Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Grammar, Style, Working Technique

Grundlagen der Valenztheorie

Satzbauplan, Valenzpotenz, Valenzrealisierung

Title: Grundlagen der Valenztheorie

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sedighe Ahmadseresht (Author)

Didactics for the subject German - Grammar, Style, Working Technique
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der nun folgenden Hausarbeit möchte ich die Grundlagen der Valenz-theorie, d. h. genau genommen die basalen Grundfragen der Valenzpotenz- und der Valenzrealisierungstheorie sowie auf den Satzbauplan darstellen.
„Die Theorie der strukturellen Valenzrealisierung hilft uns einzusehen, dass Sprachen einer 'gleichberechtigten' Untersuchung bedürfen und dass nur Theorien, die keine Sprache als Messlatte für andere Sprachen anlegen, überhaupt die Chance haben, adäquate Ergebnisse zu liefern.“ Basis für die Valenztheorie ist die Valenzidee. Diese besagt, „dass Wörter – vor allem Verben – die Satzstruktur prädeterminieren.“ Im weiteren Verlauf wird der Fokus auf die Kategorie Verb gelegt, um die Idee etwas präziser zu fassen. „Relationale Sprachzeichen, die der Kategorie Verb angehören, haben qua
ihres Aktantenpotenzials die Fähigkeit/Potenz, die semantische und syntaktische
Organisation des Satzes zu prädeterminieren.“
Diese Reformulierung beinhaltet zwei unterspezifizierte Größen. Zum einen
die Größe Y, die für die relationalen Sprachzeichen steht, die zu der Kategorie
Verb gehört, und zum anderen die Größe X, die für das Aktantenpotenzial
steht. Aus den beiden Größen X und Y ergeben sich zwei Grundfragen
für die Valenztheorie: Was ist das Aktantenpotenzial (X) und was sind
die relativen Sprachzeichen (Y)? Vilmos Àgel bezeichnet die relationalen Sprachzeichen als „verbale Valenzträger“ und das Aktantenpotenzial des ver-
balen Valenzträgers als „Valenz(potenz)“.4
Weiter werden zwei Grundfragen aufgestellt, „die das Verhältnis der Valenzpotenz
zu deren Realisierung betreffen“5: Zum einen stellt Vilmos Àgel die
Frage nach der strukturellen Valenzrealisierung, d. h. die Form und der Typ
der grammatischen Valenzrealisierung in den unterschiedlichen Sprachen
bzw. in den unterschiedlichen Varietäten einer Sprache. Die strukturelle
Valenzrealisierung impliziert die Valenz und die Sprachstruktur. Die zweite
Grundfrage bezieht sich auf die kontextuell-situative-Valenzrealisierung, d .h.
der Valenz in einem Text. Die Bedingungen für die Realisierbarkeit bzw.
Nichtrealisierbarkeit der Formen und Typen der grammatischen Valenzrealisierung
in Texten sollen hier näher betrachtet werden. Die Bedeutung der
Grundfragen der Valenzpotenztheorie und der Valenzrealisierungstheorie für
die Valenztheorie soll im weiteren Verlauf meiner Hausarbeit dargelegt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Grundfragen der Valenztehorie

2.1. Die Valenzpotenz- und die Valenzrealisierungstheorie

3. Die Valenzpotenztheorie

3.1. Relationale Sprachzeichen der Kategorie Verb

3.2. Das Aktantenpotenzial des verbalen Valenzträgers

3.2.1. Notwendigkeit (NOT)

3.2.2. Argumenthaftigkeit (ARG)

3.2.3. Formale Spezifizität (FOSP)

3.2.4. Inhaltliche Spezifizität (INSP)

3.2.5. Subklassenspezifik (SUBKLASS)

4. Die Valenzrealisierungstheorie

4.1. Die strukturelle Valenzrealisierung

4.2. Die kontextuell-situative-Valenzrealisierung

5. Der Satzbauplan

5.1. Das syntaktische Modell

5.2. Das semantische Modell

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit gibt einen Überblick über die Grundlagen der Valenztheorie, wobei der Fokus insbesondere auf den Konzepten der Valenzpotenz, der Valenzrealisierung sowie der Gestaltung von Satzbauplänen liegt. Das Ziel ist es, die systematischen Zusammenhänge zwischen Verben und ihren Ergänzungen theoretisch zu erfassen und sprachübergreifende Unterschiede in der Realisierung zu beleuchten.

  • Basale Grundfragen der Valenzpotenz- und Valenzrealisierungstheorie
  • Analyse des Aktantenpotenzials verbaler Valenzträger
  • Unterscheidung zwischen struktureller und kontextuell-situativer Valenzrealisierung
  • Modellierung von Satzbauplänen (syntaktisches vs. semantisches Modell)
  • Abgrenzung von Ergänzungen und Angaben

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Notwendigkeit (NOT)

Es „gilt für alle S und alle Konstituenten X und Y von S: NOT (X,Y) in S gdw. X aufgrund der lexikalischen Füllung von Y in S nicht weggelassen werden kann, ohne dass die dadurch entstehende Struktur bei gleichbleibender Interpretation von Y ungrammatisch wird.“ Zur Illustration der Definition von „Notwendigkeit“ soll das folgende Beispiel dienen:

(3) Maria sollte die Aufgabe erneut stellen.

(3a) *Maria sollte erneut stellen.

(3b) Maria sollte die Aufgabe stellen.

Es wird deutlich, dass die Konstituente „die Aufgabe“ ein obligatorischer Partner des verbalen Valenzträgers „sollte stellen“ ist. Die Konstituente „erneut“ ist hingegen fakultativ und kann somit weggelassen werden. „Das Akkusativobjekt erhält somit das Merkmal +NOT, die Temporalbestimmung die Einstufung -NOT.“ +NOT wird „im Allgemeinen als eine hinreichende, nicht aber als eine notwendige Bedingung angesehen, um einen Valenzbegriff zu definieren.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird der Grundstein für die Arbeit gelegt, indem die Relevanz der Valenztheorie und die Prädetermination der Satzstruktur durch Verben erläutert werden.

2. Die Grundfragen der Valenztehorie: Dieses Kapitel stellt die zwei zentralen Säulen der Theorie vor: das Aktantenpotenzial und die Art der Valenzrealisierung.

3. Die Valenzpotenztheorie: Es wird untersucht, wie verbale Valenzträger definiert werden und welche Kriterien (wie Notwendigkeit oder Spezifizität) das Aktantenpotenzial bestimmen.

4. Die Valenzrealisierungstheorie: Hier wird zwischen strukturellen Gegebenheiten und kontextuell-situativen Bedingungen unterschieden, die beeinflussen, wie Valenz in Texten tatsächlich erscheint.

5. Der Satzbauplan: Dieses Kapitel behandelt die Typisierung von Valenzstrukturen durch syntaktische und semantische Modelle.

6. Zusammenfassung: Die Kernaussagen zur Abgrenzung von Ergänzungen und Angaben werden abschließend anhand der Kriterien Sinnnotwendigkeit, Subkategorisierung und Determiniertheit zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Valenztheorie, Valenzpotenz, Valenzrealisierung, Aktantenpotenzial, Verb, Satzbauplan, Ergänzungen, Angaben, strukturelle Realisierung, syntaktisches Modell, semantisches Modell, Obligatheit, Valenzträger, Subkategorisierung, Determiniertheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Valenztheorie, insbesondere wie Verben als Valenzträger die Struktur eines Satzes bestimmen und welche Regeln dabei gelten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Valenzpotenz, die Valenzrealisierung sowie die Modellierung von Satzbauplänen durch syntaktische und semantische Ansätze.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist die strukturierte Darstellung der Valenztheorie, um zu verdeutlichen, wie die semantische und syntaktische Organisation von Sätzen durch verbale Valenzträger gesteuert wird.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf fachsprachlicher Literatur (u.a. von Vilmos Àgel) basiert und theoretische Definitionen anhand von sprachlichen Beispielen illustriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Aktantenpotenzials, die Differenzierung von Valenzrealisierungstypen und die Erläuterung verschiedener Satzbaupläne.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Valenzpotenz, Valenzrealisierung, Aktant, Ergänzung und Satzbauplan.

Wie unterscheiden sich strukturelle und kontextuell-situative Valenzrealisierung?

Die strukturelle Realisierung bezieht sich auf die grammatisch festen Vorgaben einer Sprache, während die kontextuell-situative Realisierung die Möglichkeiten der Weglassung oder Ergänzung innerhalb eines konkreten Textes betrachtet.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Ergänzungen und Angaben wichtig?

Für die Valenztheorie ist dies zentral, da Ergänzungen durch das Verb gefordert und somit oft obligatorisch sind, während Angaben fakultativ sind und nicht direkt zur Valenzstruktur gehören.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Grundlagen der Valenztheorie
Subtitle
Satzbauplan, Valenzpotenz, Valenzrealisierung
College
University of Wuppertal
Course
Theorien der Argumentstruktur
Grade
1,7
Author
Sedighe Ahmadseresht (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V93327
ISBN (eBook)
9783640098033
Language
German
Tags
Grundlagen Valenztheorie Theorien Argumentstruktur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sedighe Ahmadseresht (Author), 2008, Grundlagen der Valenztheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93327
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint