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Die Vielfältigkeit des Tafsirs. Wo liegen Schwerpunkte und Herausforderungen der Koranexegese?

Título: Die Vielfältigkeit des Tafsirs. Wo liegen Schwerpunkte und Herausforderungen der Koranexegese?

Trabajo Escrito , 2019 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Deniz Mikail Barut (Autor)

Teología - Religión islámica
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In dieser Hausarbeit wird der Vielfältigkeit und den Schwerpunkte, sowie Herausforderungen der Koranexegese nachgegangen, und eine Einführung in den allgemeinen "Tafsīr" (Koranexegese) gegeben. Wie es schon im Titel steht, ist der Tafsīr sehr vielfältig. Man kann bestimmte Āya unterschiedlich deuten. Dazu werden unterschiedliche Quellen angeführt und manchmal werden die gleichen Quellen angeführt und dennoch wird dieselbe Āya anders ausgelegt.

In der Wissenschaft der Qur'ānexegese gibt es bestimmte Vorreiter mit verschiedensten Interpretationen und hermeneutischen Herangehensweisen. Zu nennen sind Qur'ānexegeten wie z.B. Abū Ǧaʿfar Muḥammad b. Ǧarīr aṭ-Ṭabarī und Ibn Kathīr, auf die in dieser Hausarbeit jedoch nicht weiter eingegangen wird. Dass die Qur'ānexegeten unterschiedliche Auffassung des Qur'āntextes haben, ist nichts Neues und auch nichts Verwerfliches. Die Tafsīr-Wissenschaft ist eine Wissenschaft, die sich immer weiterentwickelt und nicht abgeschlossen werden kann. Um dies deutlich zu machen, wird diese Arbeit damit beginnen, verschiedene Verständnisse vom Qur'āntext aufzuzeigen. Der rote Faden, der sich durch die gesamte Arbeit zieht, besagt, dass der Qur'ān einer Erläuterung, Erklärung und Auslegung bedarf. Der Unterschied von Tafsīr und Taʾwīl wird kurz dargelegt, um differenziert in diese Arbeit starten zu können.

Wo liegen die Herausforderungen des Tafsīr? Die Qur'ānexegeten haben mit sehr vielen Herausforderungen der Exegese zu kämpfen, jedoch ist den allermeisten immer bewusst gewesen, dass ihr Verständnis vom Qur'ān nicht „die einzig wahre Auslegung“ ist. Ein großes Hindernis in der Qur'ānexegese sind die Übersetzungen des Qur'ān und seiner Kommentare in andere Sprachen. Dieses Thema wird ordentlich in dieser Arbeit behandelt. Diese Arbeit schneidet kurz an, dass es eine Minderheitsmeinung gibt, dass der Qur'ān sich selbst erklärt bzw. durch und durch selbsterklärend ist. Die allermeisten Exegeten nutzen Ahādīth für ihre Auslegungen. Die Frage der Authentizität spielt eine große Rolle, denn das ist eine Herausforderung, mit der sich jeder Exeget auseinanderzusetzen hat. Zum Schluss wird deutlich gemacht, wie unterschiedlich Qur'ānexegeten und deren Qur'ānexegesen sein können. Am Beispiel des Saiyid Quṭb wird aufgezeigt, dass es in der islamischen Community islamistische Qur'ānexegesen gibt, die weit verbreitet sind. Deutlicher kann die Vielfalt des Tafsīr nicht aufgezeigt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Qur’āntext und die Wichtigkeit der Deutung

2.1 Unterschied zwischen Tafsīr und Taʾwīl

3. Der Qur'ān- Die Herausforderung der Übersetzung

4. Eine kleine Einführung zu Ahādīth

4.1 Wichtigkeit der Ahādīth

4.2 Ahādīth Kritik- Sind alle Ahādīth authentisch?

5. Einführung in die Islamistische Qur’ānexegese am Beispiel des Saiyid Quṭb

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vielschichtigkeit der qur’ānischen Exegese (Tafsīr), indem sie die methodischen Herausforderungen bei der Interpretation des Textes sowie die Problematik von Übersetzungen und der Authentizität von Ahādīth analysiert und an einem Beispiel für islamistische Auslegungen veranschaulicht.

  • Methodische Grundlagen der Qur’āninterpretation
  • Unterscheidung zwischen Tafsīr und Taʾwīl
  • Herausforderungen und Grenzen der Qur’ānübersetzung
  • Bedeutung und Authentizitätsprüfung von Ahādīth
  • Analyse der islamistischen Exegese am Beispiel von Saiyid Quṭb

Auszug aus dem Buch

3. Der Qur'ān- Die Herausforderung der Übersetzung

Den Qur’ān in seiner Gänze, mit den stilistischen Mitteln, den Metaphern, Reimen und all dem, was noch dazu gehört, zu übersetzen, ist schlichtweg unmöglich. Dennoch haben wir Übersetzungen des heiligen Qur'ān in fast allen Sprachen der Erde. Diese Übersetzungen sind aber strikt zu trennen von dem arabisch verfassten „originalen“ Qur’ān, da Gott zu den Menschen in arabischer Sprache spricht. Dieses Kapitel soll die Herausforderungen der Übersetzungen des Qur'ān aufzeigen. Wenn man versteht, dass bei der Übersetzung der Inhalt, die Phonetik und stilistische Mittel verloren gehen, dann kann man ebenfalls begreifen, dass auch der Tafsīr in seiner Übersetzung mit Herausforderungen zu kämpfen hat.

Hans-Georg Gadamer ist ein international bekannter Philosoph, der zum Thema der Übersetzung folgende Aussage getroffen und das wesentliche auf den Punkt gebracht hat. „Die Übersetzung ist immer eine Interpretation, man kann sagen, sie ist die Vollendung der Interpretation, die der Übersetzer dem Wort gegeben hat [...].“ Übersetzungen haben demnach immer eine persönliche Konnotation des Übersetzers. Man ist gut damit beraten, wenn man sich über den Übersetzer und seine politischen und gesellschaftlichen Überzeugungen erkundigt. Das eigene Verständnis der Religion fließt immer in die Übersetzung des Qur'ān ein. Der Qur'ān ist in arabischer Sprache zu den Menschen gesandt worden. Dies erscheint logisch, wenn man die geografische Lage Makkas und Madīna betrachtet. Das ist ein arabisch sprachiger Raum. Der Qur'ān ist in diesen beiden Städten zu den Menschen gesandt worden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung der Vielfältigkeit des Tafsīr ein und beleuchtet die Notwendigkeit einer differenzierten Qur’ānexegese.

2. Der Qur’āntext und die Wichtigkeit der Deutung: Dieses Kapitel erörtert die Notwendigkeit der Exegese aufgrund der komplexen Struktur des Qur’āntextes.

2.1 Unterschied zwischen Tafsīr und Taʾwīl: Hier werden die semantischen und inhaltlichen Differenzen zwischen dem philologischen Tafsīr und der eher innerlich-allegorischen Auslegung Taʾwīl erklärt.

3. Der Qur'ān- Die Herausforderung der Übersetzung: Das Kapitel thematisiert die Unmöglichkeit einer verlustfreien Übersetzung des Qur’ān und die damit verbundenen hermeneutischen Probleme.

4. Eine kleine Einführung zu Ahādīth: Es wird die Definition und der Aufbau von Ahādīth sowie ihre Rolle als zweitwichtigste Quelle neben dem Qur’ān beschrieben.

4.1 Wichtigkeit der Ahādīth: Dieser Abschnitt unterstreicht die normative Bedeutung der Überlieferungen für das tägliche Leben und die religiöse Praxis.

4.2 Ahādīth Kritik- Sind alle Ahādīth authentisch?: Hier wird die wissenschaftliche Notwendigkeit der Authentizitätsprüfung (Isnād-Kritik) von Überlieferungen dargelegt.

5. Einführung in die Islamistische Qur’ānexegese am Beispiel des Saiyid Quṭb: Dieses Kapitel analysiert anhand von Saiyid Quṭb, wie politische und radikale Ideologien die Exegese beeinflussen und für eigene Zwecke instrumentalisieren können.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Problematik der Vieldeutigkeit und die kritische Rolle der Quellenforschung zusammen.

Schlüsselwörter

Qur’ānexegese, Tafsīr, Taʾwīl, Ahādīth, Übersetzung, Hermeneutik, Saiyid Quṭb, Islamismus, ǧāhilīya, Authentizität, Offenbarung, Qur’ān, Interpretation, Quellenforschung, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Vielfältigkeit der Qur’āninterpretation und beleuchtet die Schwerpunkte und Herausforderungen, die mit der Auslegung des heiligen Textes verbunden sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Tafsīr und Taʾwīl, die Problematik der Qur’ānübersetzung, die Rolle der Ahādīth sowie islamistische Exegese-Ansätze.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wo genau die Schwerpunkte und Herausforderungen der Vielfältigkeit des Tafsīr liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die auf islamwissenschaftlichen Werken und hermeneutischen Ansätzen bekannter Gelehrter und Philosophen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Deutung, die Herausforderungen der Übersetzung, die Bedeutung der Hadith-Wissenschaft sowie eine Fallstudie zu Saiyid Quṭb.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Qur’ānexegese, Tafsīr, Ahādīth, Authentizität und Hermeneutik geprägt.

Warum betont der Autor die Schwierigkeit von Übersetzungen?

Weil bei jeder Übersetzung unweigerlich die persönliche Interpretation des Übersetzers, seine gesellschaftliche Prägung sowie die Unmöglichkeit, die volle Tiefe der arabischen Phonetik und Metaphorik beizubehalten, eine Rolle spielen.

Welche Gefahr sieht der Autor in der Exegese von Saiyid Quṭb?

Der Autor warnt davor, dass Quṭb komplexe Fragen radikal vereinfacht, ein Schwarz-Weiß-Denken propagiert und seine Exegese instrumentalisiert, um einen Absolutheitsanspruch auf seine eigene, ideologisch gefärbte Meinung zu erheben.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Vielfältigkeit des Tafsirs. Wo liegen Schwerpunkte und Herausforderungen der Koranexegese?
Universidad
University of Münster  (ZIT)
Curso
Interreligiöse Kompetenzen
Calificación
2,0
Autor
Deniz Mikail Barut (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
14
No. de catálogo
V934528
ISBN (Ebook)
9783346254610
ISBN (Libro)
9783346254627
Idioma
Alemán
Etiqueta
Tafsir Exegese Koran Analyse Deutung Hermeneutik Religion Islam
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Deniz Mikail Barut (Autor), 2019, Die Vielfältigkeit des Tafsirs. Wo liegen Schwerpunkte und Herausforderungen der Koranexegese?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/934528
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