Ich möchte mich mit der Frage beschäftigen, wie selbstbestimmtes Lernen die Motivation von Grundschulkindern fördert. Mein Ziel ist es herauszufinden, wie sich selbstbestimmtes Lernen auf die Motivation von Grundschülern auswirkt. Ich versuche die Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan zusammenzufassen. Anschließend analysiere ich wie Motivation von SuS gefördert werden kann und untersuche anhand dessen die Wirkung der Lerntheorie mit Hilfe eines Einblicks in eine Unterrichtseinheit. Motivation, so ein großes Wort. Was mir bereits nach der Auswahl meines Hausarbeitsthemas von Literatur zu Literatur bewusster wurde. Wie motiviert man Menschen eigentlich, auf welche Weise können Kinder motiviert werden zu lernen und vor allem dauerhaft auch Interesse zu haben? So viele Antworten auf diese Fragen, die klar den Rahmen einer 10- seitigen Hausarbeit sprengen würden. Und dennoch bietet es die Möglichkeit Motivation zumindest ein Stück weit zu begreifen und für die zukünftige Arbeit greifbar und möglich zu machen. Mehr denn je werden Motivationsmöglichkeiten für SuS und Lehrkräfte gebraucht. Individualität, Inklusion und der stetige Wandel sowie ebenso die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters benötigen
Konzepte, SuS bei sich selbst abzuholen, ohne dabei eigenen Erfahrungen im Weg zu stehen. Und was läge da näher als
Selbstbestimmtheit und Selbsttätigkeit? Ein Konzept, welches schon die Reformpädagogen erkannten und worauf Motivation fußt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Zielsetzung
2. Die Selbstbestimmungstheorie
2.1 Selbstbestimmtes Lernen
2.2 Motivation und Interesse
3. Bedürfnis nach Autonomie, sozialer Zugehörigkeit und Kompetenz als Chance der Motivationssteigerung
3.1 Selbstbestimmung und Autonomie
3.2 Selbstbestimmung und soziale Zugehörigkeit
3.3 Selbstbestimmung und Kompetenz
3.4 Bedingungen zur Entwicklung intrinsischer Motivation
4. Motivation zum Lernen im schulischen Kontext – Die Bedeutung des selbstbestimmten Lernens
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern selbstbestimmtes Lernen die Motivation von Grundschulkindern positiv beeinflussen kann. Dabei wird die theoretische Grundlage der Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan analysiert, um pädagogische Strategien abzuleiten, die das Interesse und die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler stärken.
- Grundlagen der Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan
- Die drei psychologischen Grundbedürfnisse: Autonomie, soziale Zugehörigkeit und Kompetenz
- Differenzierung von intrinsischer und extrinsischer Motivation
- Umsetzung von selbstbestimmtem Lernen im schulischen Unterrichtsalltag
- Einfluss von Lehr-Lern-Umgebungen auf die Lernmotivation
Auszug aus dem Buch
Die Selbstbestimmungstheorie
Anders als die rein kognitiven Ansätze zum Verständnis menschlichen Verhaltens, grenzt sich die Selbstbestimmungstheorie durch den Zusammenhang zwischen Motivation und Lernen ab. Im Zentrum der Theorie steht der Begriff des Selbst, welches als Prozess und Ergebnis der Entwicklung verstanden wird. Zur Erklärung der Steuerung von Verhalten stimmen Deci und Ryan mit einer Vielzahl von anderen Theorien überein und stützen sich auf das Konzept der Intentionalität. Menschen sind motiviert, wenn sie eine Absicht verfolgen, etwas erreichen wollen und bereit sind Mittel einzusetzen, um einen angezielten zukünftigen Zustand zu erreichen. Verhaltensweisen ohne Intention werden als amotiviert beschrieben, hierunter versteht man z.B. herumlungern, dösen oder unkontrollierte Impulsreaktionen wie Wutanfälle. Selbstbestimmtes Handeln bedeutet, dass die Handlung frei gewählt ist, also den eigenen Wünschen entsprechend erlebt wird und die eigenen Ziele betrifft. Handlungen, die so empfunden werden, dass sie durch eine andere Person entstanden sind und/ oder intrapsychisch erzwungen wurden, gelten als kontrolliert.
Deci und Ryan unterscheiden in intrinsische und extrinsische Motivation.
Die intrinsische Motivation erklärt, warum Personen frei von äußerem Druck und inneren Zwängen nach einer Tätigkeit streben, in der sie engagiert tun können, was sie interessiert“ (ebd., 225f.). Intrinsisch motiviertes Verhalten ist interessenbestimmt, freudvoll und bedarf keiner vom Handlungsgeschehen gelöster externer Impulse, Versprechungen oder Drohungen. Die Handlungen geschehen aus Neugier, Explorationslust, Spontaneität und Interesse an den unmittelbaren Gegebenheiten der Umwelt. Sie sind der Prototyp des selbstbestimmten Verhaltens. Das Individuum fühlt sich frei in der Auswahl und Durchführung seines Tuns. Das Handeln stimmt mit der eigenen Auffassung von sich selbst überein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Zielsetzung: Die Arbeit thematisiert die aktuelle Relevanz von Motivation im Unterricht und formuliert das Ziel, Möglichkeiten des selbstbestimmten Lernens bei Grundschulkindern zu untersuchen.
2. Die Selbstbestimmungstheorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Motivation nach Deci und Ryan sowie die verschiedenen Stufen der Handlungsregulation.
3. Bedürfnis nach Autonomie, sozialer Zugehörigkeit und Kompetenz als Chance der Motivationssteigerung: Hier werden die drei psychologischen Grundbedürfnisse analysiert und ihre Bedeutung für die Steigerung der Lernmotivation im schulischen Alltag herausgearbeitet.
4. Motivation zum Lernen im schulischen Kontext – Die Bedeutung des selbstbestimmten Lernens: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit der schulischen Praxis und diskutiert konkrete Ansätze wie den Sachunterricht zur Förderung selbstbestimmter Lernprozesse.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass selbstbestimmtes Lernen eine große Chance bietet, jedoch eine strukturierte pädagogische Anleitung erfordert.
Schlüsselwörter
Selbstbestimmungstheorie, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Grundschule, Autonomie, soziale Zugehörigkeit, Kompetenz, Lernmotivation, Handlungsregulation, Unterrichtsgestaltung, Selbstkonzept, pädagogische Psychologie, Lernumgebung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie durch das Konzept des selbstbestimmten Lernens die Lernmotivation von Kindern im Grundschulalter gefördert und gestärkt werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit beleuchtet die Selbstbestimmungstheorie, die Rolle der psychologischen Grundbedürfnisse (Autonomie, Kompetenz, soziale Zugehörigkeit) und die Anwendung dieser Konzepte im schulischen Kontext.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, herauszufinden, wie sich selbstbestimmtes Lernen auf die Motivation von Grundschülern auswirkt und welche Bedingungen eine intrinsische Motivation begünstigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse der Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan sowie der Anwendung dieser Theorie auf pädagogische Fragestellungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Motivation erläutert, die Bedeutung der drei psychologischen Grundbedürfnisse dargelegt und praktische Beispiele für die Umsetzung im Unterricht (z. B. im Sachunterricht) diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Selbstbestimmung, intrinsische Motivation, Kompetenzerleben, Autonomie und schulische Lernumgebung.
Wie unterscheidet sich intrinsische von extrinsischer Motivation laut der Arbeit?
Intrinsische Motivation entsteht aus Interesse und Neugier ohne äußeren Druck, während extrinsische Motivation auf instrumentellen Zielen und externen Anreizen wie Belohnungen basiert.
Warum ist die soziale Zugehörigkeit im Unterricht wichtig?
Die soziale Zugehörigkeit fördert das emotionale Engagement der Kinder; wenn sich Schüler von Lehrern und Mitschülern unterstützt und wertgeschätzt fühlen, steigt ihre intrinsische Motivation.
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- Anonym (Author), 2020, Der Einfluss von selbstbestimmtem Lernen auf die Motivation von Grundschulkindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933742