Ökonomische Kosten psychischer Erkrankungen. Analyse direkter und indirekter Kosten


Seminararbeit, 2020

22 Seiten, Note: 2.0


Leseprobe

Inhalt

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition
2.1 Psychische Erkrankungen
2.1 Kosten

3 Soziologische Aspekte psychischer Erkrankungen
3.1 Methodik
3.2 Soziale Schicht
3.3 Bildung und Arbeit

4 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Psychische Erkrankungen in der EU nach Geschlecht

Tabelle 2: ICD-10 Code und Krankheitsklassifikationen

Tabelle 3: Anstieg der direkten Kosten psychischer Verhaltensstörungen in Deutschland

Tabelle 4: Produktionsausfallkosten und ausgefallene Bruttowertschöpfung

Tabelle 5: 12-Monats-Prävalenz psychischer Störungen nach sozialer Schichtenklasse

Tabelle 6: Gesundheitliche Beschwerden bei Überstunden (h)

1 Einleitung

Psychische Erkrankungen von Arbeitnehmern stellen ein viel diskutiertes Thema in Politik und Wirtschaft dar (Berger et al., 2012, S. 1366). Die ökonomische Relevanz des Themas drückt sich dabei in den negativen Auswirkungen für Unternehmen wie Produktionsausfällen, Liefer­schwierigkeiten und Terminverzug durch unbesetzte Arbeitsplätze aus (Roschker, 2014, S. 27). Werden Behandlungskosten und indirekte unternehmensinterne Kosten durch Produktivitäts­verfall addiert, so wird eine Summe von 6 Billionen US-Dollar weltweit im Jahr 2030 prognos­tiziert (Insel et al., 2015, S. 127). Die Hauptursache psychischer Erkrankungen ist laut dem Projekt ‘psychische Gesundheit in der Arbeitswelt‘ (psyGA) ein erhöhtes Stressaufkommen am Arbeitsplatz (psyGA, 2020). Gemäß einem Report der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) waren im Jahr 2016 in der Europäischen Union (EU) 84 Millionen Menschen von seelischen Gesundheitsproblemen betroffen (OECD, 2018, S. 21). Der OECD Health at a Glance Report 2018 liefert eine aktuelle Analyse des Gesundheitszustandes von EU- Bürgerinnen und EU-Bürgern sowie der Leistung der Gesundheitssysteme und wird jährlich veröffentlicht. Der Report für 2018 demonstriert unter anderem, dass das Alter, Geschlecht und das Bildungsniveau sowie die Einkommensklasse eines Individuums eng mit der Anzahl von gemeldeten chronischen Depressionen verknüpft sind (OECD, 2018, S. 23 - 24). In der EU erkranken jährlich auf Basis unterschiedlicher Einflussfaktoren ungefähr 25% der Bevölkerung an einer Depression oder Angststörung (WHO, 2020). Aufgrund ihrer Auftretenswahrschein­lichkeit innerhalb der Gruppe psychischer Erkrankungen wird in dieser Arbeit der Fokus auf die Depression gelegt. Eine große Bedeutung der Erforschung von psychischen Erkrankungen und deren ökonomischen Folgen lässt sich unter anderem aus Tabelle 1 ableiten, die für das Jahr 2014 den relativen Anteil der EU-Bevölkerung angibt, die von einer psychischen Erkran­kung betroffen waren.

Tabelle 1: Psychische Erkrankungen in der EU nach Geschlecht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: OECD (2018, S. 23)

Dabei zeigt sich auch, dass die Zahl durch depressionsbedingten Suizid mit steigendem Alter zunimmt (OECD, 2018, S. 25). Eine Depression zeichnet sich nach International Statistical Classification of Diseases (ICD)-10 durch eine gedrückte Stimmung und eine Verminderung von Antrieb und Aktivität aus (Koch und Schulz, 2008, S. 377). Ein schlechtes Klima im Job durch Mobbing, Stress, Überforderung und stetige Angst um den Arbeitsplatz, begünstigen zu­nehmend die Entstehung und Entwicklung einer depressiven Episode, die im schlimmsten Fall mehrfach im Leben auftreten kann, wenn sie unbehandelt bleibt (Speth, 2010, S. 28 - 29).

Es zeigt sich, dass in Deutschland psychische Störungen neben den Atemwegserkrankungen und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems die bedeutendste Diagnosegruppe hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeitstage darstellen (Techniker Krankenkasse, 2018, S. 23). Von 64,1 Milli­onen Menschen im Alter zwischen 18 bis 79 Jahren waren im Jahr 2010 27,8% von einer psy­chischen Erkrankung betroffen (Jacobi et al., 2014, S. 80). An anderer Stelle wird eine nahezu unveränderte Jahresprävalenz von 33% ausgewiesen, was bedeutet, dass ungefähr jeder dritte Deutsche einmal im Jahr an einer psychischen Störung erkrankt (Gaebel, 2012, S. 163). Diese Störungen haben nicht nur schwerwiegende Folgen für die betroffenen Personen, sondern be­lasten darüber hinaus einzelne Unternehmen und damit die deutsche Volkswirtschaft insgesamt. So stieg laut Betriebskrankenkassen (BKK)-Dachverband Gesundheitsreport 2019 der relative Anteil psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz in den vergangenen 40 Jahren von 2% auf 16,6% (BKK-Dachverband, 2019, S. 334). Der Report belegt, dass sich die Zahl der Krank­heitstage durch psychische Krankheitsfälle in diesem Zeitraum verfünffacht hat. Zudem ist die Dauer psychischer Krankheitsfälle mehr als dreimal so hoch wie bei anderen Erkrankungen mit durchschnittlich 13,2 Tagen (BKK-Dachverband, 2019, S. 48). Psychische Störungen gelten darüber hinaus als häufigste Ursache für Frühberentungen aufgrund einer krankheitsbedingten Minderung der Erwerbsfähigkeit (Gaebel, 2012, S. 164). Seelische Erkrankungen von Arbeit­nehmerinnen und Arbeitnehmern sind mit hohen Kosten und Leistungen verbunden, die von der Gesellschaft getragen werden. Dabei zeigt sich, dass Alter, Geschlecht, Bildung sowie öko­nomischer Stand in der Gesellschaft wichtige Schlüsselfaktoren für die Auftretenswahrschein­lichkeit psychischer Erkrankungen darstellen (Franz et al., 2000, S. 140). Diese kausalen Zu­sammenhänge werden im Folgenden näher untersucht. Zunächst erfolgt eine konkrete Begriffs­definition von psychischen Erkrankungen und damit verbundenen Kosten, die sich in direkte und indirekte Kosten untergliedern lassen. Im nächsten Abschnitt erfolgt sodann eine nähere Betrachtung der Lebensumstände verschiedener sozialer Schichten, um zu untersuchen, inwie­fern spezifische Einzelfaktoren auf die menschliche Psyche Einfluss haben können. Im Fazit werden die wichtigsten Informationen dieser Arbeit systematisch zusammenfasst und ein mög­licher Ausblick dargestellt. Abschließend wird eine Handlungsempfehlung abgegeben, um psy­chischen Erkrankungen vorzubeugen und direkte und indirekte Kosten sukzessiv zu reduzieren.

2 Begriffsdefinition

2.1 Psychische Erkrankungen

Als Grundlage zur Identifikation von Krankheiten dient die ICD, die durch die World Health Organisation (WHO) formuliert wird (Graubner, 2007, S. 933). Dabei sind psychische Störun­gen und Verhaltensstörungen in Kapitel V, Unterkapitel F des ICD-10 Code beschrieben. Ta­belle 2 fasst diesen Sachverhalt systematisch zusammen.

Tabelle 2: ICD-10 Code und Krankheitsklassifikationen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (Dimdi) (2020a)

Der ICD-10 Code wird durch seine Unterkapitel F für psychische Erkrankungen weiter unter­gliedert und spezifiziert. Entsprechende Beispiele, die später erneut aufgegriffen werden, stel­len F32 (Depressive Episode), F33 (Rezidivierende depressive Störung) und F34 (Anhaltende affektive Störungen) dar. (Dimdi, 2020b). Allgemein wird eine psychische Krankheit als Stö­rung von wichtigen psychischen Funktionen verstanden, die das menschliche Denken, Handeln und Wohlsein negativ beeinflusst (Bear et al., 2015, S. 814). Aus biologischer Sicht treten psy­chische Erkrankungen im Zusammenhang mit genetischen Faktoren sowie strukturellen und funktionellen Veränderungen der Hirnstrukturen auf. Psychische Verursachungsfaktoren drü­cken sich unter anderem durch kognitive Prozesse wie Fehlverarbeitungen traumatischer Er­eignisse oder eine übermäßige Aufmerksamkeit auf irrelevante Reize oder Fehlinterpretation der Realität aus (Gaebel, 2012, S. 163). Sie sind in jedem Fall mit veränderten Denkmustern, und Handlungsweisen verbunden (Jacobi et al., 2004, S. 736). Allzu häufig werden psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt auch in der deutschen Medienlandschaft als Pars pro Toto mit dem allgemein bekannten Burnout-Syndrom gleichgesetzt (Roschker, 2014, S. 5). Dabei han­delt es sich um ein viel beachtetes Thema der Medizin, was sich durch ein ständiges Erschöp­fungserleben ausdrückt und sich damit negativ auf die körperliche und seelische Verfassung des Betroffenen auswirkt (Berger, 2013, S. 789). Im Rahmen des ICD-10 Code wird dieser Zustand im Unterkapitel Z73 als “Ausgebranntsein“ definiert und zählt somit zu den “Proble­men mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ (Dimdi, 2020c). Die Auftre­tenswahrscheinlichkeit eines arbeitsbedingten Burnout-Syndroms orientiert sich an dem Kom­plexitätsgrad des Berufes sowie am Leistungsdruck, der an die Arbeitsstelle gebunden ist und geht bei fortschreitender Entwicklung mit einer Depression einher (Maier und Kälin, 2015, S. 290). Schätzungsweise leiden weltweit inzwischen 350 Millionen Menschen an einer Depres­sion, die nach Angaben der WHO im aktuellen Jahr 2020 die weltweit zweithäufigste Volks­krankheit repräsentiert (Bundesministerium für Gesundheit, 2020a). Eine Depression umfasst für die betroffene Person veränderte Essgewohnheiten, Schlafstörungen, negative Denkmuster oder sogar den Wunsch, das eigene Leben zu beenden (Greiner, 2001, S. 34). Dabei können körperliche Erkrankungen den Effekt von psychischen Erkrankungen noch verstärken und vice versa (Lehnert et al., 2011, S. 120). Der aktuelle Report der Deutsche Psychotherapeuten Ver­einigung (DPtV), zeigt einen zunehmenden Trend der Anzahl depressiver Erkrankungen in al­len Altersklassen über den Zeitraum von 2005 bis 2016 in Deutschland auf und einen damit verbundenen Anstieg von Lebenszeitverlust, deren Dauer je nach Gewicht der Erkrankung va­riiert (DPtV, 2020, S. 19 - 23). Im Zusammenhang mit dieser Thematik ist ein immer weiter steigendes Interesse an der Gesundheitsökonomie festzustellen, die im Rahmen der Gesund­heitsversorgung darauf ausgelegt ist, Behandlungskosten, Materialaufwendungen und notwen­digen Personaleinsatz prognostizieren zu können (Icks, 2019, S. 502). Diese Arbeit beschäftigt sich maßgeblich mit den Kosten psychischer Erkrankungen. Sie unterteilen sich in direkte und indirekte Kosten und werden im nächsten Abschnitt näher definiert (DPtV, 2020, S. 32).

2.1 Kosten

Die Summe aller Kosten einer psychischen Erkrankung beläuft sich für das Jahr 2015 auf 4,8% des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) und summiert sich damit auf einen Betrag in Höhe von 146.536 Millionen Euro (OECD, 2018, S. 28).

In der Gesundheitsökonomie lassen sich direkte und indirekte Kosten voneinander unterschei­den. Indirekte Kosten stellen Aufwendungen dar, die in unmittelbarem Zusammenhang zu der Erkrankung des Patienten stehen und umfassen damit unter anderem Produktionsausfälle, Kran­kengeld oder Rentenzahlungen (Trambacz, 2016, S. 72). Direkte Kosten entstehen durch die Behandlung einer Krankheit und umfassen dabei alle Arten von Behandlungsleistungen (Tram- bacz, 2016, S. 50). Eine Studie von Schlipfenbacher und Jacobi zeigt, dass die Summe der direkten und indirekten Kosten zur Behandlung psychischer Störungen einen Betrag von 800 Milliarden Euro für die komplette EU im Jahr 2010 erreicht (Schlipfenbacher und Jacobi, 2014, S. 2.e3). Tabelle 3 veranschaulicht den Anstieg der direkten Kosten psychischer Verhaltensstö­rungen in Deutschland über den Zeitraum von 2002 bis 2012. Sie zeigt einen Gesamtanstieg von 41,63%. Die Analyse der Kostenentwicklung psychischer Erkrankungen über die Jahre 2002 bis 2012 lässt einen steigenden Trend für die kommenden Jahre vermuten.

Tabelle 3: Anstieg der direkten Kosten psychischer Verhaltensstörungen in Deutschland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statista (2020)

Dabei wird die korrekte Bestimmung der direkten Kosten durch ein komplexes System von Versorgungsmöglichkeiten der stationären, teilstationären oder ambulanten Behandlungen stark erschwert, sodass sich je nach Berechnungsmethode größere Unterschiede in den Ergeb­nissen unterschiedlicher Berechnungsstudien ergeben. König und Friemel kritisieren den Zu­stand, dass es in Deutschland keine zentrale Stelle gibt, welche die direkten Kosten psychischer Erkrankungen dokumentieren kann. Sie nennen die starke Fragmentierung des Versorgungs­systems als Grund für diesen Zustand (König und Friemel, 2006, S. 46).

Bei der Bestimmung der direkten Kosten kann zwischen einem Top-down-Ansatz und einem Bottom-up-Ansatz unterschieden werden. Während der Top-down-Ansatz sich auf die Desag­gregation von Sekundärdaten verschiedener Quellen stützt, geschieht beim Bottom-up-Ansatz die Kostenermittlung direkt bei einzelnen Patienten durch den Einsatz von Fragebögen zu spe­zifischen Leistungsinanspruchnahmen, unter Zuhilfenahme von Patientenakten oder durch Ab­rechnungsdaten der Kostenträger (König et al., 2010, S. 213). Eine häufig genutzte Quelle im Rahmen von gesundheitsökonomischen Untersuchungen für direkte und indirekte Kosten in Deutschland stellt das statistische Bundesamt dar, welches unter anderem detaillierte Daten über Gesundheitsausgaben nach Leistungsart, Krankheitskosten und Todesursachen bereitstellt (Destatis, 2020a). Dabei zeigt sich, dass für das Jahr 2015 für die zuvor benannten Krankenbil­der nach F32 bis F34 insgesamt 8.717 Millionen Euro an Krankheitskosten angefallen sind, die sich zu 33,27% auf männliche und zu 66,73% auf weibliche Patienten verteilen lassen (Destatis, 2020b). Die Krankheitskosten insgesamt für Deutschland, belaufen sich für alle Krankheiten auf 338.207 Millionen Euro (Destatis, 2020c). Demnach sind im Jahr 2015 alleine für die Be­handlung depressiver Störungen ungefähr 2,6% der gesamten Krankheitskosten angefallen. In vielen Fällen führt eine Depression zu einem veränderten Realitätsbild der betroffenen Person, eigenartigen Vorstellungen, Handlungen oder paranoiden Ideen, was auch unter den Begriff Psychose fällt (Müller, 2013, S. 56). Die Behandlungskosten einer solchen Erkrankung werden zumeist von den Krankenkassen getragen (betanet, 2020). Doch wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dieser Kostenart um direkte Kosten, denen eine Kostenstelle zuzuordnen ist. Die indirekten Kosten lassen sich schwerer darstellen als direkte Kosten, da beispielsweise die Kos­ten krankheitsbedingter Produktionsausfälle nicht durch Kostenrechnungssysteme ermittelt werden können (Metz, 2006, S. 12). Die indirekten Kosten psychischer Erkrankungen werden in erster Linie durch die Ressourcenverluste in Form von verlorenen Erwerbsjahren durch Ar­beitsunfähigkeit (AU), Invalidität oder vorzeitigen Tod in Folge einer Erkrankung berechnet (Hans Böckler Stiftung, 2011, S. 71). Ebenso wie bei der Berechnung der direkten Kosten kann es bei der Ermittlung der indirekten Kosten in verschiedenen Erhebungen zu signifikanten Er­gebnisunterschieden kommen, da verschiedene Studien Kosten unterschiedlich zuordnen. Fer­ner ist die Erfassung von indirekten Kosten dadurch erschwert, dass unter anderem Produktivi­tätsverlust durch eine verminderte Leistungsfähigkeit in der Arbeitszeit nur schwer nachzuvoll­ziehen und zu quantifizieren ist (König und Friemel, 2006, S. 50). Mit durchschnittlich 37 Ta­gen pro Fall, verursachen psychische Erkrankungen, im Vergleich zu allen anderen aufgeführ­ten Krankheiten des BKK Gesundheitsreports 2019 die weitaus längsten Ausfallzeiten (BKK­Dachverband, 2019, S. 63). Es werden eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren für die mone­täre Bewertung von Ressourcenverlusten diskutiert, wobei der Humankapitalansatz eine weit verbreitete Methode darstellt und auch von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeits­medizin (BAuA) eingesetzt wird (Hans Böckler Stiftung, 2011, S. 72). Das Humankapital drückt sich in Wissen und Fähigkeiten des Individuums aus, das mit seinem Engagement zu dem künftigen wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beiträgt (Lebrenz, 2020, S. 4). Da­bei kann das Humankapital durch gezielte Investitionen in Bildung und Gesundheit des Indivi­duums erhöht werden, was das Wertschöpfungspotenzial und die Arbeitsproduktivität der Er­werbsperson stark erhöhen kann (Henke und Martin, 2006, S. 26). So lässt sich der wirtschaft­liche Wert des menschlichen Lebens in gewisser Form durch sein Wertschöpfungspotenzial im Sinne seines Erwerbseinkommens auf Lebenszeit beurteilen und quantifizieren. Die in der Volkswirtschaft durch Krankheiten verlorene Wertschöpfung wird darauf aufbauend durch Ar­beitseinkommensverluste ermittelt (Hans Böckler Stiftung, 2011, S. 72).

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Ökonomische Kosten psychischer Erkrankungen. Analyse direkter und indirekter Kosten
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Seminar zur Empirischen Wirtschaftsforschung
Note
2.0
Autor
Jahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V933698
ISBN (eBook)
9783346260611
ISBN (Buch)
9783346260628
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Empirische Wirtschaftsforschung, Kosten, Psychische Erkrankungen, Depression, Deutschland, bundesweit, ICD 10, Krankenkassen, Techniker Krankenkasse, BKK-Dachverband, Angst, Psychiatrie, direkte und indirekte Kosten, Störungen, Bundesgesundheitsministerium, Produktionsausfallkosten, Präsentismus, Abszenismus, Report, Krankenkasse, Krankenkassenreport, aktuell
Arbeit zitieren
Philipp Stücker (Autor), 2020, Ökonomische Kosten psychischer Erkrankungen. Analyse direkter und indirekter Kosten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933698

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