Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Sport und Doping. Anliegen dieser Arbeit ist es zunächst, den Begriff „Doping“ zu definieren und zu erklären. Aufbauend auf dieser Definition wird im zweiten Abschnitt im Speziellen auf die Wirkungsweise von Erythropoietin (EPO) eingegangen. Ebenfalls behandelt werden die möglichen Gesundheitsrisiken bei EPO-Missbrauch als auch die gegebene Problematik der Nachweisbarkeit beim EPO-Doping.
Im dritten Teil dieser Studienarbeit wird auf die Einnahme leistungserhöhender Stimulantien sowie deren generelle Wirkungsweise, deren Nebenwirkungen und wie sich diese Stimulantien auf die Leistungsreserven der Sporttreibenden auswirken, eingegangen. Abschließend werden die Erkenntnisse dieser Studienarbeit kurz zusammengefasst und über die Freigabe von Dopingmitteln diskutiert. Hierbei bedient sich der Autor sowohl an in Literatur vorhandener als auch eigener Argumente und teilt diese in pro und contra. Am Ende folgt ein persönliches Fazit zur Freigabe von Dopingmitteln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sport und Doping
2.1 Begriffsdefinition
3. Erythropoietin (EPO)
3.1 Wirkung
3.2 Gesundheitsrisiken
3.3 Nachweisbarkeit
4. Stimulanzien
4.1 Wirkungsweise
4.2 Nebenwirkungen
4.3 Leistungsreserven
5. Zusammenfassung und Diskussion
5.1 Pro Doping
5.2 Contra Doping
5.3 persönliches Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die Thematik des Dopings im Sport, mit einem speziellen Fokus auf die Wirkungsweise und Risiken von Erythropoietin (EPO) sowie verschiedenen Stimulanzien, um die gesundheitlichen Gefahren und ethischen Problematiken dieser leistungssteigernden Maßnahmen zu beleuchten.
- Historische und begriffliche Einordnung von Doping
- Pharmakologische Wirkungsweise und Gesundheitsrisiken von EPO
- Einsatzgebiete und Nebenwirkungen von Stimulanzien
- Die Problematik der Nachweisbarkeit bei Dopingvergehen
- Ethische Abwägung zwischen Pro- und Contra-Argumenten zur Dopingfreigabe
Auszug aus dem Buch
3.2 Gesundheitsrisiken
Bei angemessener Dosierung unter ärztlicher Überwachung, wird rekombinantes Erythropoietin (rhEPO) als „gut verträgliches, weitgehend nebenwirkungsfreies Medikament“ beschrieben (Bundesinstitut für Sportwissenschaft, 2000). Jedoch können bei unkontrollierter Anwendung, vor allem über längere Zeiträume und hoch dosiert, gravierende Nebenwirkungen auftreten. So kann es auf Grund des angestiegenen Blutvolumens (Hämatokritwert) zu Thrombosen, hervorgerufen durch bedingten höheren Blutdruck, kommen. Außerdem berichten Studien über akneähnliche Hautveränderungen und Herzinfarkten als Folge des EPO-Konsums (Schänzer & Thevis, 2007). Ebenso kann es in „kleinen und kleinsten Blutgefäßen zu einem »Sludge-Phänomen« kommen. Durch Gerinnung sind die nachfolgenden Gewebeabschnitte minderperfundiert und drohen einen Schaden zu erleiden“ (Wonisch, et al., 2017, S. 479). Nach Schöffel, et al. (2008) kann der Missbrauch von EPO, neben der bereits genannten Risiken, auch das Wachstum bösartiger Tumorzellen fördern (S. 4). Alles in allem setzen sich Athleten, welche mittels Erythropoietins deren Leistung steigern möchten, erheblichen gesundheitlichen Risiken aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Studienarbeit ein und umreißt die geplanten Abschnitte zu Dopingdefinition, EPO-Missbrauch und Stimulanzien.
2. Sport und Doping: Dieses Kapitel erläutert die historische Dimension von Doping im Sport und definiert den Begriff auf Basis des Welt-Anti-Doping-Codes.
3. Erythropoietin (EPO): Es wird die medizinische Herkunft sowie die leistungssteigernde Wirkung von EPO beleuchtet und dabei kritisch auf die gesundheitlichen Risiken und Nachweisprobleme eingegangen.
4. Stimulanzien: Der Abschnitt behandelt die verschiedenen Arten von Stimulanzien, deren Wirkungsweise als körpereigene Hormonmimetika sowie die Gefahren der Erschöpfung bei deren Anwendung.
5. Zusammenfassung und Diskussion: Das letzte Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert Pro- und Contra-Argumente einer möglichen Dopingfreigabe und schließt mit einem persönlichen Fazit des Autors.
Schlüsselwörter
Doping, Erythropoietin, EPO, Stimulanzien, Leistungssteigerung, Anti-Doping-Bestimmungen, Gesundheitsrisiken, Nachweisbarkeit, Sportbiologie, Trainingswissenschaft, Nebenwirkungen, Leistungsreserven, Ethik, Sport, Wettkampf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Doping im Sport, wobei der Fokus auf den gesundheitlichen Auswirkungen und der ethischen Bewertung bei der Anwendung verbotener Substanzen liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Doping, der Anwendung von Erythropoietin (EPO) im Ausdauersport sowie der Wirkung und Risiken von verschiedenen Stimulanzien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Wirkungsweisen spezifischer Dopingmittel zu erklären und die damit verbundenen, teils lebensgefährlichen Gesundheitsrisiken für Athleten aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor führt eine theoretische Literaturanalyse durch, bei der er auf wissenschaftliche Studien, Fachliteratur und offizielle Regelwerke der WADA zurückgreift.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der physiologischen Wirkungsweise von EPO und Stimulanzien sowie der Problematik, wie diese Mittel die natürlichen Belastungsgrenzen des Körpers manipulieren.
Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Leistungssteigerung, EPO, Stimulanzien, Dopingkontrolle, Nebenwirkungen, Sportethik und natürliche Leistungsgrenzen.
Was versteht man unter dem in der Arbeit erwähnten „Sludge-Phänomen“?
Es beschreibt eine durch EPO-Konsum erhöhte Blutgerinnung, die zu Durchblutungsstörungen in kleinsten Blutgefäßen führt und Gewebeschäden verursachen kann.
Wie argumentiert der Autor in seinem persönlichen Fazit?
Der Autor spricht sich entschieden gegen eine Dopingfreigabe aus, da für ihn der faire Sport, die Vorbildwirkung für Jugendliche und die Gesundheit der Athleten über kurzfristigen sportlichen Erfolgen stehen.
- Quote paper
- Bernd Schartner (Author), 2020, Das Doping. Definition, Wirkungsweise und Nebenwirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933567