Beziehung“ aus, wie Oechsler 4 treffend bemerkt.

Es ist also für Unternehmen immer essentieller diesen Produktionsfaktor effizient zu planen und zu organisieren. Eine zentrale Rolle kommt hierfür in erster Linie der Personalrekrutierung zu, denn um über qualitativ hochwertiges Humankapital verfügen zu können, muss man dementsprechend die kompetentesten und speziell für das Unternehmen geeignetesten Arbeitnehmer5 vom Markt absorbieren.

Wer als Unternehmer effizient und gewissenhaft im Sinne des Unternehmens und des potentiellen Arbeitnehmers akquirieren will, der benötigt, wie für alle Entscheidungen, eine fundierte Informationsbasis. Dies ist allerdings im Falle der Personalrekrutierung nicht unproblematisch.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Kapitel: Das Fragerecht des Arbeitgebers und seine aktuelle Bedeutung

1.1 Die aktuelle Bedeutung des Fragerechts im heutigen Unternehmens- und Wettbewerbskontext

1.2 Das Fragerecht des Arbeitgebers – die aktuelle Rechtslage

1.2.1 Die Relevanz des Fragrechts für die Personalbeschaffung

1.2.2 Die allgemeine juristische Problematik des Fragerechts

1.2.3 Rechtsfolgen zulässiger und unzulässiger Fragen

2. Kapitel: Die Frage nach der körperlichen Leistungsfähigkeit

2.1 Die körperliche Leistungsfähigkeit

2.1.1 Die Frage nach dem allgemeinen Gesundheitszustand

2.1.2 Die Offenbarungspflicht des Arbeitnehmers

2.1.3 Fragen nach speziellen körperlichen Defiziten

2.2 Die Frage nach der Schwangerschaft

2.2.1 Problematik

2.2.2 Historie der Rechtsprechung und dogmatische Hintergründe

2.2.3 Der § 611 a BGB und seine Konsequenzen

2.2.4 Evaluierung des Status Quo

2.3 Die Frage nach der Schwerbehinderung

3. Kapitel: Handlungsempfehlungen an den Arbeitgeber

3.1 Vor dem Vorstellungsgespräch

3.1.1 Die Stellenausschreibung und -beschreibung

3.1.2 Der Einsatz eines Personalfragebogens

3.2 Während des Vorstellungsgesprächs

3.2.1 Zulässige Substitute

3.2.2 Fragetechniken und Fragemethoden

3.2.3 Akribische Beobachtung und Aufspüren von versteckten Hinweisen

3.3 Vor und bei Vertragsabschluss

3.3.1 Die Einstellungsuntersuchung

3.3.2 Einholen von Auskünften Dritter

3.3.3 Das Probearbeitsverhältnis

3.3.4 Verhalten bei der Ablehnung von Bewerbern

3.4 Im bestehenden Arbeitsverhältnis

3.4.1 Die Irrtumsanfechtung

3.4.2 Kündigung statt Anfechtung

3.4.3 Der fehlende Arbeitswille

3.4.4 Die Personalumpositionierung

4. Kapitel: Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht das Fragerecht von Arbeitgebern im Hinblick auf die körperliche Leistungsfähigkeit potenzieller Arbeitnehmer, mit einem besonderen Fokus auf Fragen nach einer bestehenden Schwangerschaft oder einer Schwerbehinderung. Ziel der Arbeit ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen und Grenzen dieses Fragerechts im aktuellen Wettbewerbsumfeld zu analysieren und praktische Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber abzuleiten, um fundierte Personalentscheidungen treffen zu können.

  • Aktuelle Rechtslage und juristische Problematik des Fragerechts bei der Personalrekrutierung
  • Differenzierung der Zulässigkeit von Fragen nach Gesundheitszustand, Schwangerschaft und Schwerbehinderung
  • Psychologische und dialektische Ansätze zur Informationsbeschaffung im Vorstellungsgespräch
  • Umgang mit ungeeigneten Bewerbern und rechtliche Konsequenzen von Falschaussagen
  • Strategien zur Personalauswahl und -einsatzplanung unter Berücksichtigung des Schutzes von Arbeitnehmerrechten

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Problematik

Ob der Arbeitgeber beim Einstellungsgespräch weibliche Bewerber danach fragen darf, ob sie schwanger sind, hat in den letzten Jahrzehnten die Juristen und Betriebswirtschaftler gleichermaßen beschäftigt. Besonders problematisch gestaltet sich dieses Thema im Hinblick auf eine Interessenabwägung, die hier an Individuen nicht mehr festzumachen ist: Auf der einen Seite steht das Recht des Arbeitgebers (vg. Kapitel 1.2.2), sich vom Bewerber Informationen zu beschaffen, die in seinem berechtigten Interesse stehen. Essentiell ist es v.a. zu wissen, ob der Bewerber auch zum geplanten Zeitpunkt verfügbar ist bzw. ob er die Arbeit für den vorgesehenen Zeitraum aufnehmen und ausfüllen kann. Diese Punkte sind so gewichtig, dass der Bewerber unter Umständen sogar eine Offenbarungspflicht über Tatsachen hätte, die dem entgegenstehen. Während der Schwangerschaft kann eine Beschäftigung nach dem MuSchG (§§ 3, 4, 8) sogar gesetzlich verboten sein.

Dazu erwarten den Arbeitgeber finanzielle Benachteiligungen bei der Beschäftigung Schwangerer (Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, Freistellung sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung) und organisatorische Probleme (Arbeitszeitordnung, Überbrückung des Arbeitsausfalles während Mutterschutzfrist und Mutterschaftsurlaub, Erziehungsurlaub, etc.).

Es ist also anzunehmen, dass der Arbeitgeber aus verschiedenen gewichtigen Gründen ein Recht darauf hat, zu erfahren, ob die Bewerberin schwanger ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kapitel: Das Fragerecht des Arbeitgebers und seine aktuelle Bedeutung: Das Kapitel analysiert die zunehmende Bedeutung des Faktors Mensch im Wettbewerb und die daraus resultierende Notwendigkeit für Arbeitgeber, fundierte Informationen über Bewerber zu erhalten, wobei die rechtlichen Grenzen des Fragerechts aufgezeigt werden.

2. Kapitel: Die Frage nach der körperlichen Leistungsfähigkeit: Dieser Abschnitt beleuchtet spezifisch die Zulässigkeit von Fragen zum Gesundheitszustand, insbesondere im Hinblick auf Schwangerschaft und Schwerbehinderung, und diskutiert die unterschiedliche juristische Behandlung dieser Aspekte.

3. Kapitel: Handlungsempfehlungen an den Arbeitgeber: Das Kapitel liefert praxisorientierte Strategien zur Informationsbeschaffung, von der Stellenausschreibung über den Einsatz von Fragebögen bis hin zu spezifischen Fragetechniken im Vorstellungsgespräch.

4. Kapitel: Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Entwicklung der Rechtsprechung im Spannungsfeld zwischen Arbeitgeberinteressen und Persönlichkeitsschutz der Arbeitnehmer.

Schlüsselwörter

Fragerecht, Arbeitgeber, Schwangerschaft, Schwerbehinderung, körperliche Leistungsfähigkeit, Einstellungsgespräch, Personalbeschaffung, Diskriminierungsverbot, Gleichbehandlung, Offenbarungspflicht, Anfechtung, Mutterschutzgesetz, Arbeitsvertrag, Personalauswahl, Rechtsprechung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der rechtlichen Problematik des Fragerechts von Arbeitgebern bei der Personalauswahl, speziell wenn es um die körperliche Eignung von Bewerbern geht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Schwerpunkte bilden die Fragen nach dem allgemeinen Gesundheitszustand, der Schwangerschaft und der Schwerbehinderung von Bewerbern sowie die daraus resultierenden rechtlichen Konsequenzen für Arbeitsverhältnisse.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Interessen des Arbeitgebers an einer fundierten Informationsbasis über Bewerber mit dem Schutz der Persönlichkeitsrechte der Arbeitnehmer abzuwägen und konkrete Empfehlungen für eine rechtskonforme Personalauswahl zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgreifenden Literaturanalyse von arbeitsrechtlicher Rechtsprechung, Fachkommentaren und betriebswirtschaftlichen Ansätzen zur Personalbeschaffung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtliche Zulässigkeit von Fragen nach der Leistungsfähigkeit, evaluiert die Entwicklung der Rechtsprechung zu Schwangerschaft und Behinderung und bietet operative Handlungsempfehlungen für Personaler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Fragerecht und der körperlichen Leistungsfähigkeit sind die zentralen Begriffe Arbeitgeber, Schwangerschaft, Schwerbehinderung, Einstellungsgespräch, Diskriminierungsschutz und Offenbarungspflicht.

Warum ist die Frage nach einer Schwangerschaft so kontrovers?

Sie ist kontrovers, weil hier ein massives Spannungsfeld zwischen dem wirtschaftlichen Informationsinteresse des Arbeitgebers und dem vom Gesetzgeber sowie durch EU-Recht gestärkten Diskriminierungsschutz von Frauen besteht.

Wie sollte ein Arbeitgeber bei der Ablehnung von Bewerbern vorgehen?

Aufgrund der juristischen Risiken einer Diskriminierungsklage wird empfohlen, Absagen zwar höflich, aber inhaltlich so vage wie möglich zu formulieren, um keine Angriffsfläche für Schadensersatzansprüche zu bieten.

Final del extracto de 89 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Fragerecht des Arbeitgebers im Hinblick auf die körperliche Leistungsfähigkeit - insbesondere die Fragen nach der Schwangerschaft und der Schwerbehinderteneigenschaft
Universidad
University of Bamberg  (FB Wirtschaftswissenschaften)
Calificación
1,3
Autor
Marco Hornung (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
89
No. de catálogo
V9329
ISBN (Ebook)
9783638160612
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fragerecht Arbeitgebers Hinblick Leistungsfähigkeit Fragen Schwangerschaft Schwerbehinderteneigenschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marco Hornung (Autor), 2001, Das Fragerecht des Arbeitgebers im Hinblick auf die körperliche Leistungsfähigkeit - insbesondere die Fragen nach der Schwangerschaft und der Schwerbehinderteneigenschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9329
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