Videokonferenzen inszenieren. Konzeptionelle Bildgestaltung und Umsetzung digitaler Kommunikation im professionellen Umfeld


Bachelorarbeit, 2020

87 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Forschungsfrage und Forschungsgegenstand
1.3 Methodik und Zielsetzung

2 Methodisch-theoretische Grundlagen
2.1 Abgrenzung der Begriffe Videokonferenz und Webinar
2.2 Inszenierte Bildgestaltung
2.3 Grundlagen der Bildgestaltung
2.3.1 Das Bildmotiv
2.3.2 Licht
2.3.3 Schärfentiefe und Tiefenwirkung
2.3.4 Kadrierung und Einstellungsgrößen
2.3.5 Bildkomposition
2.3.6 Räumlichkeit durch Ebenen und Perspektive schaffen
2.3.7 Emotionalisierung durch Farbgestaltung
2.3.8 Kamerabewegung
2.3.9 Bildmischung
2.4 Grundlagen der Bildtechnik
2.4.1 Kamera, Bildformat und Bildkomposition
2.4.2 Kamerabewegung und Bildmischung
2.4.3 Hardware und Software
2.4.4 Faktoren der Schärfentiefe
2.4.5 Die Auflösung
2.4.6 Licht und Weißabgleich
2.4.7 Green Screen

3 Analyse
3.1 Analyseraster und Vorgehensweise
3.2 Anwendung des Analyserasters auf Videokonferenzen
3.2.1 Erwachsenenbildung EKHN
3.2.2 NDR: After Corona Club
3.3 Auswertung der Analysen

4 Entwurf und Konzept
4.1 Theoretische Konzeptausarbeitung
4.2 Praktische Umsetzung der Konzeptentwürfe
4.2.1 Konzept „Steuer-Webinar“
4.2.2 Konzept „Unternehmensmeeting“
4.3 Auswertung der Konzeptideen

5 Ergebnis
5.1 Beantwortung der Forschungsfrage
5.2 Diskussion der Ergebnisse
5.3 Ausblick

Anhang A: Literaturverzeichnis

Anhang B: Abbildungsverzeichnis

Anhang C: Tabellenverzeichnis

Anhang D: Abkürzungsverzeichnis

Anhang E: Interviewleitfaden

Anhang F: Experteninterview mit Herrn Lüschow

Anhang G: Experteninterview mit Herrn Brück

Anhang H: Weitere Praxisbeispiele

Vorwort

Mit dieser Abschlussarbeit beende ich meine Bachelor-Studienzeit. Ich möchte mich bei den gesamten Prüfungsausschussmitgliedern und vor allem bei Frau Prof. Dr. Wickel-Kirsch bedanken, ohne die ich diese Arbeit nicht schreiben dürfte. Ich bedanke mich bei Frau Prof. Dr. Gschwendtner, die während der Studienzeit das Interesse für die Konzeption und Produktion von Bewegtbildmedien in mir geweckt hat.

Vielen Dank an Herrn Prof. Dr. Quint, der mir das Programm Lucidchart empfohlen hat, mit dem ich die Abbildungen in dieser Arbeit nachbauen konnte. Außerdem bedanke ich mich bei der Hochschule RheinMain für die Bereitstellung des technischen Equipments sowie bei Herrn Brück und Herrn Lüschow, die ich für diese Arbeit interviewen durfte.

Danke an Niklas Keul, der sich für die Fotografien dieser Arbeit als Model zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank an Frau Prof. Dr. Hahn, die meine Bachelor-Arbeit als Korreferentin gelesen und sich mit dieser auseinandergesetzt hat. Zu guter Letzt, vielen Dank an meinen Referenten Herrn Prof. Erkelenz, der mir mit seinen Anregungen, seiner Hilfestellung und seiner tatkräftigen Unterstützung geholfen hat, diese Arbeit zu verfassen.

Ich wünsche allen, die diese Arbeit in den Händen halten, viel Vergnügen beim Lesen.

Galina Senk

Kurzfassung

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es zu bestimmen, welche Bildgestaltungelemente eine Videokonferenz hochwertiger sowie professioneller erscheinen lassen und mit welchen technischen Mitteln dies umgesetzt werden kann. Dazu werden folgende Haupt- und Nebenforschungsfragen gestellt: „ Welche Bildgestaltungselemente sind maßgebend, um Videokonferenzen im professionellen Umfeld zu inszenieren? Welche technischen Mittel sind für ihre Durchführung notwendig?“

Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurden Kriterien für die Bildgestaltung aufgestellt und mithilfe von Bildanalysen innerhalb von Videokonferenzen überprüft. Anschließend wurden die Bildgestaltungselemente durch technische Mittel auf zwei Konzepte angewandt. Die Ergebnisse der Konzepte zeigen, dass mithilfe ausgewählter Bildgestaltungselemente das Bild hochwertiger und professioneller erscheint. Dies bedeutet, dass es möglich ist, eine Videokonferenz im Wohnbereich so zu inszenieren, dass sie sich von der privaten Nutzung abhebt und im professionellen Umfeld eingesetzt werden kann.

Abstract

The present bachelor thesis aims to determine, which image design elements make a video conference appear more high-quality and professional and with which technical means this can be implemented. Therefore are the following main and secondary questions asked: „Which image design elements are decisive for staging video conferences in a professional environment? What technical means are necessary for the implementation?“

In order to answer the research questions, criteria for image design have been established, which have been verified by image analyses within video conferences. Subsequently, the image design elements were applied to concepts by using technical means. The results of the concepts show that the image appears more high-quality and professional with the help of selected image design elements. This means that it is possible to stage a video conference in a living area in a way, that stands out from the private use and can be used in a professional environment.

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation

Die Corona-Pandemie, die durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöst wurde, hat im Jahre 2020 die weltweite Bevölkerung vielen Konflikten gegenübergestellt. Mit der räumlichen Distanzierung als Lösungsansatz zur Eindämmung der Infektionsrate, wurde die Menschheit mit sozialen und wirtschaftlichen Problemen konfrontiert.1 Um diese zu bewältigen, wurden vermehrt auf Digitalisierungsfortschritte zurückgegriffen. Ein mediales Instrument, das einen Aufschwung in der privaten sowie beruflichen Nutzung erlebte, ist die Videokonferenz. Ihre Nutzung ist durch die Corona-Pandemie und die damit verbundene erhöhte Home-Office-Arbeit innerhalb einer Woche um 50 Prozent gestiegen (Stand 19.03.2020).2

Videokonferenzen werden genutzt, um trotz räumlicher Distanz, sozialen Kontakt weiterhin aufrechtzuerhalten. Sie erbringen ebenso Vorteile in der Kostenersparnis, Flexibilität und Umweltschonung.3 Dies bestärkt den Gedanken, Videokonferenzen tiefgreifender ins Berufsleben zu integrieren. Es gibt Videokonferenzsysteme im professionellen Umfeld, allerdings sind diese meist fest als Raumsystem in einem Unternehmen installiert.4 Ebenso besitzen Unternehmen weitgehendere finanzielle, personelle sowie räumliche Möglichkeiten, als Einzelpersonen im privaten Umfeld. Privatpersonen sind somit gezwungen, sich intensiv mit der Produktion eigener Videokonferenzen auseinanderzusetzen, welches das Wissen aus bildgestalterischen und bildtechnischen Elementen umfasst, da in der Regel wenig Erfahrungen in diesem Gebiet bestehen.5

1.2 Forschungsfrage und Forschungsgegenstand

Für die Durchführung von Videokonferenzen in der eigenen Wohneinrichtung ist gestalterische Inszenierung notwendig, um sie dem professionellen Umfeld anzupassen und vom privaten Gebrauch abzuheben. Deshalb ist zu definieren, welche Gestaltungselemente das Videobild grundlegend hochwertiger erscheinen lassen. Für ihre Durchführung innerhalb einer Videokonferenz ist herauszufinden, mit welchen technischen Mitteln diese umgesetzt werden können. Die Hauptforschungsfrage und die ergänzende Nebenforschungsfrage lauten daher: „ Welche Bildgestaltungselemente sind maßgebend, um Videokonferenzen im professionellen Umfeld zu inszenieren? Welche technischen Mittel sind für ihre Durchführung notwendig?“

Die genannten Forschungsfragen sind deskriptiver Natur und beschreiben ein Thema mit aktueller Relevanz. Um sie zu beantworten, sind bildgestalterische Elemente zu ermitteln. Diese sind an einem positiven sowie negativem Praxisbeispiel zu veranschaulichen, um die Auswirkungen des professionellen Umfelds zu verdeutlichen. Der Forschungsgegenstand der vorliegenden Arbeit beinhaltet zwei Produktionsformate und lautet daher: „Allgemeine Bildgestaltungselemente und die Bildgestaltungselemente der Videokonferenzproduktionen ‚Erwachsenenbildung EKHN‘ und ‚NDR: After Corona Club‘ sowie bildtechnische Umsetzungsmittel.“

1.3 Methodik und Zielsetzung

Zu Beginn werden methodisch-theoretische Grundlagen durch explizite Definitionen der Begriffe „Videokonferenz“, „Webinar“ und „Inszenierte Bildgestaltung“ geschaffen sowie Elemente der Bildgestaltung und Bildtechnik ermittelt. Anhand der erworbenen Erkenntnisse wird ein Analyseraster mit den relevantesten Kriterien erstellt, die für eine hochwertige Inszenierung des Videobildes maßgebend sind. Mithilfe dessen werden zwei Videokonferenzen anhand der Bildgestaltungskriterien analysiert, um zu überprüfen, welche eingesetzt worden sind und wie sie in der Umsetzung aussehen als auch wirken.

Zur Analyse werden die Produktionsformate der „Erwachsenenbildung EKHN“ und des „NDR: After Corona Club“ herangezogen, da es sich bei beiden um Videokonferenzen handelt und sie in der Corona-Zeit aus gleichnamigem Motiv entstanden sind. Außerdem unterscheiden sie sich im Rahmen des professionellen Umfelds. Während die EKHN vorrangig eine evangelische Landeskirche in Deutschland ist und unter dem Namen „Erwachsenenbildung EKHN“ Videos auf YouTube produziert, ist der NDR als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ein großer Arbeitgeber und Vertreter in der Medienbranche.

Mit dem Ergebnis werden die zwei Videokonferenzen als Praxisbeispiele bewertet. Anschließend werden zwei Konzepte für die Produktion von Videokonferenzen erstellt und mithilfe technischer Mittel umgesetzt. Diese richten sich an unterschiedliche Anwendungsfälle. Zum Schluss werden die Forschungsfragen beantwortet, das Ergebnis diskutiert und Zukunftsaussichten thematisiert.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, einen Mehrwert in der Nutzung von Videokonferenzen im professionellen Umfeld zu schaffen. Sie dient als Grundstein für die Inszenierung von Videokonferenzen und kann im Laufe der fortschreitenden Digitalisierung stets mit modernem, technischem Equipment verbessert werden.

2 Methodisch-theoretische Grundlagen

2.1 Abgrenzung der Begriffe Videokonferenz und Webinar

Eine Videokonferenz ist ein technisches Kommunikationsinstrument, das über eine Bild- und Tonverbindung mehrere Teilnehmende in Echtzeit über unterschiedliche Standorte miteinander kommunizieren lässt.6 Somit ist die video-vermittelte Kommunikation und Interaktion7 ausgeprägter als ein auditives Telefonat, da das gesprochene Wort sowohl durch die Gestik als auch Mimik unterstützt wird.8 Für die Nutzung ist bei den Teilnehmenden jeweils ein Computer wie zum Beispiel ein PC oder Laptop oder ein mobiles Endgerät wie zum Beispiel ein Tablet oder Smartphone nötig. Des Weiteren sind die Hardwarekomponenten Bildschirm, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher voraussetzend. Für den Datenaustausch ist sowohl ein breitbandiges Kommunikationsnetz wie das Internet als auch ein Videokonferenz-Tool notwendig. Videokonferenzsysteme gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten, jedoch waren sie anfangs kostspielig. Das mobile Internet, hohe Übertragungsraten und moderne Endgeräte haben die verbreitete Nutzung von Videokonferenzen vereinfacht.9

Ein ähnliches Kommunikationsinstrument, welches sich aus den Videokonferenzen entwickelt hat, ist das Webinar. Es setzt sich aus den Begriffen „Web“ und „Seminar“ zusammen und beschreibt Online-Sitzungen, in denen VeranstalterInnen Wissensinhalte vor vielen Teilnehmenden präsentieren.10 Dabei teilt der Veranstaltende seinen Bildschirm über eine Software und kann über VoIP gehört werden. Um Webinare abwechslungsreicher zu gestalten, haben die Präsentierenden die Möglichkeit, Tools wie Umfragen, Whiteboard oder Screensharing zu verwenden. Die Präsentationen sind akkurat vorbereitet und haben oftmals marketingtechnische Ziele, wie den Verkauf von Konzepten, Produkten oder Kundengewinnung.11 Da in Webinaren meist eine einseitige Bildübertragung stattfindet, bezieht sich die vorliegende Arbeit vorwiegend auf den Oberbegriff „Videokonferenz“.

Ein wesentliches Merkmal zur Unterscheidung der zwei Begriffe ist die Anzahl der Teilnehmenden. Während es sich bei Webinaren nur um wenige Sprecher handelt, die ein großes Publikum ansprechen, so variiert die Anzahl der Teilnehmenden bei Videokonferenzen stark. Von 1:1-Sitzungen bis hin zu mehreren hundert Teilnehmenden sind an den Meetings möglich.12

2.2 Inszenierte Bildgestaltung

Der Begriff Inszenierung hat seinen Ursprung in der theatralischen Kunstform und bedeutet wortwörtlich „in Szene setzen“. Er leitet sich aus dem Französischen „mise-en-scène“ ab und beschreibt den Gestaltungsprozess, um die Intention eines Werkes durch äußere Mittel zu bekräftigen. Inszenierte Bilder werden strategisch geplant sowie mit gestalterischen Elementen aufgebaut, um die gewünschte Bildaussage an den Rezipienten zu vermitteln.13

Es geht um das Arrangieren des Motivs, die Berücksichtigung der Bildkomposition, die beabsichtigte Lichtsetzung sowie die Verfremdung der Realität, um die Bildwirkung zu lenken.14 „Die Inszenierung der einzelnen Elemente des Bildes wird nicht dem Zufall überlassen und soll beim Betrachter bestimmte Emotionen hervorrufen.“15

Aspekte einer Bildinszenierung sind die grundlegende Idee, ihre szenische Ausstattung, die erzählerische Darstellung durch eine Handlung sowie die Ausrichtung auf den Rezipienten.16 Durch den Gestaltungswillen und die damit einhergehenden Produktionsschritte wird ein inszeniertes Bild von einer einzelnen Person oder gemeinschaftlich als Gruppe realisiert. Dabei spielen die Ortswahl, die Führung der Protagonisten und die Einsetzung von Bildgestaltungselementen eine zentrale Rolle. Um die Inszenierung auszuführen, ist das Bildmotiv vor die Kamera zu bringen, mit gestalterischen Aspekten in Szene zu setzen und mit kameratechnischen Möglichkeiten festzuhalten.17 Im Unterschied dazu werden bei der nicht-inszenierten Bildgestaltung keine inszenatorischen Strategien bewusst eingesetzt oder thematisiert. Diese Art der Bildaufnahme wird als Schnappschuss betitelt und ist durch offensichtliche Spontaneität sowie zufälligen Erscheinungen des Bildinhaltes charakterisiert. Das Bild wird durch einen unterbewussten Instinkt ausgelöst, ohne eine weitergehende Bildwirkung zu beabsichtigen.18

2.3 Grundlagen der Bildgestaltung

Die nachfolgenden Grundlagen setzen sich mit Gestaltungselementen auseinander, die dazu dienen, ein Bild hochwertiger und für das menschliche Auge ansprechender erscheinen zu lassen. Des Weiteren werden sie im Kapitel 3 die Kriterien für die Analyse von Videokonferenzen bilden. Da Bewegtbildmedien aus mehreren Einzelbildern bestehen und ihre Grundeigenschaften identisch zu denen eines Bildes sind, können die Grundlagen der Bildgestaltung auf diese angewandt werden.19

2.3.1 Das Bildmotiv

Fotografische Bilder haben ein Motiv als Gegenstand. Sie zeigen nicht die Realität, sondern ein Abbild von dem, was der Fotograf aufgenommen hat. Das Motiv wird dabei aus seiner natürlichen Umgebung genommen und im Sinne der Bildaussage mithilfe von Bildgestaltung in einen neuen, inhaltlichen Kontext gesetzt.20 Da das menschliche Auge, im Gegensatz zu einer Kamera, selektiv sieht und irrelevante Objekte in einer Situation ausblenden kann, müssen diese auf einer Bildaufnahme bewusst gesetzt oder entfernt werden.21 Professionelle, bildgestaltende Personen haben einen analytischen Blick, um dem Rezipienten das Bildmotiv als Blickzentrum zu vermitteln. Dazu werden Gestaltungselemente verwendet, um den Blick zu lenken und zum Aussageschwerpunkt zu führen.22

Generell gilt, dass ein Bild auf die aussagerelevanten Elemente zu reduzieren ist, da aufgeräumte Bilder verständlicher sind, als überladene Bilder.23 Ein ausgewähltes Motiv ist stets vom Bildausschnitt begrenzt, weshalb es der Kunst bedarf, die gewünschte Atmosphäre, Emotionen und Bildaussage auf die gegebene Bildfläche zu komprimieren.24 Neben dem Hauptmotiv ist der Hintergrund des Bildes nicht zu vernachlässigen. Dieser sollte zur Charakteristik der Person im Vordergrund passen und den Inhalt der Bildaussage oder das gesprochene Wort im Bewegtbild unterstreichen.25 Wenn sich die Bilder und das gesprochene Wort widersprechen und dem Rezipienten irritierend erscheinen, wird dies als sogenannte Bild-Text-Schere bezeichnet und ist zu vermeiden.26 Neben diesen Aspekten empfehlen sich Gesichter als Bildmotiv, da sie sowohl Interesse erwecken als auch den Blick auf sich lenken.27 Lesbare Schriften, die für die Bildaussage irrelevant sind, sollten im Bildmotiv vermieden werden, da sie ebenfalls den Blick auf sich ziehen, jedoch den konzentrierten Blick stören.28

2.3.2 Licht

Licht ist eines der wichtigsten Gestaltungsmittel in der Bildinszenierung. Es dient dazu Atmosphären zu schaffen, ästhetische Akzente zu setzen und Bildmotive grundlegend erkennbar zu machen.29 Dabei gibt es zwei Arten. N atürliches Licht, welches von der Sonne kommt und sich mit der Tageszeit verändert sowie künstliches Licht, das ideal zur punkt- und flächengenauen Ausleuchtung von Objekten ist. Bei Innenaufnahmen entsteht meistens ein Mischlicht, da zur Raumausleuchtung zusätzlich das Tageslicht auf das Bildmotiv fällt, welches jedoch aufgrund der farblichen Unterschiede zu vermeiden ist.30 Tageslicht zeigt mit rund 5600 Kelvin eine hellweiße Farbtemperatur auf, Kunstlicht, wie das einer Glühlampe, einen gelben Farbstich mit 2800 Kelvin. In der Regel gilt, dass helle Bildbereiche durch ihre Intensität die Aufmerksamkeit des Betrachtenden auf sich ziehen.31

Um ein Objekt oder eine Person optimal auszuleuchten, wird die 3-Punkt-Beleuchtung angewandt (siehe Abbildung 1). Das Hauptlicht bzw. Führungslicht ist das stärkste Licht und wird im 45° Winkel neben der Kamera, leicht von oben kommend, auf das Objekt gerichtet. Dies imitiert die natürliche Beleuchtung der Sonne. Die Aufhellung bzw. das Fülllicht wird in einem Winkel zwischen 15° und 60° auf der anderen Seite neben der Kamera positioniert und reduziert die vom Führungslicht entstandenen Schatten. Um die Lichtdominanz gering zu halten, wird die Helligkeit schwächer als bei dem Führungslicht eingestellt oder das Licht wird indirekt mithilfe einer Folie oder einer Reflexion über eine Wand eingesetzt. Das Gegenlicht bzw. das Spitzlicht wird hinter dem Objekt und Gegenüber dem Führungslicht positioniert, um das Objekt deutlicher vom Hintergrund abzuheben und die Körperlichkeit zu betonen.32

Die Lichtrichtungen und -stärken sind relevant für die Wirkung des ausgeleuchteten Objektes. Eine seitliche Beleuchtung unterstreicht die Plastizität durch leichte Schatten. Mit einem Frontallicht wirkt das Objekt flach und ausdruckslos. Es schwächt mögliche Unreinheiten wie Falten einer Person ab, wirkt jedoch uninteressant und ist zu vermeiden. Ebenso glättet diffuses Licht Oberflächen, indem es indirekt über Wände oder Reflektoren auf das Objekt trifft. Hartes Licht leuchtet ein Objekt direkt an und verdeutlicht Oberflächenstrukturen. Um die Gesichtszüge einer Person zu unterstreichen, ist ein seitliches, direktes Licht optimal. Neben dem Objekt ist der Hintergrund auszuleuchten, welches als „4-Punkt-Beleuchtung“ bezeichnet wird. Dies hebt die Raumtiefe hervor und bringt eine gleichmäßige Lichtsituation in das Bild. Des Weiteren kann ein einzelnes Licht auf die Augenpartie gerichtet werden, sodass die Augen durch das gesetzte Glanzlicht mehr Lebendigkeit ausstrahlen.33 Der Schatten gilt ebenfalls als Gestaltungsmittel. Es beeinflusst die Wahrnehmung der Tiefe und Räumlichkeit sowie die inhaltliche Bildstimmung. Wenn die Kamera direkt auf das Licht gerichtet ist, entsteht ein Gegenlicht, welches das Motiv in seinen Schatten setzt, eine Silhouette erzeugt und es kaum erkennbar macht.34

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: 3-Punkt-Beleuchtung (Eigene Darstellung, in Anlehnung an Negenborn, Daniel 2016)

2.3.3 Schärfentiefe und Tiefenwirkung

Der Bereich, der für den Betrachtenden als scharf wahrgenommen wird, nennt sich Schärfentiefe. Ein Gestaltungsmittel, das auf der Unschärfe eines Bildbereiches basiert, nennt sich „Bokeh“ und ist der japanische Begriff für „Verschwommen“. Mit diesem Stilmittel ist es möglich, den Hintergrund verschwommen darzustellen und so den Fokus auf den Vordergrund oder das Hauptmotiv zu setzen.35 Mit der Schärfeverlagerung auf eine bestimmte Ebene kann der Blick des Betrachtenden gelenkt und die Wahrnehmung des Bildraums verändert werden.36

2.3.4 Kadrierung und Einstellungsgrößen

Der Begriff Kadrierung hat seinen Ursprung im Französischen („Cadrage“) und bedeutet Rahmung. Er beschreibt den Prozess, einen Bildausschnitt auszuwählen und Bildinhalte unter den Aspekten der räumlichen Wirkung sowie der Bildkomposition zu positionieren.37 Ein bewusst gesetzter Bildausschnitt lässt unwichtige Elemente außen vor38 und lässt erkennbare Objekte, die im Fokus des Bildinhaltes stehen, stets vollständig zu sehen.39 Die zweidimensionale Bildfläche, der sogenannte Kader, ist in seiner Größe vom technisch vorgegebenem Bildformat abhängig.40 Im Film- und Videobereich ist das Ausgabemedium stets ein Querformat und so zu produzieren.41

Unterschiedliche Bildausschnitte, die das räumliche Verhältnis zwischen Objekt und Kamera unterscheiden, werden als Einstellungsgrößen bezeichnet. Die Größenskalierung orientiert sich dabei am menschlichen Körper als messbare Richtlinie (siehe Abbildung 2).42 Bei der Kadrierung einer Person sollte beachtet werden, dass es genug Headroom, bzw. Raum zwischen dem Bildrand und dem Kopf gibt, sodass die Person im Kader nicht eingeengt wirkt. Außerdem sollte der Bildraum, in den eine Person blickt, größer sein als der Bildraum hinter ihr, da bei gegensätzlicher Anwendung ein unausgeglichener Kader entsteht.43

Zu den Einstellungsgrößen zählen die Panoramaaufnahme, die Totale, die Halbtotale, die Amerikanische, die Halbnahe, die Nahe, die Großaufnahme sowie die Detailaufnahme. In der Panoramaaufnahme wird ein großer Raum wie eine Landschaft abgebildet. Sie dient dazu dem Rezipienten einen Eindruck über den Ort und primär über die Atmosphäre zu geben. Die Totale zeigt den Handlungsort konkreter und wird meist als Eröffnungsbild bzw. als „Establishing Shot“ eingesetzt. Die Personen sind im Bildausschnitt klein, jedoch stärker zu erkennen als im Panorama. In der Halbtotale ist eine Person von ihren Füßen bis zu ihrem Kopf zu erkennen. Sie füllt den Bildausschnitt in der Höhe und ihre Gestiken sind für den Betrachtenden deutlich zu erkennen. In der Amerikanischen sind Personen von den Knien bis zum Kopf zu sehen. Ihre Gestiken sind stärker zu erkennen, wohingegen der Raum an Bedeutung abnimmt. Die Halbnahe zeigt eine Person von der Hüfte bis zum Kopf, wodurch neben der Gestik ebenfalls die Mimik präsent ist und die Kommunikation der Figur für den Rezipienten leichter zugänglich ist.44 „So ermögliche es die Halbnahe auch, ‚Beziehungen zwischen Figuren zu bezeichnen, etwa Intimität, Zuneigung, Distanznahme‘ (Borstnar et al. 2008, S.102)“.45 Die Nahe beschreibt die Einstellungsgröße von der Brust bis zum Kopf einer Figur. Hier wird neben der Mimik das gesprochene Wort wichtiger, weshalb diese Einstellung oftmals in Gesprächen eingesetzt wird. Die Großaufnahme zeigt das gesamte Gesicht einer Person und setzt somit den Fokus auf ihre Mimik. Da die Figur dem Betrachtenden sehr nah erscheint, wirkt ihre Emotionalität und Intimität intensiv.46

Bei der Detailaufnahme ist die Kamera an einer Person oder einem Gegenstand so nah, dass nur ein Ausschnitt derer zu erkennen ist. So werden einzelne Körperteile, Gesichtspartien oder Gegenstandsmerkmale besonders betont.47 Neben den Einstellungsgrößen gibt es die Bezeichnungen „Zweier-Einstellung“ und „Dreier-Einstellung“, um im Bildformat die Anzahl der abgebildeten Personen zu benennen.48

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Einstellungsgrößen (Eigene Darstellung, in Anlehnung an Oppermann, Ulrike 2007)49

2.3.5 Bildkomposition

Mit der Bildkomposition wird entschieden, wie die einzelnen Bildinhalte in dem Kader gesetzt werden. Geprägt vom kulturellen Schriftensystem empfindet der Betrachter eine bestimmte Leserichtung für ein Bild.50 Im lateinischen Schriftsystem wird von links nach rechts gelesen51, weshalb die linke Seite auf einer Bildfläche als Eingang und die rechte als Ausgang empfunden wird.52 Bedeutende Bildelemente sollten deshalb auf der rechten Bildfläche platziert werden, da das menschliche Auge dort zur Ruhe kommt und länger verweilt.53

Die Bildmitte ist das geometrische Zentrum eines Bildes und kann unterschiedliche Wirkungen auslösen. Einerseits suggeriert sie Stabilität, Ruhe und Festigkeit54, andererseits kann sie spannungslos wirken55 und „[...] wird jedoch bei Porträts das Gesicht bevorzugt leicht außerhalb des Bildzentrums platziert, um lästige Gleichförmigkeit in der Komposition zu vermeiden.“56 Im Gegensatz dazu erzielt eine dynamische Bildkomposition den Effekt, dass sich Objekte im Bild bewegen, was beispielsweise durch eine disharmonische Objektanordnung oder perspektivische Verzeichnung ausgelöst wird.57

Der Goldene Schnitt ist eine mathematisch berechenbare Proportion und kann als Drittelregel vereinfacht werden (siehe Abbildung 3). Sie wirkt auf den Betrachter harmonisch, da diese Proportion häufig in der Natur vorkommt.58 Die Regel des Goldenen Schnitts beschreibt, „dass sich bei der Teilung einer Strecke der kleinere Teil zum größeren Teil so verhält [sic] wie der größere Teil zur Gesamtstrecke“59 und erhält die Verhältniszahl ≈ 1,6.60 Nach diesem Ergebnis sind die Strecken am Bildrand idealerweise in einem Verhältnis von 3:5, 5:8 oder 8:13 aufzuteilen und gelten als kompositorisch ausgewogen.61 Bei der Drittelregel wird ein ähnliches Raster mit der Drittelung der Bildhorizontale und -vertikale erzeugt.62 Auf den Linien können natürliche Linien wie Horizonte gelegt werden und auf den Schnittstellen eignet sich die Platzierung von einzelnen Elementen.63

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Drittelregel und Goldener Schnitt (Eigene Darstellung 2020)

Geometrische Elemente, die häufig für die Blickführung des Betrachters eingesetzt werden, sind Punkte, Linien und Flächen. Punkte sind kleine Bereiche, die im Verhältnis zum Bild wenig Raum einnehmen als auch durch ihre Farbe oder Helligkeit den Blick des Betrachters fangen.64 Linien erzeugen, je nach ihrem Verlauf, unterschiedliche Wirkungsabsichten. Horizontale Linien bewirken Ruhe und können eingesetzt werden, um Bildebenen zu erschaffen. Vertikale Linien suggerieren Größe und können als Trennlinien von Bildhälften genutzt werden. Diagonale Linien, die von links oben nach rechts unten verlaufen, wirken absteigend und negativ, wohingegen diagonale Linien von links unten nach rechts oben einen Aufstieg und Positivität vermitteln. Gerade Linien erzeugen eine strikte Wirkung, geschwungene Linien eine harmonische. Neben den tatsächlichen Linien, die als solche in Bildern zu sehen sind, gibt es imaginäre Linien, die zum Beispiel durch Blickrichtungen oder Bewegungsabläufe erzeugt werden. Flächen sind geschlossene Formen, die den Blick einfangen. Ein Kreis suggeriert Vollkommenheit, ein Quadrat Monotonie. Ein liegendes Rechteck wirkt stabil, ein stehendes dominant.65 Ein Dreieck als Kompositionsprinzip lässt ein Bild interessant wirken und wird oft bewusst bei Gruppenaufnahmen eingesetzt.66 Geometrische Elemente vermitteln somit, je nach ihrer Setzung, dem Rezipienten ein positives oder negatives Gefühl.

Ein weiteres grafisches Element ist das Muster. Erkennt das menschliche Gehirn Elemente in einer regelmäßigen Anordnung, so wird dies als ordentlich, ruhig und ästhetisch empfunden. Um die Regelmäßigkeit nicht durch Verzerrung zu unterbrechen, ist sowohl auf die Perspektive als auch die Bildränder zu achten.67 Des Weiteren ist die Symmetrie ein Gestaltungsmerkmal in der Bildkomposition. Sie kann durch ihre geordnete Bildwirkung ästhetisch wirken, allerdings wirkt Asymmetrie lebendiger durch ihre Dynamik.68 Da leichte Abweichungen als unangenehm empfunden werden, wird in der Bildgestaltung auf exakte Symmetrie oder eine deutliche Abweichung gesetzt.69

2.3.6 Räumlichkeit durch Ebenen und Perspektive schaffen

Das grundlegende Unterscheidungsmerkmal zwischen dem menschlichen Sehen und einem Bild ist die Räumlichkeit. Während das Auge dreidimensional sieht, kann die Kamera ein Motiv nur in der Höhe und Breite aufnehmen.70 Um dennoch eine Tiefenwirkung zu schaffen, wird der Bildaufbau in die drei Ebenen Vorder- Mittel- und Hintergrund geteilt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Hauptmotiv neben den Ebenen die Dominanz für die Bildaussage beibehält.71 Das Sprichwort „Vordergrund macht Bild gesund“ unterstreicht das Prinzip, dass ein räumlicher Eindruck vor allem durch die Ausgestaltung des Vordergrundes entsteht. Die einzelnen Ebenen bieten dem Rezipienten Fixpunkte bei der Betrachtung, die durch eine Führung durch das Bild diesem mehr Tiefe verleihen.72 „Idealerweise besteht zwischen dem Vorder- und Hintergrund eines Bildes nicht nur eine optische, sondern auch eine inhaltliche Beziehung[.]73 “, um der Blickführung einen inhaltlichen Zusammenhang zu bieten.74

Die Perspektive auf ein Motiv ist gleichzusetzen mit dem Blick der fotografierenden Person75 und vermittelt die räumliche Position der Kamera.76 Dabei gibt es verschiedene Arten, die Normalperspektive, die Untersicht sowie die Aufsicht. Bei der Normalperspektive steht die Kamera „auf Augenhöhe“ mit dem Objekt und nimmt durch die neutrale Lage keine Wertigkeit gegenüber diesem an. Bei der Untersicht wirkt das Objekt dominant und überlegen, bei der Aufsicht unterlegen und unterwürfig. Von einer extremen Perspektive wird gesprochen, wenn die Kamera in einem ca. 90° Winkel zum Objekt steht. Eine extreme Untersicht wird als „Floor Shot“ bezeichnet, eine extreme Aufsicht als „Top Shot“.77 Neben den Perspektiven, die eine Kamera einnehmen kann, sind die zwischenmenschlichen Betrachtungen zu beachten. Disharmonische Stimmungen können bewirkt werden, wenn sich Gesprächspartner aufgrund ihrer Größenunterschiede von unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Wenn Figuren auf gleicher Augenhöhe befinden, ergibt sich eine grundlegende Harmonie und Fairness im Gespräch.78

2.3.7 Emotionalisierung durch Farbgestaltung

Farben werden gezielt eingesetzt, um Emotionen zu erwecken. Signalfarben wie Rot, Gelb und Grün ziehen den Blick auf sich, da sie mit ihrer Leuchtkraft aktiv wirken.79 Des Weiteren hat jeder Farbton eine eigene Bedeutung. Zu den warmen Farben gehören Rot, Orange und Gelb. Rot steht neben Liebe für Wut, Orange steht für Lebhaftigkeit und Gelb für Optimismus. Zu den kühlen Farben zählen Grün, Blau und Lila. Grün steht für Gesundheit, Blau für Vertrauen und Professionalität, Lila für Kreativität und Macht. Neutrale Farben dagegen sind Schwarz, Grau und Weiß, welche modern sind und sich gut kombinieren lassen.80 Helle Farbtöne wirken ansprechender, sodass der Blick in Bildbereichen mit einer hellen Dominanz meist länger verweilen als in dunklen Bildbereichen.81 Neben dem Hell-Dunkel-Kontrast, der durch seine Disparität in den Helligkeitswerten Spannung erzeugt, ziehen weitere Kontraste den Blick des Betrachtenden an.82 So werden stets der Buntkontrast, Komplementärkontrast, Simultankontrast, Kalt-Warm-Kontrast, Qualitätskontrast sowie Quantitätskontrast nach Johannes Itten eingesetzt. Um gezielt eine harmonische Stimmung zu schaffen, können Farbkombinationen wie benachbarte Farbtöne im Farbkreis, unterschiedliche warme bzw. kalte Farben oder Farbtöne mit unterschiedlichen Sättigungswerten eingesetzt werden.83

2.3.8 Kamerabewegung

Der Eindruck von Bewegtbildern entsteht durch die enge, aufeinanderfolgende Wiedergabe von einzelnen Bildern. Um eine flüssige Bewegungsabfolge für das menschliche Auge zu erzeugen, werden im Filmbereich mit 24 Einzelbildern pro Sekunde gearbeitet, im Videobereich mit 25 Einzelbildern. Neben der Bewegung von Objekten vor der Kamera gibt es Kamerabewegungen als gestalterisches Ausdrucksmittel. Verfolgt die Kamera die Bewegungen einer Person oder eines Objektes, so wird dies als motivierte Kamerabewegung bezeichnet. Sie greift die Bewegung auf und gibt diese neutral dem Zuschauenden wieder. Bei der eigenständigen Kamerabewegung bewegt sich die Kamera im eigenen Sinne, um den Blick des Zuschauenden zu führen. Sie veranschaulicht die Umgebung und setzt Schwerpunkte in der Blickführung.84 Bei den Kamerabewegungen gibt es zwei Arten. Der Kameraschwenk beginnt mit einem Anfangsbild, veranschaulicht über einen horizontalen oder vertikalen Schwenk die Umgebung und schließt mit einem Endbild. Dabei bleibt sie an einem Punkt und neigt sich um ihre eigene Achse. Bei der Kamerafahrt bewegt sich die Kamera innerhalb des Raumes. Sie kann auf ein Objekt zufahren, von einem Objekt wegfahren, ein Objekt in einer Parallelfahrt verfolgen oder mit einer 360°-Fahrt ein Objekt umkreisen. Eine Vorwärts- und Rückwärtsfahrt kann technisch ebenso mit einem Zoom-Objektiv erzeugt werden. Wird die Brennweite kleiner eingestellt, so ergibt sich eine Rückwärtszoom, bei einer Vergrößerung ein Vorwärtszoom. Die Arbeit mit dem Zoom sollte jedoch nur im kleinen Ausmaß stattfinden, da sich das Bild bei einer sehr kleinen Brennweite verzerrt und bei einer sehr großen Brennweite staucht.85

2.3.9 Bildmischung

Im Bewegtbildbereich gibt es durch die Nutzung mehrerer Kameras und die Bildmischung die Möglichkeit, eine Handlung aus mehreren Perspektiven und Einstellungsgrößen darzustellen, um Zuschauenden Abwechslung zu bieten. Ebenso können Fehler in der Echtzeit-Übertragung einer Videokonferenz oder eines Webinars durch den Bildwechsel auf eine andere Kameraperspektive kaschiert werden.86 Bei einer Mehrkamera-Produktion sind logische und stilistische Regeln zu beachten. Eine Kamera dient in einer Produktion als Haupteinstellung und befindet sich in der Regel in einer zentralperspektivischen, weiten Einstellungsgröße, wie beispielsweise eine Halbtotale, um dem Rezipienten eine Übersicht auf das Handlungsgeschehen zu geben. Mit einer weiteren Kamera können eine neue Perspektive und Einstellungsgröße gewählt werden, wie beispielsweise eine Großaufnahme auf den Protagonisten oder ein wichtiges Objekt in der Handlung.87

Bei einer Interview-Situation kann die Schuss-Gegenschuss-Technik angewandt werden. Hier werden die Gesprächspartner im Wechsel in einer Nahen-Einstellung gezeigt. In Variation gibt es die Über-Schulter-Schüsse, bei denen der gegenübersitzende Gesprächspartner im Schulter-Anschnitt gezeigt wird, um die Tiefenwirkung zu verstärken.88 Stehen drei oder mehr Kameras zur Verfügung, können diese ebenso beliebig positioniert werden, um das Geschehen visuell abzudecken, wobei hier die 180° und 30° Regeln zu berücksichtigen sind (siehe Abbildung 4). Die 180° Regel beschreibt, dass die Kamera immer auf einer Seite der Handlungsachse zu sein hat, um einen Achsensprung in den Blickrichtungen zu vermeiden. Die 30° Regel besagt, dass verschiedene Kameras einen Mindestabstand von 30° haben müssen, sodass der Perspektivwechsel in den aufeinanderfolgenden Bildern eindeutig zu erkennen ist und kein Konturensprung erfolgt.89

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: 180° und 30° Regel (Eigene Darstellung, in Anlehnung an Kamp, Werner 2019)

2.4 Grundlagen der Bildtechnik

Professionelle Videokonferenzsysteme sind in der Regel speziell installierte Raumsysteme mit Monitoren, Kameras, Raummikrofonen und Konferenzequipment.90 Da es finanziell, personell und räumlich beschwerlich sein kann, sich ein Videokonferenzsystem in dieser Größenordnung im eigenen Wohnbereich einzurichten, gibt es praktischere Mittel, um sich an das Niveau des professionellen Umfeldes anzunähern. Neben literarischen und Online-Quellen fließt in diese Grundlagen das Wissen von zwei Mitarbeitern der Hochschule RheinMain ein, mit denen Experteninterviews durchgeführt wurden (siehe Anhang E und F).

2.4.1 Kamera, Bildformat und Bildkomposition

Für die Übertragung von Videokonferenzen oder Webinaren sind Kameras unerlässlich. Diese sind in der Regel bereits in den Geräten, mit denen man Videokonferenzen ausführen kann, integriert. Beispielhaft sind mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder moderne Arbeitsplatzrechner wie Laptops und Notebooks.91 Um Attribute des Kamerabildes, wie die eines größeren Sensors oder einer flüssigeren, internen Verarbeitung näher zu bestimmen, kann eine Spiegelreflex- oder Bridgekamera genutzt werden, wie ein Modell der Sony Alpha 6000-Serie.92 Das Kamerabild kann anschließend direkt mit einem HDMI-Anschluss oder über einen USB-Anschluss mittels eines Kameraadapters, beispielsweise mit dem Elgato Cam Link 4K, mit dem Computer verbunden werden. Dabei wird das Kamera-Signal in ein Webcam-Signal gewandelt.93

Das Bildformat entspricht dem Aufnahmeformat und kann in den Kameraeinstellungen nach den Seitenverhältnissen und Pixelmaßen gewählt werden.94 Videokonferenzen werden in der Regel im Querformat ausgegeben und sind in dem Format zu produzieren.95

Um für die Bildkomposition den Goldenen Schnitt oder die Drittelregel anzuwenden, bieten viele Digitalkameras und Desktop-Anwendungen die Möglichkeit der Einblendung eines Rasters an, um Bildinhalte optimal zu positionieren (siehe Abbildung 5).96

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Raster-Einstellung (Eigene Darstellung 2020)

2.4.2 Kamerabewegung und Bildmischung

Um Kamerabewegungen flüssig auszuführen, wird meist auf technisches Equipment zurückgegriffen. Die Wahl des Bewegungssystems hängt jedoch davon ab, unter welchen Möglichkeiten gearbeitet wird. So sind Dollys, Kamerakräne und Motion Control Systeme für größere Produktionen geeignet.97 Bei kleineren Produktionen, die von einer einzelnen Person ausgeführt wird, eignen sich motor- oder softwaregesteuerte Kameraschlitten, die mit einer Personenverfolgung arbeiten. Ebenso kann mit einem Gimbal, wie beispielsweise dem DJI Ronin-S, gearbeitet werden.98 Ein Gimabl ist eine kardanische Aufhängung.99 Sie stabilisiert das Bild und kann mit einer Handykamera, die oben am Gimbal montiert wird, ein Personentracking ausführen.100 Der Unterschied dabei liegt darin, dass ein Kameraschlitten durch seine ausgeführten Kamerafahrten mehr Raumeinblicke gewährt, während das Gimbal sich um seine eigene Achse dreht und Kameraschwenks ausführt. Mithilfe einer weiteren Person können ruhige Kamerafahrten durch eine Steadycam realisiert werden. Dabei bindet sich die Kameraperson das Tragegerüst um und führt durch den abgefederten Stativarm ruhige Kamerabewegungen aus. Durch das schwere Gewicht ist hierbei jedoch Übung und physische Kraft erforderlich.101

In einigen Videokonferenz-Tools, wie zum Beispiel in Zoom, können die Ansichten der Kader für die Unterstützung der Bildmischung variiert werden. So gibt es die Möglichkeit, alle Teilnehmenden in der gleichen Kadergröße auf dem Bildschirm anzuzeigen sowie den aktuellen Sprecher groß darzustellen.102 Des Weiteren gibt es die Möglichkeit mithilfe eines Softwareprogramms, wie zum Beispiel OBS Software, mehrere Kameraeinstellungen in eine Videokonferenz oder ein Webinar einzubinden. Die positionierten Kameras können unter unterschiedlichen „Szenen“ in den Quellen als Videoaufnahmegerät ausgewählt und eingebunden werden. Diese Szenen können am Bildschirm oder über eine kurze Tastatureingabe ausgewählt werden, um zwischen den Kameraeinstellungen zu wechseln und die Bildmischung zu erzeugen.103

2.4.3 Hardware und Software

Für die Verwendung ist bei den Teilnehmenden jeweils ein Computer in Form eines Arbeitsplatzrechners als PC oder Laptop oder ein mobiles Endgerät wie ein Tablet oder Smartphone nötig. Des Weiteren sind die Hardwarekomponenten Bildschirm, Kamera, Mikrofon, Lautsprecher voraussetzend, die meist in dem Computergerät verbaut sind oder als externes Equipment integriert werden können. Für den Datenaustausch des Bild- und Tonmaterials ist ein breitbandiges Kommunikationsnetz, wie zum Beispiel IP-Netze und das Internet notwendig.104

Um Videokonferenzen auszuführen, werden Softwaretools benötigt, welche von zahlreichen Anbietern angeboten werden. Gartner, ein Marktforschungsunternehmen für IT-Lösungen, hat Cisco WebEx, Zoom, LogMeIn GoToMeeting und LogMeIn GoToWebinar sowie Microsoft Skype und Microsoft Teams als Marktführer im Bereich der Videokommunikation eingestuft (siehe Abbildung 6).105 Zwei Mitarbeiter der Hochschule Rhein Main, Herr Lüschow und Herr Brück, empfehlen jeweils Cisco WebEx und Zoom106 sowie Google Duo.107 In der Regel sind Videokonferenz-Tools mit Funktionen wie Bildschirmfreigabe, Präsentationen, Whiteboards mit Zeichenwerkzeugen, Umfragen, Chats ausgestattet, um Videokonferenzen und Webinare interaktiver zu gestalten.108

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Magic Quadrant for Meeting Solutions (Gartner 2019)

2.4.4 Faktoren der Schärfentiefe

Eine große Schärfentiefe bedeutet, dass eine größere Bildfläche scharf abgebildet ist. Sie kann grundsätzlich durch drei Faktoren bezweckt werden: Je kleiner die Blendenöffnung (bzw. je größer die Blendenzahl), je kürzer die Brennweite und je größer der Abstand zum Objekt ist, desto größer ist die erzeugte Schärfentiefe.109 Für die Gestaltung des Bildraumes in seiner Tiefenwirkung ist die Brennweite ein entscheidender Parameter. Weitwinkel-Objektive, welche eine kleine Brennweite besitzen, zeigen mehr von der Umgebung, wölben und verzerren jedoch die Objekte. Tele-Objektive mit einer großen Brennweite können weit entfernte Objekte nah ans Kamerabild heranholen und erzeugen mit einem verschwommenen Hintergrund den Bokeh-Effekt.110

2.4.5 Die Auflösung

Digitale Bilder bestehen aus einzelnen Pixeln, welche die kleinste Flächeneinheit eines Bildes darstellen. Sie entstehen mit Erfassung der Bildinformationen durch einen in der Kamera integrierten CCD- oder CMOS-Chip. Die Gesamtzahl der Pixel in einem Bild wird durch die Pixelmaße angegeben, welche das Produkt der Bildhöhe und -breite in Pixeln ist. Meist besitzt eine Kamera mehrere Pixeleinstellungen, sodass die Bildqualität und geometrische Bildgröße variabel sind. Die Auflösung, welche oft fälschlicherweise mit der Pixelanzahl gleichgesetzt wird, ist der Quotient aus der Pixelanzahl durch eine Streckeneinheit, wie zum Beispiel Zentimeter. Je größer das Verhältnis zwischen Pixeln und der Strecke ausfällt, desto höher ist die Auflösung.111 Bei Webcams tritt in der Regel, im Vergleich zu Spiegelreflexkameras, eine schwächere Auflösung und ein höheres Rauschen auf, da sie einen sehr hohen ISO-Bereich aufweisen, um ebenso bei schwachen Lichtverhältnissen arbeiten zu können.112

2.4.6 Licht und Weißabgleich

Licht ist ein essenzieller Faktor in der Bildaufnahme, da Bildinhalte erst mit Lichteinfall auf den Chip in der digitalen Kamera aufgezeichnet werden können.113 Das menschliche Auge kann Objekten, trotz einer Farbveränderung unter anderen Lichtverhältnissen, ihre tatsächliche Farbe zuordnen. Einer Kamera muss dies durch einen Weißabgleich beigebracht werden. Mit der Weißabgleichfunktion erhält die Kamera den Referenzwert für das Weiß, um so alle weiteren RGB-Farben richtig darzustellen. Für eine saubere Ausführung und die Vermeidung eines Farbstichs im Bild, sollte dieser auf die Hauptbeleuchtung angewandt werden.114 Der Weißabgleich kann automatisch oder manuell ausgeführt werden, indem ein weißes Blatt Papier ins Bild gehalten wird und der Knopf „White Balance“ betätigt wird. Mischlichtsituationen können durch Konversionsfilter korrigiert werden. Dabei wird eine CTO-Folie eingesetzt, um Tageslicht an die Kunstlichtsituation anzupassen und eine CTB-Folie, um gegenteiliges zu bewirken. Um den Lichteinfall zu regulieren, kann die Blende geöffnet, geschlossen oder ein ND-Filter bzw. Graufilter vor der Linse geschalten werden.115

2.4.7 Green Screen

Neben der Option, den Hintergrund optimal einzurichten, kann durch einen Green Screen ein beliebiges Hintergrundbild in einer Videokonferenz eingesetzt werden. Der Green Screen wird hinter den Protagonisten gesetzt und von zwei Leuchten auf beiden Seiten ausgeleuchtet, sodass sich kein Schattenwurf ergibt. Eine einheitliche Farbfläche ist notwendig, um diese mit dem sogenannten Chroma-Key sauber erfassen sowie entfernen zu können.116 Einige Videokonferenz-Tools, wie zum Beispiel Zoom, bieten die Option an, den Green Screen im Kamerabild automatisch zu entfernen und einen virtuellen Hintergrund einzusetzen. Des Weiteren kann durch die Verwendung einer Software, wie zum Beispiel OBS-VirtualCam, in dem Kamerabild, unter der Verwendung von Green Screen, ein virtueller Hintergrundbild gesetzt werden, das in beliebigen Tools ausgespielt werden kann.117

3 Analyse

3.1 Analyseraster und Vorgehensweise

Die ermittelten Bildgestaltungselemente Bildmotiv, Licht, Schärfentiefe, Kadrierung, Bildkomposition, Räumlichkeit, Farbgestaltung, Kamerabewegung und Bildmischung aus dem Kapitel 2.3 bilden die Kategorien des Analyserasters. Die zugehörigen Kernaussagen ergeben die 33 maßgebenden Kriterien für die hochwertige Inszenierung einer Videokonferenz. Anhand dieser Erkenntnisse ergibt sich das Analyseraster (siehe Tabelle 2).

Mithilfe des Analyserasters werden im Folgenden die zwei Videokonferenzen der Produktionsformate ‚Erwachsenenbildung EKHN‘ und ‚NDR: After Corona Club‘ analysiert. Dabei werden die Kriterien anhand entsprechender Bildausschnitte der Videokonferenzen in der Spalte „Beleg im Bild“ belegt oder widerlegt. In der Spalte „Grad der Erfüllung“ wird die Erfüllung des jeweiligen Kriteriums bewertet. Die Abstufungen der Erfüllung eines Kriteriums werden im Bewertungssystem (siehe Tabelle 1) veranschaulicht.

Tabelle 1: Bewertungssystem (Eigene Darstellung 2020)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Abstufung „0 Punkte“ beschreibt, dass ein Kriterium nicht erfüllt wurde. „3 Punkte“ sagt aus, dass einzelne Ansätze erkennbar sind, aber deutlich mehr Mängel zu sehen sind. „7 Punkte“ bedeutet, dass das Kriterium fast vollständig erfüllt wurde mit Anbetracht weniger Mängel. „10 Punkte“ sagt aus, dass das Kriterium vollständig erfüllt wurde. Die Abstufungen wurden so gewählt, um die einzelnen Facetten der Umsetzung berücksichtigen zu können, die ein „Erfüllt“ oder „Nicht erfüllt“-Bewertungssystem nicht ermöglicht hätte.

Tabelle 2: Analyseraster (Eigene Darstellung 2020)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2 Anwendung des Analyserasters auf Videokonferenzen

3.2.1 Erwachsenenbildung EKHN

Die Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hat am 30.04.2020 eine „EDUtalk“-Videokonferenz über das Zoom-Videokonferenztool zum Thema der emotionalen Bindung durch die Digitalisierung der KiTa geführt.118

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Zoom-Videokonferenz der EKHN, 00:13 min. (Eigene Ergänzung des Goldenen Schnitts, Erwachsenenbildung EKHN 2020)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Zoom-Videokonferenz der EKHN, 02:21 min. (Eigene Ergänzung der Kader-Nummerierung, Erwachsenenbildung EKHN 2020)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Zoom-Videokonferenz der EKHN, 04:46 min. (Eigene Ergänzung des Goldenen Schnitts, Erwachsenenbildung EKHN 2020)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Zoom-Videokonferenz der EKHN, 46:39 min. (Eigene Ergänzung des Goldenen Schnitts, Erwachsenenbildung EKHN 2020)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Zoom-Videokonferenz der EKHN, 50:07 min. (Eigene Ergänzung des Goldenen Schnitts, Erwachsenenbildung EKHN 2020)

Tabelle 3: Anwendung des Analyserasters auf die Erwachsenenbildung EKHN (Eigene Darstellung 2020)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Vgl. Leopoldina, Coronavirus-Pandemie, 2020.

2 Vgl. Melchior, L., Corona-Krise: 50 Prozent mehr Videokonferenzen, 2020.

3 Vgl. Veronese, M., Die 8 wichtigsten Vorteile von Webkonferenzen, 2015.

4 Vgl. Donner, A./Luber, S., Was ist eine Videokonferenz?, 2018.

5 Vgl. Brück, J., Experteninterview mit Herrn Brück, 2020.

6 Vgl. Donner, A./Luber, S., Was ist eine Videokonferenz?, 2018.

7 Vgl. Meier, C., Neue Medien - neue Kommunikationsformen?, 2000, S.197.

8 Vgl. Strehlitz, M., Die besten kostenlosen Tools für Videokonferenzen, 2020.

9 Vgl. Donner, A./Luber, S., Was ist eine Videokonferenz?, 2018.

10 Vgl. Zielinski, J., Was ist ein Webinar?, 2019.

11 Vgl. Hermann-Ruess, A./Ott, M., Das gute Webinar, 2014, S.7–9.

12 Vgl. Buhr, T., Webmeeting vs. Webinar: Was ist der Unterschied?, 2010.

13 Vgl. Sting, W., Inszenierung, 2012.

14 Vgl. Gohl, H., Inszenierte Fotografie, 2016.

15 Gohl, H., Inszenierte Fotografie, 2016.

16 Vgl. Walter, C., Bilder erzählen!, 2002, S.55–61.

17 Vgl. Weiss, M., Was ist 'inszenierte Fotografie'?, 2010, S.50.

18 Vgl. Gommel, M., Schnappschuss, 2015.

19 Vgl. Petrasch, T./Zinke, J., Videofilm, 2012, S.140f.

20 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.2.

21 Vgl. Fotoschule des Sehens/Uhl, M./Uhl, P., Grundlagen Bildgestaltung, 2017, S.10f.

22 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.8f.

23 Vgl. Brettschneider, L., Bildaufbau, Bildkomposition & Bildwirkung in der Fotografie, 2019.

24 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitale Fotografie, 2017, S.4.

25 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.55f.

26 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.147.

27 Vgl. Brettschneider, L., Bildaufbau, Bildkomposition & Bildwirkung in der Fotografie, 2019.

28 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.56.

29 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.80.

30 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.9f.

31 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.80.

32 Vgl. Negenborn, D., Die 3-Punkt-Beleuchtung, 2016.

33 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.85–96.

34 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.9f.

35 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitale Fotografie, 2017, S.14.

36 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.54.

37 Vgl. Kühnel, J., Einführung in die Filmanalyse, 2004, S.85.

38 Vgl. Brettschneider, L., Bildaufbau, Bildkomposition & Bildwirkung in der Fotografie, 2019.

39 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.55.

40 Vgl. Kühnel, J., Einführung in die Filmanalyse, 2004, S.85.

41 Vgl. Petrasch, T./Zinke, J., Videofilm, 2012, S.157.

42 Vgl. Keutzer, O. u. a., Filmanalyse, 2014, S.10–12.

43 Vgl. Petrasch, T./Zinke, J., Videofilm, 2012, S.165.

44 Vgl. Keutzer, O. u. a., Filmanalyse, 2014, S.10–12.

45 Keutzer, O. u. a., Filmanalyse, 2014, S.11.

46 Vgl. Keutzer, O. u. a., Filmanalyse, 2014, S.10–12.

47 Vgl. Keutzer, O. u. a., Filmanalyse, 2014, S.10–12.

48 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.43.

49 Vgl. Schart, A., Kameraeinstellungen, 2007.

50 Vgl. O.V., Bilddynamik, 2009.

51 Vgl. Elissa, Wie entstand das lateinische Alphabet?, 2019.

52 Vgl. O.V., Bilddynamik, 2009.

53 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.8.

54 Vgl. Petrasch, T./Zinke, J., Videofilm, 2012, S.148.

55 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.5.

56 Petrasch, T./Zinke, J., Videofilm, 2012, S.147.

57 Vgl. Brettschneider, L., Bildaufbau, Bildkomposition & Bildwirkung in der Fotografie, 2019.

58 Vgl. Fotoschule des Sehens/Uhl, M./Uhl, P., Grundlagen Bildgestaltung, 2017, S.23.

59 Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.5.

60 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.6.

61 Vgl. Petrasch, T./Zinke, J., Videofilm, 2012, S.147f.

62 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.6.

63 Vgl. Fotoschule des Sehens/Uhl, M./Uhl, P., Grundlagen Bildgestaltung, 2017, S.134.

64 Vgl. Fotoschule des Sehens/Uhl, M./Uhl, P., Grundlagen Bildgestaltung, 2017, S.13–15.

65 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.12–15.

66 Vgl. Brettschneider, L., Bildaufbau, Bildkomposition & Bildwirkung in der Fotografie, 2019.

67 Vgl. Brettschneider, L., Bildaufbau, Bildkomposition & Bildwirkung in der Fotografie, 2019.

68 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.18.

69 Vgl. Brettschneider, L., Bildaufbau, Bildkomposition & Bildwirkung in der Fotografie, 2019.

70 Vgl. Fotoschule des Sehens/Uhl, M./Uhl, P., Grundlagen Bildgestaltung, 2017, S.10.

71 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.8.

72 Vgl. Mohme, S., Vordergrund macht Bild gesund!, 2019.

73 Mohme, S., Vordergrund macht Bild gesund!, 2019.

74 Vgl. Mohme, S., Vordergrund macht Bild gesund!, 2019.

75 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.8.

76 Vgl. Keutzer, O. u. a., Filmanalyse, 2014, S.12.

77 Vgl. Keutzer, O. u. a., Filmanalyse, 2014, S.12f.

78 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.45.

79 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.31.

80 Vgl. Granz, K.-C., Die Welt der Farben, 2018.

81 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.15.

82 Vgl. Brettschneider, L., Bildaufbau, Bildkomposition & Bildwirkung in der Fotografie, 2019.

83 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.32f.

84 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.56–60.

85 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.60–65.

86 Vgl. Goldmann, M., 5 Tipps für das Filmen mit 2 Kameras, 2018.

87 Vgl. Petrasch, T./Zinke, J., Videofilm, 2012, S.167f.

88 Vgl. Petrasch, T./Zinke, J., Videofilm, 2012, S.168f.

89 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.186–190.

90 Vgl. Donner, A./Luber, S., Was ist eine Videokonferenz?, 2018.

91 Vgl. Donner, A./Luber, S., Was ist eine Videokonferenz?, 2018.

92 Vgl. Lüschow, J., Experteninterview mit Herrn Lüschow, 2020.

93 Vgl. Krolop & Gerst, Professionelle Kamera als Webcam für Webinare, Livestreams & Homeoffice - Krolop&Gerst, 2020, 01:42 - 04:36 min.

94 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitale Fotografie, 2017, S.5.

95 Vgl. Petrasch, T./Zinke, J., Videofilm, 2012, S.157.

96 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitale Fotografie, 2017, S.7.

97 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.68–71.

98 Vgl. Brück, J., Experteninterview mit Herrn Brück, 2020.

99 Vgl. Philipps, A., Was ist ein Gimbal? Einfach erklärt, 2016.

100 Vgl. Lüschow, J., Experteninterview mit Herrn Lüschow, 2020.

101 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.68–71.

102 Vgl. Erwachsenenbildung EKHN, Emotionale Bindung in der KiTa digital gestalten, 2020, 00:22 - 01:17 min.

103 Vgl. Beat Magazin, Tutorial: Live Stream für Facebook/Youtube (4/5), 2017, 00:55 - 03:59 min.

104 Vgl. Donner, A./Luber, S., Was ist eine Videokonferenz?, 2018.

105 Eagle, T./Fasciani, M./Preset, A., Magic Quadrant for Meeting Solutions, 2019.

106 Vgl. Lüschow, J., Experteninterview mit Herrn Lüschow, 2020.

107 Vgl. Brück, J., Experteninterview mit Herrn Brück, 2020.

108 Vgl. Zielinski, J., Was ist ein Webinar?, 2019.

109 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitale Fotografie, 2017, S.14.

110 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.49–53.

111 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.16–19.

112 Vgl. Lüschow, J., Experteninterview mit Herrn Lüschow, 2020.

113 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitales Bild, 2017, S.9f.

114 Vgl. Bühler, P./Schlaich, P./Sinner, D., Digitale Fotografie, 2017, S.17.

115 Vgl. Kamp, W., AV-Mediengestaltung, 2019, S.80f.

116 Vgl. Philipps, A., Greenscreen optimal ausleuchten - so geht's, 2017.

117 Vgl. Elgato Gaming, How to Green Screen Video Conference Call, 2020, 00:17 - 03:34 min.

118 Vgl. Erwachsenenbildung EKHN, Emotionale Bindung in der KiTa digital gestalten, 2020.

Ende der Leseprobe aus 87 Seiten

Details

Titel
Videokonferenzen inszenieren. Konzeptionelle Bildgestaltung und Umsetzung digitaler Kommunikation im professionellen Umfeld
Hochschule
Hochschule RheinMain
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
87
Katalognummer
V934545
ISBN (eBook)
9783346325891
ISBN (Buch)
9783346325907
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Kommentar des Dozenten per E-Mail: Mir hat es Spaß gemacht, die Arbeit zu lesen und zu bewerten. Sie zeigt den Einsatz der Autorin - eine tolle Arbeit!
Schlagworte
Videokonferenz, Videokonferenzen, Inszenierung, Konzept, Bildgestaltung, Bildtechnik, Webinar
Arbeit zitieren
Galina Senk (Autor), 2020, Videokonferenzen inszenieren. Konzeptionelle Bildgestaltung und Umsetzung digitaler Kommunikation im professionellen Umfeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/934545

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