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Schwangerschaftsabbruch in Deutschland. Die geltende Rechtslage und der gesellschaftliche Diskurs

Ein kurzer Einblick

Title: Schwangerschaftsabbruch in Deutschland. Die geltende Rechtslage und der gesellschaftliche Diskurs

Pre-University Paper , 2020 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Das Werk thematisiert die Rechtslage beim Schwangerschaftsabbruch in Deutschland. Dabei wird sowohl auf die Rechte des Kindes als auch die der Schwangeren eingegangen. Um eine Basis für das Verständnis der Rechtslage zu schaffen werden relevante Informationen zur Entwicklung des Kindes im Mutterleib, zu Pränataldiagnostik, sowie zu der Methodik des Abbruches erläutert. Um eine vielfältige Perspektive auf das Meinungsspektrum zu bieten, werden verschiedene Positionierungen dargestellt und erläutert.

Das Ziel der Arbeit ist es zu prüfen ob das Rechtssystem seinen Schutzpflichten gegenüber Schwangeren und Kind ausreichend nachkommt oder ob es eventuell Änderungen bedarf um diese optimal zu erfüllen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterscheidung zwischen Schwangerschaftsabbruch und Spätabbruch

3. Medizinische Grundlagen

3.1 Grundlegende Informationen zur Entwicklung des Kindes im Mutterleib

3.2 Pränataldiagnostik

3.3 Methoden des Schwangerschaftsabbruchs

4. Die geltende Gesetzeslage in Deutschland

4.1 Das Recht auf Leben und dessen Grenzen

4.2 Abtreibungsrecht im Strafgesetzbuch

5. Problematik des Schwangerschaftsabbruchs im gesellschaftlichen Diskurs

5.1 Die christliche Perspektive

5.2 Die Lebensrechtbewegung

5.3 Die Bewegung zur sexuellen Selbstbestimmung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ethische und rechtliche Kontroverse um den Schwangerschaftsabbruch in Deutschland, mit besonderem Fokus auf die Spannung zwischen dem Lebensrecht des Ungeborenen und der sexuellen Selbstbestimmung der Frau. Ziel ist es, die aktuelle Gesetzeslage kritisch zu hinterfragen und einen Lösungsvorschlag zu entwickeln, der die Rechte beider Parteien gleichermaßen berücksichtigt.

  • Medizinische Entwicklung und Pränataldiagnostik
  • Die deutsche Rechtslage und strafrechtliche Rahmenbedingungen
  • Religiöse Perspektiven und die Lebensrechtbewegung
  • Positionen zur sexuellen Selbstbestimmung und Reproduktionsmedizin
  • Kritische Analyse des Schwangerschaftskonflikts

Auszug aus dem Buch

3. Medizinische Grundlagen und Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs

Die durchschnittliche reguläre Schwangerschaftsdauer beträgt 38 Wochen (vgl. DOLDERER 2012: 11). Juristisch gesehen beginnt eine Schwangerschaft mit der Fertilisation der Eizelle. Die Fertilisation wird nicht als Zeitpunkt, basierend auf der zeitlichen Verortung des Geschlechtsverkehrs, definiert, sondern beschreibt eine Zeitperiode von circa 24 Stunden, beginnend mit dem Eindringen der Spermienzelle in die Eizelle und endend mit der Vereinigung zum diploiden Chromosomensatz des Kindes (vgl. DOLDERER 2012:10). Hier beginnend werden die ersten beiden Schwangerschaftswochen als Frühentwicklungsphase bezeichnet. Ab der Nidation, der Einnistung in den Uterus, wird von der Embryonalzeit gesprochen. Diese hält bis zur neunten Schwangerschaftswoche an. Von diesem Zeitpunkt an, bis zum Ende der Schwangerschaft, spricht man von der Fetalperiode (DOLDERER 2012:8).

Häufig werden Schmerzen des Kindes als Grund gegen eine Abtreibung genannt, weswegen es bedeutend ist, ab wann ein Schmerzempfinden besteht. Die Entwicklung des Schmerzgefühls ist nicht vollkommen geklärt, da Messungen am intrauterinen ungeborenen Kind schwierig sind. Es ist aber bekannt, dass der Fötus zwischen der 18. und 23. Schwangerschaftswoche erstmals Stressreaktionen durch Ausschüttung von Endorphinen und Cortisol zeigt. Für ein Schmerzempfinden muss die Schmerzinformation den Thalamus erreichen. Der Thalamus, der größte Teil des Zwischenhirns, nimmt seine Funktion um die 20. Schwangerschaftswoche p.c. auf, weswegen es sinnvoll ist, hier den Ansatz für Schmerzempfindlichkeit des Fötus zu setzen (vgl. DOLDERER 2012:12). Da die Wissenschaft von höherer Schmerzempfindlichkeit des Kindes spätestens ab der 25. Schwangerschaftswoche ausgeht, ist über ein Abtreibungsverbot ab diesem Zeitpunkt nachzudenken, da auch das ungeborene Kind einem gewissen Schutz bedarf (vgl. WIRTH 2006: 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Kontroverse um Schwangerschaftsabbrüche dar, erläutert die persönliche Motivation der Autorin und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2. Unterscheidung zwischen Schwangerschaftsabbruch und Spätabbruch: Dieses Kapitel klärt die medizinischen und rechtlichen Definitionen der Begriffe und grenzt die Zwölf-Wochen-Frist von der Lebensfähigkeit des Embryos ab.

3. Medizinische Grundlagen: Hier werden die biologische Entwicklung des Kindes, die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik sowie die medizinischen Verfahren von Schwangerschaftsabbrüchen behandelt.

4. Die geltende Gesetzeslage in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert das Grundgesetz und die Paragraphen 218 ff. StGB im Hinblick auf den Schutz des ungeborenen Lebens und die Bedingungen für Straffreiheit.

5. Problematik des Schwangerschaftsabbruchs im gesellschaftlichen Diskurs: Die Autorin beleuchtet hier die unterschiedlichen gesellschaftlichen Strömungen, von der christlichen Sichtweise über die Lebensrechtbewegung bis hin zur Bewegung zur sexuellen Selbstbestimmung.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterbreitet einen konstruktiven Lösungsvorschlag, der sowohl das Lebensrecht als auch die Selbstbestimmung einbezieht.

Schlüsselwörter

Schwangerschaftsabbruch, Spätabbruch, StGB § 218, Lebensrecht, Selbstbestimmung, Pränataldiagnostik, Abtreibungsverbot, Medizinische Indikation, Beratungspflicht, Fetalentwicklung, Schwangerschaftskonflikt, Ethik, Menschenwürde, Reproduktive Gesundheit, Gesetzgebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen ethischen und rechtlichen Debatte um den Schwangerschaftsabbruch in Deutschland unter Berücksichtigung unterschiedlicher gesellschaftlicher Positionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt medizinische Grundlagen, die aktuelle deutsche Rechtslage, religiöse sowie aktivistische Perspektiven und die Problematik der Spätabbrüche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die aktuelle gesetzliche Lage in Deutschland zu prüfen und Wege aufzuzeigen, wie Rechte von Schwangeren und dem Kind gleichermaßen geschützt werden könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Rechtsgrundlagen, wissenschaftliche Studien und gesellschaftliche Diskurse analysiert und vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in medizinische Grundlagen (einschließlich Pränataldiagnostik), eine juristische Analyse der Rechtslage in Deutschland und eine Darstellung konkurrierender gesellschaftlicher Diskursgruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schwangerschaftsabbruch, sexuelle Selbstbestimmung, Lebensrecht und gesetzliche Regulierung geprägt.

Warum wird im Dokument explizit auf die christliche Perspektive eingegangen?

Da sich ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland als christlich identifiziert und dieser Standpunkt einen maßgeblichen Einfluss auf die moralische Bewertung von Abtreibungen hat.

Was schlägt die Autorin konkret für den Umgang mit Spätabbrüchen vor?

Die Autorin befürwortet die medizinisch-soziale Indikation, schlägt jedoch die Einführung einer Betäubungspflicht ab der 20. Woche vor, um das Leiden des Fötus zu minimieren.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Beratungspflicht?

Die Beratungspflicht wird als unterstützenswert angesehen, solange sie ergebnisoffen gestaltet ist und der Schwangeren tatsächlich beratend zur Seite steht.

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Details

Title
Schwangerschaftsabbruch in Deutschland. Die geltende Rechtslage und der gesellschaftliche Diskurs
Subtitle
Ein kurzer Einblick
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
19
Catalog Number
V933370
ISBN (eBook)
9783346265265
Language
German
Tags
Ethik Schwangerschaftsabbruch Abtreibung Recht auf Leben Recht zur Selbstbestimmung Schwangerschaftskonflikt Jura StGB Grundgesetz Baby Kinder § 218 StGB Ultraschall Pränataldiagnostik Recht auf körperliche Unversehrtheit Leben Ist Abtreibung Mord?
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Schwangerschaftsabbruch in Deutschland. Die geltende Rechtslage und der gesellschaftliche Diskurs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933370
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