Die "publicani" in der römischen Republik. Ihre Rolle als wirtschaftliche Akteure

Eine Kurzanalyse unter besonderer Betrachtung der societas publicanorum


Hausarbeit, 2019

16 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definition

2. Historischer Kontext
2.1. Anfänge der Steuerpacht
2.2 Entwicklung und Höhepunkt
2.3 Niedergang

3. Antike Wirtschaft

4. Aufgaben und Funktionen
4.1 Dienstleistungen und Lieferungen an den Senat
4.2 Nutzbarmachung staatlichen Grundbesitzes
4.3 Pacht von staatlichen Einnahmen
4.3.1 Abgabepflicht
4.3.2 Arten verpachteter Abgaben

5. Sachbeispiele vom Handeln der publicani in Provinzen
5.1. Ehreninschrift von Priene für Krates und Herakleitos
5.2 Brief der Konusln M. Terentius Varro Lucullus und C. Cassius Longinus (73. v. Chr.) an die Beamten, den Rat und das Volk der Oropier
5.3. Herakleia Pontica 73 v. Chr
5.4 Folgerungen

6. Die publicani als wirtschaftliche Akteure

7. Literaturverzeichnis
1. Quellen
2. Sekundärliteratur

Einleitung

Zu Beginn dieser Hausarbeit soll anhand des folgenden Auszuges von Polybios1 Historiae ein erster Überblick über die publicani und deren Rolle als wirtschaftlicher Akteur geschaffen werden. „[...] Für alle öffentlichen Arbeiten, die in ganz Italien von den Censoren vergeben werden zur Wiederherstellung oder Neuerrichtung von Bauten - es wäre nicht leicht, sie alle aufzuzählen -, für alle Pachtungen von Zöllen an Flüssen und Häfen, von Gärten, Bergwerken, Ländereien, kurz, allem was der römischen Herrschaft untersteht, für all dies kommen die Unternehmer aus der breiten Masse des Volkes, und sozusagen fast jeder Bürger ist an diesen Submissionen und Pachtungen beteiligt.“

Hier werden schon einige Tätigkeitsbereiche2 aufgezeigt, unter anderem die Pachtungen, die die Unternehmer aus dem Volk, also die publicani, von den Zensoren erhalten haben. Zudem wird schon auf die Größe und die Vernetzung des Pachtsystems eingegangen, da, laut Polybios, fast jeder Bürger an Submissionen und Pachtungen beteiligt war.

Diese Hausarbeit soll die Frage beantworten, welche „wirtschaftliche“3 Rolle die publicani in der römischen Republik unter besonderer Betrachtung der societas publicanorum spielten?

Daher wird der Begriff publicani in Kapitel 1 zunächst definiert und im nächsten Kapitel wird der historische Kontext, beginnend mit den Anfängen der Steuerpacht, dann der in Folge der außeritalischen Expansion einsetzende Höhepunkt der publicani und zuletzt ihr Niedergang, dargestellt. Im dritten Kapitel gibt es eine kurze Einführung zur antiken Wirtschaft und das 4. Kapitel zeigt die wirtschaftlich Aufgaben und Funktionen, außerdem wird hier die These gestützt, dass die römische Republik ohne die publicani als wirtschaftliche Akteure so nicht hätte überdauern können. Um einen besseren Eindruck über die Arbeiten und die Sicht4 auf die publicani zu bekommen, werden in Kapitel 5 einige Sachbeispiele von Auseinandersetzungen zwischen publicani und Bürgern dargestellt. Abschließend wird die Rolle der publicani als wirtschaftliche Akteure aufgezeigt.

Im Urteil werden die Steuerpächter im zeitlichen Rahmen, beginnend mit dem Tribunat von Tiberius Gracchus (133 v. Chr.) bis zur Machtübernahme von Sulla (ca. 82 v. Chr.) betrachtet. Zur Quellenlage kann man, wie für die Antike typisch, sagen, dass es einige Quellen - hier sind besonders die Werke von Livius zu beachten - gibt, aber grundsätzlich kann man auch für die publicani von einer ungewissen Quellenlage5 sprechen. Ein Beispiel für diese Quellenlage wäre die Frage, wann genau die publicani mit der Münzprägung6 begonnen haben.

Als wichtigste Werke auf denen diese Arbeit beruht sind zum einen „Societas Publicanorum“ von Ulrike Malmendier, in diesem Buch zeigt die Juristin den historischen Kontext sowie die Tätigkeitsbereiche der publicani sehr ausführlich auf und zum anderen „Zöllner und Sünder“ von Ernst Badian, zu nennen.

1. Definition

Die öffentlichen Einkünfte wurden in Rom als publica bezeichnet und diejenigen, die diese Einkünfte verwalteten waren die publicani. Eine erste Definition der publicani lässt sich bei Ulpian, einem Jurist, der um 223 n. Chr. gelebt hat, finden: „Publikanen aber heißen diejenigen, die die Eintreibung öffentlicher Abgaben gepachtet haben.“7

Eine Möglichkeit wäre es, die publicani, als diejenigen in Rom, welche Verträge über die öffentlichen Einkünfte nach dem System der Steuerpacht abgeschlossen haben, zu beschreiben. Außerdem versorgten sie das Heer, führten öffentliche Arbeiten durch und bewirtschafteten natürliche Ressourcen, wie den ager publicus.

Für eine Kapitalakkumulation sowie die Möglichkeit größere ökonomische Projekte durchzuführen, bildeten die publicani Pachtgesellschaften, die societas publicanorum. Dafür findet man vor allem bei dem römischen Historiker Tacitus Belege. In seinen Annalen8 schrieb er, dass Pachtung von Staatseinkünften in den Händen von Gesellschaften römischer Ritter läge.9 In der Regel schlossen die Pachtgesellschaften einen Fünfjahresvertrag mit dem Senat, in dem sowohl die zu erhebende Summe, als auch die einzelne Steuersätze festgelegt waren.

„Die societates der publicani waren große Unternehmen, besaßen zahlreiche Gebäude und beschäftigten viele Schreiber, Zöllner sowie Steuereinnehmer, von denen die einen freie, bezahlte Arbeitskräfte, die anderen Sklaven10 im Besitz der societates oder ihrer Teilhaber waren.“11 Außerdem verfügten einige private Gesellschaften über Rechte, welche den anderen verwehrt blieben. Zum Beispiel war es ihnen gestattet eine gemeinsame Kasse sowie gemeinsames Eigentum zu haben.12

Als Vorreiter gilt Athen, wo es seit dem 4 Jh. v. Chr. ein hochentwickeltes Steuersystem mit der Steuerpacht als festem Bestandteil auf Grund von Misstrauen gegenüber dem bürokratischen Staatsapparat gab.

2. Historischer Kontext

2.1. Anfänge der Steuerpacht

Einen genauen Anfang der wirtschaftlichen Aktivitäten der publicani 13 kann man auf Grund der ungenauen Quellenlage nicht festlegen. Anhand der Werke von Livius14 geht man davon aus, dass die Aktivitäten der publicani - zunächst auf Hafenzölle beschränkt - in der Königszeit begannen. Der erste belegbare Beweis findet sich bei Dionysius15 von Halikarnass, dieser erzählt, dass der Konsul Postumius Conimus im Jahr 493 v. Chr. den Bau von mehreren Tempeln verpachtet habe.16

2.2 Entwicklung und Höhepunkt

Der Beginn der Bildung von societates und der zunehmende Einfluss der publicani begann mit dem von Livius17 erzählten Lieferungen an das römische Heer in Hispania im Jahr 216 v. Chr. Hier kann man sehen, dass eine societas dazu in der Lage war, mehrere Legionen mit Kleidung, Pferden und Nahrung auszustatten.

Durch Cicero erfahren wir mehr zum Versteigerungsverfahren, bei dem die societas publicanorum Fünfjahresverträge mit dem Senat schlossen.

„Den Zensoren ist die Verpachtung der Abgaben nur im Angesicht des römischen Volkes erlaubt.“

„Die Verpachtung der Vektigalien ist an keinem anderen Ort zulässig als in dieser Stadt [Rom], von dieser Stelle aus oder von jener dort, und in dieser eurer Anwesenheit.“18

Die Versteigerungen konnten also nur öffentlich und in Rom von den Zensoren abgehalten werden.

Des Weiteren überliefert Livius (in 24,18,10 f.), dass die Zensoren in Anbetracht der leeren Staatskasse, von denjenigen, die an den Versteigerungen solcher Aufträge teilzunehmen pflegten, die Zensoren aufforderten, wie bisher tätig zu werden und die Staatsaufträge zur Instandhaltung öffentlicher Bauwerke und Heiligtümer zu verpachten, dadurch flossen große Gelder in die Staatskasse.

Durch die außeritalische Expansion während und vor allem nach den Punischen Kriegen kann man davon ausgehen, dass sich durch den raschen Wachstumsprozess ein Pachtsystem19 gebildet hatte. Außerdem startete diese Expansion den Beginn der Blütezeit der societas publicanorum, da sie zur republikanischen Zeit den größten Einfluss, den größten Gewinn und die meisten Tätigkeitsfelder (mehr zu den Tätigkeitsfeldern in Kapitel 4) hatten. Nachdem im Jahr 220 v. Chr. die lex Claudia de nave senatorum erlassen wurde, galt das Verbot der Partizipation an Spekulationsgeschäften für Senatoren und somit wurde das Geschäft von den equites übernommen. Zudem trug die l ex Claudia dazu bei, dass die Senatoren durch Besitzeinschränkungen wirtschaftlich weiter entmachtet wurden, was ebenfalls zum Aufstieg der publicani führte.

Diese l ex sollte Senatoren an die Bewirtschaftung ihrer Güter binden, da kein senatorisches Seeschiff eine Ladekapazität von 300 Amphoren überschreiten dürfe.20 Der Großteil, der noch verbleibenden publicani gehörte somit zum Ritterstand.

2.3 Niedergang

Durch den zunehmenden Machteinfluss von Sulla auf die römische Republik schwand nach und nach die Macht der publicani, da alleine durch die Proskriptionen, laut Appian, über 2000 römische Ritter ermordet worden sein sollen21. Nachdem Ende der Republik sind weiterhin viele Ritter durch Proskriptionen bedroht und durch zunehmende Reformen werden ihre Tätigkeitsbereiche weiter verkleinert, sodass man von einer Beschränkung des Pachtsystems auf Steuern und Abgaben sprechen kann.22

Nach der Kaiserakklamation von Augustus 27 v. Chr. werden kaiserliche Steuerverwalter eingesetzt und in den darauf folgenden Dynastien wurde ein staatliches System der direkten Finanzverwaltung23 geschaffen. Die Nachfolger der publicani waren die conductores („kleine Pächter“).

3. Antike Wirtschaft

In der frühen Republik wurden Getreide und Wein sowie Olivenbaumkulturen in Mittelitalien angebaut. Außerdem war die Haltung und Zucht von Nutztieren, wie Schweinen, Ziegen, Schafen oder Rindern üblich. Es wurden auch beispielsweise Rüben, Rettiche, Hirse und Kolbenhirse angebaut.24

In Catos de agri cultura 1 wird die Relevanz des Imports nochmal verdeutlicht, da Rom große Mengen an Weizen z.B. aus Sizilien oder Afrika, um die Bewohner der großen Stadt, zu ernähren, importierte. Ohne diese Lebensmittel wäre es unmöglich gewesen die stetig steigende Bevölkerung in Rom und Umland zu ernähren.25

Zu dieser Zeit waren zwei Wirtschaftsformen sehr präsent, zum einen die kleinbäuerliche Wirtschaft mit dem Ziel der Selbstversorgung der Familie und zum anderen die Gutswirtschaft, welche mit Hilfe von vielen Arbeitern für ein hohes Einkommen der Gutsbesitzer sorgte. Ab dem ersten Jahrhundert n. Chr. begannen zunehmend mehr Großgrundbesitzer ihre Ländereien an kleinbäuerliche Familien, die so zu colonati (Pächterfamilien) wurden, zu verpachten. Dies passierte meistens, weil die Familien kein eigenes Land hatten und somit keine landwirtschaftliche Einkommensmöglichkeit hatten.26 Der Begriff latifundia bezeichnet zusammenhängende Gutskomplexe, wie sie z. B. in Süditalien nach dem zweiten Punischen Krieg entstanden sind, die meisten Gutskomplexe wanden sich der Viehzucht zu.27

4. Aufgaben und Funktionen

4.1 Dienstleistungen und Lieferungen an den Senat

Ein Großteil der Dienstleistungen der publicani lässt sich in opera public a 28, der Errichtung von neuen Gebäuden und in sarta tect a 29, der Renovierung und Pflege von Gebäuden, aufteilen. Ein Beispiel dafür ist ein Pachtauftrag aus dem Jahr 214 v. Chr.30 Hier ging es um die Instandhaltung von sakralen Gebäuden, sowie die Lieferung von Pferden. Dazu zählt unter anderem die Reparatur der via Caecillia.

Eine weitere wichtige Aufgabe der publicani kann man im folgenden Auszug aus Livius Geschichte zu Rom sehen:

„Am Ende des Sommers [...] traf ein Schreiben [...] ein, welch große Taten sie in Spanien vollbracht hätten. Aber es fehlte an Geld für den Sold, Kleidung und Getreide für das Heer und an allem für die Seeleute. [...]

Der Prätor Fulvius müsse in der Versammlung auftreten und dem Volke die Bedürfnisse des Staates klar machen. Die Bürger, die durch Pachtungen vom Senat ihr Vermögen vergrößert hätten, soll er auffordern, dem Staat, durch den sie reich geworden seien, eine Zeitlang etwas zu leihen. “31

In dieser Quellenstelle spielt Livius auf die durch die publicani gesendete Unterstützung in Form von Getreide und Geld im Jahr 215 v. Chr. an. Das Heer war dort in Hispania. Für das Jahr 209 v. Chr. finden wir bei Livius32 eine Textstelle, in der der Senat beschloss, 4000 Pfund Gold für Kriegszwecke auszugeben, um so die Legionen in Spanien zu unterstützen. „Es ergibt sich unter Berücksichtigung der Textvarianten, daß die Kosten für die Bekleidung einer Legion zwischen 287 % (1150 für vier Legionen) und 467 Pfund Gold schwanken, d. h. (in die spätere römische Währung umgerechnet) zwischen 290000 und 470000 Denaren.“33 Der Mittelwert liegt also bei 380000 Denaren für eine Legion.34

Außerdem zählte die Münzprägung zu den Tätigkeitsfeldern, um die sich die publicani kümmerten. Eine zeitliche Einordnung, wann die publicani mit den Münzprägungen begannen ist auf Grund der Quellenlage schwierig35, aber die Forschung geht davon aus, dass ab der Kaiserzeit diese Aufgabe von den publicani übernommen wurde.36

Des Weiteren haben die publicani auch religiöse Funktionen, die zwar finanziell nicht so relevant waren, übernommen. Diese verdeutlichen zum einen die Reichweite und zum anderen die Qualität des Pachtsystems. Zu nennen sind hier die equi curules, die „zum Wagen gehörenden“ Pferde, welche bei den ludi vom römischen Staat bereitgestellt wurden37 und die Fütterung der Gänse auf dem Kapitol38. Mit dem füttern der Gänse begannen traditionell die Verpachtungen der opera publica.

4.2 Nutzbarmachung staatlichen Grundbesitzes

Bei der Nutzbarmachung von staatlichem Grundbesitz handelte es sich um potenzielle Einnahmen, die der römische Staat an die publicani verpachtet, wie zum Beispiel die Bewirtschaftung des agerpublicus, Weideland, Bergwerke, Minen und Salinen. Bei Livius39 kann man lesen, wie so eine Bewirtschaftung aussieht, in diesem Fall geht es um den Salzverkauf, welcher auch von den Steuerpächtern verpachtet wurde.

Ein besonderes Beispiel sind die Gold-, Silber- und Eisenminen in Spanien, welche die Römer in den Punischen-Kriegen nach und nach eroberten. Sie waren wirtschaftlich sehr wichtig und laut Livius40 beliefen sich die Gewinne im auf ca. neun Millionen Dinare im Jahr. 41

Ferner konnte nicht nur der öffentliche Boden verpachtet werden, sondern auch die darauf liegenden Betriebe, wie beispielsweise eine Töpferei.42 Weitere Beispiele wären: Die Verpachtung von Marktplätzen und Wasserleitungen.

4.3 Pacht von staatlichen Einnahmen

Die staatlichen Einnahmen sind die indirekten Abgaben der Bürger an den Staat Rom in Form von Gebühren, Zöllen und Steuern. Dadurch, dass der Begriff „Steuern“ sehr von einem modernen Bild geprägt ist, sollen die folgenden beiden Unterkapitel die Abgabepflicht in der Antike und dann nochmal im Detail aufgezeigt die verschiedenen Arten von verpachteten Abgaben, darstellen.

4.3.1 Abgabepflicht

Zunächst muss gesagt werden, dass man versuchte den aristrokratischen Bürger von direkten Steuern freizuhalten43, da ein anderes Staatsverständnis vorlag. In diesem „wurde die Steuerfreiheit der römischen Bürger auch auf die Stellung eines freien Bürgers im Gegensatz zu einem Unterworfenen bezogen“44 und es galt für freie Männer als unwürdig direkte, personale Steuern zu zahlen.

Die einzige steuerliche Belastung stellte das tributum dar, dabei handelte es sich um eine nicht so häufig angeforderte Abgabe im Rahmen der Wehrpflicht zur Truppenfinanzierung. Im Regelfall wurde diese nur in Notlagen, wie Kriegszeiten eingefordert und danach als Darlehen des Bürgers an den Staat gesehen. Nachdem der Krieg dann beendet war, wurden diese Darlehen an die Bürger von der Kriegsbeute zurückgezahlt.45 Mit der zunehmenden Expansion fängt das tributum an, nach und nach zu verschwinden.

4.3.2 Arten verpachteter Abgaben

In seinem Werk de imperio Cn. Pompei, nennt Cicero die drei wichtigsten Abgaben, die indirekt verpachtet wurden: der Zehnte vom Landwirtschaftlichen Ertragen, welcher auch den Getreide Zehnte umfasste (decume), das Weidegeld (scriptura) und die Hafensteuer (portrium).46 Die wichtigsten Quellen hierzu sind Plin. nat. hist. 18,3,11, hier geht hervor, dass die scriptura die älteste Form der verpachteten Abgaben war und dann noch zur Verpachtung des portrium Liv. 32,7,3 und Cass. Dio 37,51,3.

5. Sachbeispiele vom Handeln der publicani in Provinzen

Hier soll anhand von überlieferten Konflikten zwischen den publicani und den griechischen Poleis ein besseres Bild über die Sicht der Bevölkerung auf die publicani und deren Tätigkeitsfeldern geschaffen werden.

[...]


1 Pol 6,17.

2 Mehr zu den Tätigkeitsbereichen in Kapitel 3.

3 In den neoklassischen Wirtschaftswissenschaften wird Wirtschaft als alles, was sich mit einer planvollen und materiellen Bedarfsbedeckung einer Gesellschaft befasst, als Wirtschaft definiert. Für mehr Informationen siehe ein Einführungswerk wie Bofinger, Einführung in die Wirtschaft.

4 Für eine zeitgenössische Sicht siehe Liv. 45,18,4.

5 Siehe Malmendier, U., Societas Publicanorum. Staatliche Wirtschaftsaktivitaten in den Händen privater Unternehmer, Köln / Weimar / Wien 2002, S. 24 Anm. 57.

6 Mehr zur Münzprägung in Kapitel 4.1.

7 Ulp. 39,4,12,3.

8 Vgl. Tac. Ann.4 5-6.

9 Weitere Belege lassen sich z.B. in Gai. Dig. 3,4,1 finden.

10 Weitere Belege für die Verwendung von Sklaven bei den Arbeiten der publicani lassen sich bei Ulp. D.39,4,1,4 finden.

11 Andreau, J., DNP 10 2001,575-578, s. v. Publicani.

12 Vgl. Gai. Dig. 3,4,1

13 Vgl. Malmendier, Societas Publicanorum, S. 31- 40.

14 Vgl. Liv. 2,9,6.

15 Dio fr. 6,17,2.

16 Weiter Nachweise für die Existenz der Staatspacht vor dem 2 Jh. v. Chr. Lassen sich bei Badian, E., Zöllner und Sünder. Unternehmer in Dienste der römischen Republik, Darmstadt 1997, S.8 f. finden.

17 Vgl. Liv. 23,48-50.

18 Cic de leg. agr. 1,3,7.

19 Cic de leg. agr. 2,21,55.

20 Siehe Badian, Zöllner und Sünder, S. 9 ff.

21 Vgl. Will, W.,Der römische Mob. Soziale Konflikte in der späten Republik, Darmstadt 1991., S.8.

22 Vgl. App. bell. Civ. 4,5 oder vgl. Cass. Dio 47,14.

23 Für eine ausführlichere Darstellung siehe: Hirschfeld, O.,Die kaiserlichen Verwaltungsbeamten bis auf Diokletian, 3.Aufl. Berlin 1963, S. 69 ff.

24 In Tac. ann. 4,6 wird die Politik der schrittweisen Einschränkung ebenfalls gezeigt.

25 Vgl. Cato agr. 8,1.

26 Die Forschung geht davon aus, dass die publicani auch beim Getreideimport eine Rolle spielten. 27Schneider,H., DNP 10 2001, s. v. Landwirtschaft.

28 Vgl. Plin. nat. 18,35, hier schildert dieser seine Meinung zu den latifundia.

28 Vgl. Liv. 42,3,1.

29 Vgl. Liv. 45,15,9

30 Vgl. Liv. 44, 18, 10f.

31 Liv. 23, 48-50.

32 Vgl. Liv. 27,10,11f.

33 Badian, Zöllner und Sünder S.17.

34 Zur Gegenprobe siehe Plut. Cat. Mai. 4; Hier erklärt Cato, dass ihn die Kleidungstücke, die man zur Versorgung eines einfachen Soldaten benötigte ihn nie mehr als 100 Denare (das Stück) gekostet hätten. Wenn man also davon ausgeht, dass eine Legion 4200 Mann hat, sind das entsprechend 420000 Denare pro Legion.

35 Vgl. Marquardt, J., Römische Staatsverwaltung,1-3. Band, hrsgg. von Hermann Dessau und Alfred von Domaszewski, 2. Aufl. Leipzig 1884-1885, S. 6f.

36 Vgl. Marquardt, Römische Stadtverwaltung, S. 280f.

37 Zur Vergabe der Lieferverpflichtung siehe Liv. 24,18,10.

38 Zum Quellennachweis für die Gänse siehe Liv. 5,47,4 oder Plin. nat. hist 10,26,51; Da das Schnattern von Gänsen die Römer vor einem Angriff der Gallier um 390 v. Chr. gewarnt haben soll, werden diese, als heilige Gänse, auf dem Kapitol gefüttert.

39 Vgl. Liv. 31,37,3.

40 Vgl. Liv. 41,28,6.

41 Eine sehr ausführliche Darstellung zu den Minen in Spanien findet sich bei Diod. 5,38,1f.

42 Vgl. Remsal-Rodriguez, J., Ölproduktion und Ölhandel in der Baetica.Ein Beipiel für die Verbindung archäologischer und historischer Forschung, MBAH 2 (1983), Heft 2, S.101.

43 Vgl. Marquart, Römische Staatsvwerwaltung, S.149.

44 Malmendier, Societas Publicanorum, S.38.

45 Siehe dazu Liv. 23, 48, 5 ff.

46 Vgl. Cic. De imp. Cn. Pomp. 6,15.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Die "publicani" in der römischen Republik. Ihre Rolle als wirtschaftliche Akteure
Untertitel
Eine Kurzanalyse unter besonderer Betrachtung der societas publicanorum
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Geschichtswissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar: Alternativlose Krisen und die Grenzen des Stadtstaats – Die römische Republik von den Gracchen bis Sulla
Note
1,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V933418
ISBN (eBook)
9783346259332
ISBN (Buch)
9783346259349
Sprache
Deutsch
Schlagworte
publicani
Arbeit zitieren
Patrick Mooren (Autor:in), 2019, Die "publicani" in der römischen Republik. Ihre Rolle als wirtschaftliche Akteure, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933418

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