Credit Default Swaps. Funktionsweise und Konzeption


Seminararbeit, 2020

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

2 Grundlagen der Kreditderivate
2.1 Begriffsdefinition von Kreditderivaten
2.2 Systematik von Kreditderivaten

3 Credit Default Swaps
3.1 Konzeption von Credit Default Swaps
3.2 Anwendungsmöglichkeiten des Credit Default Swaps

4 Funktionsweise von Credit Default Swaps

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Kreditderivate-Produkte systematisiert nach Absicherungsgegenstand (Quelle: Wagner, E. in Anlehnung an Hüttemann, 1997, S. 29.)

Abbildung 2: Ablauf eines Credit Default Swaps (Quelle: Modello E. (2017) Swaps)

Abbildung 3: Zahlungsströme Credit Default Swaps (Quelle: ampegaGerlin, 2009, S.16)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation

Der Ursprung sogenannter Kreditderivate geht auf die Mitte der 1990er Jahre zurück. Zunächst in den Markt eingeführt durch die amerikanische Bank Bankers Trust gewann dieses neuartige Finanzinstrument rasch an Bedeutung und Markteinfluss.

Die damalige Idee dieser neuartigen Finanzinstrumente war es den Marktteilnehmern als innovatives Absicherungsinstrument zu dienen, indem es das Kreditausfallrisiko handelbar gemacht hat.

Im Laufe der vergangenen Jahre sind Kreditderivate, in ihren verschiedenen Ausprägungen und Formen, zu wichtigen Instrumenten zur Ertrags- beziehungsweise Risikosteuerung geworden. Besondere Bedeutung wird Kreditderivaten hierbei im Bankensektor zugesprochen, da es den Finanzinstituten ermöglicht das Bonitätsrisiko vom Kreditgeschäft selbst zu lösen und am Kapitalmarkt zu handeln.1 Hierdurch lässt sich das Kernrisiko auf einen Dritten übertragen.

Besonderes Interesse, als Ausprägung des standardisierten Kreditderivates, erfahren die sogenannten Credit Default Swaps.

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

Das Ziel dieser Arbeit ist nun das Herausarbeiten, sowie Präsentieren der Funktionsweise von Credit Default Swaps selbst.

In diesem Zuge werden zunächst die grundlegenden Begriffe und Systematik von Kreditderivaten herausgearbeitet und in allgemeinen Kontext gesetzt..

Im Anschluss daran leiten im Rahmen eines eigenen Gliederungspunktes die Konzeption und den Aufbau des Credit Default Swaps heraus. Die Frage nach der allgemeinen Verwendungsmöglichkeit wird in diesem Zuge ebenfalls aufgegriffen und erläutert

Abschließend werden die gewonnenen Aufschlüsse über die allgemeine Funktionsweise und die Anwendbarkeit von Credit Default Swaps in einem eigenen Gliederungspunkt bündig zusammengefasst.

Die Grundlage für Zitation und formalen Aufbau des Scientific Abstracts bildet im Gesamten der Leitfaden zur formalen Gestaltung von Seminar- und Abschlussarbeiten.

2 Grundlagen der Kreditderivate

Im Folgenden möchte ich kurz und prägnant die Begrifflichkeit von Kreditderivaten erläutern und die allgemeine Funktionsweise darstellen.

Unter dem Begriff Kredit versteht man allgemein die befristete Überlassung von Zahlungs- oder Geldmitteln, wobei der Kreditgeber (Gläubiger) auf die Fähigkeit und Bereitschaft setzt, dass der Kreditnehmer (Schuldner), den vereinbarten Zahlungsbedingungen aus dieser Zahlungsmittelüberlassung nachkommen kann und möchte.2 Charakteristisch hierbei ist das Erbringen einer entsprechenden gegenwärtigen Gegenleistung, auf die erst zukünftig eine Rück- oder Gegenleistung erbracht werden soll.3

Das Risiko einer nicht-Zahlung der vereinbarten Rück- beziehungsweise Gegenleistung wird in der Literatur allgemein als das Kreditrisiko bezeichnet.4 Als Risiko kann somit die Gefahr von einer Bonitätsverschlechterung bis hin zum Ausfall (engl. Default) interpretiert werden.5

2.1 Begriffsdefinition von Kreditderivaten

Ein Derivat grundsätzlich ist ein Termingeschäft auf Grundlage bestimmter Basiswerte, d.h. der Basiswert steht in Abhängigkeit eines anderen Finanzinstrument.

Es handelt sich somit um ein klar definiertes bilaterales Finanzprodukt beziehungsweise -instrument, dessen eigener Wert sich ein einer marktbezogenen Referenzgröße, dem Basiswert (auch bezeichnet als „underlying, Basisinstrument“) ableitet.6 Dabei kann es sich grundsätzlich auch um Fest- oder Optionsgeschäfte handeln.7 Basiswerte können hierbei grundsätzlich Wertpapiere, andere Finanzkennzahlen, Geschäfte oder auch Rohstoffe sein.

Auf dieser Basis lassen sich Kreditderivate als Untergruppe der Derivate identifizieren deren Basiswert sich in Abhängigkeit von Kreditforderung und Kreditrisiko (Marktpreisrisiken, oder Adressrisiken) ergibt.8

Dadurch, dass sich der Basiswert eines Kreditderivats mitunter an den Kreditrisiken orientiert, ist dessen Auszahlung an die verschiedenen Kreditrisikoparameter geknüpft. Diese können beispielsweise in Form von negativen Kreditereignissen, der Veränderung beziehungsweise Verschlechterung eines Kreditratings, oder der zu zahlenden Kreditprämie liegen.9

Besonderer Bedeutung wird in diesem Zuge dem Kreditrisiko beigemessen. Neben den allgemeinen Marktpreisrisiken, operationellen Risiken usw. zählen Kreditrisiken zu den größten Risikofaktoren eines Finanzdienstleisters beziehungsweise einer Bank.10

2.2 Systematik von Kreditderivaten

In diesem Zusammenhalt zählen die Kreditderivate, aufgrund ihrer Eigenschaften, zu den sogenannten Finanzinstrumenten des Kreditrisikotransfers.11

Ziel eines Kreditderivates ist es direkt, oder indirekt die möglichen Markpreisrisiken, oder Adressrisiken, die in Form von Ausfallrisiken, oder Bonitätsrisiken auftreten können abzusichern.12 Darüber hinaus ist es möglich durch diese derivativen Finanzinstrumente die einhergehenden Marktpreisrisiken separat von den Basisinstrumenten zu handeln, d.h. es ist möglich im Rahmen eines Kreditderivats das Kreditrisiko separiert von der Kreditposition zu handeln.13

Durch Kreditderivate ist es dem folgend möglich einzelne Kreditrisiken, Bestandteile dieser Risiken, oder das Gesamtrisiko auf andere Marktakteure zu übertragen.14 Hierbei ist der Gestaltungsspielraum in Bezug auf Aufbau dieses Produkts flexibel zu gestalten in Sachen des zeitlichen, oder sachlichen Rahmens.

Die meist genutzten Ausgestaltungen sind heutzutage der Credit Default Swap, der Total Return Swap oder die Credit Spread Option.15

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kreditderivate-Produkte systematisiert nach Absicherungsgegenstand (Quelle: Wagner, E. in Anlehnung an Hüttemann, 1997, S. 29.)

In diesen Fällen handelt es sich in seiner Grundstruktur interpretativ um eine Art Kreditversicherung.16 Ein Sicherungsgeber geht die Verpflichtung ein gegenüber einem Sicherungsnehmer eine Leistung zu erbringen, sollte sich eine Risikomessgröße, die in Abhängigkeit an die Referenz steht, ändern.17

Allgemein gesprochen ist es dem folgend Kreditderivaten möglich, das Kreditrisiko getrennt von ihrem Basiswert in Form eines Termingeschäftes handelbar zu machen. Daraus folgt, dass ein entsprechendes Ausfall- und Bonitätsveränderungsrisiko individuell gesteuert werden kann.18

3 Credit Default Swaps

Im vorangegangenen Abschnitt haben wir die Grundkonzeption des Kreditderivates als solches analysiert und dargestellt. Der folgende Abschnitt beschäftigt sich nun mit einem der meist genutzten Kreditderivate, dem Credit Default Swap.

3.1 Konzeption von Credit Default Swaps

Wie bereits in 2.2 Systematik von Kreditderivaten angesprochen übernimmt ein Sicherungsgeber (Risikokäufer) des Geschäftes in der Grundstruktur eines Kreditderivates eine Risikoposition an dem Vermögen des Drittschuldners, währenddessen der Sicherungsnehmer (Risikoverkäufer), das an der Risikoposition hängende Risiko weitergibt.19 Der Risikoverkäufer bleibt aber weiterhin Eigentümer an dem ursprünglichen Finanzprodukt.20

Credit Default Swaps werden dabei im Zuge eines OTC-Geschäftes („over the counter“-Geschäfts) außerbörslich gehandelt.21 Zur Vereinfachung werden sie zumeist mittelst zum Teil standardisierter Rahmenverträge abgeschlossen. In diesen Verträgen werden sämtliche vertragsrelevanten Punkte niedergeschrieben und schriftlich festgehalten.22

Diesem System folgend fügt das Kreditderivat der Kreditgeber-Kreditnehmer-Beziehung eine dritte Partei oder Person hinzu.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Vgl. (Wagner, 2008) S.1 in Anlehnung (Burghof, Henke, 2005a) S.37

2 https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kredit-37070

3 Vgl. (Wagner, 2008) S.6

4 Vgl. (Grill & Perczynski, 2016) S.438 ff.

5 Vgl. (Wagner, 2008) S.7 f.

6 https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/derivate-31239

7 Vgl. § 2 Abs. 3 Nr. 4 WpHG

8 Vgl. (Burghof, Schäfer, Schönbucher, Sommer, & Rupolph, 2015) S.49 ff.

9 Vgl. (Rupolph, Hofmann, Schaber, & Schäfer, 2007) S.13 ff. in Anlehnung an (Burghof, Henke (2005a)) S. 33

10 Vgl. (Grill & Perczynski, 2016) S.438, 518 ff.

11 Vgl. (Burghof, Schäfer, Schönbucher, Sommer, & Rupolph, 2015) S.51 ff.

12 Vgl. (Burghof, Schäfer, Schönbucher, Sommer, & Rupolph, 2015) S.17

13 Vgl. (Burghof, Schäfer, Schönbucher, Sommer, & Rupolph, 2015) S.51

14 Vgl. (Burghof, Schäfer, Schönbucher, Sommer, & Rupolph, 2015) S.51

15 Im Rahmen dieses Scientific Abstracts konzentrieren wir uns auf die Ausarbeitung des Credit Default Swaps.

16 Vgl. (Wagner, 2008) S.12 f.

17 Vgl. (Burghof, Schäfer, Schönbucher, Sommer, & Rupolph, 2015) S.55

18 Vgl. (Burghof, Schäfer, Schönbucher, Sommer, & Rupolph, 2015) S.26 ff.

19 Vgl. (Burghof, Schäfer, Schönbucher, Sommer, & Rupolph, 2015) S.17

20 Vgl. (Burghof, Schäfer, Schönbucher, Sommer, & Rupolph, 2015) S.55

21 https://www.investopedia.com/terms/c/creditdefaultswap.asp

22 https://www.versicherungsmagazin.de/lexikon/credit-default-swaps-cds-1985668.html

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Credit Default Swaps. Funktionsweise und Konzeption
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V933662
ISBN (eBook)
9783346262080
ISBN (Buch)
9783346262097
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzmanagement, Credit Default Swaps, Swaps, Credit, Kreditsicherung, Kreditverträge
Arbeit zitieren
Patrick Wolf (Autor), 2020, Credit Default Swaps. Funktionsweise und Konzeption, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933662

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