Kreativität und Kreatives Schreiben - Diese Arbeit hat das Ziel, den Aspekt "Kreativität" im Konzept des "Kreativen Schreibens" deutlicher zu fassen. Das englische "Creative Writing" wird heutzutage als "Literarisches Scheiben" übersetzt und das Wort "Kreativ" gemieden. Die Betrachtung der Forschungsdiskussion hinsichtlich der Erfassung des Kreativitätsbegriffes zeigt, dass dieser eine Fülle von Bedeutungsaspekten aufweist, die kategorisierbar sind. Auf Grundlage von diesen Kategorien ist es möglich, das Konzept "Kreatives Schreiben" von Vorurteilen zu befreien und ihm die Möglichkeit zu geben, wirklich genau bestimmen zu können, inwiefern es nicht bloß "literarisch" ist, sondern auch "kreativ".
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kreativität
2.1. Kreativität - Bedeutung
2.1.1. Historische und wissenschaftliche Aspekte von Kreativität
2.1.2. Kreativität erfasst mit Kategorien
2.1.3. Zusammenfassung
2.2. Kreativität als Merkmal von Literatur
2.2.1. Probleme und Möglichkeiten der Literaturbewertung
2.2.2. Untersuchung von drei Beispielen
2.3. Zusammenfassung
3. Kreatives Schreiben
3.1. Kreatives Schreiben - Bedeutung
3.1.1. Erste Schritte im Kreativen Schreiben: Drei bekannte Schreibspiele
3.1.2. Die Geschichte des Kreativen Schreibens
3.1.3. Zusammenfassung
3.2. Kreatives Schreiben als lehrbarer Gegenstand
3.2.1. Kreatives Schreiben als (Wieder-)Einstieg zum Schreiben
3.2.2. Kreatives Schreiben als Verbesserung des Schreibens
3.2.3. Zusammenfassung
3.3. Das Kreative Schreiben und das kreative Schreiben
4. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Begriffe „Kreativität“ und „Kreatives Schreiben“ und geht der zentralen wissenschaftlichen Frage nach, inwiefern Kreatives Schreiben als lehr- bzw. lernbare Disziplin betrachtet werden kann und welche Merkmale Texte aufweisen müssen, um als kreativ bewertet zu werden.
- Historische und wissenschaftliche Herleitung des Kreativitätsbegriffs
- Analyse von Kreativität als Merkmal literarischer Texte
- Untersuchung der Geschichte und Didaktik des Kreativen Schreibens
- Diskussion über die Lehrbarkeit kreativer Schreibkompetenz
Auszug aus dem Buch
DAS GENIE
Im 16. Jahrhundert entstand an den Höfen italienischer Prinzen (Frederico, Ludiovico Sforza) bei den dort tätigen Künstlern und Ingenieuren der Begriff des individuellen Genies. Der beschrieb jemanden, der nicht auf Bücher oder Autoritäten angewiesen war, sondern eigene Ansichten und Erfahrungen als Grundlage für seine Arbeit nahm.
Im 17. Jahrhundert hatte dieser Begriff schon einen festen Platz im italienischen Sprachgebrauch und wurde dann, als sich die Zentren der wissenschaftlichen Aktivitäten nach Frankreich und England verlagerten, auch dort verwendet.
Im 18. Jahrhundert wurden außergewöhnliche Wissenschaftler Genies genannt, aber noch im Zusammenhang mit einer Art "Offenbarung der Gottheit".
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themengebiete ein und erläutert das Erkenntnisinteresse der Arbeit, insbesondere die Frage nach der Lehrbarkeit des Kreativen Schreibens.
2. Kreativität: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Kreativitätsbegriffs und diskutiert Ansätze zur Kategorisierung sowie die Problematik der Literaturbewertung anhand kreativer Kriterien.
3. Kreatives Schreiben: Der Hauptteil analysiert die Geschichte des Kreativen Schreibens, reflektiert über dessen Didaktik und beleuchtet die Rolle des Kreativen Schreibens in Bezug auf den Autorenberuf.
4. Schluss: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Schwierigkeit einer objektiven Bewertung, während die Relevanz des Aha!-Effekts als Wirkungskriterium hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
Kreativität, Kreatives Schreiben, Literaturwissenschaft, Genieästhetik, Schreibdidaktik, Schreibwerkstatt, Aha-Effekt, Literaturbewertung, Originalität, Schreibprozess, Innovationsqualität, Kreativitätsforschung, Handwerk, Autorschaft, Poetik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Begriffen Kreativität und Kreatives Schreiben und deren Bedeutung für die Literaturwissenschaft und Schreibdidaktik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die historische Herleitung von Kreativität, die Probleme der literarischen Bewertung und die Frage nach der didaktischen Vermittelbarkeit des Schreibens.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob Kreatives Schreiben lehr- bzw. lernbar ist und welche Merkmale zur Bewertung der Kreativität eines Textes herangezogen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche Herangehensweise, ergänzt durch die Analyse von Kriterienmodellen und die Kategorisierung des Kreativitätsbegriffs.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung theoretischer Grundlagen der Kreativität und eine praxisorientierte Analyse des Kreativen Schreibens in verschiedenen Institutionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreativität, Schreibdidaktik, Genieästhetik und Literaturbewertung charakterisiert.
Wie wird der Begriff des "Genies" in der Arbeit eingeordnet?
Das Genie wird historisch als eine seltene Ausnahme betrachtet, deren Fähigkeiten oft als unlernbar galten, im Gegensatz zur fachmännischen Ausbildung im Kreativen Schreiben.
Welche Bedeutung kommt dem sogenannten "Aha!-Effekt" zu?
Der Aha!-Effekt dient als Wirkungskriterium, um festzustellen, ob ein Text die Erwartungshaltung des Lesers sinnvoll durchbricht und somit als kreativ wahrgenommen wird.
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- Florian Körber (Author), 2007, Kreativität und Kreatives Schreiben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93421