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Freizeit im Dritten Reich

Title: Freizeit im Dritten Reich

Term Paper (Advanced seminar) , 1998 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Magister Artium Michael Krinzeßa (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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„Der Nationalsozialismus gestaltete eine Volksgemeinschaft, die vom Kind an beginnt und beim Greise endet. Niemand kann diese gewaltige Symphonie des deutschen Lebens zum Schweigen bringen.“
Dieses Zitat des deutschen Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler aus dem Jahre 1939 veranschaulicht recht deutlich die Zielsetzung der nationalsozialistischen Regierung des Deutschen Reiches. Im Rahmen der Gleichschaltung sollten alle Individuen und Organisationen in Deutschland unter Kontrolle des nationalsozialistischen Totalitarismus gebracht werden. An die Stelle der traditionellen Gewerkschaften trat, nach deren Auflösung, die unter Parteikontrolle stehende „Deutsche Arbeitsfront“. Indem die Partei die Kontrolle über Studenten und Lehrer ausübte, wurden Schulen und Hochschulen in ihren Einflußbereich geführt. Ein ganzes Netzwerk von Parteiorganisationen kontrollierte die verschiedenen Berufsgruppen, in denen die Mitgliedschaft vorgeschrieben war.
Aber auch die Gesellschaft sollte unter Zwang dieser „Uniformierung“ der Massen zum Opfer fallen. Eine Trennung von Politik und Alltagsleben, die heutzutage als selbstverständlich gilt, wurde von den Nationalsozialisten nicht akzeptiert. Davon war auch der Bereich „Freizeit“ betroffen.
Die „Freizeit“ wurde zu jener Zeit strikt reglementiert, damit war aber jegliche Selbstbestimmung ausgeschlossen. Die These „Freizeit = Freiheit“ kam somit nicht zur Geltung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Reglementierte Freizeit und Erziehung zum Nationalsozialisten in der Hitler-Jugend

1.1. Die Organisationsstruktur der Hitler-Jugend

1.2. Der Alltag in der Hitler-Jugend

1.2.1. Leibesübungen zur körperlichen Ertüchtigung

1.2.2. Wehrertüchtigung in der HJ

1.2.3. Die weltanschauliche Schulung in der HJ

1.2.4. „Kulturarbeit“ in der HJ

1.2.5. Weitere reglementierte „Freizeitgestaltungsmaßnahmen“ innerhalb der HJ

2. Die Gegner der HJ - jugendliche Banden und Cliquen

3. Die organisierte Freizeit des deutschen Berufstätigen

III. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strikte Reglementierung der Freizeit im Dritten Reich, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie das nationalsozialistische Regime durch die Kontrolle der außerberuflichen und außerschulischen Lebensbereiche das Individuum ideologisch ausrichtete und in den Dienst des Staates stellte.

  • Die systematische Kontrolle der Jugend durch die Hitler-Jugend und ihre Unterorganisationen.
  • Methoden der weltanschaulichen Indoktrination und militärischen Ausbildung von Heranwachsenden.
  • Formen jugendlichen Widerstands in Banden und Cliquen als Reaktion auf staatlichen Zwang.
  • Die Rolle der Gemeinschaft "Kraft durch Freude" bei der Reglementierung der Arbeitswelt.
  • Die Funktion staatlich inszenierter Feiertage zur Festigung der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft.

Auszug aus dem Buch

1.2.1. Leibesübungen zur körperlichen Ertüchtigung

Der deutsche Jugendliche genoß in seiner zumeist acht Jahre andauernden „Karriere“ in der HJ (s.o., vom 10. bis zum 18. Lebensjahr) eine wohldurchdachte Ausbildung, die ihn für sein späteres Leben als Erwachsener im NS-Staat prägen sollte.

Ähnlich der Zentralen Dienstvorschriften (ZDv) der Bundeswehr heutzutage oder den entsprechenden Handbüchern der Wehrmachtsgattungen, regelten die sogenannten „Dienstbücher“ die straff organisierte Schulung und den Unterricht der HJ (Bsp.: „Pimpf im Dienst“, ...).

Den größten Stellenwert innerhalb des Jugenddienstes nahm in Anbetracht des Arbeitsaufwandes und des zeitlichen Umfangs die körperliche Ertüchtigung ein. „Der völkische Staat hat... seine gesamte Erziehungsarbeit nicht auf das Einpumpen bloßen Wissens einzustellen, sondern auf das heranzüchten eines kerngesunden Körper. Erst in zweiter Linie kommt dann die Ausbildung geistiger Fähigkeiten“ äußerte sich Adolf Hitler diesbezüglich in „Mein Kampf“ und legte damit seine Prioritäten bezüglich der Erziehung der Jugend eindeutig fest.

Die Hitler-Jugend förderte den „Sportsgeist“ ihrer Mitglieder, indem sie eine Reihe von Wettkämpfe zur Körperertüchtigung durchführte. Dazu zählten u.a. Bann- und Gebietssportwettkämpfe, Winterkampfspiele, Frühjahrsgeländelauf, Führerzehnkampf und nicht zuletzt der Reichssportwettkampf der HJ, der beispielsweise 1939 7 Millionen Teilnehmer zählte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung erläutert den totalitären Anspruch des Nationalsozialismus, der eine Trennung von Politik und Alltag konsequent aufhob und die Freizeit als Instrument zur ideologischen Gleichschaltung nutzte.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die Organisationsformen der Hitler-Jugend, ihre erzieherischen Methoden durch Sport, Wehrertüchtigung, Ideologieschulung und Kulturarbeit sowie die oppositionellen Gegenbewegungen der Jugend und die organisierten Freizeitangebote für Berufstätige.

III. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass Freizeit im Dritten Reich nicht als individuelle Freiheit verstanden wurde, sondern als ein durch den Staat reglementierter Bereich zur Sicherung der Herrschaft und der ideologischen Formung des Volkes.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Hitler-Jugend, Freizeitgestaltung, Gleichschaltung, Kraft durch Freude, Erziehung, Wehrertüchtigung, Ideologie, Jugendwiderstand, Edelweißpiraten, Volksgemeinschaft, Propaganda, Sport, Dienstvorschriften, Drittes Reich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der totalitären Kontrolle der Freizeitgestaltung in Deutschland zwischen 1933 und 1945 durch die nationalsozialistische Führung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erziehung der Jugend in der Hitler-Jugend sowie der organisierten Freizeit für Berufstätige durch die Organisation "Kraft durch Freude".

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Regime durch die Reglementierung des Privatlebens das Individuum von der NS-Ideologie überzeugte und in den Dienst des Staates stellte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse historischer Quellen, Dokumente und Fachliteratur, um die staatliche Praxis der Freizeitgestaltung zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Organisationsstrukturen der HJ, ihrer Ausbildungsmethoden, der jugendlichen Opposition sowie der Freizeitangebote für die erwachsene Arbeitnehmerschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Hitler-Jugend, Reglementierung, Gleichschaltung, Kraft durch Freude, Indoktrination und Jugendwiderstand.

Wie reagierte die Hitler-Jugend auf oppositionelle Jugendgruppen wie die Meuten oder Edelweißpiraten?

Das Regime sah in diesen Gruppen eine reale Gefahr für die beabsichtigte totale Unterordnung der Jugend und verfolgte sie durch die staatlichen Justizorgane und die HJ-Führung.

Welche Rolle spielten Feiertage im nationalsozialistischen System?

Staatlich inszenierte Feiertage dienten dazu, das Volk zu solidarisieren, eine emotionale Bindung zur NS-Ideologie zu erzeugen und die Überlegenheit des Regimes durch Massenveranstaltungen zu demonstrieren.

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Details

Title
Freizeit im Dritten Reich
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Geistes- Sozialwissenschaften)
Course
Die Geschichte des Deutschen Volkes
Grade
1,3
Author
Magister Artium Michael Krinzeßa (Author)
Publication Year
1998
Pages
26
Catalog Number
V9344
ISBN (eBook)
9783638160735
ISBN (Book)
9783638640992
Language
German
Tags
Freizeit Dritten Reich Geschichte Deutschen Volkes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Michael Krinzeßa (Author), 1998, Freizeit im Dritten Reich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9344
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