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Schlägermädchen

Eine Erfindung der Medien oder tatsächlich in unserer Gesellschaft existent?

Title: Schlägermädchen

Term Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Juliane Siewert (Author)

Sociology - Law and Delinquency
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„ Früher standen Mädels meist nur Schmiere. Heute begnügen sie sich nicht mehr damit, die Gangsterbraut zu spielen, sondern schreiten selbst zur Tat.“

Immer häufiger berichten Medien in den letzten Jahren über eine zunehmende Gewaltbereitschaft der Mädchen. Die vorangestellten Artikel sollen hierfür nur eine kurze Auswahl an Beispielen sein um zu zeigen wie ernst das Problem gewalttätiger Mädchen zu sein scheint. Es stellt sich jedoch die Frage sind sogenannte „Schlägermädchen“ eine tatsächliche Bedrohung oder eine Erfindung der Medien zurückgreifend auf moderne Filmheldinnen wie Lara Croft?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Inhaltskomplex – WER? Die Bedeutung der Adoleszenz für die Betrachtung von Jugendlichen Gewalttätern

II. Inhaltskomplex – WIE? Informationen zu den empirischen Forschungen, Ergebnisse hinsichtlich Gewaltbegriff, Einstellungen zu Gewalt und Gewaltverhalten

2.1 Allgemeine Grundlagen zu den Studien ( vgl. Anhang 1)

2.1.1 Conrads und Möller 1995 „ Individualisierung und Gewalt – die geschlechtsspezifische Sichtweise“

2.1.2 Silkenbeumer 2000 „ Im Spiegel ihrer Lebensgeschichte“

2.1.3 Bruhns und Wittmann 2002 „ Ich meine mit Gewalt kannst du dir Respekt verschaffen"

2.2 Gewaltbegriff, Gewalteinstellungen und Gewaltverhalten

2.2.1 Gewaltbegriff

2.2.2 Gewalteinstellung und Gewaltbereitschaft

2.2.3 Gewaltformen, Gegner , Anlässe

2.2.4 Mädchen vs. Jugendgruppengewalt

III. Inhaltskomplex - WARUM? Begründungsmodelle für gewalttätiges Verhalten junger Mädchen

3.1 Allgemein

3.1.1 Begründungsmodell von Conrads/ Möller

3.2 Begründungsmodell von Silkenbeumer

3.3 Begründungsmodell von Bruhns/ Wittmann

Zusammenfassung / Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der weiblichen Jugendgewalt, um zu klären, ob es sich dabei um eine tatsächliche gesellschaftliche Entwicklung oder eine mediale Konstruktion handelt, indem sie drei empirische Studien vergleicht.

  • Bedeutung der Adoleszenz für die Genese von Jugendgewalt
  • Vergleich empirischer Studien zu gewalttätigen Mädchen
  • Analyse von Begründungsmodellen für weibliches Gewaltverhalten
  • Die Rolle devianter Jugendgruppen und Peergroups
  • Differenzierung zwischen physischer Gewalt und Autoaggression

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Gewaltformen, Gegner , Anlässe

Wie ist jedoch die weibliche Form der Gewaltanwendung zu beschreiben? Gibt es typische weibliche Anwendungsmechanismen von Gewalt? Wer sind die Gegner und was sind die Anlässe?

Im Gegensatz zu Jungen verwenden Mädchen nach Bruhns/Wittmann nur in seltenen Fällen Waffen bei der Gewaltanwendung, eingesetzte „Kampfmittel“ sind hauptsächlich Hände und Füße. Unfaire Verhaltensweise wie beispielsweise Haare ziehen, Kratzen oder Beißen werden von gewalttätigen Mädchen vehement abgelehnt.

Typisch weibliche Gewaltformen lassen sich in den Studien von Bruhns und Wittmann nicht definieren. Mädchen können im Umgang mit Gewalt genauso ‚rücksichtlos und kompromißlos‘ wie Jungen agieren. Dennoch ist im allgemeinen von einem weniger brutalen Vorgehen bei Gewalthandlungen von Mädchen zu sprechen. Weiterhin richtet sich offensive Gewalt meist gegen gleichgeschlechtliche Konkurrentinnen – Jungen sind seltener Gegner, vermutlich aus Angst vor körperlicher Überlegenheit, was auch die Studie von Silkenbeumer belegt. Gründe für die Anwendung von Gewalt sind verschiedenen – in der Literatur werden zum einen Motive wie Neid oder Eifersucht genannt, Bruhns und Wittmann belegen aber das vor allem ‚rufschädigende Äußerungen, Gerüchte und Beleidigungen gegen die eigene Person, Gruppe oder Familie‘ Anlässe für gewalttätiges Handeln bietet.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Inhaltskomplex – WER? Die Bedeutung der Adoleszenz für die Betrachtung von Jugendlichen Gewalttätern: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz und wie gesellschaftliche Rollenbilder sowie die Suche nach einer geschlechtlichen Identität die Einstellung zur Gewalt prägen.

II. Inhaltskomplex – WIE? Informationen zu den empirischen Forschungen, Ergebnisse hinsichtlich Gewaltbegriff, Einstellungen zu Gewalt und Gewaltverhalten: Hier werden die methodischen Ansätze der drei Vergleichsstudien vorgestellt und zentrale Unterschiede im Verständnis von Gewalt bei Autoren und Probanden herausgearbeitet.

III. Inhaltskomplex - WARUM? Begründungsmodelle für gewalttätiges Verhalten junger Mädchen: Dieses Kapitel analysiert verschiedene theoretische Erklärungsansätze für weibliches gewalttätiges Verhalten, insbesondere im Kontext von Individualisierungsprozessen, Sozialisationsinstanzen und Gruppendynamiken.

Schlüsselwörter

Jugendgewalt, Schlägermädchen, Adoleszenz, Geschlechterrollen, Gewaltbereitschaft, deviante Jugendgruppen, Sozialisation, Autoaggression, empirische Forschung, Identitätsentwicklung, Mädchengangs, Gewaltprävention, Individualisierung, Desintegration, Peergroup

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen weiblicher Jugendgewalt auf Basis von drei empirischen Studien, um zu prüfen, wie real die mediale Berichterstattung über sogenannte „Schlägermädchen“ ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Bedeutung der Adoleszenz, den Vergleich verschiedener Studien zu weiblichem Gewaltverhalten, die Rolle von Peergroups und die Motive hinter Gewalttaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein kritischer Vergleich von Studien, um herauszufinden, ob weibliche Gewalt ein neues Phänomen ist oder ob es sich um eine mediale Dramatisierung handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse qualitativer und quantitativer empirischer Sekundärliteratur zu den Themen Jugendgewalt und Sozialisation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bedeutung der Adoleszenz, die methodische Gegenüberstellung von drei Studien hinsichtlich Gewaltbegriffen und Verhaltensweisen sowie die Diskussion verschiedener Begründungsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Jugendgewalt, Adoleszenz, Geschlechterrollen, Identitätsentwicklung, deviante Peergroups und Sozialisationsinstanzen geprägt.

Welche Rolle spielen „Mädchengangs“ in den untersuchten Studien?

„Mädchengangs“ werden primär bei Bruhns und Wittmann thematisiert, während andere Studien eher die Einbettung von Mädchen in gemischte Jugendgruppen untersuchen.

Warum wird Autoaggression als Teil der Gewalt untersucht?

Vor allem die Studie von Silkenbeumer zeigt auf, dass weibliche Gewalt häufig nicht nur nach außen gerichtet ist, sondern sich auch als Autoaggression (z.B. Selbstverletzung) manifestiert.

Welche Rolle spielt die Familie laut den analysierten Studien?

Die Familie fungiert als primäre Sozialisationsinstanz; mangelnde emotionale Unterstützung oder Gewalterfahrungen innerhalb der Familie werden oft als Bedingungsfaktoren für späteres gewaltauffälliges Verhalten genannt.

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Details

Title
Schlägermädchen
Subtitle
Eine Erfindung der Medien oder tatsächlich in unserer Gesellschaft existent?
College
University of Erfurt  (Sozialwissenschaften)
Course
Jugendgewalt
Grade
2,3
Author
Juliane Siewert (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V93338
ISBN (eBook)
9783638068055
ISBN (Book)
9783638953733
Language
German
Tags
Schlägermädchen Jugendgewalt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Siewert (Author), 2004, Schlägermädchen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93338
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